Akquise- und Vertriebsempfehlungen im Rahmen des Projektes "Senioren als neue Zielgruppe"


Studienarbeit, 2017

30 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise

2. Grundlagen
2.1 Definition Freizeitangebote
2.2 Definition Seniorenmarketing

3. Kommunikationsinstrumente
3.1 Werbeformen
3.2 Medienarbeit
3.3 Publikationen
3.4 Events und Veranstaltungen
3.5 Verbündetenpolitik

4. Arten des Vertriebs
4.1 Direktvertrieb
4.2 Indirekter Vertrieb

5. Fazit
5.1 Ergebnis
5.2 Ausblick

Anhang

Anhangsverzeichnis

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Altersverteilung der Internetnutzer 2006

Abkürzungsverzeichnis

BDD Bundesverband Direktvertrieb Deutschland

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Der Park besteht aus einem napoleonischen Festungsbauwerk, sowie aus 30 Hektar Wald- und Gartenlandschaft mit Spielplätzen, einem Kletterwald, Wasserspiellandschaften und einem kleinen Zoo. Dies bietet den Besuchern eine perfekte Einheit aus Natur, Erholung und Erlebnis.

Die Struktur des Parks weckt vor allem bei jungen Leuten und speziell Familien mit Kindern Interesse. Um die Zukunft zu sichern, muss der Park dem demographischen Wandel angepasst werden. Ältere Menschen haben mehr Freizeit als Erwerbstätige und gestalten diese abwechslungsreicher. Auch ein Besuch im Freizeitpark kann von Interesse sein, wenn dieser auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt ist.

Ob der Park den Anforderungen der älteren Generation entspricht, kann durch eine Zielgruppenanalyse ermittelt werden. Anhand dieser können neue Produktideen entwickelt werden die dann entsprechend umgesetzt und dem Kunden per Vertrieb vermittelt werden.

1.2 Zielsetzung

Ziel dieser Arbeit ist es, Handlungsempfehlungen für den Vertrieb und die Kundenakquise zu entwickeln. Mithilfe dieser soll es dem Park erleichtert werden eine geeignete Strategie für seine Neuausrichtung zu finden und diese umzusetzen. Das langfristige Ziel ist es, den Park in Zukunft für alle Zielgruppen attraktiver zu gestalten und sein Kundenportfolio um die Zielgruppe der Senioren zu erweitern.

1.3 Vorgehensweise

Die Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Nach einer Einleitung sollen im zweiten Kapitel zunächst als Grundlage die Definitionen von „Freizeitangebot“ und „Senioren Marketing“ geliefert werden, um den weiteren Verlauf der Arbeit zu unterstützen.

Darauf aufbauend werden in Kapitel 3 die verschiedenen Kommunikationsinstrumente des Vertriebs zunächst theoretisch erläutert und dann in die Praxis übertragen. Diese Kommunikationsinstrumente müssen strategisch eingesetzt werden, um neue Kunden zu akquirieren.

Daher wird in Kapitel 4 auf die Differenzierung von Direktvertrieb und indirektem Vertrieb eingegangen. Im abschließenden Kapitel 5 werden die Ergebnisse dieser Arbeit nochmals zusammengefasst und es wird ein kurzer Ausblick skizziert.

2 Grundlagen

2.1 Definition Freizeitangebote

Für den Vertrieb eines Produktes, muss man dieses zunächst definieren. Im Falle des Parks ist das Produkt das Freizeitangebot, sowie die Infrastruktur des Parks. Der Gabler Verlag definiert Freizeit wie folgt: „Zeit außerhalb der Arbeitszeit, über deren Nutzung der Einzelne selbst (frei) entscheiden kann“1 Geht man einen Schritt weiter und definiert das Freizeitangebot, so erhält man ebenfalls eine sehr oberflächliche Definition: „Angebot an Möglichkeiten, seine Freizeit mit Aktivitäten auszufüllen.“2 Es wird deutlich, dass der Mensch eine Vielzahl an Möglichkeiten hat, seine Freizeit auszufüllen.

Aus diesen Definitionen lässt sich bereits die Problematik ableiten – jeder Einzelne kann frei entscheiden, wie er seine Freizeit gestalten möchte. Daher muss sich der Park mithilfe von Werbung und Kommunikation in das Bewusstsein seiner gewünschten Zielgruppe rücken.

2.2 Definition Seniorenmarketing

Da der Park sich entschlossen hat ansprechender für die Zielgruppe Senioren zu werden, ist es wichtig das Seniorenmarketing zu definieren. Es gibt verschiedene Definitionen für den Begriff „Seniorenmarketing“. Die Grundaussage aller ist, dass die Strategien gezielt auf ältere Menschen und ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden müssen. Diese Zielgruppe ist sehr groß und nicht homogen, denn nicht alle Senioren sind bereits Rentner.

Seniorenmarketing wird immer wichtiger, da die Bevölkerung immer älter wird und als Folge davon die Zahl der älteren Menschen weiter steigt. Zudem haben Senioren oft eine gute finanzielle Absicherung, eine gute körperliche Verfassung und ein hohes Selbstbewusstsein. Durch viele Unternehmungen und Reisen im Laufe ihres Lebens verfügen sie über einige Vergleichsmöglichkeiten und es ist schwierig ein Produkt neu und interessant zu gestalten und zu präsentieren. Eine professionelle Ansprache soll den potentiellen Kunden im Seniorenalter Anerkennung und Sicherheit vermitteln und sie sollen sich dadurch willkommen und beachtet fühlen. 3 4 5

3 Kommunikationsinstrumente

Für touristische Güter ist der Vertrieb besonders wichtig, da keine zwingende Notwendigkeit besteht touristische Leistungen in Anspruch zu nehmen. Im Folgenden werden nun die verschiedenen Kommunikationsinstrumente in ihrer Theorie beschrieben und das Wissen anschließend auf den Park transferiert.

3.1 Werbeformen

Um einen zielgruppenorientierten Vertrieb zu entwickeln, muss man verschiedene Formen der Werbung und Kundenakquise nutzen. Zu diesen Werbeformen zählen Print-Anzeigen, Radio-, TV- und Kinospots, Aufkleber, Plakatwerbung, Beilagen in Zeitungen, sowie Give-Aways.6 7 Darüber hinaus kann man durch Sponsoring, das Ausrichten von besonderen Events (Ostern, Halloween, Tag der offenen Tür etc.) oder auch den Besuch von Messen auf sein Unternehmen oder sein Produkt aufmerksam machen.8 Besonders wichtig ist es dabei, dass man das Ziel der Werbung und die betroffenen Marktsegmente immer vor Augen hat um einen optimalen Mix der Werbeformen zu garantieren.9

Für den Park bedeutet dies vor allem ein Freizeit- und Gesellschafts orientiertes Tourismus Marketing zu betreiben. Die Möglichkeiten des Parks müssen mit dem Interesse der verschiedenen Kundengruppen in Einklang gebracht werden. Es ist wichtig eine Ausgewogenheit in den Angeboten herzustellen. Die Vorzüge für die anvisierte Zielgruppe müssen dabei besonders herausgestellt und beworben werden, um diese zu begeistern und für das Produkt zu interessieren.

Die Schwierigkeit besteht auch hier darin, dass Senioren nicht klar in eine Zielgruppe zusammenfassen lassen (siehe Kapitel 2.2). Daher muss der PARK breit aufgestellt sein und sowohl Kulturtourismus, aber auch Sport- und Erholungstourismus anbieten. Die Gegebenheiten für diese Vermarktung sind in Grundzügen gegeben, es ist nun notwendig diese richtig zu kommunizieren.10

3.2 Medienarbeit

Zur Medienarbeit in der Kommunikationspolitik zählen die audiovisuellen Medien wie Fernsehen und Internet, sowie das Radio. Im Folgenden werden zunächst die Einsatzgebiete und die Vor- und Nachteile der einzelnen Medien erläutert, bevor die Einsatzmöglichkeiten für den Park herausgearbeitet werden.

Die häufigste Informationsquelle ist der Fernseher11, weshalb dieses Kommunikationsintrument als erstes betrachtet wird. Mit seiner akustischen und optischen Kundenansprache spricht Werbung im TV verschiedene Sinne an, was zu einer hohen Wahrnehmung und Aufmerksamkeit des Kunden führt. Die Reichweite ist bei TV-Spots sehr groß und es ist möglich Spots zu bestimmten Zeiten zu schalten um eine Bestimmte Zielgruppe zu erreichen. Ist die Zielgruppe der Senioren relevant um sein Produkt zu vermarkten, kann man Spots speziell nachmittags oder am Vorabendprogramm zwischen Sendungen wie „ Sturm der Liebe“ oder der „ Lindenstraße“ schalten. Dem positiven Werbeeffekt stehen allerdings enorm hohe Kosten für Produktions- und Sendezeit gegenüber. Darüber hinaus muss eine hohe Frequenz der Werbung gesichert sein, denn Spots werden oft nur flüchtig wahrgenommen.12 13 14

Für den Park ist dieses Medium daher nicht sinnvoll, da keine finanziellen und personellen Kapazitäten vorhanden sind, um einen positiven Werbeeffekt zu generieren.

Ein weitaus vielversprechenderes Medium ist das Radio. Durch seine weite Verbreitung in Haushalten und Fahrzeugen, ist es möglich eine große Zielgruppe anzusprechen. Dieser Massengebrauch generiert eine große Reichweite der produzierten Spots. Die Produktion von Radio-Spots ist mit einem Kostenaufwand zwischen 200-500€ relativ erschwinglich. Nachteilig ist allerdings, dass hier ein geringer Aufmerksamkeitsgrad der potenziellen Kunden herrscht, da diese nicht aktiv Radio hören. Wählt man die Sender jedoch sorgfältig aus und sendet seine Spots mit hoher Frequenz ist dieses Medium durchaus vielversprechend.

Der Park kann diese Art des Vertriebs in Betracht ziehen, da die Kosten überschaubar sind. Es besteht die Möglichkeit nur auf lokale Sender zurückzugreifen und somit zielgruppenorientiert zu werben. Darüber hinaus eignet sich Radiowerbung hervorragend um Aktionen oder Events zu bewerben. Diese regionale und zeitlich eingegrenzte Werbung ist sinnvoll für den PARK, da eine dauerhafte Radiowerbung nicht finanzierbar ist, so aber trotzdem potenzielle Besucher für Veranstaltungen oder Specials angeworben werden können. Durch die spezielle Struktur der Zielgruppe der Senioren besteht die Gefahr, dass nicht die gesamte gewünschte Zielgruppe erreicht wird.15 16 17 18 Potentielle Sender für Spots des PARK sind Radio Rur (Düren), Radio Erft (Wesseling), NE-WS (Neuss), WDR 2, WDR 4 und WDR 5.19 20

Zuletzt wird nun das Kommunikationsintrument Internet vorgestellt. Durch die globale Verfügbarkeit und eine dauerhafte Erreichbarkeit kann hier die größte Reichweite generiert werden. Für den Anbieter ist dies ein besonderes Instrument, da Anzeigen ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand aktualisiert und geändert werden können. Die Anzeigen im Internet müssen zur Unternehmens-Website passen. Hier ist eine gute Struktur, leichte Navigation und eine kurze Ladezeit ebenso von Vorteil, wie die Angabe einer Kontakt-Email oder die Möglichkeit des Direktvertriebs. Entscheidet man sich für die Kommunikation im Internet sollte man beachten, dass hier der Anwender entscheidet, welche Informationen er erhalten möchte und sich diese auch selbst besorgen kann. Anzeigen sollten daher exakt auf die Zielgruppe zugeschnitten werden und durch Suchmaschinenoptimierung gut platziert werden.21

Die Werbung im Internet ist für den Park sehr attraktiv, da Anzeigen für spezielle Events, aber auch für den normalen Tagesbetrieb geschaltet werden können. Durch die einfache Produktion eines solchen Werbebanners oder Pop-Up’s sinken die Produktionskosten und es ist mehr Geld für den Vertrieb vorhanden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Altersverteilung der Internetnutzer 2006

Quelle: Aktuelle_Branchenthemen_-_Vertrieb_Internet, S. 3 Grafik Abbildung 72

Wie in der Grafik zu erkennen ist, sind 24% der Internetnutzer über 50Jahre alt und bilden somit die relevante Zielgruppe der Senioren. Auch hier sollte man die Unterschiede in der Struktur der Zielgruppe beachten – nicht alle Senioren besitzen einen Internetzugang. Es existieren verschiedenste Websites, auf denen man kostenfrei Mitglied werden kann oder Anzeigen schalten lassen kann. Generell empfiehlt es sich für den PARK mit den Betreibern Kontakt aufzunehmen und die kostengünstigste Möglichkeit herauszuarbeiten. Potenzielle Websites sind www.webseiten-fuer-senioren.de, www.feierabend.de, senioren-ratgeber.de oder auch www.wunderbare-enkel.de. All diese Seiten sind gut im Internet zu finden und lassen entsprechende Anzeigen auf ihren Seiten zu.

3.3 Publikationen

Die Publikation in Zeitungen und Zeitschriften kann eine gute Werberesonanz hervorrufen.

Zeitungen vermitteln dem Leser eine gewisse Seriosität und Glaubwürdigkeit und decken den lokalen Markt optimal ab. Allerdings ist die Druckqualität oft minderwertig und die Aktualität sehr kurzlebig. Anzeigen müssten jeden Tag oder jede Woche neu inseriert werden, um den gewünschten Effekt zu erzeugen. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass Zeitungen die zweitwichtigste Informationsquelle der Bevölkerung sind22 und dadurch eine hohe Kundenerreichbarkeit gesichert ist.

Zeitschriften weisen geographisch und demographisch eine starke Selektivität auf, haben eine gute Druckqualität und sprechen sowohl Stamm- als auch Laufkundschaft an. Da sie oft nur 14-tägig oder monatsweise erscheinen haben sie eine lange Lebenszeit und der Kunde liest sie womöglich mehrmals. Eine präzise Zielgruppenansprache ist hier sehr gut möglich, da viele Zielgruppen auf bestimmte Zeitschriften positiv reagieren. Das beste Beispiel hierfür sind ältere Damen und Zeitungen wie „Adel aktuell“ oder auch die Apothekenrundschau.

Eine dritte Möglichkeit ist es, den Zwischenweg zu wählen und Broschüren oder Prospekte zu vertreiben. Diese können kostengünstig und flexibel hergestellt, sowie weitläufig und kostengünstig distribuiert werden. Broschüren sind hochwertig, vermitteln eine Corporate Identity und zeigen komprimiert die Leistungen des touristischen Produktes auf. Es ist möglich diese kostenfrei in verschiedenen Ämtern, Krankenkassen, Heimen, Krankenhäusern, Cafés auszulegen oder auch in Zeitungen oder Zeitschriften als Beilage einzufügen.23 24 25 26

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Publikation von Anzeigen in Printmedien, wie Zeitungen, Zeitschriften oder Prospekten und Broschüren für den Park sehr sinnvoll ist. Die Zielgruppe kann hier sehr klar ausgewählt und angesprochen werden. Es ist sogar möglich Spezialprospekte für eine gesonderte Ansprache oder saisonale Aktivitäten zu produzieren und zu vertreiben. Die Ansprache der Zielgruppe Senioren sollte beispielsweise eine größere Schrift, wenig Anglizismen und viele Bilder und wenig Text enthalten, um ansprechend zu wirken. Anzeigen sind vielfältig und können durch Coupons oder Gutscheine auch Response-Charakter haben. Zeitungen könnten enge Kooperationspartner werden. Es ist empfehlenswert auch Vertriebspartner wie die „Apotheken-Rundschau“, Seniorenratgeber, Krankenkassen und TV-Magazine zu gewinnen. Prospekte können überall ausgelegt werden, wo Senioren eine hohe Frequenz haben – dies können Kindergärten, Bäcker, Apotheken, Seniorenheime, Friseure oder auch Turnvereine und Kirchenvereine sein. Der größte Vorteil an diesen Publikationen sind die geringen Gesamtkosten, da der PARK kein großes Budget für seine Vertriebspolitik zur Verfügung hat.

3.4 Events und Veranstaltungen

Ein äußerst wichtiges Instrument der Kommunikationspolitik ist das Ausrichten von Veranstaltungen, sowie das Besuchen ebendieser. Vor allem für die externe PR ist dies sehr wichtig, da dort Kontakte zu Kooperationspartnern, Konkurrenz, Vereinen, Verbänden oder auch Medien geknüpft werden können. Außerdem kann man sich bei der Teilnahme an Veranstaltungen, wie Messen, Informationen über momentane und zukünftige Trends, den momentanen Markt und die Konkurrenz beschaffen.27

Zunächst soll die Notwendigkeit der Teilnahme an externen Veranstaltungen erklärt werden. Zu diesen gehören beispielsweise Touristik- und Freizeitmessen, aber auch ortsansässige Events wie Stadtfeste. Oft haben solche Veranstaltungen einen gewissen Marktcharakter, da der direkte Kontakt zwischen dem Kunden / Kooperationspartner und dem Aussteller besteht. Die Teilnahme dient der Image- und Produktwerbung und so langfristig der Verkaufsförderung. Entscheidet man sich für die Teilnahme, ist eine gute Vorbereitung essentiell wichtig. Prospekt- und Informationsmaterial, sowie Give-Aways sollten in das aktuelle Marketingkonzept passen und man sollte nicht versäumen die Teilnahme den Vertriebspartnern, potentiellen Kunden und der Presse bekanntzugeben. Bevor man diese Schritte einleitet, muss zunächst intern entschieden werden, an welchen Veranstaltungen teilgenommen wird, da die Palette sehr weit gefächert ist.28 29

Für den Park erscheint die Teilnahme an größeren Messen nur sinnvoll, wenn man sich mit anderen lokalen Anbietern zusammenschließt und man unter einer Dachmarke auftritt. Der PARK hat zum einen kein großes Budget um mit einem auffälligen und repräsentativen Stand aufzutreten und zum anderen kein Fachpersonal, um diesen Stand zu betreuen. Für die Vorbereitung und Organisation einer solchen Werbemaßnahme sind viele Ressourcen, um einen erfolgreichen Messeablauf garantieren zu können. Ein gelungener Messebesuch würde den Bekanntheitsgrad des PARK steigern und bietet Möglichkeit Kooperationspartner zu finden. Mögliche Messen im Hinblick auf die Zielgruppe der Senioren wären beispielsweise die „Siegburg Gesund“, „50 plus- Freude am Leben“ oder die „50 plus Beurs Utrecht“. Dort können durch Umfeld- und Marktanalysen auch neue Erkenntnisse und Produktideen für den PARK gewonnen werden.

Das Ausrichten von Events ist sehr wichtig für die Akquise von Kunden. Definiert werden diese bei Freyer wie folgt: „Aus touristischer Sicht meinen Events speziell arrangierte Veranstaltungen für Einheimische und Ortsfremde, die – auch- von touristischer Attraktivität sind, bis hin zum Event- Tourismus, wo Events zum Hauptmotiv einer Reise werden.“30 Diese Events werden bewusst vom Veranstalter gesteuert um das Produkt zu inszenieren und eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen. Mit ihrer großen Vielfalt bieten sich Events als optimale Kommunikationsplattform an und bieten dem Besucher eine Erweiterung des touristischen Angebotes. Der Veranstalter kann kulturelle, sportliche, gesellschaftspolitische, soziale oder auch natürliche Events konzipieren und seinen Kunden anbieten. Ein optimaler Mix und altersgruppenübergreifende Events haben die Erhöhung der Bekanntheit und Attraktivität der Destination für Besucher zufolge. Dies drückt sich in erhöhten Besucherzahlen aus und dient zusätzlich der Entwicklung und Förderung von Standort- und Wirtschaftsfaktoren. Wenn bei dem Veranstalten von Events lokale Partner beteiligt werden, können die Mittel der Destination gewinnbringend gebündelt werden.31 32

Der Park bietet seinen Kunden bereits einige Events an, jedoch sind diese nicht auf die Zielgruppe der Senioren ausgerichtet. Mit der vorhandenen Infrastruktur können die Möglichkeiten des Parks besser genutzt werden. Es ist möglich in dem Restaurant zusätzlich zu regelmäßigen Kaffetafeln auch einen „Tanztee“, „Schlager-Mitsing Abende“ oder besondere Veranstaltungen wie „Krimi-Dinner“ und „Spiele-Abende“ zu veranstalten. Altersübergreifend können spezielle Enkel-Tage mit Familien Picknicks und gemeinsamen Aktionen (basteln, Theater, Vorlesungen) für Großeltern und Enkel angeboten werden. Ein weiteres Highlight könnten an Senioren angepasste Wettbewerbe sein, beispielsweise ein Mini-Marathon, Rollatoren-Parcours oder Quizduelle. Um all dies realisieren zu können muss zunächst durch Analysen ermittelt werden, an welchen Tagen Veranstaltungen am besten terminiert werden sollten. Als Kooperationspartner dafür könnten Krankenkassen, Seniorenheime, wie das Caritas-Altenheim Sankt Hildegard oder die Wohnanlage „An der Zitadelle“ gewonnen werden.

[...]


1 Vgl. Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Freizeit, online im Internet: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/55238/freizeit-v5.html (Stand: 18.8.15)

2 http://www.duden.de/rechtschreibung/Freizeitangebot (Stand: 18.8.15)

3 Vgl. Bastian / Born / Dreyer (2000) S. 180f.

4 Vgl. Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Senioren-Marketing, online im Internet: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/611744036/senioren-marketing-v4.html (Stand: 18.8.15)

5 Vgl. http://www.senioren-marketing.net/html/definition_seniorenmarketing-1.html (Stand: 18.8.15)

6 Vgl. PDF: 1.2. Die wichtigsten Punkte eines Businessplanes Aufsatz

7 Vgl. Bieger (1997) S. 217

8 Vgl. Freyer (2009) 351-357

9 Vgl. Luft (2001) S. 251

10 Vgl. Freyer (2009) S.320 - 323

11 Vgl. Bastian / Born / Dreyer (2000) S. 183

12 Vgl. Bastian / Born / Dreyer (2000) S. 186-187

13 Vgl. Luft (2001) S. 258

14 Vgl. Kotler (1994) S.217—218

15 Vgl. PDF: Dipl. S. 18-20

16 Vgl. Luft (2001) S. 258

17 Vgl. Kotler (1994) S. 219

18 Vgl. Freyer (2001) S. 589/590

19 Vgl. http://radionrw.de/nrw-lokalradios/sendegebiet.html (Stand: 18.8.15)

20 Vgl. http://radio.frequence-radio.com/radiofrequenzen-j%C3%BClich.html (Stand: 18.8.15)

21 Vgl. Luft (2001) S. 259- 260

22 Vgl. Bastian / Born / Dreyer (2000) S. 183

23 Vgl. Kotler (1994) S. 217- 226

24 Vgl. Freyer (2001) S. 578 / 589

25 Vgl. Luft (2001) S.248 / 254-257

26 Vgl. Bastian / Born / Dreyer (2000) S. 189

27 Vgl. Freyer (2001) S. 572

28 Vgl. Freyer (2009) S. 351 /353-354

29 Vgl. Luft (2001) S. 265 /266

30 Freyer (2001) S. 605

31 Vgl. Bieger (1997) S.225

32 Vgl. Freyer (2001) S. 578 / S.590 / S. 605-607

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Akquise- und Vertriebsempfehlungen im Rahmen des Projektes "Senioren als neue Zielgruppe"
Note
1,7
Jahr
2017
Seiten
30
Katalognummer
V903798
ISBN (eBook)
9783346206596
ISBN (Buch)
9783346206602
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tourismus, Tourismusmarketing, Senioren, Zielgruppe, Best-Ager, Destinationsmarketing
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Akquise- und Vertriebsempfehlungen im Rahmen des Projektes "Senioren als neue Zielgruppe", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/903798

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Akquise- und Vertriebsempfehlungen im Rahmen des Projektes "Senioren als neue Zielgruppe"



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden