Der theoretische Teil dieser Arbeit hat einen Schwerpunkt auf Innovationen und deren Entwicklung. Vordergründig ist aber die Auswahl einer Innovationsmethode, die anhand wichtiger Indikatoren erfolgt. Für die vorliegende Problemstellung werden die drei Methoden Blue Ocean Strategy, Ethnographie und Design Thinking vorgestellt. Nach einer kurzen Begründung folgt dann der Anwendungsteil, welcher auf dem Design-Thinking-Prozess von Schallmo & Lang (2020) basiert.
Der Prozess unterteilt sich in die Vorbereitung und den kreativen Workshop. Im Anschluss werden Lösungsansätze für eine mögliche Integration in ein Geschäftsmodell aufbereitet. In einer Diskussion wird nochmal auf die Eignung von Design Thinking eingegangen.
Tim hat eine kaufmännische Ausbildung gemacht und war zuletzt als Marketingmanager in einer Agentur tätig. Luise hingegen kommt aus dem technischen Bereich. Nach ihrem Studium in Elektrotechnik arbeitete sie als Ingenieurin bei einem Automobilzulieferer. Nun wollen sich beide ihren Traum eines eigenen Start-ups erfüllen. Bisher ist noch unklar mit welcher Geschäftsidee sie das Start-up gründen möchten. Sie haben sich Unterstützung von einer Beraterin gesucht, die methodischen Wissen für die Neugründung mitbringt. Sie wird mit Tim und Luise eine mehrtägigen Design-Thinking-Workshop mit diversen Kreativitätstechniken veranstalten, mit dem Ziel Lösungsansätze für eine Geschäftsidee zu kreieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Grundlagen Innovation
2.1.1 Definition: Innovation & Kreativität
2.1.2 Innovationarten
2.1.3 Innovationen im Zeitalter der digitalen Ökonomie
2.2 Entwicklung von Innovationen
2.2.1 Indikatoren zur Auswahl einer Methode
2.2.2 Innovationsmethoden-Matrix
2.2.3 Vorstellung möglicher Innovationsmethoden
2.2.3.1 Blue Ocean Strategy® (BOS)
2.2.3.2 Ethnographie
2.2.3.3 Design Thinking
2.2.4 Begründung für die Methodenwahl
3 Anwendung: Design Thinking
3.1 Vorbereitung eines Design-Thinking-Workshops
3.1.1 Raumgestaltung, Material
3.1.2 Ablauf
3.1.3 Prinzipien und Tipps zur Durchführung
3.2 Durchführung eines Design-Thinking-Workshops
3.2.1 Was ist unsere Design Challenge?
3.2.2 Design Challenge verstehen
3.2.3 Definition Sichtweisen
3.2.4 Ideengewinnung
3.2.5 Unser Prototyp: Entwicklung & Testen
3.3 Lösungsansätze für die Geschäftsmodell-Integration
4 Diskussion
5 Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit zielt darauf ab, ein methodisch fundiertes Vorgehen zur Entwicklung innovativer Geschäftsideen zu skizzieren. Anhand eines Fallbeispiels einer Startup-Gründung wird untersucht, wie Design Thinking als Innovationsmethode eingesetzt werden kann, um kundenorientierte Lösungen für komplexe Alltagsprobleme zu entwickeln und erfolgreich in ein Geschäftsmodell zu integrieren.
- Grundlagen von Innovationen und deren Bedeutung in der digitalen Ökonomie.
- Vergleich und Auswahl geeigneter Innovationsmethoden (Blue Ocean Strategy, Ethnographie, Design Thinking).
- Detaillierte Anwendung des Design-Thinking-Prozesses in der Praxis.
- Entwicklung und Prototyping einer App-basierten Lösung zur Haushaltskoordination.
- Diskussion der Erfolgskriterien und potenzieller Risiken bei der Kundeneinbindung.
Auszug aus dem Buch
3.2.4 Ideengewinnung
Ein Zitat von Niels Bohr besagt: „Wer wirklich Neues erdenken will, kann gar nicht genug >verrückt< sein.“ (Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, 2018, S. 156). Und genau unter diesem Motto steht der Workshop-Tag zur Ideengewinnung. Zur Auflockerung wird das „Kategorie“-Spiel gespielt, bei dem ein Teammitglied eine Kategorie (z.B. Sportart) vorgibt und einen (Stress-)Ball zu seinem Gegenüber wirft, welcher dann ein Beispiel aus der Kategorie nennen muss. Es wird dann solange hin- und hergeworfen bis jemanden kein Beispiel mehr einfällt (Freiling & Harima, 2019, S. 111–112).
Anschließend sollen mit Hilfe von Brainstorming Ideen generiert werden. Die Regeln für Brainstorming sind wie folgt: keine Ideen kritisieren, der Fantasie freien Lauf lassen, die Ideen von anderen weiterentwickeln und möglichst viele Ideen erzeugen. Als Erweiterung von Brainstorming kann das „Geistesblitzsammeln“ hilfreich sein. Dabei wird für jede Idee eine Haftnotiz an die Wand befestigt. Komische oder verrückte Ideen sind willkommen. Ziel sind wenn möglich 30 bis 50 Ideen (Sonnenburg, 2020, S. 28–97).
Sollte den Workshop-Teilnehmern die Ideen ausgehen, dann könnte das „Bilderträumen“ weiterhelfen. Es basiert auf der Kreativitätstechnik „Reizbildanalyse“, eignet sich besonders gut allein oder zu zweit und fördert das abweichende Denken. Dafür sollen Fotos mit Smartphones aus der Umwelt oder aus Magazinen Assoziationen wecken. Nacheinander werden die Bilder analysiert und es wird fantasiert („Erkennen Sie im Bild eine Geschichte?“, „Welche Gefühle lösen Sie bei Ihnen aus?“). Die Teilnehmer formulieren dann ihre Gedanken in ganzen Sätzen und übertragen sie auf die Problemstellung (Sonnenburg, 2020, S. 103–105). Neben neuen Ideen können auch bestehende Produkte in Frage gestellt werden: „Kann man etwas, das es schon gibt, auch anders machen?“ (Thönnessen, 2020, S. 44).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Fallbeispiels der Startup-Gründer Tim und Luise und Definition des Untersuchungsgegenstands Innovation.
2 Theoretischer Teil: Vermittlung theoretischer Grundlagen zu Innovationsarten, Methoden wie Blue Ocean Strategy, Ethnographie und Design Thinking sowie Begründung der Methodenwahl.
3 Anwendung: Design Thinking: Praktische Durchführung eines Workshops, von der Vorbereitung über die Definition der Design Challenge bis hin zum Prototyping und der Integration in ein Geschäftsmodell.
4 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit der Methode des Design Thinkings, den Risiken der Kundeneinbindung und den Herausforderungen der Ideengenerierung.
5 Fazit & Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Innovationsmethode und Ausblick auf die Relevanz schöpferischer Re-Kombination und Förderung von Serendipity.
Schlüsselwörter
Innovation, Design Thinking, Startup, Geschäftsmodellinnovation, Kundeneinbindung, Kreativität, Ideengewinnung, Prototyping, Problemlösung, Nutzerorientierung, Digitale Ökonomie, Workshop, Familienmanagement, Anwendung, Innovationsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Entwicklung von Innovationen durch einen Design-Thinking-Workshop, illustriert am Beispiel eines Startup-Gründerteams, das eine Lösung für familiäre Zeitnot entwickelt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind Innovationsmanagement, die Anwendung agiler Methoden, die Gestaltung von Geschäftsmodellen sowie die Bedeutung von Kundenbedürfnissen für den unternehmerischen Erfolg.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Nutzen und die Anwendung von Design Thinking als methodischen Ansatz für eine neugegründete Startup-Idee praktisch zu demonstrieren und kritisch zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und eine fallstudienbasierte Anwendung des Design-Thinking-Prozesses nach Schallmo & Lang zur praktischen Erarbeitung einer Innovation.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Vorbereitung und Durchführung des Workshops, inklusive der Themenfeldanalyse, User Empathy Mapping, Ideengenerierung und der Entwicklung eines Geschäftsmodell-Steckbriefs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Design Thinking, Startup, Innovation, Geschäftsmodell und Kundenorientierung charakterisiert.
Welche Rolle spielt der "Family Organizer" im Dokument?
Der "Family Organizer" dient als konkretes Prototyp-Fallbeispiel, das aus dem Design-Thinking-Workshop hervorging, um ein Haushaltsmanagement-Problem von Familien spielerisch zu lösen.
Warum wurde Design Thinking als Methode gewählt?
Die Wahl fiel auf Design Thinking, da diese Methode den Fokus stark auf den Kundennutzen und die Entwicklung völlig neuer Produkte legt, was ideal zur interdisziplinären Zusammenarbeit der Gründer passt.
- Citar trabajo
- Nancy Wießner (Autor), 2020, Design-Thinking-Workshop zur Entwicklung von Innovationen in einer Startup-Neugründung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/908705