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Country of Origin und seine affektive Komponente

Darstellung des Konstruktes und Ableitung von Marketingimplikationen für den Automobilbereich

Title: Country of Origin und seine affektive Komponente

Seminar Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Armin Bieler (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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In der Literatur wird von dem Country-of-Origin oder „made in“ Phänomen gesprochen (Papadopoulos und Heslop, 1992, S. 8). Dieses Phänomen oder Effekt ist Teil eines kompletten Produktimages, bestehend aus mehreren Produkteigenschaften und wo unter anderem auch das Herkunftsland als einflussreiche Eigenschaft bei der Beurteilung angesehen wird.
Welche Rolle dies bei der Produktbeurteilung und der Kaufentscheidung des Konsumenten spielt, soll diese Arbeit und speziell für den Automobilbereich untersuchen.
Drei verschiedene Einflüsse können bei der Produktbeurteilung und Kaufentscheidung auf den Konsumenten einwirken. Aber besondere Beachtung findet in dieser Arbeit der affektive Einfluss aus dem Country-of-Origin Konstrukt, neben dem kognitiven und normativen Einfluss.
Zu Beginn der Arbeit werden die drei Komponenten bzw. die erwähnten Einflüsse des Country-of-Origin Effektes vorgestellt und erläutert. Weiterhin folgt in diesem Abschnitt eine Einordnung des Konstruktes, in dem es kategorisiert, die Art und Weise der Wahrnehmung durch den Konsumenten betrachtet und die Bedeutung des „Made in“ Images dargestellt wird.
Im Abschnitt 3 wird die Bedeutung, Entwicklung und Probleme des Country-of-Origin Phänomens im Zusammenhang mit der Globalisierung betrachtet.
Ziel der Arbeit soll sein, am Ende Marketingimplikationen für den Automobilbereich aus den affektiven Einfluss abzuleiten. Deshalb wird zuvor im vierten Abschnitt die Bedeutung des Country-of-Origin-Effektes für den Automobilbereich dargestellt. Um folgend dann im fünften Abschnitt an zwei Beispielen abgeleitete Marketingimplikationen für die Nutzung des affektiven Einflusses im Automobilbereich zu beschreiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Einordnung und Komponenten des Country of Origin Konstruktes

2.1. Einordnung des Country of Origin Effektes

2.2. Affektive Komponente

2.3. Kognitive Komponente

2.4. Normative Komponente

2.5. Kritikpunkte am Country-of Origin-Effekt

3. Country of Origin und Globalisierung

4. Bedeutung des Country-of-Origin-Effektes für den Automobilbereich

5. Abgeleitete Marketingimplikationen aus der affektiven Einflusskomponente des Country-of-Origin-Konstruktes für den Automobilbereich

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des „Country of Origin“-Konstrukts auf die Produktbeurteilung und Kaufentscheidung von Konsumenten, wobei ein besonderer Fokus auf der affektiven Einflusskomponente im Automobilbereich liegt. Ziel ist es, das komplexe Zusammenspiel der kognitiven, affektiven und normativen Komponenten zu beleuchten und daraus konkrete Marketingimplikationen für Automobilhersteller abzuleiten.

  • Struktur und Definition des Country-of-Origin-Konstruktes
  • Differenzierung der affektiven, kognitiven und normativen Einflussfaktoren
  • Bedeutung der Herkunftsinformation im Kontext der globalen Produktion
  • Analyse des Einflusses auf die Designbeurteilung und Kaufabsicht bei Automobilen
  • Strategische Implikationen zur Nutzung des Landesimages im Marketing

Auszug aus dem Buch

2.2. Affektive Komponente

Die affektive Komponente des Country-of-Origin-Effektes soll in diesem Abschnitt etwas ausführlicher betrachtet werden im Vergleich zu den anderen beiden Komponenten, aufgrund der Thematik dieser Arbeit.

Die Übersetzung von the affective aspect bedeutet der emotionale oder gefühlsbetonte Aspekt des Country-of-Origin-Effektes. Trommsdorff (2004, S. 67) definiert das Gefühl als vorübergehende, nicht regelmäßig wiederkehrende interpretierte Aktiviertheit, bestimmt nach der Stärke, ob stark oder schwach, nach der Richtung, ob positiv oder negativ und nach Art, des Gefühlstyp und des Ausdrucks. Weiter spricht Trommsdorff den Gefühlen beim Menschen eine große Bedeutung im Bezug auf sein Verhalten, mehr als der klassischen Ökonomie und der kognitiven Fähigkeiten des Menschen.

Emotionale und gefühlsbetonte Assoziationen zu Ländern können sehr starke Ausprägungen besitzen, ausgelöst durch direkte Erfahrungen auf Reisen in die jeweiligen Länder oder Begegnungen mit Menschen aus dem Produktsherkunftsland. Aber auch indirekte Erfahrungen können eine gefühlsbetonte Verknüpfung zu einem Land hervorrufen, beispielsweise durch die Ausbildung, der Kunst oder durch die Massenmedien (Verlegh, 1999, S. 526).

Aufgrund dieser emotionalen Verbindung zu den Ländern, wirkt sich das Herkunftslandmerkmal bei den Konsumentengefühlen in Form der Kaufentscheidung für das Produkt aus. Weitere emotionale Bindungen zu Ländern können die nationale Angehörigkeit oder die ethnische Zugehörigkeit sein. In Verbindung dazu ist der Ethnozentrismus als Persönlichkeitsmerkmal von Konsumenten zu nennen und gleichzeitig ein bedeutender Einflussfaktor für den Country-of-Origin-Effekt. Die beiden Tendenzen des Ethnozentrismus Patriotismus und Nationalismus stellen zwei verwandte Konstrukte dar, die Einfluss auf die Beurteilung der einheimischen Produkte haben und auf ausländische Produkte ebenfalls.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Themenfeld des „Country of Origin“-Phänomens und Zielsetzung der Arbeit, den affektiven Einfluss auf die Kaufentscheidung im Automobilbereich zu untersuchen.

2. Die Einordnung und Komponenten des Country of Origin Konstruktes: Theoretische Grundlegung durch die Beschreibung der drei Hauptkomponenten (affektiv, kognitiv, normativ) sowie eine Einordnung des Konstruktes in der Marketingliteratur.

3. Country of Origin und Globalisierung: Analyse der Herausforderungen durch zunehmende globale Produktionsstandorte und deren Auswirkungen auf die wahrgenommene Herkunftsinformation eines Produktes.

4. Bedeutung des Country-of-Origin-Effektes für den Automobilbereich: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf den Automobilmarkt und Erläuterung von Wirkungssequenzen zwischen Landesbeurteilung und Fahrzeugdesign.

5. Abgeleitete Marketingimplikationen aus der affektiven Einflusskomponente des Country-of-Origin-Konstruktes für den Automobilbereich: Vorstellung von Strategien zur Nutzung von Landesimages sowie der Bedeutung von Produktionsstandorten für die Markenwahrnehmung.

6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Relevanz des Herkunftsmerkmals als charakterisierende Eigenschaft für Produkte auch in Zeiten zunehmender Globalisierung.

Schlüsselwörter

Country of Origin, affektive Komponente, Kaufentscheidung, Automobilbereich, Produktbeurteilung, Landesimage, Made in, Globalisierung, Ethnozentrismus, Marketingimplikation, kognitive Komponente, normative Komponente, Markenherkunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das „Country of Origin“-Konstrukt, also wie das Herkunftsland eines Produkts dessen Beurteilung und die Kaufentscheidung durch Konsumenten beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Einordnung des Herkunftseffekts in affektive, kognitive und normative Teilbereiche und diskutiert deren Bedeutung speziell unter dem Aspekt der Globalisierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin, aus der affektiven Einflusskomponente des „Country of Origin“-Konstruktes konkrete Marketingimplikationen für Automobilhersteller abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Synthese relevanter Literatur und Studien, unter anderem durch die Anwendung von Strukturmodellen aus der Automobilmarktforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Komponenten des Modells definiert, die Problematik hybrider Produkte im Zuge der Globalisierung besprochen und der Einfluss auf die PKW-Beurteilung dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen „Country of Origin“, „Landesimage“, „Kaufentscheidung“, „affektive Komponente“ sowie „Marketingimplikation“.

Warum spielt die affektive Komponente bei der Kaufentscheidung eine so große Rolle?

Die affektive Komponente umfasst emotionale Bindungen wie Nationalstolz oder Identifikation, die oft einen stärkeren Einfluss auf das Verhalten haben als rein rationale, ökonomische Erwägungen.

Wie verändert die Globalisierung den „Made in“-Effekt?

Da Marken heute oft in vielen Ländern produzieren (hybride Produkte), entsteht eine Entkoppelung von Markenherkunft und Produktionsstandort, was beim Konsumenten zu Verwirrung oder einer Abschwächung des Herkunftseffekts führen kann.

Welche Empfehlung gibt die Arbeit für Automobilhersteller bei Standortentscheidungen?

Bei der Verlagerung von Produktionsstätten muss darauf geachtet werden, dass das neue Land ein ähnlich positives oder besseres Image aufweist, da eine Verlagerung in „low developed countries“ die Qualitätswahrnehmung negativ beeinflussen kann.

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Details

Title
Country of Origin und seine affektive Komponente
Subtitle
Darstellung des Konstruktes und Ableitung von Marketingimplikationen für den Automobilbereich
College
Technical University of Chemnitz  (Professur für Marketing und Handelsbetriebslehre)
Course
Marketingsemiar
Grade
2,5
Author
Armin Bieler (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V90590
ISBN (eBook)
9783638045537
ISBN (Book)
9783638941419
Language
German
Tags
Country Origin Komponente Marketingsemiar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Armin Bieler (Author), 2006, Country of Origin und seine affektive Komponente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90590
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