Die vorliegende Arbeit wirft einen Blick auf die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft und schätzt diese dabei in Hinblick auf die analysierten Thesen Walter Benjamins ein. Sie untersucht, wie Propaganda im nationalsozialistischen Deutschland funktioniert hat und vor allem mit welchen Mitteln. Dabei wird erarbeitet, ob die von Benjamin verfassten Thesen auf die historische Wirklichkeit übertragbar und darüber hinaus gültig sind.
Die Arbeit liefert eine grobe Begründung, wie es die Nationalsozialisten mit Hilfe der Medien schaffen konnten Millionen von Menschen zu manipulieren und zu ihren Zwecken zu mobilisieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Zielsetzung
2. Hauptteil
2.1 Historische Einordnung
2.2 Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit
2.3 Leni Riefenstahl
2.4 Analyse zu Triumph des Willens
2.5 Die Inszenierung des Politischen
2.6 Der Film als Medium der Propaganda
2.7 Emotionale Manipulation in „Triumph des Willens“
3. Schluss
3.1 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht, inwiefern Walter Benjamins Thesen zur Ästhetisierung der Politik auf den nationalsozialistischen Propagandafilm „Triumph des Willens“ anwendbar sind und wie das Medium Film zur gezielten Manipulation und Mobilisierung der Massen instrumentalisiert wurde.
- Medienphilosophische Analyse von Walter Benjamins „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“
- Untersuchung der nationalsozialistischen Propagandastrategien im Film
- Rolle von Leni Riefenstahl und die filmische Inszenierung des „Führer-Kults“
- Die emotionale Manipulation des Zuschauers durch filmische Mittel und Ästhetik
Auszug aus dem Buch
2.5 Die Inszenierung des Politischen
„Die faschistische Kunst ist eine Propagandakunst. Sie wird also für Massen exekutiert. Die faschistische Propaganda muß, weiterhin, das ganze gesellschaftliche Leben durchdringen. Die faschistische Kunst wird demnach nicht nur für Massen, sondern auch von Massen exekutiert. Danach läge die Annahme nahe, die Masse habe es in dieser Kunst mit sich selbst zu tun, sie verständige sich mit sich selbst, sie sei Herr im Hause: Herr in ihren Theatern und ihren Stadien. Herr in ihren Filmateliers und in ihren Verlagsanstalten. Jeder weiß, daß das nicht der Fall ist“ (Oberwinter 2007: 19 zit. nach Benjamin 1966: 509).
Und damit fasst Benjamin eines gut zusammen: „kein neuzeitlicher Staat hat sich so exklusiv über seine Kunst- und Kulturpolitik legitimiert, wie das nationalsozialistische Deutschland“ (Oberwinter 2007: 19). Denn wie im vorherigen Kapitel analysiert instrumentalisierte das Regime die Kunst in einem Maße, das man vorher noch nicht kannte und nutze es als ein Medium zur sozialen Kontrolle und zur Verschleierung der „ideellen Oberflächlichkeit des Regimes“ (Oberwinter 2007: 19).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der theoretischen Grundlage von Walter Benjamin und Definition der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Ästhetisierung der Politik im Nationalsozialismus.
2. Hauptteil: Detaillierte historische Einordnung, theoretische Analyse von Benjamins Kunstbegriff sowie Untersuchung der filmischen Propagandatechniken von Leni Riefenstahl anhand des Films „Triumph des Willens“.
3. Schluss: Synthese der Ergebnisse, welche Benjamins Thesen über den Missbrauch des Films im Faschismus durch die Analyse des Werkes von Riefenstahl bestätigt.
Schlüsselwörter
Walter Benjamin, Nationalsozialismus, Leni Riefenstahl, Triumph des Willens, Medienphilosophie, Ästhetisierung der Politik, Propaganda, Filmtheorie, technische Reproduzierbarkeit, Führer-Kult, Massenmanipulation, Ideologie, Bildsprache.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die theoretischen Thesen des Philosophen Walter Benjamin über die Ästhetisierung der Politik und prüft, inwieweit diese auf die filmische Praxis des Nationalsozialismus zutreffen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen die medienphilosophische Perspektive auf Kunst und Technik, die Propagandamechanismen im „Dritten Reich“ sowie die Analyse filmischer Gestaltungsmittel zur Steuerung von Massen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu belegen, wie die Nationalsozialisten mit Hilfe von Medien wie dem Film Millionen Menschen manipulieren konnten und ob Benjamins Thesen hierfür als gültiges Erklärungsmodell dienen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine medienphilosophische Analyse, die auf einer Literaturrecherche und der inhaltlichen Untersuchung des Propagandafilmes „Triumph des Willens“ basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Benjamins Werk, eine Vorstellung der Regisseurin Leni Riefenstahl und eine tiefgehende Analyse der filmischen Umsetzung und Manipulation in „Triumph des Willens“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zentrale Begriffe sind unter anderem Medienphilosophie, Propaganda, Ästhetisierung der Politik, Führer-Kult und technische Reproduzierbarkeit.
Welchen Einfluss hatte Leni Riefenstahl auf die nationalsozialistische Propaganda?
Durch ihren Film „Triumph des Willens“ schuf sie ein hocheffizientes Instrument der Propaganda, das durch bewusste Montage und Inszenierung des „Führers“ die Massen emotionalisierte und politisch mobilisierte.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Kamera in „Triumph des Willens“?
Die Kamera wird hier als Apparatur verstanden, die dem Zuschauer keine objektive Realität zeigt, sondern eine durch den Regisseur konstruierte „Schein-Wirklichkeit“ zur Festigung ideologischer Botschaften präsentiert.
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- Anonym (Autor), 2020, Walter Benjamins Theorien in Bezug auf den Nationalsozialismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/914110