Altersvorsorge in Deutschland. Wege aus dem Niedrigzinsumfeld


Bachelorarbeit, 2018

76 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gesellschaftlicher Druck auf das Rentensystem
2.1 Demografischer Wandel
2.2 Verhältnis Erwerbstätige zu Rentenempfänger
2.3 Sinkende Beschäftigungsjahre
2.4 Wandel am Arbeitsmarkt
2.5 Sinkendes Leistungsniveau der gesetzlichen Rente

3 Finanzpolitisches Umfeld
3.1 Entwicklung der Leitzinsen
3.2 Ankaufprogramm der EZB
3.3 Wachsende Inflation

4 Auswirkungen auf den Sparer
4.1 Kaufkraftverlust der Bevölkerung
4.2 Struktur des Geldvermögens der Privathaushalte
4.3 Geringe Zinsen auf Spareinlagen
4.4 Rentenlücke im Alter

5 Zusätzliche Altersvorsorge
5.1 Versicherungen
5.2 Riester Rente
5.3 Rürup Rente
5.4 Die betriebliche Altersversorgung

6 Ausgewählte Anlageklassen zur Altersvorsorge
6.1 Anleihen
6.2 Aktien
6.3 Aktienfonds
6.4 Indexfonds
6.5 Steuerliche Behandlung von Kapitalerträgen

7 Wege aus dem Niedrigzinsumfeld
7.1 Kein alleiniger Verlass auf die gesetzliche Rente
7.2 Frühzeitiges Ansparen zur Nutzung des Zinseszinseffektes
7.3 Wandlung zum risikofreudigeren Anleger
7.4 Kombination zum langfristigen Vermögensaufbau
7.4.1 Nutzung starrer staatlicher Altersvorsorgeprodukte
7.4.2 Nutzung flexibler Sparpläne

8 Fazit

9 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Altersstruktur der Bevölkerung Deutschland bis 2060

Abbildung 2: Entwicklung der EZB-Leitzinsen von 2007 bis 2018

Abbildung 3: Inflationsrate 2007 bis 2017 EU & Euro-Zone

Abbildung 4: Inflationsrate in Deutschland von 2008 bis 2016 sowie Prognose des IWF bis 2022

Abbildung 5: Struktur des Geldvermögens der privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2016

Abbildung 6: Übersicht BMAS 3-Säulen-Modell

Abbildung 7: Rentenversicherungsverträgen in Deutschland 2000 - 2016

Abbildung 8: Garantiezins deutscher LV bei Neuverträge 2003 – 2017

Abbildung 9: Struktur Kapitalanlagen der Lebensversicherungen zum 31.12.2016

Abbildung 10: Entwicklung Riester-Verträge 2001 - 2017

Abbildung 11: Ratingklassen und Bonitätseinstufung

Abbildung 12: Zahl der Aktionäre in Deutschland

Abbildung 13: BASF Renditedreieck

Abbildung 14: Verwaltetes Vermögen Deutschlands in Mrd. Euro, Februar 2018

Abbildung 15: Historische interne Rendite bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren, 2015

Abbildung 16: Wachstum ETF Markt Europa 2017

Abbildung 17: Wertentwicklung Anlageklassen in Deutschland von 1980 - 2015

Abbildung 18: Typisches Verhaltensmuster von Aktien-Einsteigern

T abellenverzeichnis

Tabelle 1: Entwicklung BAV von 2001 bis 2015 35

Tabelle 2: Auswirkungen Zinseszinseffekt

Tabelle 3: Auswirkungen Sparplan

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Am Anfang des Berufslebens steht jeder vor der Auseinandersetzung mit dem allge-genwärtigen Thema der Altersvorsorge. Inwieweit stimmt das Versprechen des damali-gen Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung Dr. Norbert Blüm „Die Rente ist sicher“ vom 10. Oktober 1997 im Bundestag noch mit der Realität im Jahr 2018 überein? Herr Blüm versprach, dass jeder Arbeitgeber durch die gesetzliche Rente im Alter abgesi-chert ist und aus den Erträgen dieser gut leben kann.1 Doch laut einer Studie der Politik-forschung von TNS Infratest im Frühjahr 2016 glauben 73 % der unter 18- bis 34-Jährigen nicht daran, dass ihre gesetzliche Rente einmal zum Leben reichen wird. Zu-dem zeigt sich die junge Generation skeptisch, eine klare Mehrheit von 60 Prozent be-sitzen nur wenig bis gar kein Vertrauen gegenüber dem jetzigen Rentensystem.2 Da ist es nicht verwunderlich, weshalb der deutsche Staat die private Altersvorsorge mit steu-erlichen Vorteilen und Prämien für seine Bevölkerung fördert. Es wird uns vermittelt, dass die gesetzliche Rente alleine nicht mehr zum Erhalt des Lebensniveaus ausreicht. Welche Bedeutung hat dies alles für die heutige Generation zum Start ihres Arbeitsle-bens? Soll, ja muss sogar, ein gewisser Teil selbst angespart werden, um fürs Alter vor-zusorgen? Dabei werden die Arbeitnehmer mit Werbung zu den verschiedensten Pro-dukten rund um die Altersvorsorge von der Banken-, Finanz- und Versicherungsindust-rie überhäuft. Die schiere Produktvielfalt und die damit verbundenen Bedingungen kön-nen schnell überfordernd wirken. Hinzu kommt laut einer repräsentativen Umfrage der ING-DiBa unter 1010 Befragten, dass sich jeder zweite Deutsche eingesteht, nichts von Finanzen zu verstehen. Vor allem die Teilnehmer zwischen 18 und 34 Jahren sehen sich selbst als „finanzielle Analphabeten.“3 Welche Folgerungen müssen aus diesen Studien und Aussagen für alle Beteiligten gezogen werden? Wie sicher und ausreichend sind die Leistungen der gesetzlichen Rente wirklich? Auf welche Weise können gerade junge Berufseinsteiger Geld zur Seite legen, um am sinnvollsten für ein späteres erträgliches Leben vorzusorgen?

Die Arbeit soll junge Menschen auf dem Weg zum Sparen fürs Alter unterstützen. Es wird ein Bestandsbericht über das gesetzliche Rentensystem in Deutschland erstellt. Nicht nur der gesellschaftliche Wandel der deutschen Bevölkerung, sondern auch das finanzpolitische Umfeld üben Druck auf das derzeitige Rentenmodell aus: Wie ist das gegenwärtige Sparverhalten der deutschen Haushalte? Auf welcher Art und in welche Finanzprodukte ist das Vermögen angelegt? Welche Auswirkungen haben die ange-sprochenen Veränderungen für den Sparer? Auf gesellschaftliche Veränderungen rea-gierte der Staat, indem er die betriebliche und private Vorsorge fördert. Welche Produk-te gibt es, was muss beachtet werden, welche Chancen, aber auch Fallstricke sind mit den Altersvorsorgepolicen verbunden. Die verschiedenen Anlageklassen werden erklärt und aufgrund des Risikos und der Rendite beurteilt. Dabei wird die Frage beantwortet, welche Anlageklasse sich am besten zur Altersvorsorge oder zum langfristigen Sparen anbietet. Letztendlich wird ein Weg skizziert, wie gerade die junge Generation auf die Probleme des gesellschaftlichen Wandels und des Niedrigzinsumfelds reagieren sollten. Es wird eine Möglichkeit konstruiert, wie neben der gesetzlichen Rente ein Vermögen aufgebaut wird, um im Alter einen angemessenen Lebensstandard beizubehalten. Doch zuerst wird aufgezeigt, welche gesellschaftlichen Faktoren sich zum Nachteil auf das deutsche Rentensystem und somit negativ auf den gesetzlichen Rentensparer auswirken.

2 Gesellschaftlicher Druck auf das Rentensystem

In diesem Kapital werden die sozialen Veränderungen der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland aufgezeigt und welcher Nachteil daraus für die gesetzliche Rente entsteht. versicherten Arbeitnehmer ausgeübt. Grundlegend funktioniert die gesetzliche Renten-versicherung nach dem Umlageverfahren. Das bedeutet, die heutigen Rentner bekom-men die Renten unmittelbar aus den Einzahlungen der aktuellen Erwerbstätigen. Die Beitragszahler heute erwerben den verfassungsrechtlich geschützten Anspruch, von den künftigen Beitragszahlern im Alter ebenfalls auf diese Weise versorgt zu werden.4

Doch die Versorgung der Rentner führt unter Betrachtung der Veränderung der Alters-struktur in Zukunft zu einem nachteiligen Effekt: Wie die Abbildung 1 zeigt, wandelt sich die Alterspyramide der deutschen Bevölkerung. Im Jahr 1950 war der Großteil noch im arbeitsfähigen Alter und viele Kinder wurden geboren. In den folgenden Jahr-zehnten änderte sich jedoch die oben beschriebene Ausgangslage. Dafür ist der demo-grafische Wandel verantwortlich. Was das bedeutet, wird im nachfolgenden Punkt be-schrieben. Somit werden die geburtenstarken Jahrgänge in 2015 zwischen 40 und 60 Jahre alt sein. Nach Prognosen des StatBA wird bis zum Jahr 2060, unter Annahme von gleichbleibenden Bedingungen, die Anzahl an Personen über 60 Jahren weiter wachsen und dann die zahlenmäßig stärkste Bevölkerungsgruppe in Deutschland sein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Altersstruktur der Bev ölkerung Deutschland bis 20605

Im Anschluss werden weitere gesellschaftliche Entwicklungen dargelegt, welche die Finanzierbarkeit der deutschen Rentenversicherung bedrohen. Zum Abschluss des Kapi-tels werden Maßnahmen des Gesetzgebers untersucht, wie der Staat auf die gesellschaft-lichen Veränderungen reagiert und wodurch das gesetzliche Rentensystem gestützt wer-den soll.

2.1 Demografischer Wandel

Der demografische Wandel beschreibt die Veränderung der deutschen Bevölkerungs-entwicklung hinsichtlich der Altersstruktur. Diese Veränderung resultiert aus folgenden Umständen: Erstens aus der zunehmenden Zahl der Menschen im Rentenalter und zwei- tens aus der Anteilsverschiebung zwischen den Altersgruppen der Bevölkerung zuguns-ten der Älteren. Verursacht wird die zunehmende Alterung in Deutschland durch das langfristig niedrige Geburtenniveau und der derzeitigen geringen Geburtenrate. Waren es im Jahr 1960 zur Zeit der sogenannten Babyboomer-Generation noch 2,37 Kinder pro Frau, so veränderte sich diese Rate laut OECD auf heute nur noch 1,5 Kinder pro Frau. Somit wird die nachwachsende Generation zahlenmäßig kleiner sein als die der-zeitige. Zur Aufrechterhaltung der gleichen Anzahl an Einwohnern eines Landes ist eine Fertilitätsrate von 2,1 Kindern pro Frau notwendig.6 Nicht nur die geringe Geburtenrate, sondern auch die Lebenserwartung der Menschen nimmt kontinuierlich zu und beein-trächtigt den Anstieg von Personen im Rentenalter zum Nachteil der Sozialsysteme ex-plizit des Rentensystems. Heutzutage lebt eine 60-jährige noch weitere 27 Jahre und ein Mann erlebt im Durchschnitt das 83. Lebensjahr. Derzeit beziehen Männer im Schnitt 17,3 Jahre und Frauen 20,8 Jahre lang Rentenzahlungen. Dieser Zeitraum ist etwa dop-pelt so lange im Vergleich zum Jahr 1960. Im Jahr 2050 soll sogar jeder siebte Bundes-bürger ein Lebensalter von über 80 Jahren erleben, wohingegen es 1950 gerade einmal ein Prozent war. Prognostiziert wird zudem, dass einer von drei der heute Geborenen seinen hundertsten Geburtstag erlebt. Zwar haben die Rentner ein Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt, aber dieses Geld wird sofort durch das Umlageverfahren im gleichen Monat wieder ausbezahlt. Somit entwickelt sich der demografische Wandel in Deutschland fortlaufend zu Ungunsten der gesetzlichen Rentenversicherung.7

2.2 Verh ältnis Erwerbstätige zu Rentenempfänger

Zudem wirken sich die genannten Veränderungen nachteilig auf das notwendige Ver-hältnis von Erwerbstätigen zu Rentenempfängern aus. Der so genannte Altersquotient. also das Verhältnis der Anzahl älterer zur Anzahl jüngerer Menschen, wird in Zukunft immer mehr sinken. Dem erwerbsfähigen Alter von 20 bis 64 Jahren gehörten im Jahr 2013 noch 49,2 Millionen Menschen an. Ihre Zahl wird bis 2030 um ungefähr 5 Millio-nen Menschen zurückgehen. Im weiteren Verlauf soll die Anzahl der Personen im er-werbsfähigen Alter bis 2060 auf nur 38 Millionen fallen. Mit dem Ausscheiden der Ba-byboom-Generation der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts aus dem Arbeitsmarkt wird das Defizit an jungen Menschen in vollem Umfang zur Geltung kommen.8 Wie beträchtlich diese Auswirkungen sind, zeigen die folgenden Daten: Im Jahr 1962 arbei-teten sechs Beitragszahler für einen Rentner, im Jahr 2014 waren es bereits nur noch zwei Beitragszahler. Im Jahr 2030 wird dann ein Arbeitnehmer für einen anspruchsbe-rechtigten Rentner aufkommen müssen. Zusätzlich wird das Rentensystem bzw. die Staatskasse durch steigende Pensionsverpflichtungen stark belastet.9 Im Moment wer-den vom Staat 24,6 Millionen Rentner und 1,2 Millionen Pensionäre durch 43 Millionen Erwerbstätige finanziert.10

2.3 Sinkende Besch äftigungsjahre

Nachteilig für die gesetzliche Rentenversicherung ist die Abnahme der Beschäftigungs-jahre von jungen Personen durch brüchige Erwerbsverläufe und einen späteren Eintritt ins Berufsleben. Das zeigt sich anhand der wachsenden Zahl der Studenten in Deutsch-land, die sich auf einem Rekordhoch von 2,8 Millionen Menschen im Jahr 2017 befand. Vor zehn Jahren studierten hierzulande eine Million weniger Personen. Bei der Beschäf-tigung gehen die Zahlen von sogenannten Normalarbeitsverhältnissen, damit gemeint sind unbefristete Vollzeitverträge, zurück. Beschäftigungszeiten werden durch Phasen der Kindererziehung, Teilzeitbeschäftigung, Arbeitslosigkeit oder durch Weiterbil-dungsmaßnahmen unterbrochen.11 Nach einer Studie beginnen rund 30 Prozent der Jun-gen ihr Arbeitsleben als Leiharbeiter oder mit einem befristeten Arbeitsverhältnis. Die-ser Wandel der jungen Generation mindert sowohl die Dauer als auch die Höhe der So-zialversicherungsbeiträge. Dadurch verringern sich die Einzahlungen in das Rentensys-tem, aber auch die späteren Leistungen des Rentenanspruchs der Versicherten.12

2.4 Wandel am Arbeitsmarkt

Im Zuge der Digitalisierung der Wirtschaft wird die Zahl der Menschen mit durchbro-chenen oder untypischen Erwerbsbiografien weiter zunehmen. In den vergangenen Jah-ren wächst die Anzahl von jungen Arbeitnehmern, die in selbstständiger Tätigkeit oder in neuen Formen des Arbeitsmarktes arbeiten. Zudem verändert sich die Lebenseinstel-lung der Bevölkerung die ins erwerbsfähige Alter kommen. Die Generationen der Mil-lennials, Geburtsjahrgänge ab 1980, und der Digital Natives, Geburtsjahrgänge ab 1995, haben ein großes Interesse am Sammeln von neuen Erfahrungen. Deshalb bereisen diese Gruppen aufregende Orte und wollen Grenzen austesten. Oft verbleiben die jungen Ar-beitskräfte sogar im Ausland, um dort einer Arbeit nachzugehen. Über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse tauschen sie sich weltweit online und über die Sozialen Medien aus und wecken Sehnsüchte im zurückgebliebenen Bekanntenkreis. Das Motto „you only live once“ (YOLO) steht für die Lebenseinstellung und für die Aufforderung, einfach Spaß am Leben zu haben, ungeachtet der Gefahren. Die Arbeit wird nicht mehr als das lebensfüllende Merkmal oder die Karriere, verbunden mit einem höheren Gehalt, als Statuszeichen eines Lebens wahrgenommen, vielmehr treten Freizeitbeschäftigungen oder Hobbies in den Vordergrund.13 Wegen des Wandels am Arbeitsmarkt und der ver-änderten Lebenseinstellung bezahlen gerade die benötigten jungen Arbeitnehmer nur geringe oder keine Beiträge in die gesetzliche Rente ein.

Somit gerät durch das Zusammenwirken aller vorgenannten Punkte das Umlageverfah-ren des Rentensystems in Schieflage. Die Verpflichtungen wegen mehr Empfängern als Leistende in den Sozialsystemen, vor allem in der Rentenversicherung, werden gravie-rend ansteigen. Der Druck auf das Rentensystem und die Fähigkeit zunehmende Ausga-ben in der Zukunft zu schultern, wird immer schwieriger. Um diesen Entwicklungen entgegen zu wirken, vollzieht die Politik gezwungenermaßen Änderungen in Bezug auf die deutsche Alterssicherung.

2.5 Sinkendes Leistungsniveau der gesetzlichen Rente

Die grundsätzliche Absicht der gesetzlichen Rente den Lebensstandard der Bürgerinnen und Bürger im Alter weitestgehend zu sichern, wandelte sich zum Ziel hin, den Bei-tragssatz stabil zu halten. Daraus resultiert aber, dass das Leistungsniveau der gesetzli-chen Rente sinkt. Zum einen steigt das Renteneintrittsalter, um die Beschäftigungsjahre zu erhöhen. Es wird bis zum Jahr 2029 stufenweise angehoben, ab dem Geburtsjahr-gang 1964 beträgt es 67 Jahre. Jede Person die die Absicht hat vorher Rente zu bezie-hen, muss Abzüge in Höhe von 3,6 Prozent pro Jahr hinnehmen.14 Zum anderen wurde in den vergangenen 15 Jahren das Renten- bzw. Leistungsniveau von 53 Prozent auf aktuell noch 48,1 Prozent in 2018 abgesenkt. Das Rentenniveau spezifiziert das prozen-tuale Verhältnis der Nettorente eines Standardrentners gegenüber dem jeweils aktuellen Nettoarbeitsentgelt eines Durchschnittsverdieners. Dabei wird ein Standardrentner be-ziffert als eine Person mit durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren zur ge-setzlichen Rente. Der Grund für die jährlich wachsenden Kürzungen ist es, die erwerbs-tätige Generation vor höheren Belastungen aus Rentenzahlungen durch Beibehaltung des Leistungsniveaus zu schützen. Weiterhin sind Leistungskürzungen nach dem RV-Nachhaltigkeitsgesetz bis 2030 eingeplant, die das Rentenniveau dauerhaft vermindern werden.15 Weitere Diskussionen in der Politik, um gegen den Druck auf das Rentensys-tem vorzugehen, sind ein noch höheres Renteneintrittsalter von 70 oder 72 Jahren. Dies wäre leicht umzusetzen, entlastete die Rentenkasse, verteilte die Rentenfinanzierung auf mehr Köpfe und korrigierte Schieflagen die durch den demografischen Wandel entstan-den sind. Auch Forderungen zur Umsetzung eines Verfahrens in Dänemark, das den Rentenbeginn an die Lebensarbeitszeit koppelt, stehen auf der politischen Agenda.16

Zusätzlich zu den geringer erwarteten Leistungen aus der Rentenversicherung trägt das finanzpolitische Umfeld zum Nachteil der Sparer und deren Vermögen im Alter bei. Im nächsten Punkt wird erklärt, welche Rahmenbedingungen durch die Finanzpolitik in der EU und speziell in Deutschland geschaffen worden sind, weshalb solche Maßnahmen getroffen wurden und wie sich dies auf die Verzinsung sowie der Inflation auswirkt.

3 Finanzpolitisches Umfeld

Aufgrund der Nullzinspolitik der EZB und der steigenden Inflation verlieren die Deut-schen Sparer fortlaufend Guthaben auf ihr Erspartes. Das Zinsniveau ist auf einem his-torisch niedrigen Niveau. Hintergründe hierfür sind die geldpolitischen Maßnahmen der EZB, die für eine massive Ausweitung der Geldmenge sorgen, um die Wirtschaft in Europa in Schwung zu bringen bzw. zu halten. Das mag politisch vorteilhaft sein, für Geldanleger ist die Situation aber ungünstig, besonders für die Altersvorsorge und für Versicherungsprodukte.17

3.1 Entwicklung der Leitzinsen

Die Leitzinsen sind festgelegte Zinssätze von der Zentralbank. Geschäftsbanken be-schaffen sich zu diesem Prozentsatz Liquidität oder legen überschüssige Reserven dort an. Dadurch gelten die Leitzinsen als das zentrale geldpolitische Instrumentarium, um die Zinsverhältnisse am Geldmarkt maßgeblich zu beeinflussen bzw. zu leiten. Eine Anhebung dieser Sätze sorgt für ein steigendes Zinsniveau. Dies wiederum dämpft die Nachfrage der Wirtschaft nach Krediten und somit die wirtschaftliche Aktivität. Absicht der Zentralbank ist es, über steigende Zinsen dem inflationären Anstieg des Preisni-veaus entgegenzuwirken.18 Vorrangiges Ziel des Eurosystems ist die Gewährleistung der Preisstabilität übergreifend in den derzeit 19 Eurowährungsländern. Die Preisstabili-tät wird gemessen anhand des „Harmonisierten Verbraucherpreisindex“ (HVPI). Auf mittlere Sicht wird eine jährliche Steigerung der Verbraucherpreise von unter, aber nahe zwei Prozent angestrebt.19 Falls das Ziel der Preisstabilität nicht beeinträchtigt wird, hat die Zentralbank Möglichkeiten, die Leitzinsen zu senken. Folgend verringern sich die Kapitalmarktzinsen. Es soll eine höhere gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach günsti-gen Finanzierungsmitteln geschaffen werden. Dadurch steigen in der Theorie die Preise und das Wirtschaftswachstum wird angekurbelt.20 Die Zinssenkungen der Leitzinsen, wie in der folgenden Grafik seit 2008 skizziert, sind zurückzuführen auf die andauernde globale Finanzkrise seit dem Sommer 2007. In diesem Zusammenhang wurden mit Ausnahme eines kurzen Anstiegs der Zinsen im Jahr 2011 die Leitzinsen nach und nach, verursacht durch die Eurokrise, auf niedrigem Niveau und sogar bis auf einen Zinssatz von null abgesenkt. Der Status wird bis heute, April 2018, aufrechterhalten und sich auf kurzfristige Sicht nur geringfügig ändern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Entwicklung der EZB-Leitzinsen von 2007 bis 201821

Doch nicht nur der niedrige Leitzins, sondern auch eine weitere Sondermaßnahme der EZB sorgt für eine geringe Verzinsung von Zinsanlagen und somit für einen Nachteil von Anlegern und Sparern in sicheren Investments.

3.2 Ankaufprogramm der EZB

Im Nachgang der Krisen stand die Geldpolitik vor besonderen Herausforderungen. Denn die Inflation verharrte auf niedrigem Niveau und der Leitzins konnte nicht weiter verringert werden, da dieser bereits auf null Prozent gefallen war. Somit startete die EZB im März 2015 ein riesiges Kaufprogramm, auch „Quantitative Easing“ genannt, mit einem Volumen von bis zu 80 Milliarden Euro monatlich. Das sogenannte „Public Sector Purchase Programm“ beinhaltet den Ankauf von Staatsanleihen der Euro-Staaten sowie anderer europäischer Institutionen. Die Risiken einer zu lange anhaltenden Phase niedriger Inflation sollen bekämpft werden.22 Dieses Programm wurde im Juni 2016 um Wertpapierkäufe von Unternehmen mit Ausnahme von Banken des Euro-Währungsgebiets erweitert. Beim „Corporate Sector Purchase Programm“ kann die EZB zusätzlich im Rahmen des Volumens auf Euro lautende Investment-Grade-Anleihen von Unternehmen aufkaufen. Mit der zusätzlichen Ausweitung beabsichtigt die EZB, die Finanzierungsbedingungen in der Realwirtschaft des Eurosystems weiter zu stärken. Durch diese Maßnahmen generiert die Zentralbank neues Geld. In der Folge wird die Nachfrage nach den betroffenen Papieren erhöht, was deren Kurse steigen lässt. Jedoch bewirkt diese, dass die Marktrenditen und somit die langfristigen Zinssätze allgemein fallen. Das Ankaufprogramm ist tendenziell gut für die Wirtschaft und den Konsumenten, weil die Nachfrage nach Krediten, durch einen niedrigen Zins, angekur-belt wird. Im Nachteil sind jedoch die Sparer und Anleger in Staats- und Unterneh-mensanleihen, da diese für ihre Investments nur eine geringe Verzinsung erzielen. Seit Januar 2018 reduzierte die EZB das monatliche Ankaufvolumen auf 30 Milliarden.23 Voraussichtlich soll die „Quantitative Lockerung“ dieses Jahres im September auslau-fen, falls das Hauptziel der Zentralbank, die angestrebte Zielmarke der Inflation im Eu-roraum zu erreichen, erfüllt wird. Im nachfolgenden Punkt wird erläutert, welche Para­meter die EZB bei der Teuerungsrate ansetzt, wie sich die Inflation in den letzten Jahren entwickelt hat und wie die Erwartungen für Deutschland sind.

3.3 Wachsende Inflation

Die Inflation, auch Teuerungsrate, bezeichnet einen über mehrere Perioden anhaltenden Anstieg des Preisniveaus. Wenn die Preise einzelner Güter steigen, ist dies noch keine Inflation. Kennzeichnend für Inflation ist vielmehr, dass das Geld generell und über einen längeren Zeitraum an Kaufkraft verliert. Der EZB-Rat hat Preisstabilität als eine jährliche Steigerungsrate des Preisniveaus von mittelfristig unter, aber nahe zwei Pro-zent definiert. Erst ein stärkerer Anstieg des Preisniveaus über einen mittel- oder länger-fristigen Zeitraum ist demnach als Inflation zu werten. Das Eurosystem misst die Infla-tionsrate anhand des HVPI, den das Statistische Amt der EU berechnet.24 Der HVPI ist ein europaweit berechneter Index, mit dem die Entwicklung der Verbraucherpreise ge-messen wird. Er wird nach harmonisierten Konzepten, Methoden und Verfahren in den einzelnen EU-Ländern sowie Island, Norwegen und der Schweiz berechnet und vom Statistischen Amt der Europäischen Union zu einem Gesamtindex für den Euroraum oder die Europäische Union zusammengeführt. Das Eurosystem verwendet den HVPI für den Euroraum zur Messung der Preisentwicklung sowie als Maßstab für Preisstabili- tät.25 Durch die bereits beschriebenen geldpolitischen Eingriffe der EZB, Senkung der Leitzinsen und dem Ankaufprogramm, wuchs die Inflation in der Euro-Zone nach 2015 wieder an. Im Jahr 2017 nähert sich die Inflation mit 1,5 Prozent langsam der ge-wünschten Zielmarke der EZB, wie die untenstehende Grafik zeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Inflationsrate 2007 bis 2017 EU & Euro-Zone26

Es wird mit einer weiter leicht steigenden Inflation in den künftigen Jahren gerechnet. Somit sollten langfristig die Maßnahmen der Eurozone zurückgefahren werden. Nach-dem die entscheidenden geldpolitischen Maßnahmen der EZB, deren Ziele und die theo-retischen Inhalte zur Inflation in der Eurozone für das Verständnis und die Zusammen-hänge erörtert wurden, soll folgend die Situation speziell in Deutschland betrachtet wer-den. Die folgende Grafik zeigt die zukünftige wachsende Inflation Deutschlands.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Inflationsrate in Deutschland von 2008 bis 2016 sowie Prognose des IWF bis 202227

Der IWF geht für die Jahre nach 2018 von einer jährlich steigenden Inflation über zwei Prozent aus. Würde nur die deutsche Inflation betrachtet werden, wäre die Zielvorgabe der EZB in den nächsten Jahren erreicht und die Programme müssten eingestellt wer-den. Doch nicht in allen Ländern des Euroraums wächst die Inflation. Teilweise ist die Teuerungsrate sogar rückläufig. Daher könnte sich die Zentralbank gezwungen sehen, ihre Programme über Jahre hinaus beizubehalten. Infolge dessen würden die Zinsen auf niedrigem Niveau verharren. Welche negativen Auswirkungen die Politik der EZB und die wachsenden Inflation in Deutschland auf die Sparer hat, wird im kommenden Kapi-tel erklärt.

4 Auswirkungen auf den Sparer

Unter diesem Punkt wird die Vermögensstruktur der Deutschen aufgezeigt und welchen Einfluss die vorgenannten Punkte auf das Sparverhalten der Deutschen haben. Begon-nen wird mit einer Berechnung, anhand derer gezeigt wird, wie sich die Inflation nega-tiv auf die Kaufkraft auswirkt. Folgend stellt eine Grafik die derzeitige Vermögens-struktur der deutschen Privathaushalte dar. Bevorzugt legen die Deutschen ihr angespar-tes Vermögen auf Sparkonten und in festverzinslichen Anlagen an. Es wird eine Beur-teilung dieser konservativen Anlagepolitik vorgenommen und es wird präzisiert wes-halb ein Umdenken des Anlageverhaltens zugunsten einer Aktienanlage sinnvoll ist. Das Kapitel schließt mit der Definition und Analyse zur Rentenlücke.

4.1 Kaufkraftverlust der Bev ölkerung

Alleine die Inflation vernichtet mit der verbundenen Geldentwertung über einen langen Zeitraum ein großes Vermögen. Bei einer Inflationsrate von zwei Prozent, die als Ziel-marke der EZB gilt, wird nach 30 Jahren fast die Hälfte ihrer aktuellen Kaufkraft ver-nichtet.28 Dies verdeutlicht die folgende Berechnung mithilfe des Abzinsungsfaktors. Wobei i für den Kalkulationszinssatz, hier die Inflation in Dezimalform, steht. Die Jah-re, in denen die Zahlung abgezinst werden soll, wird als n bezeichnet. Als Anfangskapi-tal W0 werden 10.000 Euro angenommen.

Beispiel:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel: Abzinsungsfaktor = 1 / (1 + i)n 29

Abzinsungsfaktor = 1 / (1 + 0,02) = 0,55207089

Das heißt, dass vom eingesetzten Kapital bei den eingesetzten Parametern gerundet 55,2 Prozent erhalten bleiben. Welcher Wert sich daraus ergibt zeigt die folgende Berech-nung.

Berechnung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Somit schrumpft das Kapital durch die Inflation von 10.000 Euro auf nur noch 5.520,71 Euro. Der Kaufkraftverlust beträgt somit 4.479,29 Euro, falls das Geld nicht verzinst angelegt wird. Aktuell problematisch ist, dass bei vielen Produkten derzeit die Durch-schnittsrenditen zu niedrig sind, um die Teuerungsrate auszugleichen. Trotz alledem legen die risikoscheuen Deutschen ihr Vermögen überwiegend in gering verzinsten An-lagen an.

4.2 Struktur des Geldverm ögens der Privathaushalte

Nach vorläufigen Berechnungen der Volkswirte der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank erreichte das Geldvermögen der deutschen Privathaushalte Ende 2017 den Rekordstand von 6,1 Billionen Euro, wobei die Sparquote auf fast zehn Pro-zent des verfügbaren Einkommens gestiegen ist.30 Die untere Abbildung zeigt, in wel-chen Bereichen das Geld angelegt ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Struktur des Geldverm ögens der privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 201631

Die wachsende Sparquote ist erfreulich, doch das vorsichtige Sparverhalten der Deut-schen ist ausschlaggebend für eine zu niedrige Verzinsung des Kapitals der Deutschen. Hierzulande liegt ein großer Teil des Geldvermögens auf Bargeld, Tages- oder Girokon-ten. Trotz der Minizinsen, besitzen die privaten Haushalte Einlagen, Rentenpapiere und Rentenfonds sowie Versicherungen in Höhe von 4,5 Billionen Euro.32 Doch zum lang-fristigen Sparen sind die nur bedingt nützlich, denn dafür erhalten die Anleger kaum noch Zinsen. Der bessere Weg, um auf lange Sicht eine überdurchschnittliche Rendite zu erwirtschaften, wäre ein Investment in Aktien oder Aktienfonds. Doch bei dieser Form der Anlage erreicht der Anteil des privaten Geldvermögens mit 632 Milliarden Euro nur rund elf Prozent. Das aktuell Erfreuliche ist, dass immer mehr Deutsche wie-der zu Recht Vertrauen in eine Aktienanlage setzen. Die Zahl der Aktionäre in Deutsch-land stieg zuletzt wieder auf über zehn Millionen. Damit verfügt fast jeder sechste Deut­sche ab 14 Jahren über Inhaberpapiere von Unternehmen. Doch im internationalen Ver-gleich hinken die traditionell aktienskeptischen Deutschen noch hinterher. In den Verei-nigten Staaten oder den Niederlanden besitzt Schätzungen zufolge fast jeder Dritte Ak-tien. Jedoch gibt die Entwicklung der wachsenden Anzahl an deutschen Aktionären Hoffnung. Langfristig gesehen erzielt der Altersvorsorgesparer mit einem Aktienin-vestment eine überdurchschnittliche Rendite bei nur geringem Verlustrisiko. Der Ein-stiegszeitpunkt ist dabei zu vernachlässigen. So zeigt die Vergangenheit, dass Anleger bei einem Investment, angelehnt an dem DAX, spätestens nach 15 Jahren keinen Ver-lust mehr hätten, sogar dann wenn zum Höhepunkt eines Börsenzyklus gekauft wurde. Auch im Hinblick auf die Inflationsrisiken hat die Aktie Vorteile, denn der Anteilseig-ner partizipiert an der Inflationssteigerung. Das Unternehmen überträgt die Inflation durch steigende Preise an die Kunden weiter.33 Doch auf Vorteile eines Aktieninvest-ments zur langfristigen Anlage wird im Verlauf der Arbeit noch detailliert eingegangen.

4.3 Geringe Zinsen auf Spareinlagen

Über 70 Prozent des Geldvermögens der Deutschen bringt durch das vorsichtige Spar-verhalten der privaten Haushalte geringe bis gar keine Rendite. Bausparverträge, Fest-geld, Tagesgeld oder Lebensversicherungen lohnen sich heute kaum noch. Viele Ban-ken geben die Null-Zinsen der EZB an die Sparer weiter und verzinsen Sparbücher und Konten nur noch mit kleinen Zinssätzen. Hinzu kommen die Probleme der Versiche-rungen und Pensionskassen, denn meist werden die Kundengelder sicher in Staatsanlei-hen angelegt.34 Doch wegen der Niedrigzinspolitik und des Ankaufs von Anleihen durch die EZB ist bei diesen Papieren die Rendite niedrig. Eine deutsche zehnjährige Bundesanleihe z. B. wird aktuell mit einer Verzinsung von 0,49 Prozent angeboten (Stand 17.04.2018).35 Daraus folgen sinkende Garantieverzinsungen für Neuverträge und sinkende Überschussanteile für Lebens- und Rentenversicherungen zum Nachteil der Versicherten. Ein Rechenbeispiel mithilfe der Aufzinsung soll verdeutlichen wel-cher Vermögenszuwachs durch das typische Sparverhalten der deutschen Haushalte auf lange Sicht erwirtschaftet werden kann. Der Jahresdurchschnittswert auf Spareinlagen mit unbefristeter Laufzeit betrug im Jahr 2016 0,3 Prozent,36 dies ist der Kalkulations-zinssatz i. Das Anfangskapital W0 beträgt 10.000 Euro und die Periode in Jahren wird als n ausgewiesen.

Beispiel:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formel: Wn = W0 x (1 + i)n 37

Berechnung: 10.000 x (1+0,003) = 10.940, 27 Euro

Somit steigt das Anfangskapital lediglich auf 10.940 Euro bei einer Anlage auf normale Spareinlagen. Dies ist eine sehr geringe Steigerung wenn man im Gegensatz die stei-gende Inflation mit dem einhergehenden realen Wertverlust betrachtet (Ergebnis aus Punkt 4.1). Bei der vereinfachten Gegenüberstellung der berechneten Beträge ergibt sich nach 30 Jahren nur noch ein Betrag von 5.419 Euro auf ein Anfangskapital von 10.000 Euro.

Berechnung: 10940,27 - 5.520,71 = 5419,56 Euro

Das ist der Beweis, dass durch die konservative Anlagestrategie der Privatpersonen in Deutschland Jahr für Jahr ein Sparvermögen in Milliardenhöhe schrumpft. Einer der Gründe, die zu einer Vorsorgelücke im Alter führen, ist die durch hohe Inflation und einhergehende niedrige Zinsen verursachte Geldvernichtung.

4.4 Rentenl ücke im Alter

Insbesondere die jüngeren Beschäftigten stehen angesichts geringerer Rentenleistung im Alter vor großen Versorgungsproblemen und einem Dilemma: Während die Leistungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Rentensystem immer weiter abgesenkt wer-den, stellen die Kapitalmärkte keine hinreichende Alternative für die Alterssicherung dar. Zusätzliche verstärkt hat sich die Problematik mit der Finanzmarktkrise ab 2008 und der damit verbundenen Niedrigzinsphase, wie bereits gezeigt. Durch die Berech-nung der individuellen Rentenlücke kann ermittelt werden, wie viel Kapital für den Ru-hestand monatlich fehlt. Es wird ein Rente oder ein Verdienst von 80 Prozent des letz-ten monatlichen Nettogehaltes benötigt, um den gewohnten Lebensstandard im Alter beizubehalten, wobei dabei die Schulden unberücksichtigt bleiben.38 Das Durch-schnittseinkommen veranschlagte die Deutsche Rentenkasse für 2017 auf jährlich 37.103 Euro brutto. Ein gesetzlich Versicherter mit Steuerklasse eins verdient knapp 2.000 Euro netto monatlich. Damit erwirbt der Arbeitnehmer genau einen Entgeltpunkt. Falls das Einkommen höher oder geringer ist, wird der Rentenpunkt entsprechend ange-passt. Nach 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst käme der Rentner auf 1.370 Euro Bruttorente oder etwa 1.200 Euro netto. Benötigt würden jedoch 1.600 Euro, was 80 Prozent von 2.000 Euro entspräche. Selbst ein Standardrentner hat nach dem gewähl-ten Ansatz eine Rentenlücke in Höhe von 400 Euro.39

Die Berechnung der Rentenlücke ist für die Relevanz dieser Bachelorarbeit und der Zielgruppe verfrüht, denn viele erforderliche Parameter wie z. B. die Entwicklung des individuellen Einkommens oder mögliche zukünftige Eingriffe des Gesetzgebers in Be-zug auf die gesetzliche Alterssicherung sind ungewiss. Die Rentenlücke wird vor allem zur Verdeutlichung einer fehlenden Versorgung im Alter von Versicherungskonzernen herangenommen zur Verkaufsförderung ihrer Produkte. Nichtsdestotrotz ist die Ermitt-lung der Rentenlücke ein sinnvoller Hinweis, um die Relevanz der Altersvorsorge zu verdeutlichen. Mithilfe eines Tools, dem „Rentenlücken-Rechner“ des Deutschen Insti-tuts für Altersvorsorge, werden nach Eingabe individueller Annahmen der Netto- Rentenanspruch und der privat notwendige Vorsorgebeitrag errechnet. Dabei berück-sichtigt werden die relevanten Einflussfaktoren wie Inflation, steuerliche Behandlung und die Wunschkaufkraft nach dem Renteneintrittsalter.40

Auch durch die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre, um dem sinkenden Leistungsniveau entgegenzuwirken, wird die Rentenlücke nicht geschlossen. Eine Stu-die der Ruhr Universität Bochum im Aufrag von Fidelity International betrachtet die Auswirkungen eines Renteneintritts mit 67 und mit 70 Lebensjahren in Bezug auf das Renteneinkommen im Alter. Grundlage ist das geltende Rentenrecht. Das Ergebnis zeigt, dass die Rentenlücke zwar kleiner würde, jedoch noch lange nicht verschwunden wäre. Schlussendlich gilt, dass ohne private Vorsorge der Lebensstandard im Alter nicht aufrechtzuerhalten ist. Deshalb motiviert der Gesetzgeber die Bürger mit finanziellen Prämien und steuerlichen Anreizen zum Sparen in Produkte der zusätzlichen Altersvor-sorge. Damit kann die Rentenlücke durch langfristige Sparanstrengungen leicht mit Hil-fe des Staates geschlossen werden.41 Jedoch sind die Förderungen an Bedingungen ge-knüpft. Im anschließenden Punkt werden die Möglichkeiten zur zusätzlichen Altersvor-sorge dargelegt und analysiert.

5 Zus ätzliche Altersvorsorge

Der Staat reagierte auf die negativen Zukunftsaussichten für das deutsche Rentensystem und das sinkende Rentenniveau, indem der Gesetzgeber zunehmend eine ergänzende private und betriebliche Altersvorsorge fördert.42 Zur Einordnung der verschiedenen Produkte erstellte das BMAS das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge. Bei diesem Schaubild werden die verschiedenen Altersvorsorgearten je nach deren steuerlicher Be-handlung in drei verschiedene Säulen aufgeteilt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Übersicht BMAS 3-Säulen-Modell43

Folgend findet eine Bewertung der Lebensversicherung, Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge und der Rürup-Rente, statt. Der deutsche Staat will durch finanzielle Zugeständnisse in Form von Steuerersparnissen und evtl. Zulagen das Vorsorgen seiner Bevölkerung fürs Alter unterstützen und somit die geringeren zukünftigen Rentenaus-zahlungen ausgleichen. Hierbei liegt ein Augenmerk auf den einzelnen Produktklassen, den grundsätzlichen Bedingungen, der vergangenen Entwicklung sowie der aktuellen Situation und der bereits beschlossenen politischen Veränderung der Produkte. Zudem wird die Fördermöglichkeit in der Ansparphase aufgezeigt und welche Gegebenheiten in der Auszahlungsphase zu beachten sind. Schlussendlich wird ein Fazit zu den Pro-duktarten gezogen.

Vorweg erfolgt die Erklärung der steuerlichen Situation von öffentlich subventionierten Policen. Im Jahr 2005 beschloss der Staat das Alterseinkünftegesetz. Durch dieses Ge-setz wurde die einkommensrechtliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen sowie von Altersbezügen geregelt. Grundsätzlich gilt, dass alle gesetzlichen sowie pri-vaten Rentenbeiträge schrittweise von der Steuer freigestellt werden. Im aktuellen Jahr 2018 sind 86 Prozent der Zahlungen für die Altersvorsorge von der Einkommensteuer absetzbar. In der Übergangsphase bis zum Jahr 2025 erhöht sich die Freistellung jähr-lich um zwei Prozent, sodass ab 2025 die Beiträge bis zu einem Höchstbetrag, der vom Altersvorsorgeprodukt abhängt, komplett steuerlich absetzbar sind. Zudem sind Auf-wendungen für bestimmte private Altersvorsorgeverträge steuerlich abzugsfähig. Dafür werden die Altersbezüge später zu 100 Prozent versteuert, wobei ein Rentenbeginn nach 2040 angenommen wird.44 Die Produkte und die gesetzliche Rente unterliegen somit der nachgelagerten Besteuerung. Für die meisten Versicherten ist diese Art der Besteue-rung vorteilhaft, denn ihr Einkommen und damit der Steuersatz sind in der Erwerbspha-se höher als während der Zeit des Rentenbezuges.45 Die folgenden Ausführungen in-formieren zunächst über die Versicherungen. Diese waren in der Vergangenheit die be-liebteste Form der Deutschen, um fürs Alter anzusparen.

5.1 Versicherungen

Die LV bildet mit allen anderen Versicherungsprodukten die dritte Säule zur Altersvor-sorge. Die LV erfreute sich in Deutschland einer sehr großen Beliebtheit, um für die Rente zu sparen. In der Vergangenheit wurden über 90 Millionen Lebensversicherungs-policen abgeschlossen.46 Die Aufgabe der Lebensversicherer ist es, „über einen gewis-sen Zeitraum, Kapital anzusammeln, zu verwalten und möglichst rentabel anzulegen“.47 Dabei handelt es sich um zwei wesentliche Produktzweige. Zum einen ist dies die Kapi-tallebensversicherung, bei der am Ende der Vertragslaufzeit eine Einmalzahlung erfolgt. Als Alternative leistet die Rentenversicherung ab einem festgelegten Termin eine le-benslange Rentenzahlung für die Versicherten. Die RV erhielt, wie in der Grafik darge-stellt, einen hohen Zuspruch mit einem Wachstum von über 20 Millionen Verträgen im Zeitraum von 2003 bis 2016. Gleichzeitig führte es zu einem starken Anstieg der RV-Verträge kombiniert mit anderen Altersvorsorgeprodukten wie der Riester- oder der Basisrente.

[...]


1 Vgl. Grandt, Michael: Das Ende der Lebensversicherung, 2016, München: Verlag Finanzbuch, S. 21f.

2 Vgl. IG Metall-Vorstand (Hrsg.): Junge Generation und gesetzliche Rente: Pessimismus und Perspektiven, Repräsentative Befragung TNS Infratest, 2016, Frankfurt am Main, S. 3.

3 Vgl. ING-DiBA (Hrsg.): Hälfte der Deutschen sind finanzielle Analphabeten, http://www.presseportal.de/pm/59133/3770754, vom 25.10.2017, abgerufen am 28.03.2018.

4 Vgl. BPB (Hrsg.): Umlageverfahren, http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20886/umlageverfahren, abgerufen am 29.03.2018.

5 Quelle: StatBA: Altersstruktur der Bevölkerung Deutschland bis 2060, 2015, Wiesbaden.

6 Vgl. BMAS (Hrsg.): Zusätzliche Altersvorsorge, 2014, Bonn, S. 8.

7 Vgl. Grandt, Michael: Das Ende der Lebensversicherung, 2016, München: Verlag Finanzbuch, S. 27.

8 Vgl. StatBA (Hrsg.): Bevölkerung in Deutschlands bis 2060, 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, 2015, Wiesbaden, S. 6.

9 Vgl. Albert, Lothar: ETFs – die vielseitigen Alleskönner, in: Traders ETF Spezial, 2017, Heft 06, S. 15.

10 Vgl Grandt, Michael: Das Ende der Lebensversicherung, 2016, München: Verlag Finanzbuch, S. 27f.

11 Vgl. BMAS (Hrsg.): Zusätzliche Altersvorsorge, 2014, Bonn, S. 9.

12 Vgl. IG Metall-Vorstand (Hrsg.): Junge Generation und gesetzliche Rente: Pessimismus und Perspektiven, Reprä-sentative Befragung TNS Infratest, 2016, Frankfurt am Main, S. 6.

13 Vgl. Rürup, Bert: Agenda für eine große Koalition, in: Handelsblatt Nr. 227, 24.11.2017, S. 56.

14 Vgl. Grandt, Michael: Das Ende der Lebensversicherung, 2016, München: Verlag Finanzbuch, S. 31.

15 Vgl. IG Metall-Vorstand (Hrsg.): Junge Generation und gesetzliche Rente: Pessimismus und Perspektiven, Reprä-sentative Befragung TNS Infratest, 2016, Frankfurt am Main, S. 6.

16 Vgl. Preissl, Brigitte: Zukunftsfähigkeit des Rentensystems, in: Wirtschaftsdienst, 2015 Sonderheft, S. 1f.

17 Vgl. Schieritz, Mark: Macht der Niedrigzins arm, https://www.zeit.de/2017/11/geldpolitik-ezb-sparer-markus- soeder-niedrigzins-fakt-fake, vom 11.03.2017, abgerufen am 01.04.2018.

18 Vgl. Bundesbank: Leitzinsen, https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Glossareintraege/L/leitzinsen.html abge-rufen am 04.04.2018.

19 Vgl. Bundesbank: Preisstabilität, https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Glossareintraege/P/preisstabilitaet.html abgerufen am 04.04.2018.

20 Vgl. Bundesbank: Leitzinsen, https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Glossareintraege/L/leitzinsen.html abge-rufen am 04.04.2018.

21 Quelle: Deutsche Bundesbank: Entwicklung EZB-Leitzinsen, Januar 2018.

22 Vgl. Beck/Bacher/Herrmann: Inflation - Die ersten zweitausend Jahre, 2017, Frankfurt am Main: Verlag Frankfur­ter Societäts-Medien GmbH, S. 130f.

23 Vgl. Bundesbank: Ankaufsystem des Eurosystems im Überblick, https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Service/schule_und_bildung_kapitel_6.html, Ankaufsystem des Eurosystems im Überblick, abgerufen am 10.04.2018.

24 Vgl. Bundesbank: Inflation, https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Glossareintraege/I/inflation.html abgerufen am 04.04.2018.

25 Vgl. Bundesbank: Harmonisierter Verbraucherpreisindex, https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Glossareintraege/H/harmonisierter_verbraucherpreisindex.html abgerufen am 04.04.2018.

26 Quelle: Eurostat: Inflationsrate 2007 bis 2017 EU & Euro-Zone, Januar 2018, Luxemburg.

27 Quelle: Eurostat: Inflationsrate 2007 bis 2017 EU & Euro-Zone, Januar 2018, Luxemburg.

28 Vgl. Beck/Bacher/Herrmann: Inflation – Die ersten zweitausend Jahre, 2017, Frankfurt am Main: Verlag Frankfur­ter Societäts-Medien GmbH, S. 23.

29 Vgl. Glück, Oliver: Abzinsung, http://www.welt-der-bwl.de/Abzinsung abgerufen am 17.04.2018.

30 Vgl. Stocker, Frank: Geldvermögen der Deutschen knackt historische Marke, https://www.welt.de/finanzen/article172105612/Konten-und-Aktien-Geldvermoegen-der-Deutschen-ueber-6-Billionen-Euro.html, vom 02.01.2018, abgerufen am 11.04.2018.

31 Quelle: Bundesverband deutscher Banken: https://bankenverband.de/statistik/banken-deutschland/geldvermoegen-privater-haushalte abgerufen am 11.04.2018.

32 Vgl. Stocker, Frank: Geldvermögen der Deutschen knackt historische Marke, https://www.welt.de/finanzen/article172105612/Konten-und-Aktien-Geldvermoegen-der-Deutschen-ueber-6-Billionen-Euro.html, vom 02.01.2018, abgerufen am 11.04.2018.

33 Vgl. Seibel, Karsten: Die Deutschen verlieren ihre Angst vor der Aktie, https://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article173739815/Selbst-die-Vorsichtigen-trauen-sich-jetzt-an-die-Boerse.html, vom 19.02.2018, abgerufen am 11.04.2018.

34 Vgl. Grandt, Michael: Das Ende der Lebensversicherung, 2016, München: Verlag Finanzbuch, S. 123ff.

35 Vgl. Stiftung Warentest: Bundeswertpapier-Pfandbrief-Unternehmensanleihe-Anleihen-im-Test, https://www.test.de/Bundeswertpapier-Pfandbrief-Unternehmensanleihe-Anleihen-im-Test-4440501-4455378, abge-rufen am 17.04.2018.

36 Vgl. Statista: Entwicklung des Zinssatzes für Spareinlagen in Deutschland, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/202295/umfrage/entwicklung-des-zinssatzes-fuer-spareinlagen-in-deutschland/ abgerufen am 17.04.2018.

37 Vgl. Glück, Oliver: Aufzinsung, http://www.welt-der-bwl.de/http://www.welt-der-bwl.de/Aufzinsung, abgerufen am 17.04.2018.

38 Vgl. Grandt, Michael: Das Ende der Lebensversicherung, 2016, München: Verlag Finanzbuch, S. 180ff.

39 Vgl. Moneymeets GmbH (Hrsg.): Ihr Plan für die Altersvorsorge, 2017, Köln, S. 11.

40 Vgl. DIA: Rentenlücke-Rechner, https://www.ihre-rentenluecke.de/#start abgerufen am 17.04.2018.

41 Vgl. Brummer, Thomas: Vorsorge: Rentenlücke trotz Arbeit, https://www.extra-funds.de/news/etf-news/vorsorge-rentenluecke-trotz-arbeit vom 21.02.2018 abgerufen am 17.04.2018.

42 Vgl. DRV Bund (Hrsg.): Privatvorsorge von a bis z – Zusätzliche Altersvorsorge, 06. Auflage, 2012, Berlin, S. 4.

43 Quelle: Rostocker VR Bank: Das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge, https://www.rostocker-vrbank.de/Privatkunden/Altersvorsorge/Meine-Rente-planen/Vorsorgeuebersicht/c1402.html, abgerufen am 08.05.2017.

44 Vgl. Finanztip: Einkommensteuer auf Rentenzahlungen - Rentenbesteuerung, http://www.finanztip.de/alterseinkuenftegesetz vom 13.12.2012 abgerufen am 22.04.2018.

45 Vgl. DRV Bund (Hrsg.): Privatvorsorge von a bis z – Zusätzliche Altersvorsorge, 06. Auflage, 2012, Berlin S. 4.

46 Vgl. Wolff, Robert: Die Lebensversicherung Grundlagen und Praxis, Band 008, 2016, Karlsruhe: Verlag Versiche-rungswirtschaft, S. 25.

47 Wolff, Robert: Die Lebensversicherung Grundlagen und Praxis, Band 008, 2016, Karlsruhe: Verlag Versiche-rungswirtschaft S. 86.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten

Details

Titel
Altersvorsorge in Deutschland. Wege aus dem Niedrigzinsumfeld
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
76
Katalognummer
V900868
ISBN (eBook)
9783346220080
ISBN (Buch)
9783346220097
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesetzliche Rente, Riester Rente, Betriebsrente, Lebensversicherung, ETF, Fonds, Sparen, Investieren, Kosten, Politik EZB, Deutsches Rentensystem, Anleihen, Entwicklung Anlageklassen
Arbeit zitieren
Markus Schmid (Autor:in), 2018, Altersvorsorge in Deutschland. Wege aus dem Niedrigzinsumfeld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/900868

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