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Die Freund-Feind-Unterscheidung

In „Der Begriff des Politischen“ von Carl Schmitt

Titre: Die Freund-Feind-Unterscheidung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2005 , 18 Pages

Autor:in: Petra Dutt (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Carl Schmitt war einer der führenden Staatsrechtler seiner Zeit. Dennoch oder wohl gerade deshalb war er nicht unumstritten. So hatte er in seiner Stellung selbstverständlich nicht nur Freunde und Unterstützer. Denn Schmitt nutzte gerne Polemik, um seinen Worten Ausdruck zu verleihen und galt zumindest bei seinen Bewunderern und Schülern als „Künstler der Begriffschöpfung bis zur Wortzauberei“. Seine Kritiker würden diesen Satz jedoch nicht unbedingt unterschreiben.
Auf die stark kontroversen Reaktionen zum Staatsrechtler, Autor und womöglichen Nationalsozialist Carl Schmitt werde ich im vierten Kapitel dieser Arbeit „Carl Schmitt – Die Freund-Feind-Unterscheidung“ noch näher eingehen. Zuvor, im nächsten Abschnitt, ein kurzer Überblick über das Leben des Carl Schmitt. Im eigentlichen Hauptteil, dem dritten Kapitel, wende ich mich dann einer von Schmitts Schriften zu: `Der Begriff des Politischen´ von 1932. Mit ihr sollte nach Schmitts Vorwort von 1963, ein „Rahmen für bestimmte rechtswissenschaftliche Fragen abgesteckt werden“.
Schmitt selbst sah sich mit seinem Werk eher als Theoretiker denn als (politischer) Philosoph und hatte für sich den Anspruch als Jurist an andere Juristen zu schreiben. Dennoch wurden seine Ideen nicht nur von Juristen aufgenommen, sondern auch politische Strömungen aller Couleur machten sie sich zu Eigen. Je nach Situation und Haltung wurden seine Vorstellungen mal in die eine und mal in die andere Richtung interpretiert.
Die Widersprüchlichkeit, die ihn und seine Schriften umgibt möchte ich im Folgenden mit dieser Arbeit versuchen exemplarisch aufzuzeigen. Geboren wurde Carl Schmitt am 11. Juli 1888 in Plettenberg (Westfalen). Er wuchs in einem stark katholisch-konservativ geprägten Elternhaus auf und war der erste seiner Familie, der das Gymnasium und die Universität besuchte. Eine`Traumkarriere´ für den Sohn eines Kaufmanns aus einer Kleinstadt. Schmitt schloss sein Studium der Staats- und Rechtswissenschaften, das ihn nach Berlin, München und Straßburg führte mit der Promotion 1910 ab. Die Habilitation über den Wert des Staates und die Bedeutung des Einzelnen folgte im Jahr 1916. Als Professor für Öffentliches Recht arbeitete Schmitt seit 1922 an der Universität Bonn. Er galt zu seiner Zeit als Vordenker einer neuen, antipositiv eingestellten konservativ-revolutionären Staatswissenschaft.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Kurze Biographie des Carl Schmitt

3) Der Begriff des Politischen

3.1 Die Freund-Feind-Unterscheidung

3.2 Der Ausnahmefall und die Normalität

3.3 Die Souveränität und das `ius belli´

3.4 Legitimität eines Krieges

3.5 Pluralismus der Staatenwelt und der Begriff der Menschheit

3.6 Die Anthropologie des Carl Schmitt

3.7 Das `Politisch werden´ bei Carl Schmitt

3.8 Carl Schmitt und seine Stellung zum Liberalismus

4) Reaktionen zu Carl Schmitt

4.1 Kritik zum Begriff des Politischen und Carl Schmitt

4.2 Neutrale bis zustimmende Reaktionen

4.3 Reaktionen zu Carl Schmitt und die Zeit des Nationalsozialismus

5) Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den zentralen theoretischen Ansatz von Carl Schmitt, insbesondere die Freund-Feind-Unterscheidung in seiner Schrift „Der Begriff des Politischen“ von 1932, und analysiert die damit verbundene Rezeptionsgeschichte sowie die Rolle Schmitts während der Zeit des Nationalsozialismus.

  • Die begriffliche Bestimmung des Politischen als spezifische Freund-Feind-Unterscheidung.
  • Die Verknüpfung von Souveränität, Ausnahmezustand und dem Recht zur Kriegführung (ius belli).
  • Die anthropologischen Grundlagen und die kritische Distanz Schmitts zum Liberalismus.
  • Die kontroverse Aufnahme und wissenschaftliche Debatte um Carl Schmitt in Deutschland und international.
  • Die Rolle Schmitts im politischen System des Nationalsozialismus und die Kritik an seiner wissenschaftlichen Integrität.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Freund-Feind-Unterscheidung

Carl Schmitt kreist in `Der Begriff des Politischen´ immer um das für ihn entscheidende Kriterium für das Politische, die „Unterscheidung von Freund und Feind“. Sie ist für Schmitt „die spezifische politische Unterscheidung, auf welche sich die politischen Handlungen und Motive zurückführen lassen“. Diese Unterscheidung erst legitimiert eine politische Einheit, denn solange ein Feind existiert, ist der Bestand eben dieser gefährdet. Doch was stellt diese Unterscheidung dar? Darauf gibt Schmitt folgende Antwort, „die Unterscheidung von Freund und Feind hat den Sinn, den äußersten Intensitätsgrad einer Verbindung oder Trennung, einer Assoziation oder Dissoziation zu bezeichnen“. Diese Unterscheidung stellt quasi den Ausgangs- und Endpunkt seiner Theorie zugleich dar, die historische Basis allen Politischen, den roten Faden.

Im weiteren Text geht Schmitt dann noch genauer auf die Art und Weise dieser Unterscheidung zwischen Freund und Feind ein, in dem er schreibt, „dass sie weder auf einem jener anderen Gegensätze oder auf mehreren von ihnen begründet, noch auf sie zurückgeführt werden kann“. Damit betont er die Selbständigkeit dieser Unterscheidung von anderen Sachgebieten wie der Moral oder der Ästhetik: „Der politische Feind braucht nicht moralisch böse, er braucht nicht ästhetisch hässlich zu sein“. Was zeichnet den Feind aber dann aus? Hierauf antwortet er, dass der Feind „eben der andere, der Fremde“ ist und „dass im extremen Fall Konflikte mit ihm möglich sind“. Schmitts Feindbegriff ist also weder geistig noch normativ bestimmt. Wobei nicht jeder fähig oder befugt ist diese Unterscheidung zu treffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Person Carl Schmitts, seine Bedeutung als Staatsrechtler und die Ambivalenz seines Werks ein, das Gegenstand einer kritischen Untersuchung ist.

2) Kurze Biographie des Carl Schmitt: Dieser Abschnitt skizziert den Lebensweg Schmitts, seine akademische Laufbahn und seine Isolation nach 1947.

3) Der Begriff des Politischen: Dieses Kapitel analysiert das Hauptwerk Schmitts, in dem er den Staat, das Politische und die Freund-Feind-Unterscheidung theoretisch begründet.

4) Reaktionen zu Carl Schmitt: Hier werden die vielfältigen und oft kontroversen Kritiken an Schmitts Theorie sowie seine politische Rolle im Nationalsozialismus beleuchtet.

5) Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die anhaltende Uneinigkeit über Schmitts Werk zusammen und reflektiert über seine Rezeption in der Bundesrepublik.

Schlüsselwörter

Carl Schmitt, Freund-Feind-Unterscheidung, Begriff des Politischen, Souveränität, ius belli, Ausnahmezustand, Liberalismus, Staatswissenschaft, Nationalsozialismus, Dezisionismus, politische Einheit, Anthropologie, Existenzialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Theorie von Carl Schmitt, insbesondere seinem einflussreichen und umstrittenen Werk „Der Begriff des Politischen“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Freund-Feind-Unterscheidung, die Natur des Staates, das Verhältnis von Politik zu anderen Lebensbereichen wie Moral oder Religion sowie die Auseinandersetzung mit dem Liberalismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die widersprüchliche Natur von Schmitts Schriften aufzuzeigen und seine theoretischen Konzepte in den Kontext der zeitgenössischen Kritik sowie seiner politischen Rolle im Nationalsozialismus einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Literatur- und Theorieanalyse, um Schmitts Argumente anhand seiner Originalschriften und der darauf folgenden Sekundärliteratur aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert der Freund-Feind-Unterscheidung, dem Ausnahmezustand, der Souveränität und der pessimistischen Anthropologie, die Schmitts gesamtes Theoriegebäude trägt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Freund-Feind-Unterscheidung, Souveränität, ius belli, Ausnahmezustand und Dezisionismus.

Warum spielt der Begriff des „Ernstfalls“ eine so zentrale Rolle bei Schmitt?

Für Schmitt offenbart sich das Wesen der Politik erst im Ausnahmezustand oder Krieg, da hier die existenzielle Entscheidung über Freund und Feind zwingend getroffen werden muss.

Wie bewertet Schmitt die liberale Demokratie?

Schmitt steht dem Liberalismus ablehnend gegenüber, da er diesem vorwirft, durch eine Betonung von Diskussion und Kompromiss den „politischen Ernst“ und die notwendige politische Einheit zu verwässern.

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Titre
Die Freund-Feind-Unterscheidung
Sous-titre
In „Der Begriff des Politischen“ von Carl Schmitt
Université
University of Regensburg
Auteur
Petra Dutt (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
18
N° de catalogue
V90505
ISBN (ebook)
9783638047838
ISBN (Livre)
9783638944236
Langue
allemand
mots-clé
Freund-Feind-Unterscheidung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Petra Dutt (Auteur), 2005, Die Freund-Feind-Unterscheidung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90505
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Extrait de  18  pages
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