Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Einflussfaktoren, Preisgrenzen und Ausübungsmöglichkeiten von Aktienoptionen. Ferner wird die so genannte Put-Call-Parität untersucht, die sich mit der Frage befasst, inwieweit ein Zusammenhang zwischen dem Preis eines Calls, dem eines Puts und dem Underlying besteht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Einflussfaktoren des Optionspreises
2.1 Der Tageskurs einer Aktie
2.2 Der Basispreis
2.3 Die Laufzeit (Time to Maturity)
2.4 Die Volatilität des Aktienkurses
2.5 Der risikofreie Zins
2.6 Die für die Laufzeit der Option erwarteten Dividenden
3 Obere und untere Grenzen für die Preise von Optionen
3.1 Obergrenzen von Optionen auf dividendenlose Aktien
3.1.1 Obergrenzen amerikanischer oder europäischer Calls
3.1.2 Obergrenzen amerikanischer oder europäischer Puts
3.2 Untergrenzen von Optionen auf dividendenlose Aktien
3.2.1 Untergrenze eines Europäischen Calls
3.2.2 Untergrenze eines Europäischen Puts
3.3 Untergrenzen von Optionen dividendenzahlender Aktien
4 Die Put-Call-Parität
5 Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung Amerikanischer Optionen
5.1 Calls auf dividendenlose Aktien
5.2 Calls auf dividendenzahlende Aktien
5.3 Puts auf dividendenlose Aktien
5.4 Puts auf dividendenzahlende Aktien
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die theoretischen Rahmenbedingungen von Aktienoptionen, mit einem besonderen Fokus auf die Einflussfaktoren der Preisbildung, die Bestimmung von Preisober- und -untergrenzen sowie die Gültigkeit der Put-Call-Parität. Dabei wird untersucht, unter welchen Bedingungen eine vorzeitige Ausübung bei amerikanischen Optionen ökonomisch sinnvoll ist.
- Grundlegende Einflussfaktoren auf den Optionspreis
- Arbitragefreie Preisgrenzen für Optionen
- Anwendung und Limitationen der Put-Call-Parität
- Entscheidungskriterien für die vorzeitige Ausübung amerikanischer Optionen
Auszug aus dem Buch
2.4 Die Volatilität des Aktienkurses
Die Volatilität wird i.d.R. in Form der Standardabweichung der Aktienrendite ausgedrückt. Sie gibt die Häufigkeit und Intensität von Kursschwankungen eines Basiswertes während eines bestimmten Zeitraumes an und beschreibt folglich den Grad der Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Aktienkursentwicklungen. Da die zukünftige Volatilität des Basiswertes naturgemäß nicht berechnet werden kann, bilden sich die einzelnen Marktteilnehmer auf Basis historischer Volatilitäten eine Meinung über die Zukunft.
Steigt die Volatilität einer Aktie, so erhöht sich gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass die Option sich während der Laufzeit für den Inhaber vorteilhaft entwickelt. Dies ist damit zu begründen, dass der Inhaber eines Calls zwar von erhöhten Aktienkurszuwächsen partizipieren kann, das Risiko im Falle eines Kursverfalls hingegen begrenzt ist (siehe Einleitung). Puts verhalten sich bzgl. der Aktienkursentwicklungen genau entgegengesetzt. Demnach steigt der Wert einer Option, unabhängig davon, ob es sich um einen Call oder Put handelt, mit zunehmender Volatilität.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Aktienoptionen als derivat Finanzinstrumente und Abgrenzung des thematischen Rahmens der Arbeit.
2 Einflussfaktoren des Optionspreises: Darstellung der sechs zentralen Variablen, welche den fairen Wert einer Option bestimmen, einschließlich innerer Wert und Zeitwert.
3 Obere und untere Grenzen für die Preise von Optionen: Herleitung theoretischer Preisgrenzen, um Arbitragemöglichkeiten bei Abweichungen vom Marktpreis zu identifizieren.
4 Die Put-Call-Parität: Erläuterung des fundamentalen Zusammenhangs zwischen den Preisen von Call- und Put-Optionen bei gleichem Basiswert und Basispreis.
5 Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung Amerikanischer Optionen: Untersuchung, wann eine vorzeitige Ausübung gegenüber der Option bis zur Fälligkeit vorteilhaft ist, unter Berücksichtigung von Dividenden und Zinsen.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Anwendbarkeit theoretischer Modelle in der Praxis unter Berücksichtigung empirischer Studien.
Schlüsselwörter
Aktienoptionen, Optionspreis, Basispreis, Volatilität, Put-Call-Parität, Arbitrage, Europäische Optionen, Amerikanische Optionen, Frühe Ausübung, Dividenden, Finanzderivate, Risikofreier Zins, Zeitwert, Innerer Wert, Absicherung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit behandelt die grundlegenden theoretischen Eigenschaften und Bewertungsmechanismen von Aktienoptionen sowie deren praktische Anwendung im Rahmen der Portefeuille- und Kapitalmarkttheorie.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Determinanten des Optionspreises, die Herleitung von Arbitrage-Grenzen, die Put-Call-Parität sowie die Entscheidungskriterien bei der Ausübung amerikanischer Optionen.
Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?
Es wird untersucht, welche Einflussfaktoren den Preis einer Option bestimmen und wie sich die theoretischen Wertgrenzen sowie die Ausübungslogik auf das Verhalten von Marktteilnehmern auswirken.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?
Es wurde eine theoretisch-deduktive Methode gewählt, bei der mathematische Zusammenhänge und No-Arbitrage-Bedingungen auf Basis finanzwirtschaftlicher Standardliteratur (wie Hull) analysiert wurden.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil besonders im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der sechs Preisfaktoren, die mathematische Herleitung von Preisgrenzen für verschiedene Optionstypen und die Prüfung der vorzeitigen Ausübung von Optionen.
Was sind die charakteristischen Merkmale der Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch eine strukturierte Ableitung von Ungleichungen für Call- und Put-Preise und die präzise Differenzierung zwischen europäischen und amerikanischen Optionen aus.
Warum ist die Volatilität entscheidend für den Preis einer Option?
Da das Risiko bei Optionen für den Käufer auf die gezahlte Prämie begrenzt ist, profitiert dieser überproportional von starken Kursausschlägen des Basiswertes nach oben, weshalb eine höhere Volatilität den Wert der Option steigert.
Welchen Einfluss haben Dividenden auf die Bewertung von Optionen?
Die Ausschüttung von Dividenden mindert den Aktienkurs am Ex-Dividendentag, was den Wert von Call-Optionen negativ und den Wert von Put-Optionen positiv beeinflusst.
Ist die Put-Call-Parität auch auf amerikanische Optionen anwendbar?
Nein, die Put-Call-Parität gilt in ihrer hergeleiteten Form explizit für europäische Optionen, da bei amerikanischen Optionen die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung diesen direkten Zusammenhang erschwert.
Unter welchen Umständen ist eine vorzeitige Ausübung bei amerikanischen Puts sinnvoll?
Eine vorzeitige Ausübung kann sinnvoll sein, wenn der Put tief "im Geld" ist und die Zinserträge aus der vorzeitigen Einnahme des Basispreises attraktiver erscheinen als das Warten auf die Fälligkeit.
- Quote paper
- Diplom-Kaufmann Frederic Waterstraat (Author), 2005, Eigenschaften von Aktien-Optionen - Portefeuille- und Kapitalmarkttheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90533