Zunächst werden die Begriffe Persönlichkeit und Gesundheit erläutert. Des Weiteren wird ausgeführt, in welchem Zusammenhang die beiden Begriffe stehen. Dies wird anhand verschiedener Modelle mithilfe entsprechender Beispiele dargestellt, in denen der Zusammenhang zwischen diesen beiden Phänomenen jeweils unterschiedlich interpretiert wird. Anschließend gibt der Autor einen Überblick über alle relevanten Persönlichkeitsmerkmale, welche in Bezug auf die dargestellten theoretischen Befunde eine bedeutende Rolle spielen. Schließlich werden zwei dieser Merkmaler genauer beleuchtet und es werden Vorschläge zum gesundheitsfördernden Umgang mit ihnen gegeben.
Anschließend wird die Selbstwirksamkeitserwartung am Beispiel der Bachelorarbeit dargestellt. Dafür benötigt es vorerst einer Darstellung der Begriffserklärung und der theoretischen Abgrenzung zum Konzept der Kontrollüberzeugung. Danach werden die vier Quellen der Selbstwirksamkeit dargestellt.
Des Weiteren wird die Selbstwirksamkeitserwartung am Beispiel der Bachelorarbeit dargestellt. Hierfür folgen eine Begriffserklärung und die theoretische Abgrenzung zum Konzept der Kontrollüberzeugung. Anschließend werden die vier Quellen der Selbstwirksamkeit dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
B1: Persönlichkeit und Gesundheit
1.1 Begriffserklärung: Persönlichkeit und Gesundheit
1.2 Zusammenhang von Persönlichkeit und Gesundheit
1.3 Gesundheitsrelevante Persönlichkeitsmerkmale
B2: Selbstwirksamkeit am Beispiel der Bachelor-Arbeit
2.1 Begriffserklärung: Selbstwirksamkeit und Selbstwirksamkeitserwartung
2.2 Quellen der Selbstwirksamkeit
2.3 Beispiel: Bachelorarbeit
B3: Stress
3.1 Begriffserklärung: Stress, Stressor und Coping
3.2 Das Stressmodell von Lazarus
3.3 Coping-Strategien
3.3.1 Problembezogenes Coping
3.3.2 Emotionsbezogenes Coping
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen Persönlichkeitsmerkmalen, gesundheitlichem Wohlbefinden und der Bewältigung von Stresssituationen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie individuelle Überzeugungen – wie die Selbstwirksamkeitserwartung und Kontrollüberzeugungen – die Reaktion auf belastende Lebensereignisse beeinflussen und welche psychologischen Mechanismen zur Gesunderhaltung beitragen.
- Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und körperlich-psychischer Gesundheit
- Differenzierung von internalen und externalen Kontrollüberzeugungen
- Die vier Quellen der Selbstwirksamkeit und deren praktische Anwendung
- Stressbewältigung durch problem- und emotionsbezogene Coping-Strategien
- Analyse psychologischer Prozesse am praktischen Beispiel der Bachelorarbeit
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffserklärung: Selbstwirksamkeit und Selbstwirksamkeitserwartung
Selbstwirksamkeit ist ein Konzept aus der sozial-kognitiven Lerntheorie nach Bandura und „ist definiert als die Überzeugung, gewünschtes Verhalten auch angesichts von Hindernissen und Widerständen ausführen zu können“ (Becker, B., 2014).
Die Selbstwirksamkeit ist jedoch von der zuvor dargestellten Kontrollüberzeugung abzugrenzen. Die Kontrollüberzeugung bezieht sich auf die Handlungs-Ergebnis-Kontingenz und sagt lediglich aus, dass ein Ergebnis in irgendeiner Weise hervorrufbar ist. Selbstwirksamkeit besagt, dass man selbst der Akteur ist, der zum Erreichen des Ergebnisses führt. Liegt keine Kontrollüberzeugung vor, erfolgt auch keine Selbstwirksamkeit, denn wenn keine Lösung zu einem Problem in irgendeiner Weise gefunden werden kann, so kann man das Ergebnis erst recht nicht mit dem eigenen Handeln hervorrufen. Jedoch kann Kontrollüberzeugung auch ohne Selbstwirksamkeit vorliegen. Die möglichen Szenarien werden am Beispiel eines heruntergefallenen und damit defekten Handys in Abbildung 3 dargestellt.
Beim ersten Fall ist das Handy in alle Einzelteile zersprungen und kann von niemandem mehr repariert werden. Demnach existiert keine Kontrollüberzeugung und automatisch auch keine Selbstwirksamkeit. Dies schließt ebenfalls den Fall aus, dass Selbstwirksamkeit, aber keine Kontrollüberzeugung vorliegt, da dieser nicht existieren kann. Im zweiten Fall ist die Beschädigung zu spezifisch, als dass sie ein Laie reparieren kann und somit kann nur ein Spezialist helfen, also liegt Kontrollüberzeugung aber keine Selbstwirksamkeit vor. Im letzten Fall ist lediglich der Akku beschädigt und die Person kann einen neuen Akku bestellen und diesen selber einsetzen. Demnach liegen sowohl Selbstwirksamkeit als auch Kontrollüberzeugung vor.
Zusammenfassung der Kapitel
B1: Persönlichkeit und Gesundheit: Dieser Abschnitt erläutert die Grundbegriffe der Persönlichkeitspsychologie im Kontext von Gesundheit und stellt Modelle vor, die den Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf das körperliche und seelische Wohlbefinden aufzeigen.
B2: Selbstwirksamkeit am Beispiel der Bachelor-Arbeit: Hier wird das Konzept der Selbstwirksamkeit theoretisch hergeleitet, von der Kontrollüberzeugung abgegrenzt und anhand einer spezifischen akademischen Prüfungssituation praxisnah analysiert.
B3: Stress: Dieser Teil befasst sich mit den Ursachen von Stress, dem Modell von Lazarus sowie konkreten Coping-Strategien, um psychische Belastungen sowohl problem- als auch emotionsorientiert zu bewältigen.
Schlüsselwörter
Persönlichkeitspsychologie, Gesundheit, Selbstwirksamkeit, Selbstwirksamkeitserwartung, Kontrollüberzeugung, Stress, Coping, Lazarus, Stressmodell, Emotionsregulation, Problembezogenes Coping, Emotionsbezogenes Coping, Psychische Gesundheit, Handlungsregulation, Persönlichkeitsmerkmale
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen Grundlagen der Persönlichkeit und deren Auswirkungen auf die Gesundheit sowie der Fähigkeit des Menschen, Stress durch spezifische Bewältigungsmechanismen zu meistern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Gesundheit, dem Konzept der Selbstwirksamkeit, verschiedenen Kontrollüberzeugungen sowie der theoretischen und praktischen Anwendung von Stressbewältigungsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie persönliche Einstellungen und die Wahrnehmung der eigenen Wirksamkeit darüber entscheiden, ob Menschen gesundheitliche Herausforderungen und Leistungsanforderungen erfolgreich bewältigen können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung psychologischer Konzepte, ergänzt durch die Anwendung dieser Modelle auf konkrete Lebensbereiche wie das Studium (Bachelorarbeit).
Was deckt der Hauptteil ab?
Im Hauptteil werden zentrale psychologische Begriffe definiert, das Lazarus-Modell der Stressbewältigung analysiert und verschiedene Coping-Mechanismen wie problem- und emotionsorientiertes Handeln detailliert beschrieben.
Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Selbstwirksamkeit, Kontrollüberzeugung, Coping, Stressmodell, Gesundheitsmanagement, Emotionsregulation und Persönlichkeitsdispositionen.
Wie unterscheidet sich Selbstwirksamkeit von der Kontrollüberzeugung?
Während die Kontrollüberzeugung die allgemeine Annahme betrifft, dass ein Ergebnis überhaupt durch Handlungen beeinflusst werden kann, beschreibt die Selbstwirksamkeit das Vertrauen in die eigene, individuelle Kompetenz, dieses spezifische Ziel auch tatsächlich zu erreichen.
Welche Rolle spielt die Meditation in dieser Arbeit?
Meditation wird als Erkenntnisprozess empfohlen, um die eigenen Bewertungsmuster und Glaubenssätze zu hinterfragen, physiologische Stressreaktionen zu akzeptieren und so die Handlungsfähigkeit in Drucksituationen zu erhöhen.
- Citation du texte
- Marc Schwinn (Auteur), 2019, Persönlichkeitspsychologie. Der Zusammenhang von Persönlichkeit und Gesundheit, Selbstwirksamkeit und Selbstwirksamkeitserwartung, Stress und Coping, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/901586