Die vorliegende Arbeit untersucht die Transformation von einem Produkt zu einer Dienstleistung in der Mobilitätsbranche. Der Wandel der Mobilität zum Dienstleistungsmarketing, auch Servitization genannt, befindet sich in einem Prozess und die Unternehmen müssen sich darauf einstellen. Dieser Fortschritt ist vor allem in den Industrienationen zu erkennen, durch den nächsten wirtschaftlichen Schritt in der Revolution zur Industrie 4.0. Die Digitalisierung ermöglicht neue Möglichkeiten im Umgang mit der Technik, Produkten und dem Kunden. Dieser Schritt wird in die Mobilität übertragen und Smart Services entwickeln sich. Die neuen ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen sowie nicht zuletzt die politische Rahmenbedingungen erfordern von den Unternehmen innovative Mobilitätslösungen.
Durch die wachsenden Mobilitätsbedürfnisse und -anforderungen ergeben sich neue Möglichkeiten der Mobilität. Der Individualverkehr wandelt sich zum Gemeinschaftsverkehr. Ein Lösungsansatz in der Smart Mobility ist Mobility-as-a-Service. Hierbei soll die Arbeit ansetzten und zunächst einen Überblick zu Mobility-as-a-Service aufzeigen. Insbesondere wird ein Augenmerk auf das Konzept Carsharing als Dienstleistung genommen und mit zwei theoretisch fundierten Fallbeispielen aufgezeigt. Zur Eingrenzung der Arbeit wird der deutsche Markt betrachtet. Des Weiteren werden als Fallbeispielunternehmen deutsche Automobilhersteller vorgestellt. Einerseits ein Unternehmen, das mit dem Carsharing als Vorreiter gilt und sich mit Joint Ventures stetig vergrößert, andererseits ein Konzern, der neu im Markt ist und eine aggressive Expansionsstrategie durchführt. Somit werden unterschiedliche Entwicklungen aufgezeigt. Daraus sollen Möglichkeiten und Chancen, aber auch Risiken, aufgezeigt werden. Abschließend wird die Managementmethode PESTEL-Analyse miteinbezogen, um den aktuellen Carsharing Markt zu untersuchen. Die Arbeit gibt somit einen Überblick über Mobility-as-a-Service und entwickelt anhand theoretischer Fälle ein Verständnis für smarte Mobilität. Darüber hinaus wird eine Methode vorgestellt, um die externen Unternehmenseinflüsse festzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehen und Zielsetzung
1.3 Managementansatz - PESTEL Analyse
2. Product-to-Service in der Mobilitätsbranche
2.1 Smart Servitization
2.2 Überblick zu Mobility-as-a-Service
2.3 Stand der Forschung
3. Evaluierung Mobility-as-a-Service
3.1 Auswahlsystematik Cases
3.1.1 Case Study: Carsharing Anbieter car2go
3.1.2 Case Study: Carsharing Anbieter WeShare
3.2 Diskussion
4. Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung und Einordnung der Ergebnisse
4.2 Limitationen und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Transformation von klassischen Produkten hin zu Dienstleistungen in der Mobilitätsbranche, mit einem spezifischen Fokus auf das Geschäftsmodell Carsharing in Deutschland. Ziel ist es, Potenziale und Herausforderungen dieser Entwicklung innerhalb der Smart Mobility aufzuzeigen und Strategien für Automobilhersteller zu formulieren.
- Transformation vom Produkt zum Dienstleistungsportfolio (Servitization).
- Analyse von Mobility-as-a-Service (MaaS) als zentrales Konzept für Smart Cities.
- Evaluierung von Carsharing-Geschäftsmodellen anhand von Fallbeispielen.
- Einsatz der PESTEL-Analyse zur Bewertung externer Einflussfaktoren.
- Ableitung von Marketing-Management-Ansätzen für die Mobilitätswirtschaft.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Case Study: Carsharing Anbieter car2go
Als Case Study wurde das Carsharing Unternehmen car2go ausgewählt, das in Deutschland als Vorreiter in der Branche gilt. Hinter dem Carsharing Anbieter steht der deutsche Automobilhersteller Daimler AG (Mercedes-Benz). Den Trend zum Carsharing wurde von dem Automobilhersteller früh erkannt und so wurde die car2go GmbH bereits 2008 gegründet. Das Konzept des Free Floatings war frühzeitig das Alleinstellungsmerkmal des Anbieters gegenüber anderen Anbietern. Geparkt werden konnten die Autos auf öffentlichen städtischen Parkplätzen. Bei dem innerstädtischen Mobilitätskonzept erfolgte die Abrechnung im Nutzungszeitraum je Minute und ohne monatliche Beiträge oder Kautionen. Die Autoflotte bestand aus den zweisitzigen Kleinwagen der Marke SMART, sowie aus Fünfsitzern der Marke Mercedes-Benz.
Als erstes Pilotprojekt wurde das Konzept mit 50 SMART Fahrzeugen im baden-württembergischen Ulm im Jahr 2008 getestet, was ein Jahr später sogar auf eine Flottenbreite von 200 Stück aufgestockt wurde. Nachdem die Dienstleistung erfolgreich in Deutschland funktionierte, wurde darauf folgend ein zweites Pilotprojekt in texanischen Hauptstadt Austin (USA) gestartet. Das Pilotprojekt in Ulm wurde Ende 2014 aufgrund von kostentechnischen Rentabilitätsgründen eingestellt, jedoch war die Fortschreitende Mobility-as-a-Service und das Carsharing bereits im vollen Fortschritt in ganz Deutschland.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung im Kontext der Mobilität 4.0 und definiert das Vorgehen sowie die Zielsetzung der Arbeit unter Verwendung der PESTEL-Analyse.
2. Product-to-Service in der Mobilitätsbranche: Hier wird der theoretische Rahmen der "Smart Servitization" sowie ein Überblick zu Mobility-as-a-Service und der aktuelle Stand der Forschung dargelegt.
3. Evaluierung Mobility-as-a-Service: In diesem Hauptteil wird die Auswahlsystematik für Fallstudien erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Anbieter car2go und WeShare sowie einer anschließenden Diskussion der Ergebnisse.
4. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, ordnet sie ein und reflektiert die Arbeit kritisch durch Limitationen und einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Mobility-as-a-Service, MaaS, Smart Servitization, Carsharing, Automobilindustrie, Smart Mobility, PESTEL-Analyse, Produkt-Dienstleistungs-Wandel, Sharing Economy, Nachhaltige Mobilität, Digitalisierung, Industrie 4.0, Flottenmanagement, Strategisches Marketing, Verkehrswende.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert den Wandel in der Mobilitätsbranche weg vom reinen Produktverkauf hin zu dienstleistungsorientierten Mobilitätsmodellen, insbesondere unter dem Begriff Servitization.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören Smart Servitization, Mobility-as-a-Service (MaaS), Carsharing, die Rolle der Automobilindustrie und die Analyse externer Einflussfaktoren mittels PESTEL.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Relevanz des Wandels zum Dienstleistungsanbieter in der Mobilitätsbranche zu verdeutlichen sowie Potenziale und Herausforderungen innerhalb der Sharing Economy aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoriefundierten Analyse sowie der Anwendung der PESTEL-Methode zur Untersuchung des Unternehmensumfelds und der Durchführung von zwei Fallstudien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil evaluiert das Konzept Mobility-as-a-Service, analysiert die Strategien der Carsharing-Anbieter car2go und WeShare und diskutiert die Erkenntnisse aus einer Marketing-Perspektive.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Mobility-as-a-Service, Smart Servitization, Carsharing, Automobilindustrie, Smart Mobility und PESTEL-Analyse sind zentrale Begriffe.
Wie unterscheidet sich der Ansatz von WeShare von anderen Anbietern?
WeShare setzt auf eine rein elektrische Fahrzeugflotte und kombiniert dies mit einer aggressiven Expansionsstrategie, unterstützt durch die Konzernstruktur von Volkswagen.
Welche Rolle spielt die PESTEL-Analyse?
Sie dient als Marketing-Management-Ansatz, um externe Chancen und Risiken im aktuellen Carsharing-Markt strukturiert zu identifizieren und strategisch zu bewerten.
- Citar trabajo
- Manuel Schmitt (Autor), 2020, Mobilität als Dienstleistung. Das Potenzial des Carsharings in der Automobilindustrie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/912763