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Lese-Rechtschreibstörung

Beispiel einer spezifischen Lernstörung

Title: Lese-Rechtschreibstörung

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kristin Reichenbächer (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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„Wie geht das /G/ noch mal?“ – diese und andere Fragen stellen sich zahlreiche Schüler tagtäglich. Schüler, die häufig massive Probleme im Lesen und Rechtschreiben haben. Sie haben eine Lernstörung, genauer gesagt eine spezifische und andauernde Lernstörung, mit dem Namen Lese-Rechtschreibstörung. Der Begriff Lernstörung bezeichnet eine deutliche Minderleistung beim absichtsvollen Lernen. Bei der Lese-Rechtschreibstörung äußern sich diese Minderleistungen darin, dass die gewünschten Voraussetzungen und Fertigkeiten im Lesen und Schreiben nicht in ausreichender Qualität, Sicherheit und angemessener Zeit erworben werden. Doch die Aneignung der Schriftsprache ist für die weitere Entwicklung des Kindes grundlegend und ein Versagen auf diesem Gebiet beeinträchtigt nicht nur die weitere Schul- und Berufslaufbahn. Vielmehr hat diese Störung in vielen Fällen verheerende Auswirkungen auf die Selbstwahrnehmung und das Sozialverhalten des betroffenen Kindes.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über die Lese- Rechtschreibstörung

2.1 Definition und Klassifikation

2.2 Häufigkeit

2.3 Symptomatik

2.3.1 Symptomatik der Lesestörung

2.3.2 Symptomatik der Rechtschreibstörung

2.3.3 Begleiterscheinungen

2.3.3.1 Primäre Begleitsymptome

2.3.3.2 Sekundäre Begleitsymptome

2.4 Ätiologie

2.5 Diagnostik

2.5.1 Anamnese und Exploration

2.5.2 Messung der Lese-Rechtschreibleistung

2.5.3 Bestimmung der Intelligenzleistung

2.5.4 Körperliche Untersuchung

2.6 Therapie

2.6.1 Prävention

2.6.2 Integrative Therapie

2.7 Verlauf

3. Interventionsmöglichkeiten

3.1 Grundlegendes zur Intervention bei Lese-Rechtschreibstörungen

3.2 Fallbeispiel Anna

3.2.1 Betrachtung ausgewählter Interventionsziele am Fallbeispiel Anna

3.2.2 Umsetzung und Wirksamkeit der Interventionsmaßnahmen bei Anna

3.3 Weitere Interventionsmöglichkeiten

3.3.1 Leseförderung

3.3.2 Rechtschreibförderung

4. Schlusswort

Anhang 1: Reim - Memory

Anhang 2: Lu und Ti, kommt nach Hause!

Anhang 3: Silbenhäuser

Anhang 4: Signalkarten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Störungsbild der Lese-Rechtschreibstörung als spezifische Lernstörung, mit dem Ziel, Betroffene besser zu verstehen und konkrete pädagogische Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen, um Lernprozesse effektiv zu unterstützen.

  • Definition, Klassifikation und Ätiologie der Lese-Rechtschreibstörung
  • Symptomatik und Begleiterscheinungen im Schulalltag
  • Diagnostische Verfahren und diagnostischer Prozess
  • Interventionsansätze am Fallbeispiel einer Grundschülerin
  • Förderstrategien wie phonologisches Training und silbenorientierte Ansätze

Auszug aus dem Buch

3.2 Fallbeispiel Anna

Anna (8; 3 Jahre) besucht die 2. Klasse einer Grundschule. Sie ist erst mit 7 Jahren eingeschult worden und wird von ihrer Lehrerin als ruhig und zurückhaltend beschrieben. Bereits im Anfangsunterricht hatte sie Probleme bei der Verbindung von Einzellauten (z.B. /p a p i/ zu ‹Papi›). Auch das Erlesen von Wörtern fiel ihr schwer und war ohne Hilfe der Lehrperson nicht möglich. Anna zeigt außerdem sehr früh Probleme, Buchstabengestalten abzuspeichern und abzurufen. Anna versagt jetzt in der 2. Klasse massiv in der Rechtschreibung. Auch im Lesen hat sie nach wie vor Schwierigkeiten, vor allem ihr Lesetempo und die Flüssigkeit entspricht nicht dem durchschnittlichen Niveau ihrer Mitschüler. In Mathe erreicht sie durchschnittliche Leistungen. Anna wird auf Empfehlung ihrer Lehrerin einem Facharzt übergeben, der verschiedene Tests verordnet. Die Testergebnisse der Rechtschreibtests für 1.Klassen belegen die Beobachtungen der Lehrerin.

Der Buchstabentest bestätigt, dass Anna nicht alle Buchstaben aus dem Gedächtnis abrufen kann und entsprechend den Lautwert nicht kennt. Die augenärztliche und pädaudiologische Untersuchung ergibt unauffällige Werte. Nach der Durchführung einer ausführlichen Diagnose wird bei Anna eine Lese-Rechtschreibstörung diagnostiziert. Die Intervention besteht in der ´Entwicklungsgemäßen Rechtschreibförderung`, in der Förderung der Lesesicherheit sowie Lesegeschwindigkeit und verfolgt folgende Ziele:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit definiert die Lese-Rechtschreibstörung als spezifische Lernstörung und erläutert die Relevanz des Themas für die Lehrerausbildung sowie die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Überblick über die Lese- Rechtschreibstörung: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis zur Definition, Klassifikation, Häufigkeit, den Symptomen, Ursachen, diagnostischen Schritten und therapeutischen Ansätzen.

3. Interventionsmöglichkeiten: Hier werden theoretische Grundlagen für Interventionen vorgestellt und anhand des Fallbeispiels Anna praxisnah angewandt sowie um weitere Fördermethoden ergänzt.

4. Schlusswort: Das Fazit fasst die Bedeutung frühzeitiger Hilfe zusammen und appelliert an Eltern und Lehrkräfte, betroffene Kinder trotz der Herausforderungen zu unterstützen.

Schlüsselwörter

Lese-Rechtschreibstörung, Lernstörung, Diagnostik, Intervention, Fallbeispiel, Förderung, Phonologische Bewusstheit, Silbensegmentierung, Legasthenie, Schriftspracherwerb, Grundschule, Therapie, Rechtschreibschwäche, Leseschwäche, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Lese-Rechtschreibstörung als eine spezifische Lernstörung und beleuchtet das Störungsbild von der Definition bis hin zu praktischen Fördermöglichkeiten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Symptomatik, die ätiologischen Erklärungsmodelle, den diagnostischen Prozess sowie konkrete Interventionsstrategien im schulischen und außerschulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, die Symptome und Auswirkungen dieser Störung verständlich zu machen und Lehrkräften sowie Eltern effektive Wege zur Unterstützung betroffener Kinder aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur, ergänzt durch die Analyse eines konkreten Fallbeispiels (Anna) und die Vorstellung erprobter Fördermaterialien.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Überblick über das Störungsbild sowie eine detaillierte Ausarbeitung von Interventionsmöglichkeiten, inklusive diagnostischer Empfehlungen und spezieller Förderübungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text am besten?

Wesentliche Begriffe sind Lese-Rechtschreibstörung, Diagnostik, Intervention, phonologische Bewusstheit und schulische Förderung.

Warum ist das Fallbeispiel von Anna in der Arbeit so wichtig?

Anna dient als praxisnahes Beispiel, um zu verdeutlichen, wie eine fachärztliche Diagnose in eine individuelle Förderplanung übersetzt wird und welche Rolle Kleingruppen und Strategien wie die Silbensegmentierung spielen.

Welche Rolle spielen "Signalkarten" und "Blitzkarten" in den Fördermethoden?

Diese Hilfsmittel unterstützen die Kinder gezielt: Blitzkarten verbessern die Worterkennung und Lesesicherheit, während Signalkarten als Gedächtnisstützen bei Abschreibübungen und Rechtschreibregeln dienen.

Was ist der wichtigste Rat an Lehrer und Eltern im Umgang mit betroffenen Kindern?

Die Autorin betont, dass ein Kind mit Lernstörungen niemals aufgegeben werden darf und dass frühzeitige, strukturierte Unterstützung, Lob für Lernerfolge und Geduld entscheidend sind.

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Details

Title
Lese-Rechtschreibstörung
Subtitle
Beispiel einer spezifischen Lernstörung
College
University of Education Freiburg im Breisgau
Grade
1,0
Author
Kristin Reichenbächer (Author)
Publication Year
2006
Pages
29
Catalog Number
V90103
ISBN (eBook)
9783638051361
ISBN (Book)
9783640409945
Language
German
Tags
Lese-Rechtschreibstörung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristin Reichenbächer (Author), 2006, Lese-Rechtschreibstörung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90103
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