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Islamischer Religionsunterricht. Ziele und Realisationsmöglichkeiten

Titre: Islamischer Religionsunterricht. Ziele und Realisationsmöglichkeiten

Mémoire de Maîtrise , 2007 , 121 Pages , Note: 1,2

Autor:in: Diplom-Psychologin; Magister in Europastudien Katrin Isabell Zardo (Auteur)

Didactique - Théologie, Pédagogie de Religion
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Ziele und Realisationsmöglichkeiten des Islamischen Religionsunterrichts in Deutschland:

Während im evangelischen, katholischen, jüdischen sowie teilweise auch im orthodoxen Religionsunterricht in Deutschland Staat und Religionsgemeinschaften kooperieren, ist es im Falle des Islams bisher nicht zu einer gleichwertigen Zusammenarbeit gekommen, obwohl dies seit vielen Jahren von den verschiedensten Seiten gefordert wird und zahlreiche Bemühungen in diese Richtung hin stattgefunden haben.

Diese Situation wird teilweise als Ausdruck staatlicher Diskriminierung, teils als Folge mangelnder Organisiertheit der Muslime und teilweise als Konsequenz einer generellen Unvereinbarkeit der islamischen Religion mit dem säkularen Staat wahrgenommen.
Um Realisationsmöglichkeiten für einen islamischen Religionsunterricht zu ermitteln, ist es folgerichtig notwendig, zunächst oben genannte organisatorischen und inhaltlichen Aspekte zu untersuchen.

Die Arbeit umfasst insofern sowohl einen Blick auf die vorhandenen muslimischen Vereinigungen in Deutschland als auch die Auseinandersetzung mit relevanten theologischen Inhalten des Islams. Dem werden die organisatorischen und inhaltlichen Voraussetzungen des schulischen Religionsunterrichts im Allgemeinen gegenübergestellt. Da die Beurteilung verschiedener Realisationsmöglichkeiten wesentlich von den Zielen abhängt, die mit der Einführung eines solchen Angebots verknüpft sind, werden auch diese explizit in den Blick genommen. Abschließend werden konkrete Varianten der Verwirklichung eines islamischen Religionsunterrichts diskutiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Muslime in Deutschland

1.1 Ethnische und nationale Hintergründe

1.2 Zahlen

1.3 Muslimische Vereinigungen

1.3.1 Tabellarischer Überblick

1.3.2 Mitgliederzahlen - Repräsentativität

1.3.3 Ausrichtung

1.3.4 Vernetzung - Strukturen

2. Der säkulare Rechtsstaat aus juristischer und theologischer Perspektive

2.1 Der säkulare Rechtsstaat

2.2 Das Verhältnis von Christentum und Islam zum säkularen Rechtsstaat

2.2.1 Christentum

2.2.2 Islam

2.2.2.1 Relevante Koraninhalte

2.2.2.2 Islamismus

2.2.2.3 Traditionalisten

2.2.2.4 Reformer

2.2.2.5 Säkularisten

2.2.2.6 Muslime in der Diaspora

3. Die Zusammenarbeit von Staat und Religion in der Schule –Anforderungen und Status Quo bezüglich des Islams

3.1. Rechtliche Hintergründe und Voraussetzungen der Zusammenarbeit

3.2 Stand der Erfüllung der rechtlichen Kriterien zur Einführung eines Islamischen Religionsunterrichts

3.2.1 Vorliegen einer Religionsgemeinschaft

3.2.2 Erfüllung der praktischen Voraussetzungen

3.2.3 Erfüllung der inhaltlichen Voraussetzungen

3.2.4 Fazit: Erfüllung der Voraussetzungen

4. Ziele und Realisationsmöglichkeiten eines religiösen Angebots für Muslime

4.1 Ziele

4.1.1 Primäre Ziele

4.1.2 Sekundäre Ziele

4.2 Realisationsmöglichkeiten

4.2.1 Modelltypen

4.2.2 Bewertung der Modelle

4.2.2.1 Die bisherigen Dachorganisationen als Ansprechpartner

4.2.2.2 Zusammenschluss der Dachverbände als Ansprechpartner

4.2.2.3 Übergangsmodell: Zusammenarbeit am „Runden Tisch“

4.2.2.4 Islamkunde in deutscher Sprache

4.2.2.5 Religionsunterricht für alle

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Zielen ein islamischer Religionsunterricht in deutschen öffentlichen Schulen realisiert werden kann, wobei die organisatorischen Strukturen muslimischer Vereinigungen und das theologische Verhältnis des Islams zum säkularen Rechtsstaat analysiert werden.

  • Strukturelle Analyse muslimischer Vereinigungen in Deutschland
  • Verhältnis von Staat und Religion im säkularen Rechtsstaat
  • Rechtliche Anforderungen an eine Religionsgemeinschaft
  • Pädagogische und politische Ziele eines islamischen Religionsunterrichts
  • Bewertung verschiedener Modelle zur Realisierung des Religionsunterrichts

Auszug aus dem Buch

1.3.3 Ausrichtung

Mindestens so schwierig, aber noch weitaus bedeutsamer stellt sich die Einschätzung der Ausrichtung der Vereinigungen dar. Nur wenn eine positive Haltung zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung Deutschlands vorausgesetzt werden kann, scheint eine muslimische Organisation geeignet, um mit dem Staat über die Regelung muslimischer Angelegenheiten, wie die Einführung islamischen Religionsunterrichts, zu beraten.

Dass terroristische oder Gewalt befürwortende islamistische Organisationen dieses Kriterium nicht erfüllen, steht außer jedem Zweifel. Der mit Abstand größte Teil des islamistischen (nicht des islamischen) Spektrums in Deutschland zählt jedoch zu den so genannten legalistischen Organisationen, die einer differenzierten Einschätzung bedürfen.

Gemäß dem nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz beschreibt dieser Begriff: „Organisationen, die den Terror verurteilen und selbst keine Gewalt einsetzen. Ihre Strategie besteht in der allmählichen Durchdringung der Gesellschaft mit ihren ideologischen Vorstellungen, ohne diese als solche, nämlich ideologisch, aufscheinen zu lassen.“

Dazu gehören die „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e.V.“ (IGMG), die „Islamische Gemeinschaft in Deutschland“ (IGD), die „Muslimbruderschaft“ und das „Islamische Zentrum Aachen“ (IZA). Von den geschätzten 32.100 Personen, die Mitglied in aktiven islamistischen Vereinigungen sind (rund 1% der Muslime in Deutschland), gehören ca. 26.500 allein der IGMG an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Muslime in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Hintergründe der muslimischen Bevölkerung in Deutschland und beleuchtet die komplexen Strukturen der verschiedenen organisierten Vereinigungen.

2. Der säkulare Rechtsstaat aus juristischer und theologischer Perspektive: Hier wird das Verhältnis von Religion und Staat untersucht, wobei sowohl die rechtlichen Grundlagen des säkularen Staates als auch theologische Positionen des Islams und Christentums gegenübergestellt werden.

3. Die Zusammenarbeit von Staat und Religion in der Schule –Anforderungen und Status Quo bezüglich des Islams: Das Kapitel spezifiziert die rechtlichen Kriterien, die eine Religionsgemeinschaft erfüllen muss, um Kooperationspartner des Staates für den Religionsunterricht zu werden.

4. Ziele und Realisationsmöglichkeiten eines religiösen Angebots für Muslime: Dieses Kapitel stellt pädagogische sowie politische Ziele vor und diskutiert verschiedene Modelle zur praktischen Umsetzung des Religionsunterrichts.

5. Ausblick: Der Ausblick fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und erörtert, wie der Staat sein Verhältnis zur islamischen Religion in Zukunft gleichberechtigt gestalten kann.

Schlüsselwörter

Islam, Religionsunterricht, säkularer Rechtsstaat, Religionsgemeinschaft, Muslime in Deutschland, IGMG, DITIB, Islamrat, Zentralrat, Religionsfreiheit, Kooperation, Integration, Verfassungstreue, Scharia, Modellversuche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Einführung eines islamischen Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen in Deutschland vor dem Hintergrund des säkularen Rechtsstaats.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Organisation der muslimischen Verbände, dem Verhältnis des Islams zur staatlichen Ordnung und den Kriterien für eine schulische Kooperation zwischen Staat und Religionsgemeinschaften.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die organisatorischen und inhaltlichen Voraussetzungen für einen islamischen Religionsunterricht zu ermitteln und konkrete Modelle der Verwirklichung kritisch zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine politikwissenschaftliche und juristische Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen mit einer Auswertung von Studien und Dokumenten zur Struktur und Ideologie muslimischer Verbände.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Vielfalt muslimischer Strömungen, dem Spannungsfeld zwischen islamischer Lehre und Demokratie, den rechtlichen Kriterien für einen Religionsunterricht sowie der Evaluation bestehender Modellversuche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Islamischer Religionsunterricht, Religionsgemeinschaft, Säkularität, Kooperation, Verfassungstreue, Integration und muslimische Verbände.

Warum ist die Anerkennung der muslimischen Verbände als "Religionsgemeinschaft" so schwierig?

Es fehlen oft eine klare hierarchische Struktur, ein autoritativer Ansprechpartner, der für alle Muslime spricht, und der eindeutige Nachweis einer vollständigen Verfassungstreue, was die juristische Anerkennung gemäß Art. 7 Abs. 3 GG erschwert.

Welche Rolle spielt die IGMG im Kontext der Untersuchung?

Die IGMG wird als Beispiel für eine "legalistische Organisation" angeführt, die zwar nicht verboten ist, aber deren ideologische Ausrichtung und Nähe zur Scharia-Ideologie kritisch hinterfragt wird.

Wie unterscheidet sich das "Hamburger Modell" von anderen Ansätzen?

Das Hamburger Modell verfolgt einen interreligiösen Ansatz ("Religionsunterricht für alle"), bei dem Schüler verschiedener Konfessionen gemeinsam Grundfragen menschlicher Existenz bearbeiten, anstatt ausschließlich die Lehren einer einzelnen Gemeinschaft dogmatisch zu vermitteln.

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Résumé des informations

Titre
Islamischer Religionsunterricht. Ziele und Realisationsmöglichkeiten
Université
RWTH Aachen University
Note
1,2
Auteur
Diplom-Psychologin; Magister in Europastudien Katrin Isabell Zardo (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
121
N° de catalogue
V89836
ISBN (ebook)
9783638041966
ISBN (Livre)
9783638939973
Langue
allemand
mots-clé
Islamischer Religionsunterricht Ziele Realisationsmöglichkeiten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom-Psychologin; Magister in Europastudien Katrin Isabell Zardo (Auteur), 2007, Islamischer Religionsunterricht. Ziele und Realisationsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89836
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Extrait de  121  pages
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