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Interkomprehensionsbasierter Anfängerunterricht im Fach Spanisch. Eine Sensibilisierung für Sprachen entwickeln

Titre: Interkomprehensionsbasierter Anfängerunterricht im Fach Spanisch. Eine Sensibilisierung für Sprachen entwickeln

Epreuve d'examen , 2016 , 57 Pages , Note: 2,5

Autor:in: Daria Götte (Auteur)

Didactique - Philologie espagnole
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Augenmerk sollte sich verstärkt auf den interkomprensionsbasierten Unterricht richten, um die Kommunikation zwischen den Kulturen zu verbessern. Im aktuellen Zusammenhang mit der Öffnung Europas gewinnt die Rolle der Mehrsprachigkeit noch mehr an Bedeutung. Es ist mein Anliegen, den SuS der 8. Klasse am Gymnasium aufzuzeigen, welche Funktion der Multilingualismus in der heutigen Zeit annimmt.

Die Entscheidung, das Thema der Mehrsprachigkeit im Anfängerunterricht zu wählen, traf ich aus mehreren Gründen. Zum einen handelt es sich um die dritte Fremdsprache, d.h. die SuS bringen bereits Vorkenntnisse aus dem Englischen und Französischen mit – ein Mehrsprachigkeitsprofil kann erst durch den Erwerb einer dritten Sprache entstehen: man spricht von einem Mehrsprachigkeitscharakter, wenn man mit der Grundlage der Kenntnis seiner Muttersprache limitierte Kenntnisse in mindestens zwei weiteren Fremdsprachen aufweisen kann.

Die von mir ausgewählte Unterrichtseinheit zielt darauf ab, den SuS das Erlernen der neuen Fremdsprache zu erleichtern – demnach ist meine Absicht, den SuS bewusst zu machen, dass sie sowohl lexikalische als auch morphosyntaktische Strukturen aus ihnen bereits bekannten Sprachen ableiten können. Zum anderen soll den SuS die "Angst vor dem Neuen" genommen werden – sie werden sich zu Beginn bereits dessen bewusst, dass ihnen der Erwerb der dritten Fremdsprache deutlich leichter fallen wird als bspw. Englisch, da sie ihre Vorkenntnisse einbringen können.

Darüber hinaus wird den SuS beim Erschließen von ihnen unbekannten Texten bewusst, dass es sich beim Spanischen um keine "Fremd"sprache im eigentlichen Sinne handelt. Vielmehr handelt es sich um ein Konstrukt, das den SuS bereits wohlbekannt ist – sowohl das Vokabular als auch die grammatikalischen Strukturen erscheinen ihnen vertraut. Dadurch wird ihnen die Sprache problemlos zugänglich gemacht.

Mein Ziel wird es sein, den SuS dabei Hilfestellung zu leisten, diese anzuwenden – sie werden ein Sprachbewusstsein entwickeln, das ihnen in den weiteren Jahren helfen wird, Verknüpfungen zwischen den unterschiedlichen Sprachen einfacher herzustellen. Der Anfängerunterricht eignet sich meiner Meinung am besten für diese Bewusstmachung – schließlich soll bereits ganz am Anfang die Motivation für das Erlernen der Sprache geweckt werden. Die SuS werden sofort aktiviert, wenn sie feststellen, dass sie von Beginn bereits vieles ohne Spanischvorkenntnisse rezeptiv verstehen können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Begründung der Themenwahl

2. Fachwissenschaftliche Analyse

2.1 Der Terminus Mehrsprachigkeit

2.2 Bedeutung der Mehrsprachigkeit im schulischen Zusammenhang

2.3 Grundsätze des interkomprehensivbasierten Unterrichts

2.4 Verortung im Bildungsplan

3. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen und Analyse des Lerngegenstandes

3.1 Lerngruppe und Lernvoraussetzungen

3.2 Ziele und Vorgehensweise der Unterrichtseinheit

3.2.1 Sachanalyse

3.2.2 Methodisch-didaktische Analyse

4. Unterrichtspraktische Durchführung

4.1 Konzeption der Unterrichtseinheit

4.2 Darstellung der einzelnen Stunden

4.2.1 Die Einstiegsstunde

4.2.2 Die zweite Stunde

4.2.3 Dritte und vierte Stunde

4.2.4 Die fünfte Stunde

4.2.5 Die sechste Stunde

5. Abschließende Reflexion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, SuS im Spanisch-Anfängerunterricht durch den Einsatz interkomprehensionsbasierter Methoden für Mehrsprachigkeit zu sensibilisieren, Sprachlernstrategien zu vermitteln und die Angst vor unbekannten Texten durch die gezielte Nutzung von Vorkenntnissen aus anderen Sprachen abzubauen.

  • Konzept der Mehrsprachigkeit und Interkomprehensionsdidaktik
  • Entwicklung von Sprachbewusstsein (language awareness) und Methodenkompetenz
  • Nutzung von Transfers aus Muttersprache und bereits erlernten Fremdsprachen
  • Handlungsorientierter Umgang mit authentischen, schülernahen Texten (z.B. Internet, Chat)

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Terminus Mehrsprachigkeit

Unter Mehrsprachigkeit versteht man im weiteren Sinne zunächst einmal die Fähigkeit einer Person mehr als eine Sprache zu sprechen. Der Begriff ist nicht zu verwechseln mit der Vielsprachigkeit – dem zusätzlichen Erlernen weiterer Sprachen. Mehrsprachigkeit wird vor allem durch den kulturellen Kontext erweitert: die verschiedenen Sprachebenen werden nicht voneinander getrennt betrachtet. Vielmehr stehen die unterschiedlichen Sprachen in einer Beziehung zueinander und bilden eine gemeinsame, kommunikative Kompetenz, mit Spracherfahrung umzugehen und diese auf den Erwerb weiterer Fremdsprachen zu übertragen. Je nach Situation kann man sich flexibel einer dieser Kompetenzen bedienen, um eine möglichst effektive Kommunikation zu führen. So kann man bspw. auf die Vorkenntnisse bereits bekannter Sprachen oder auch Wörter, die international ähnlich klingen, zurückgreifen. Von Bedeutung ist dabei, dass die unterschiedlichen Sprachen in Bezug zueinander stehen – durch den Sprachzuwachs lernt man zwischen den unterschiedlichen Sprachen zu operieren und der kontinuierliche Sprachvergleich fördert die Mehrsprachigkeit.

An dieser Stelle ist der Terminus der Interkomprehension zu definieren, der das partielle Verstehen einer Sprache beschreibt, das man durch die Kenntnisse einer anderen Sprache erlangt. Demzufolge versteht ein Individuum eine Sprache, ohne diese jemals erlernt zu haben. Die Fähigkeit, eine Sprache aus der gleichen Sprachfamilie zu verstehen, beschränkt sich dabei auf die rezeptiven Kompetenzen des Hör- und Leseverstehens, welche als Ziel der Forderung nach Mehrsprachigkeit verstanden werden. Interkomprehension zielt darauf ab, dass die rezeptive Kompetenz erworben wird – demnach wird das Ziel, eine Sprache aktiv zu beherrschen eher in den Hintergrund gerückt. Es geht vielmehr darum, Strategien für das Erschließen von Zusammenhängen zu optimieren und systematisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Begründung der Themenwahl: Die Autorin begründet die Wahl des Themas Mehrsprachigkeit im Spanisch-Anfängerunterricht mit dem Ziel, den SuS den Spracherwerb durch die bewusste Nutzung von Vorkenntnissen zu erleichtern.

2. Fachwissenschaftliche Analyse: Es werden grundlegende Begriffe wie Mehrsprachigkeit und Interkomprehension theoretisch geklärt und deren Bedeutung sowie Verankerung im Bildungsplan dargelegt.

3. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen und Analyse des Lerngegenstandes: Dieses Kapitel beschreibt die Lerngruppe, die Voraussetzungen der Lehrperson und die konkreten Lernziele der Unterrichtseinheit basierend auf der Sach- und Methodenanalyse.

4. Unterrichtspraktische Durchführung: Detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion der acht Unterrichtsstunden, die schwerpunktmäßig auf Sprach- und Texterschließungsstrategien fokussieren.

5. Abschließende Reflexion und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung des Unterrichts, inklusive Erfolgen bei der Motivationssteigerung sowie Optimierungspotenzialen bei der Textauswahl.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Interkomprehension, Spanisch, Anfängerunterricht, Sprachbewusstsein, Language Awareness, Transfer, Leseverstehen, Methodenkompetenz, Fremdsprachenerwerb, Sprachvergleich, Lernstrategien, Bildungsplan, Sprachvernetzung, Handlungs- und Inhaltsorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Dokumentation befasst sich mit der Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit im Fach Spanisch, die auf den Prinzipien der Interkomprehensionsdidaktik basiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Förderung individueller Mehrsprachigkeit, der gezielte Aufbau von Sprachbewusstsein und die Vermittlung von Strategien zur Texterschließung unter Nutzung bekannter Sprachen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, SuS zu zeigen, dass sie durch ihre bereits vorhandenen Sprachkenntnisse komplexe spanische Texte rezeptiv verstehen können, um ihnen so den Einstieg in die dritte Fremdsprache zu erleichtern und die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden Ansätze der Fremdsprachendidaktik angewandt, insbesondere die Interkomprehension, bei der durch Sprachvergleich und Transferleistungen die rezeptive Kompetenz der SuS gestärkt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse, die detaillierte Vorstellung der einzelnen Unterrichtsstunden (von Diagnose bis Rahmenaufgabe) sowie die kritische Reflexion des Lehrerhandelns und der Lernergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Interkomprehension, Mehrsprachigkeit, Sprachbewusstsein (Language Awareness), Transfer, Texterschließung und Methodenkompetenz.

Warum wurde Spanisch als dritte Fremdsprache für das Thema gewählt?

Die SuS verfügen bereits über Englisch- und Französischkenntnisse, was sie prädestiniert, um mittels Interkomprehension und Sprachvergleich (insbesondere zu romanischen Sprachen) ihr Sprachrepertoire systematisch zu erweitern.

Wie gehen die SuS mit dem Textpuzzle in der sechsten Stunde um?

Die SuS bearbeiteten die Aufgabe zur Rekonstruktion einer Chatunterhaltung, wobei sich das Niveau als herausfordernd erwies, was jedoch durch kooperative Lernformen (Expertenprinzip) erfolgreich bewältigt wurde.

Welche Rolle spielt die Lerngruppe für den Erfolg der Einheit?

Die Heterogenität der Klasse hinsichtlich ihrer Muttersprachen wurde als Potenzial genutzt, um durch den Austausch in Gruppen die Vernetzung und das Interesse an sprachlichen Ähnlichkeiten zu steigern.

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Résumé des informations

Titre
Interkomprehensionsbasierter Anfängerunterricht im Fach Spanisch. Eine Sensibilisierung für Sprachen entwickeln
Note
2,5
Auteur
Daria Götte (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
57
N° de catalogue
V900231
ISBN (ebook)
9783346222442
ISBN (Livre)
9783346222459
Langue
allemand
mots-clé
interkomprehensionsbasierter Unterricht Sensibilisierung für Sprachen dritte Fremdsprache
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daria Götte (Auteur), 2016, Interkomprehensionsbasierter Anfängerunterricht im Fach Spanisch. Eine Sensibilisierung für Sprachen entwickeln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/900231
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Extrait de  57  pages
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