Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - General

Das Verhältnis von privater und staatlicher Erziehung in der modernen Leistungsgesellschaft

Título: Das Verhältnis von privater und staatlicher Erziehung in der modernen Leistungsgesellschaft

Trabajo Escrito , 2020 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Alina Tontsch (Autor)

Pedagogía - General
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Arbeit befasst sich mit dem Verhältnis von privater und staatlicher Erziehung in der modernen Leistungsgesellschaft. Dabei soll, nach einer Bestimmung der wichtigsten Begriffe und Bestandteile, zunächst auf die Veränderung der Familie und ihrer Formen eingegangen werden, welche eine wichtige Einflussgröße in diesem Disput darstellt. Daraufhin findet eine historische Näherung an das Verhältnis zwischen beiden Parteien nach den Auffassungen von Friedrich Schleiermacher statt, welcher dies schon 1826 in seinen Vorlesungen diskutierte.

Anschließend wir das Verhältnis in unserer heutigen Gesellschaft dargestellt, wobei zunächst die rechtlichen Rahmenbedingungen erklärt werden, bevor der steigende Ausbau öffentlicher Erziehung und die dennoch elementare Bedeutung von Familie in diesem Kontext thematisiert werden. Daraufhin wird auf das Leistungsprinzip unserer Gesellschaft eingegangen, welches sich in großem Ausmaß durch Erwartungen im privaten und öffentlichen Bereich zeigt. Zuletzt folgt eine Darstellung des Konflikts zwischen beiden Parteien, bevor ein Ausblick für eine zukünftige Erziehungspartnerschaft gegeben wird und die Arbeit mit einem Fazit endet.

Die Familie kommt einem wohl als erstes in den Sinn, wenn man sich mit Bereichen erzieherisch handelnder Personen befasst. Sie prägt maßgeblich die psychosoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und bestimmt systematisch familiäre Bedingungen der Lern- und Leistungsentwicklung von Heranwachsenden.

Doch neben der Familie gewinnt das öffentliche Erziehungs- und Bildungssystem, verbunden mit der gesellschaftlichen Entwicklung zu mehr Leistung und Dynamik, an Wichtigkeit und Einfluss. Seit dem 19. Jahrhundert wächst deren Wirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Folglich wurden immer mehr Verantwortungsbereiche der familiären Erziehung und Bildung den Erziehungs- und Bildungseinrichtungen übertragen. Heranwachsende verbringen mittlerweile einen sehr großen Zeitabschnitt ihres Lebens in Krippe, Kindertagesstätte, Hort, Schule oder anderen Institutionen. Spätestens ab dem sechsten Lebensjahr nehmen diese öffentlichen Erziehungsverantwortlichen einen großen Teil ein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition

2.1 Erziehung

2.1.1 Allgemeiner Erziehungsbegriff

2.1.2 Private Erziehung bzw. Familie

2.1.3 Staatliche bzw. öffentliche Erziehung

2.2 Moderne Leistungsgesellschaft

3 Wandel der Familie in der Moderne

4 Verständnis von privater und öffentlicher Erziehung nach Friedrich Schleiermacher

5 Verhältnis von privater und staatlicher Erziehung in der modernen Leistungsgesellschaft

5.1 Rechtliche Rahmenbedingungen

5.2 Steigender Ausbau öffentlicher Erziehung und die Rolle der Familie

5.3 Erwartungsproblem der Leistung in privater und öffentlicher Verortung

5.3.1 Öffentliche Erziehungsträger

5.3.2 Private Erziehungsträger

5.4 Konflikt zwischen den privaten und staatlichen Erziehungsvertretern

5.5 Ausblick in die Zukunft des Verhältnisses beider Parteien

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen privater (familiärer) und staatlicher Erziehung in der modernen Leistungsgesellschaft. Dabei wird analysiert, wie sich das Verhältnis dieser beiden Instanzen durch gesellschaftlichen Wandel sowie steigende Leistungserwartungen an Kinder und Eltern verändert hat und welche Möglichkeiten einer konstruktiven Erziehungspartnerschaft bestehen.

  • Historische Perspektive auf die Erziehung nach Friedrich Schleiermacher
  • Die Familie als privater Lernort im Wandel der Moderne
  • Rechtliche Grundlagen und staatlicher Erziehungsauftrag
  • Die Auswirkungen des Leistungsprinzips auf das Erziehungsgeschehen
  • Herausforderungen in der Kooperation zwischen Schule und Elternhaus

Auszug aus dem Buch

3 Wandel der Familie in der Moderne

Noch zu Zeiten der Bonner Republik, der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, fand die Betreuung der eigenen Kinder ausschließlich als private Sache in der Familie statt. Kinder standen in ihren ersten Lebensjahren vor allem unter der Zuständigkeit der Mütter, unterstützt von Großeltern; Geschwistern und Verwandten. Aber auch noch in den 1970er Jahren stellte öffentliche Erziehung eine mehr oder minder hilfreiche punktuelle Ergänzung zur privaten Erziehung dar. Man war weit davon entfernt, sie als ein selbstverständliches Angebot für alle Familien und ein Ganztages- oder explizites Bildungsangebot anzusehen (vgl. Rauschenbach 2011, S. 165).

Die Entwicklung der Familie zu einer privaten Sache galt als ein Ideal und war für lange Zeit, in erster Linie für bürgerliche Familien, eine Realität. Deren Entstehung zum geschützten abgeschotteten Binnenraum kann als ein Produkt der Neuzeit verstanden werden. Es bildete sich im Kontext der fortschreitenden Industrialisierung heraus und wurde zu einem ideologischen Leitbild voller gesellschaftlicher Wertschätzung. Hiermit einher ging die geschlechtsspezifische Aufteilung des Privaten und Öffentlichen. Der Privatraum der Familie wurde den Frauen und die Öffentlichkeit, sowie Erwerbstätigkeit den Männern zugesprochen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die wachsende Bedeutung des öffentlichen Bildungs- und Erziehungssystems neben der Familie und führt in das Thema des Verhältnisses von privater und staatlicher Erziehung in der Leistungsgesellschaft ein.

2 Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Erziehung, die private Erziehung (Familie) und staatliche Erziehung sowie das Konzept der Leistungsgesellschaft definiert und kontextualisiert.

3 Wandel der Familie in der Moderne: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Familie vom geschützten Binnenraum hin zu einer stärkeren Inanspruchnahme durch öffentliche Institutionen und diskutiert den soziologischen Wandel familiärer Strukturen.

4 Verständnis von privater und öffentlicher Erziehung nach Friedrich Schleiermacher: Die Auffassungen Friedrich Schleiermachers zur Aufteilung erzieherischer Verantwortung zwischen Familie und Schule werden als historische Basis herangezogen.

5 Verhältnis von privater und staatlicher Erziehung in der modernen Leistungsgesellschaft: Dieser Hauptteil analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen, den Ausbau öffentlicher Betreuung, Leistungsdruck sowie die Konfliktfelder zwischen Eltern und staatlichen Erziehungsinstanzen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer partnerschaftlichen Kooperation zwischen privater und staatlicher Erziehung auf Augenhöhe zur Förderung des Kindeswohls.

Schlüsselwörter

Erziehung, Familie, Staatliche Erziehung, Moderne Leistungsgesellschaft, Kindheit, Bildungspartnerschaft, Sozialisation, Schleiermacher, Leistungsprinzip, Erziehungsauftrag, Kindertagesbetreuung, Schulentwicklung, Elternrechte, Bildungsungleichheit, pädagogische Qualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Beziehung und dem Zusammenspiel zwischen familiärer (privater) Erziehung und staatlichen Bildungseinrichtungen in der heutigen Leistungsgesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Wandel der Familie, die rechtlichen Grundlagen staatlicher Erziehung, der Einfluss des Leistungsprinzips auf das Bildungssystem sowie die Kooperationsformen zwischen Elternhaus und Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen der autonomen privaten Erziehung und dem wachsenden staatlichen Bildungsanspruch zu analysieren und Möglichkeiten für eine konstruktive Partnerschaft zum Wohle des Kindes aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin wählt einen erziehungswissenschaftlichen Ansatz, der aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen durch die Analyse theoretischer Konzepte, historischer Perspektiven und empirischer Studien reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung rechtlicher Rahmenbedingungen, den Ausbau öffentlicher Erziehung, das Erwartungsproblem bezüglich der Leistung sowie die Darstellung des Konflikts zwischen privaten und staatlichen Erziehungsvertretern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Erziehung, Familie, Leistungsgesellschaft, Bildungspartnerschaft, Sozialisation und den staatlichen Erziehungsauftrag.

Warum wird Friedrich Schleiermacher als Referenz angeführt?

Schleiermacher lieferte bereits im 19. Jahrhundert wichtige Vorüberlegungen zur Trennung und Verbindung von Aufgaben in der familiären und schulischen Erziehung, die als historisches Fundament für die moderne Diskussion dienen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der heutigen Familie?

Trotz des sozialen Wandels und der zunehmenden Institutionalisierung der Kindheit betont die Arbeit, dass die Familie weiterhin ein zentraler und unverzichtbarer Lernort für die Entwicklung grundlegender Persönlichkeitsstrukturen bleibt.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Verhältnis von privater und staatlicher Erziehung in der modernen Leistungsgesellschaft
Universidad
University of Augsburg
Calificación
1,0
Autor
Alina Tontsch (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
23
No. de catálogo
V912033
ISBN (Ebook)
9783346209498
ISBN (Libro)
9783346209504
Idioma
Alemán
Etiqueta
erziehung leistungsgesellschaft verhältnis
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alina Tontsch (Autor), 2020, Das Verhältnis von privater und staatlicher Erziehung in der modernen Leistungsgesellschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/912033
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  23  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint