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Sozialstaatlichkeit und Sozialpolitik am Beispiel der Pflegestärkungsgesetze I - III

Título: Sozialstaatlichkeit und Sozialpolitik am Beispiel der Pflegestärkungsgesetze I - III

Trabajo Escrito , 2019 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Hildegard Keck (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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Vorrangige Ziele des Sozialstaates sind soziale Sicherung, Gerechtigkeit und die Wahrung der Autonomie des Einzelnen. Was bedeutet Sozialstaatlichkeit im Hinblick auf Versicherung, Versorgung und Fürsorge? Welches sind die Herausforderungen und Grenzen des Sozialstaates? Die soziale Veränderung, der soziale Wandel der Gesellschaft ist stark abhängig von der demografischen Entwicklung. Die Geburtenzahlen in Deutschland sind rückläufig bei einer gleichzeitig immer älter werdenden Bevölkerungsstruktur. Dies wirkt sich nachhaltig auf die Sozialversicherungssysteme, wie die Pflege und Rentenversicherung aus. Was bedeuten diese gesellschaftlichen Veränderungen im sozialpolitischen Kontext?

Anhand dem „konservativen“ Sozialstaats- und Sicherungsmodell von Esping-Andersen mit seiner Schutz- und Ausgleichsfunktion, die für Chancengleichheit und Förderung des Einzelnen mit dem finalen Ziel der Weiterentwicklung und dem Zusammenhalt der sozialen Gemeinschaft steht, gehe ich auf die Sozialstaatlichkeit ein. Mittels der vier Prinzipien der Sozialpolitik, der sozialen Gerechtigkeit, dem Solidaritätsprinzip, dem Prinzip der Subsidiarität und dem Selbstverantwortungsprinzip erläutere ich Aspekte der sozialpolitischen Sicherungssysteme und deren sozialgesellschaftliche Auswirkungen. Was besagen diese Grundsätze bezogen auf die staatliche Verfasstheit der Bundesrepublik Deutschland. Abschließend stelle ich den Zusammenhang von Solidarität und Subsidiarität als Ordnungsprinzipien des gesellschaftlichen Lebens dar. Anhand der Pflegestärkungsgesetze I – III, die die Leistungen in der Pflege neu regeln, den Begriff der „Pflegebedürftigkeit“ neu definieren und die Pflegeberatung ausbauen, diskutiere ich die sozial- und gesellschaftspolitischen Entwicklungen, Möglichkeiten und Veränderungen sowie Chancen und Risiken dieser Neuregelungen in der Pflege mit Bezug auf die vier Prinzipien der Sozialpolitik.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung und Entwicklung des Sozialstaates und Aufgaben der Sozialpolitik

2.1 Das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit

2.2 Solidaritätsprinzip

2.3 Subsidiaritätsprinzip

2.4 Selbstverantwortungsprinzip

3. Diskussion der sozialpolitischen Prinzipien am Beispiel der Pflegestärkungsgesetze I – III

3.1 Die Pflegestärkungsgesetze I - III

3.2. Auswirkungen der sozialpolitischen Prinzipien auf die Pflegestärkungsgesetze I – III

4. Fazit und Ergebnisdiskussion

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die Sozialstaatlichkeit und die grundlegenden Prinzipien der Sozialpolitik im Kontext der Pflegestärkungsgesetze I bis III. Ziel ist es, zu untersuchen, wie diese Gesetzesänderungen den Systemwechsel in der Pflege beeinflusst haben und inwiefern sie den Anforderungen an soziale Sicherung, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung gerecht werden.

  • Grundlagen des Sozialstaatsmodells nach Esping-Andersen
  • Die vier Prinzipien der Sozialpolitik: soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Subsidiarität und Selbstverantwortung
  • Strukturelle Neuerungen durch die Pflegestärkungsgesetze I–III
  • Auswirkungen des „Neuen Begutachtungsassessments“ (NBA) auf die Pflegebedürftigkeit
  • Diskussion von Chancen und Risiken der Pflegereformen für Pflegebedürftige und Pflegende

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Pflegestärkungsgesetze I - III

Die Pflegestärkungsgesetze sind gesetzliche Änderungen im Bereich der Pflege zur Verbesserung der Bedingungen der Pflegebedürftigen und der Pflegenden. Es geht unter anderem um Leistungsverbesserungen, einem grundsätzlichen Systemwechsel im Bereich der Pflege, indem der Pflegebedürftigkeitsbegriff neu definiert wird sowie um die Stärkung, Kooperation und Koordination in der Pflegeberatung auf kommunaler Ebene. Die Pflegestärkungsgesetze umfassen drei Gesetze, die ich im Folgenden in den wichtigsten Punkten kurz vorstelle (Richter, R. (2017), S. 20).

Pflegestärkungsgesetz I

Das Pflegestärkungsgesetz I (PSG I) wurde am 01.01.2015 rechtskräftig. Es enthält folgende Neuerungen: Es beinhaltet Leistungsverbesserungen für die Pflegebedürftigen und die pflegenden Angehörigen. Neu sind auch höhere pauschale Zuschüsse zu notwendigen Umbaumaßnahmen, wie z. B. eine barrierefreie Dusche etc. Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (ohne Pflegestufe) können nun Leistungen der Tages- und Nachtpflege nutzen, was zuvor nur bedingt möglich war. Grundsätzlich können Leistungen der Tages- und Nachtpflege und der Kurzzeit- und der neuen Verhinderungspflege flexibler eingesetzt werden. Die Anzahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in den vollstationären Einrichtungen wird erhöht, so dass jedem Pflegebedürftigen diese Leistung zusteht. Die Finanzierung der zusätzlichen Personalkosten erfolgt über die Pflegekassen (gesetzlich und privat). Ein weiterer Punkt ist die Unterstützung von neuen Wohnformen von mindestens drei Pflegebedürftigen und einer Pflegefachkraft (ebd., S. 30).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Sozialstaates angesichts des demografischen Wandels und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, wie die Pflegestärkungsgesetze I-III die sozialpolitischen Prinzipien widerspiegeln.

2. Bedeutung und Entwicklung des Sozialstaates und Aufgaben der Sozialpolitik: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des konservativen Sozialstaatsmodells und detailliert die vier zentralen sozialpolitischen Prinzipien: soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Subsidiarität und Selbstverantwortung.

3. Diskussion der sozialpolitischen Prinzipien am Beispiel der Pflegestärkungsgesetze I – III: Hier werden die Inhalte der drei Gesetze vorgestellt und deren konkrete Auswirkungen im Hinblick auf die zuvor erläuterten sozialpolitischen Prinzipien kritisch diskutiert.

4. Fazit und Ergebnisdiskussion: Das Fazit fasst zusammen, dass die Pflegestärkungsgesetze einen notwendigen Paradigmenwechsel eingeleitet haben, weist jedoch auch auf Herausforderungen wie den Fachkräftemangel und die Ambivalenz bei der stationären Versorgung hin.

Schlüsselwörter

Sozialstaat, Sozialpolitik, Pflegestärkungsgesetze, PSG I, PSG II, PSG III, Pflegebedürftigkeit, Neues Begutachtungsassessment, Solidaritätsprinzip, Subsidiarität, soziale Gerechtigkeit, Pflegeversicherung, demografischer Wandel, ambulante Pflege, Selbstverantwortung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen dem deutschen Sozialstaat und der praktischen Umsetzung der Pflegestärkungsgesetze I bis III unter Berücksichtigung sozialpolitischer Prinzipien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Sozialstaatsmodells, den ethischen und ordnungspolitischen Prinzipien der Sozialpolitik sowie der spezifischen Neuregelung der Pflege durch die Gesetzespakete PSG I, II und III.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Diskussion darüber, ob und wie die Pflegestärkungsgesetze den Anforderungen an eine gerechte, solidarische und subsidiäre Pflege in Deutschland gerecht werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse und Diskussion, bei der sozialpolitische Theorien auf die aktuelle Gesetzgebung der Pflegestärkungsgesetze angewendet werden.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der vier Sozialpolitik-Prinzipien und deren praktische Anwendung in der Diskussion der drei Pflegestärkungsgesetze.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sozialstaat, Solidarität, Pflegebedürftigkeit, Paradigmenwechsel und Pflegereform charakterisiert.

Welche Bedeutung hat das "Neue Begutachtungsassessment" (NBA)?

Das NBA ist der zentrale Mechanismus zur Neudefinition der Pflegebedürftigkeit, der den Fokus von einem rein zeitbasierten Aufwand hin zu einer individuellen Einschätzung der Selbstständigkeit des Menschen verschiebt.

Warum wird die Rolle der Kommunen im PSG III hervorgehoben?

Die Kommunen spielen eine verstärkte Rolle bei der Koordination der Pflegeberatung, um eine wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten und das Ziel "ambulant vor stationär" zu fördern.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Sozialstaatlichkeit und Sozialpolitik am Beispiel der Pflegestärkungsgesetze I - III
Universidad
(International University of Applied Sciences)  (B.A. Soziale Arbeit)
Curso
Hausarbeit
Calificación
1,0
Autor
Hildegard Keck (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
16
No. de catálogo
V903349
ISBN (Ebook)
9783346199201
ISBN (Libro)
9783346199218
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialstaatlichkeit / Sozialpolitik /Pflegestärkungsgesetze
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Hildegard Keck (Autor), 2019, Sozialstaatlichkeit und Sozialpolitik am Beispiel der Pflegestärkungsgesetze I - III, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/903349
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