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Der strukturelle Wandel der ostdeutschen Industrie nach der Wiedervereinigung

Title: Der strukturelle Wandel der ostdeutschen Industrie nach der Wiedervereinigung

Term Paper , 2008 , 45 Pages

Autor:in: Jonas Burtz (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Der Verfasser hat sich für dieses Thema entschieden, weil es immer noch aktuell ist, aber trotzdem einen interessanten historischen Hintergrund hat. Es ist aktuell, da in den Medien regelmäßig von Problemen in Ostdeutschland berichtet wird und der Aufbau-Ost demnach immer noch nicht vollendet ist. Der in Berlin lebende Verfasser bekommt hier besonders gut die Probleme des Angleichungsprozesses mit. Berlin scheint trotz der hier stattfindenden Deindustrialisierung wie eine Insel mit Magnetwirkung inmitten eines eher chancenlosen Umlands. Mit Zweitwohnsitz in Brandenburg gemeldet, bekommt der Verfasser auch hautnah die Sorgen der ehemaligen DDR-Bürger mit, wodurch ihm bewusst wurde, dass es hier hinsichtlich der Lebensumstände noch einiges zu verbessern gilt.
Nach einigen Recherchen wurde deutlich, dass im Allgemeinen die Industrie der Schlüssel zum Wohlstand und deswegen maßgeblich am Aufbau-Ost beteiligt ist. Nur wenn die ostdeutsche Industrie funktioniert, kann Ostdeutschland das westdeutsche Niveau erreichen. Deswegen schien es, auch unter geographischen Gesichtspunkten, am interessantesten den Strukturwandel der ostdeutschen Industrie nach der Wiedervereinigung zu analysieren. Aufgrund persönlicher Eindrücke gelangt der Verfasser vor der Erarbeitung zu folgender Hypothese: Der Strukturwandel der ostdeutschen Industrie ist noch nicht abgeschlossen.
So soll auf den folgenden Seiten der oben genannte Strukturwandel und die Richtigkeit der Hypothese untersucht werden, wozu eine Betrachtung der DDR-Industriestrukturen notwendig ist.
Aufgrund des vorgegebenen Umfangs dieser Arbeit kann bei der Erarbeitung des Themas nur auf bestimmte Aspekte eingegangen werden, während andere außen vor gelassen werden müssen. Es wurde eine Auswahl getroffen, die den Strukturwandel bestmöglich widerspiegelt.
Die Gliederung wurde dabei so übersichtlich wie möglich gestaltet, jedoch hängen viele Aspekte miteinander zusammen, weshalb Überschneidungen nicht auszuschließen sind.
Mit Hilfe zweier Fallbeispiele, welche die unterschiedliche Entwicklung von Industrieunternehmen nach der Wende zeigen, wird der Strukturwandel der ostdeutschen Industrie komprimiert und exemplifiziert dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aktualität des Themas und Hypothese

1.2 Räumliche und begriffliche Einordnung

1.3 Der Begriff Strukturwandel

1.4 Der Begriff Industrie

2 Die Deutsche Demokratische Republik – ein stark industrialisierter Staat

2.1 Die 1. Phase 1945 bis 1950 – Wiederherstellung der Industrie

2.1.1 Erste Enteignungen

2.1.2 Demontage und Reparationen

2.2 Die 2. Phase 1951 bis 1975 – Räumliche Dekonzentration der Industrie

2.2.1 Existentes Süd-Nord-Gefälle

2.2.2 Nordindustrialisierung - räumliche Dekonzentration der Industrie

2.2.3 Verstaatlichung

2.3 Die 3. Phase 1976-1989 – Rationalisierung und Intensivierung

2.3.1 Kombinate – riesige und träge Industriestrukturen

2.3.2 Wachstum im Süden der DDR

2.3.3 Betriebsgrößen und resultierende Disparitäten

2.4 Fazit

3 Die Industrie der Neuen Bundesländer

3.1 Die ersten Jahre nach der Wiedervereinigung (1990 bis 1995)

3.1.1 Politische Ausgangssituation

3.1.1.1 Währungsunion und der daraus resultierende Wegfall der Ostmärkte

3.1.1.2 Von Sozialismus und Planwirtschaft zur Marktwirtschaft

3.1.2 Die Situation der Industrie zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung

3.1.2.1 Produktivitätsrückstand

3.1.2.2 Weniger Export

3.1.2.3 Qualitativ schlechtere Produkte und steigende Nachfrage nach Westprodukten

3.1.2.4 Geringeres Produktionsvolumen

3.1.3 Veränderte Bedingungen für die Bevölkerung

3.1.3.1 Beschäftigtenzahlen – Die industrielle Vollbeschäftigung hat ein Ende

3.1.3.2 Lohnanhebungen und Abwanderung des Humankapitals

3.1.4 Entwicklungsprozesse der Industrie

3.1.4.1 Deindustrialisierung

3.1.4.2 Entindustrialisierung

3.2 Angestrebte Veränderungen

3.3 Maßnahmen zur Veränderung der Industriestruktur

3.3.1 Politik des Erhalts industrieller Kerne

3.3.2 Privatisierung durch die Treuhandanstalt

3.3.3 Investitionen

3.4 Auswirkungen auf die ostdeutsche Industrie und ihre Struktur

3.4.1 Zeitweiliger Bauboom in Ostdeutschland

3.4.2 Suburbanisierung

3.4.3 Das West-Ost- und das weiterhin bestehende Süd-Nord-Gefälle

3.4.4 Unterschiedliche regionale Voraussetzungen und Betriebstypen

3.4.5 Verlängerte Werkbänke

3.4.6 Entwicklung hin zu Klein- und Mittelbetrieben

3.4.7 Veränderte Gewichtung der Wirtschaftssektoren

3.4.8 Beschäftigung

3.4.9 Industriebesatz

3.4.10 Lohnstückkosten

3.4.11 Steigendes Produktionsvolumen

3.4.12 Exporte und Inlandsnachfrage

3.4.13 Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

4 Zwei Betriebe als Fallbeispiele

4.1 EKO-Stahl

4.1.1 Eko-Stahl in der DDR

4.1.2 Strukturelle Veränderungen nach der Wiedervereinigung

4.1.3 EKO-Stahl in der jüngeren Vergangenheit

4.2 Der Volkseigene Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den industriellen Strukturwandel in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung unter Berücksichtigung der DDR-Industrie-Historie. Das zentrale Ziel ist es, den Transformationsprozess, die Probleme der Angleichung an westdeutsche Standards sowie die Rolle der Treuhandanstalt und verschiedener Fördermaßnahmen zu beleuchten, um die Hypothese zu prüfen, dass dieser Wandel noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

  • Historische Industriestrukturen der DDR (Kombinate, Planwirtschaft)
  • Transformation der ostdeutschen Industrie nach 1990 (Deindustrialisierung, Privatisierung)
  • Regionale Unterschiede und Disparitäten (Süd-Nord-Gefälle)
  • Wirtschaftliche Kennzahlen und Indikatoren (Produktivität, Export, Forschung & Entwicklung)
  • Fallstudien zur industriellen Entwicklung (EKO-Stahl, VEB Stern-Radio Berlin)

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1 Währungsunion und der daraus resultierende Wegfall der Ostmärkte

Mit der Einführung der Deutschen Mark (DM) in den NBL, ebenfalls am 1.Juli 1990, wurden so gut wie alle ostdeutschen Betriebe zu „Verlustbetrieben“, da sie von einem Tag auf den anderen ihre Produkte für DM verkaufen mussten. Die ehemaligen Abnehmer im Osten konnten aber nicht mit DM bezahlen und im Westen wollte so gut wie keiner die ostdeutschen Produkte kaufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema, die wissenschaftliche Relevanz, die räumliche Einordnung sowie die zentrale Arbeitshypothese vor.

2 Die Deutsche Demokratische Republik – ein stark industrialisierter Staat: Dieses Kapitel analysiert die industrielle Entwicklung der DDR in drei Phasen, von der Wiederherstellung über die räumliche Dekonzentration bis zur Rationalisierung in Kombinaten.

3 Die Industrie der Neuen Bundesländer: Hier wird der Prozess der Transformation nach 1990 untersucht, inklusive der Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Export, Produktivität und die gezielten Maßnahmen zum Strukturwandel.

4 Zwei Betriebe als Fallbeispiele: Anhand der Beispiele EKO-Stahl und VEB Stern-Radio Berlin wird der Erfolg bzw. das Scheitern industrieller Unternehmen im Zuge des Umbruchs illustriert.

5 Schlussbetrachtung: Das Fazit bestätigt die Hypothese, dass der Strukturwandel noch nicht abgeschlossen ist, und reflektiert die Effektivität der Transformationspolitik sowie die zukünftigen Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Strukturwandel, DDR, Ostdeutschland, Treuhandanstalt, Deindustrialisierung, industrielle Basis, Transformation, Kombinate, Wiedervereinigung, Produktivität, Forschungsaktivitäten, Arbeitseinkommen, Lohnstückkosten, Spezialisierung, Standortfaktoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den industriellen Strukturwandel in Ostdeutschland im Zeitraum nach der Wiedervereinigung von 1990 bis zur Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die industrielle Historie der DDR, die Auswirkungen der Währungsunion, den Transformationsprozess durch die Treuhandanstalt sowie regionale Disparitäten und die Entwicklung der ostdeutschen Wirtschaftsleistung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die industrielle Transformation zu analysieren und zu prüfen, ob der Strukturwandel in Ostdeutschland als abgeschlossen betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse historischer und wirtschaftlicher Daten, Literaturrecherchen sowie zwei spezifische Fallbeispiele (EKO-Stahl und VEB Stern-Radio Berlin) zur Exemplifizierung des Wandels.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der DDR-Industriestrukturen, den Zusammenbruch bzw. die Transformation nach der Wiedervereinigung sowie die detaillierte Betrachtung wirtschaftlicher Indikatoren wie Beschäftigung, Investitionen und Forschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Strukturwandel, Treuhandanstalt, Deindustrialisierung, Transformation, industrielle Basis und regionale Disparitäten.

Warum war der Prozess der Treuhandanstalt so umstritten?

Die Privatisierungs- und Abwicklungsstrategie der Treuhand führte zu massiven Beschäftigungsverlusten, da viele DDR-Betriebe dem internationalen Konkurrenzdruck unter markt-wirtschaftlichen Bedingungen ohne umfassende Sanierung nicht gewachsen waren.

Welche Bedeutung haben die "verlängerten Werkbänke"?

Dieser Begriff beschreibt Industriebetriebe in Ostdeutschland, die keine eigene Forschung und Entwicklung betreiben und meist als abhängige Filialen für westdeutsche Mutterkonzerne fungieren.

Warum blieb das Süd-Nord-Gefälle bestehen?

Die ungleiche industrielle Basis und die Ansiedlungspolitik, die meist Regionen mit historisch gewachsenen industriellen Clustern bevorzugte, führten dazu, dass das Süd-Nord-Gefälle auch nach der Wiedervereinigung fortbestand.

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Details

Title
Der strukturelle Wandel der ostdeutschen Industrie nach der Wiedervereinigung
Author
Jonas Burtz (Author)
Publication Year
2008
Pages
45
Catalog Number
V91536
ISBN (eBook)
9783638049177
Language
German
Tags
Wandel Industrie Wiedervereinigung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Burtz (Author), 2008, Der strukturelle Wandel der ostdeutschen Industrie nach der Wiedervereinigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91536
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