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Risikobewältigung durch Vertragsgestaltung in IT-Projekten

Titel: Risikobewältigung durch Vertragsgestaltung in IT-Projekten

Essay , 2020 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Kosaric (Autor:in)

Informatik - Wirtschaftsinformatik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das vorliegende Essay beschäftigt sich mit der Frage, welche geeigneten und praktikablen Instrumente es im Rahmen eines Projekts zur Beschaffung beziehungsweise Lieferung individuell herzustellender komplexer IT-Systeme für Projektverantwortliche und Vertragspartner gibt, um damit sicher ans Ziel zu navigieren. Risiko wird als „... die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines unerwünschten Ereignisses zu einem bestimmten Zeitpunkt und der mit diesem Ereignis verbundene Schaden“ definiert. Deshalb sollten in Unternehmen Projektverantwortliche bei der Planung von IT-Projekten auch die unerwünschten Ereignisse im Auge behalten und nicht nur den „best case“, daher ist bei Unternehmungen das Risikomanagement wichtig. Aus betrieblicher Sicht ist das Risikomanagement eine systematische Vorgehensweise, um potenzielle Risiken zu vermeiden und zu verringern, damit Unternehmensziele erreicht werden. Dabei werden Unternehmen nicht von ungefähr bei all ihren geschäftlichen Aktivitäten von Verträgen begleitet. Das wichtigste Ziel bei der Vertragsgestaltung ist die Vermeidung von tatsächlichen und juristischen Risiken. IT-Projekte in Unternehmen lassen sich als innovative und kreative Tätigkeiten beschreiben, die sich zudem durch die Einmaligkeit der Bedingungen kennzeichnen und die somit einigen Ungewissheiten ausgesetzt sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vertragstypen

2.1 Kaufvertrag

2.2 Mietvertrag

2.3 Werkvertrag

2.4 Dienstvertrag

3. Non-Disclosure Agreement

4. Letter of Intent

5. Aufklärungs- und Beratungspflichten

6. Spezifikation der Anforderungen

6.1 Lastenheft

6.2 Pflichtenheft

7. Mitwirkung des Auftraggebers

8. Change Requests

9. Projektverlauf – Milestones

10. Vertragsstrafe – Schadensersatz

11. Abnahme

12. Wirkung der Abnahme

13. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die für Projektverantwortliche und Vertragspartner relevanten Instrumente und rechtlichen Gestaltungsspielräume zu identifizieren, um bei der Beschaffung komplexer IT-Systeme Risiken systematisch zu minimieren und eine erfolgreiche Projektabwicklung zu gewährleisten.

  • Grundlagen der verschiedenen IT-Vertragstypen
  • Risikominimierung durch vorvertragliche Instrumente wie NDA und LoI
  • Bedeutung der Anforderungsspezifikation und Mitwirkungspflichten
  • Steuerung von Projektänderungen und Meilensteinen
  • Rechtliche Folgen von Vertragsstrafen, Abnahme und Schadensersatz

Auszug aus dem Buch

3. Non-Disclosure Agreement

Das Non-Disclosure Agreement (NDA) ist eine freiwillige, schriftlich fixierte Geheimhaltungs- und Verschwiegenheitsverpflichtung, welche die Vertragspartner verpflichtet, vertrauliche Informationen geheim zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben. Schon im Zuge von vorvertraglichen Gesprächen zum Zwecke des Informationsaustausches sollten ein NDA zwischen den Gesprächspartnern vereinbart werden. Ein NDA ist besonders dann sinnvoll, wenn Unternehmensfremde Einblicke in „...Unternehmen bezogene Tatsachen, Umstände und Vorgänge [haben]..,die nicht offenkundig, sondern nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich sind und an deren Nichtverbreitung der Rechtsträger ein berechtigtes Interesse hat.“17

Das NDA sollte möglichst konkret sein und z.B. die geheimen Informationen, den betroffen Personenkreis sowie die Geltungsdauer schriftlich festhalten.

Zwar schützt das Geschäftsgeheimnisgesetz vertrauliches Know-How und vertrauliche Informationen von Unternehmen (GeschGehG)18 und §280 BGB19 räumt Schadensersatz wegen Pflichtverletzung bei entstandenen Schaden ein, aber aufgrund des Umstandes, dass es schwierig ist, den tatsächlich entstandenen Schaden im Fall der Zuwiderhandlung exakt zu beziffern, sollten auch Vertragsstrafen in das NDA mit aufgenommen werden.20

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz eines systematischen Risikomanagements bei der Planung komplexer IT-Projekte und definiert das Ziel, praktikable vertragliche Instrumente zur Risikovermeidung aufzuzeigen.

2. Vertragstypen: Es werden die rechtlichen Unterschiede zwischen Kauf-, Miet-, Werk- und Dienstverträgen aufgezeigt und deren spezifische Bedeutung für die Risikoverteilung in IT-Projekten analysiert.

3. Non-Disclosure Agreement: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung von Geheimhaltungsvereinbarungen zum Schutz vertraulicher Informationen bereits in der vorvertraglichen Phase.

4. Letter of Intent: Es wird erörtert, wie ein Letter of Intent den Stand der Vertragsverhandlungen dokumentieren kann, um Transparenz und Kostensicherheit zu schaffen.

5. Aufklärungs- und Beratungspflichten: Das Kapitel thematisiert die aus dem Vertrauensverhältnis resultierenden vorvertraglichen Pflichten des IT-Lieferanten zur Aufklärung und Beratung des Kunden.

6. Spezifikation der Anforderungen: Es wird die zentrale Rolle von Lasten- und Pflichtenheften als beweisgeeignete Dokumente zur Definition von Leistungsumfang und Qualitätsstandards betont.

7. Mitwirkung des Auftraggebers: Dieses Kapitel unterstreicht die Notwendigkeit, Mitwirkungspflichten des Auftraggebers vertraglich als Hauptpflichten zu fixieren, um Projektverzögerungen entgegenzuwirken.

8. Change Requests: Es werden Empfehlungen zum Change-Management gegeben, um die Auswirkungen von unvorhersehbaren Änderungswünschen auf Preis und Zeitplan rechtlich abzusichern.

9. Projektverlauf – Milestones: Dieses Kapitel erläutert den Einsatz von Meilensteinen zur Überwachung des Projektfortschritts und als Auslöser für Teilabnahmen oder Zahlungen.

10. Vertragsstrafe – Schadensersatz: Es wird dargelegt, warum Vertragsstrafen als Druckmittel zur Vertragserfüllung bei Terminverzug oder Schlechtleistung dienen können.

11. Abnahme: Die Abnahme wird als zentrales Element der Billigung und Prüfung des Werkes beschrieben, an die wichtige rechtliche Folgen geknüpft sind.

12. Wirkung der Abnahme: Es werden die Konsequenzen der Abnahme auf die Vergütungsfälligkeit, den Gefahrübergang und den Beginn von Verjährungsfristen erläutert.

13. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein vorausschauendes Risikomanagement durch eine klare und lückenlose vertragliche Dokumentation für den Projekterfolg unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

IT-Projekt, Vertragsgestaltung, Risikomanagement, Werkvertrag, Vertragsstrafe, Abnahme, Geheimhaltung, Lastenheft, Pflichtenheft, Schadensersatz, Mitwirkungspflicht, Change-Management, Projektvertrag, Meilensteine, IT-Recht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch eine gezielte und durchdachte Vertragsgestaltung IT-Projekte rechtlich absichern und typische Risiken minimieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören Vertragstypen im IT-Bereich, vorvertragliche Vereinbarungen, Anforderungsspezifikationen, Projektsteuerung sowie die rechtlichen Folgen der Abnahme.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, Projektverantwortlichen Instrumente an die Hand zu geben, mit denen sie komplexe IT-Beschaffungsprojekte sicher planen und durchführen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Rechtsanalyse unter Einbeziehung relevanter gesetzlicher Regelungen des BGB und praktischer Instrumente des IT-Projektmanagements.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert sukzessive die verschiedenen vertraglichen Instrumente, von der Geheimhaltungsvereinbarung über Lasten- und Pflichtenhefte bis hin zur Abnahme und dem Umgang mit Vertragsstrafen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind IT-Projektvertrag, Risikomanagement, Werkvertrag, Anforderungsspezifikation, Change-Management und Abnahme.

Warum ist ein Non-Disclosure Agreement (NDA) für IT-Projekte so wichtig?

Ein NDA schützt wertvolles Know-how und Unternehmensgeheimnisse bereits während der frühen Informationsaustausch- und Verhandlungsphase, in der noch kein Hauptvertrag besteht.

Welche Rolle spielen Vertragsstrafen bei der Projektumsetzung?

Vertragsstrafen dienen nicht nur dem Schadensausgleich, sondern fungieren primär als Druckmittel, um Vertragspartner zur vertragsgerechten und pünktlichen Erfüllung ihrer Pflichten zu bewegen.

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Details

Titel
Risikobewältigung durch Vertragsgestaltung in IT-Projekten
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule  (FOM Frankfurt)
Veranstaltung
IT & Medienrecht
Note
1,0
Autor
Alexander Kosaric (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
13
Katalognummer
V907677
ISBN (eBook)
9783346226389
ISBN (Buch)
9783346226396
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Change request NDA Letter of intent IT-Projekt Milestones Vertragstypen Schadensersatz Vertragsstrafe Non-Disclosure Agreement Mitwirkung des Auftraggebers Aufklärungs- und Beratungspflichten Lastenheft Pflichtenheft Vertragsgestaltung Risikomanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Kosaric (Autor:in), 2020, Risikobewältigung durch Vertragsgestaltung in IT-Projekten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/907677
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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