In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Bulimiepatienten deutlich erhöht. Bei Frauen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren sind nach Schätzungen, des Max-Planck- Instituts für Psychiatrie, bis zu 20% betroffen. Es gibt für diese Erkrankung eine Vielzahl von Therapiemodellen. Die Erfolge der jeweiligen Therapie sind höher als bei der Therapie von Magersucht. Der Erfolg einer Therapie hänget sehr mit dem Beginn einer Therapie zusammen. Je früher eine Therapie beginnt, desto besser stehen die Chancen für einen Erfolg. Dieser Aspekt stellt ein großes Problem dar, da viele Betroffenen ihre Krankheit lange Zeit verheimlichen. Die Mortalitätsrate liegt zwischen 0,5-1% der Betroffenen pro Jahr. +++ Dieser Studienarbeit liegen folgende Ziele zu Grunde: Allgemeine Fakten über Essstörungen und der Bulimia nervosa zu vermitteln - Kognitive Verhaltenstherapie sowie die systemische Therapie zu beschreiben +++ Meine Studienarbeit ist dementsprechend gegliedert: Die Aspekte unter dem 2. Punkt sind allgemeine Fakten zum Thema. Ich erkläre, was Essstörungen und Bulimie sind, welche Merkmale und Symptome eine Bulimie haben kann. Weiter gehe ich auf das Vorkommen, die Folgen und auf die Ursachen einer Bulimie ein. Unter dem 3. Punkt bearbeite ich zwei Therapiemodelle. Die Kognitive Verhaltenstherapie und die systemische Therapie.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Essstörungen
2.1 Definition Bulimia nervosa
2.1.1 Merkmale und Symptome einer Bulimie
2.1.2 Körperliche und psychische Beschwerden bei der Bulimie
2.1.3 Entstehung einer Bulimie
2.1.4 Epidemiologie der Bulimie
3. Therapie
3.1 Kognitive Verhaltenstherapie bei Bulimia nervosa
3.1.1 Beginn der Therapie
3.1.2 Abbau von gewichtsreduzierenden Ess- Verhalten
3.1.3 Veränderung im Umgang mit Problembereichen und verzerrter Gedanken
3.1.4 Rückfallprophylaxe
3.2 Die wichtigsten Grundgedanken der systemischen Therapie
3.2.1 Beispiel für einen Therapieverlauf
4. Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Studienarbeit ist es, fundierte Informationen über das Krankheitsbild der Bulimia nervosa zu vermitteln sowie zwei zentrale Therapiemodelle, die kognitive Verhaltenstherapie und die systemische Therapie, detailliert gegenüberzustellen und zu erläutern.
- Allgemeine Grundlagen und Definitionen zur Bulimia nervosa
- Körperliche und psychische Folgen sowie epidemiologische Aspekte
- Methodische Ansätze der kognitiven Verhaltenstherapie
- Grundgedanken und systemische Sichtweisen auf den Therapieverlauf
- Diskussion der Unterschiede in der therapeutischen Herangehensweise
Auszug aus dem Buch
3.1 Kognitive Verhaltenstherapie bei Bulimia nervosa
„ Die Kognitive Verhaltenstherapie soll den Kreislauf von verzerrtem Gewichtsideal, diätetischem Essverhalten und mangelnden alternativen Konfliktbewältigungsstrategien durchbrechen, indem sie das Essverhalten normalisiert, verzerrte Einstellungen zu Körper und Gewicht systematisch in Frage stellt, Auslöser, Hintergründe und die Funktion des gestörten Essverhaltens deutlich macht und neue Bewältigungsstrategien anwendet.“6 Sie soll den Betroffenen helfen mit Problemen besser zurecht zukommen. Die kognitive Verhaltenstherapie ist in einzelne Schritte aufgeteilt, die in den folgenden Absätzen Beispielhaft beschreiben werden. Jeder Schritt hat mehrere Funktionen.
3.1.1 Beginn der Therapie
Die Betroffenen sollten zu Beginn der Therapie Informationen über ihre Erkrankung bekommen, diese sollten besprochen und diskutiert werden. Die Übermittlung der Informationen kann erheblich zur Motivation des Betroffenen führen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Prävalenz der Bulimie, insbesondere bei jungen Frauen, und definiert die Ziele der Arbeit hinsichtlich der Wissensvermittlung über Essstörungen und therapeutische Ansätze.
2. Essstörungen: Dieses Kapitel definiert die Bulimia nervosa als psychosomatische Erkrankung, erläutert diagnostische Kriterien, körperliche sowie psychische Symptome, Entstehungsursachen und epidemiologische Daten.
3. Therapie: Hier werden die beiden zentralen Behandlungskonzepte – die kognitive Verhaltenstherapie und die systemische Therapie – in ihren Ansätzen, Methoden und Zielen zur Bewältigung der Bulimie detailliert beschrieben.
4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass beide Therapiemodelle zwar grundverschieden in ihrer Herangehensweise sind, aber beide wichtige Wege für Betroffene aufzeigen.
Schlüsselwörter
Bulimia nervosa, Essstörungen, kognitive Verhaltenstherapie, systemische Therapie, Essanfälle, Gewichtsreduktion, Therapieerfolg, psychische Beschwerden, Körperbild, Rückfallprophylaxe, Essverhalten, psychosomatische Erkrankung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Krankheitsbild der Bulimia nervosa und stellt verschiedene therapeutische Ansätze zu deren Behandlung vor.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die medizinischen und psychologischen Grundlagen der Bulimie sowie die Anwendung der kognitiven Verhaltenstherapie und systemischer Methoden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Lesern allgemeine Fakten zur Krankheit zu vermitteln und die unterschiedlichen Schwerpunkte der zwei genannten Therapiemodelle verständlich aufzuarbeiten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse, um die verschiedenen Therapiemodelle in Bezug auf ihre Wirksamkeit und Vorgehensweise bei Bulimiepatienten zu untersuchen.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil ist in Definition und Ursachenforschung sowie die detaillierte Beschreibung der kognitiven Verhaltenstherapie und der systemischen Therapie unterteilt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Bulimia nervosa, kognitive Verhaltenstherapie und systemische Therapie kennzeichnen.
Wie unterscheidet sich die Bewertung der Bulimie in der systemischen Therapie?
In der systemischen Therapie wird die Bulimie nicht als isolierte Störung einer Person gesehen, sondern als Zeichen für Schwierigkeiten im situativen Lebenszusammenhang.
Warum ist die frühzeitige Behandlung bei Bulimie so entscheidend?
Da die Heilungschancen mit jedem Jahr, in dem die Krankheit unentdeckt bleibt und nicht behandelt wird, kontinuierlich sinken, ist eine frühzeitige Intervention essenziell.
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- Anonym (Autor), 2006, Bulimia nervosa und deren Therapie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91308