Ziel der Arbeit ist es für kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) eine Entscheidungshilfe zu geben, ob es zielführender ist einen eigenen Onlineshop zu implementieren oder die Vermarktung über Online-Marktplatzanbietern durchzuführen.
Die Digitalisierung ermöglicht Unternehmen neue Möglichkeiten, um ihren Kundenstamm zu erweitern. Durch die Ortsunabhängigkeit, wie zum Beispiel im E-Commerce, ist es Unternehmen möglich, in kürzester Zeit weltweit neue Kunden zu gewinnen. Besonders dies ist im Zeitalter des Onlinemarketings für Unternehmen, vor allem für KMU, eine sehr große Herausforderung. Um mit den „Big Players“ am Markt mithalten zu können, welche im Gegensatz zu den KMU meist die entsprechen-den finanziellen Mittel und Budgets zur Verfügung haben, ist es für KMU wichtig, die Erfolgsfaktoren der E-Commerce-Geschäftsmodelle zu kennen. Gerade für KMU ist daher die Entscheidung, ob der Verkauf der Produkte durch einen eigenen Onlineshop bzw. über Online-Marktplatzformen (Amazon, Willhaben) erfolgen soll von essenzieller Bedeutung.
Um mehr Klarheit in diese Diskussion zu bringen, liefert diese Seminararbeit einen Überblick über Online-Marktplatzformen und Onlineshops. Zudem werden in der Arbeit die technologischen Grundvoraussetzungen, Beurteilungskriterien und Best-Practice-Beispiele des jeweiligen Geschäftsmodells vorgestellt. Weiter wird auf die Vor- und Nachteile des jeweiligen Geschäftsmodells eingegangen. Damit wird mit dieser Arbeit für KMU eine Entscheidungshilfe entwickelt, mit der die Auswahl des Geschäftsmodells erfolgen kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Struktur
1.3 Intendierte Forschungsmethode
2 Definitionen
2.1 KMU
2.2 Onlineshop
2.3 Online-Marktplatzanbieter
3 E-Business und E-Commerce
3.1 Akteure in der „E“-Welt
3.1.1 Business-to-Business
3.1.2 Business-to-Consumer
3.1.3 Business-to-Employee
3.1.4 Business-to-Government
3.1.5 Consumer-to-Business
3.1.6 Consumer-to-Consumer
3.1.7 Peer-to-peer
3.2 E-Commerce Geschäftsmodelle
3.2.1 Pure-Online-Handel
3.2.2 Multichannel-Handel
3.2.3 Hybrider Online-Handel
3.2.4 Innovative Marktplätze und Shoppingportale
3.3 Wachstum im E-Commerce nach Geschäftsmodell
4 Onlineshop
4.1 Grundvoraussetzungen
4.1.1 Standardkomponenten
4.2 Auswahlkriterien
4.3 Shopsysteme
4.3.1 Best-Practice-Examples
4.4 Webshop Herausforderungen
5 Online-Marktplatzanbieter
5.1 Modelle
5.1.1 Amazon (Verkaufsplattform)
5.1.2 Willhaben (Auktionsplattform)
6 Fazit
7 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht für kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) die Entscheidungsgrundlage zwischen dem Aufbau eines eigenen Onlineshops und der Nutzung von Online-Marktplatzanbietern. Das primäre Ziel ist es, Vor- und Nachteile beider Vertriebskanäle gegenüberzustellen, um eine fundierte Entscheidungshilfe für KMU in diesem Bereich zu entwickeln.
- Vergleich zwischen Onlineshop und Online-Marktplatzformen
- Analyse der E-Commerce-Geschäftsmodelle
- Darstellung technologischer Anforderungen und Auswahlkriterien für Shopsysteme
- Bewertung von Best-Practice-Beispielen (Shopify, Gambio, Magento, Amazon, Willhaben)
- Identifikation kritischer Erfolgsfaktoren für den Online-Handel
Auszug aus dem Buch
3.1 Akteure in der „E“-Welt
Der elektronische Austausch von Gütern gewinnt in den unterschiedlichsten Geschäftsbeziehungen immer mehr an Bedeutung. Daher ist es sehr wichtig, die Grenze zwischen den Handels- und Geschäftsarten, die mit dem „E“-Faktor in Beziehung stehen, klar zu ziehen. Basierend auf der Art kann sie im E-Commerce unterschiedlich differenziert werden. In diesem Unterkapitel wird auf die gängigsten Beziehungen im Detail eingegangen.
3.1.1 Business-to-Business
Business-to-Business (B2B) beschreibt Handelsgeschäfte zwischen Unternehmen, z.B. zwischen einem Hersteller und einem Großhändler oder zwischen einem Großhändler und einem Einzelhändler. Bevor sich der Begriff B2B etablierte wurde er zunächst nur für das Industrie- oder Investitionsgütermarketing verwendet. Mittlerweile wird B2B als Synonym für alle Geschäftsabwicklungen von Produkten und Dienstleistungen zwischen Unternehmen verwendet.
3.1.2 Business-to-Consumer
Business-to-Consumer (B2C, manchmal auch Business-to-Customer genannt) beschreibt die Aktivitäten von Unternehmen, die Endverbraucher mit Produkten und/oder Dienstleistungen bedienen. Ein Beispiel für eine B2C-Transaktion wäre eine Person, die ein Paar Schuhe bei einem Einzelhändler kauft. B2C steht für "business-to-consumer" und gilt für alle Unternehmen oder Organisationen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen über das Internet an Verbraucher für den eigenen Gebrauch verkaufen. Wenn die meisten Menschen an B2C-E-Commerce denken, denken sie an Amazon, den Online-Shop, der seine Website 1995 ins Leben rief und schnell die großen Einzelhändler des Landes übernahm. Neben den Online-Händlern hat sich B2C auch auf Dienstleistungen wie Online-Banking, Reisedienstleistungen, Online-Auktionen, Gesundheitsinformationen und Immobilienseiten ausgedehnt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen für KMU beim Einstieg in den E-Commerce ein und formuliert die Zielsetzung der Arbeit.
2 Definitionen: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten wie KMU, Onlineshop und Online-Marktplatzanbieter definiert, um eine theoretische Basis zu schaffen.
3 E-Business und E-Commerce: Das Kapitel erläutert die Abgrenzung zwischen E-Business und E-Commerce, beschreibt verschiedene Akteursbeziehungen (wie B2B, B2C) und kategorisiert E-Commerce-Geschäftsmodelle.
4 Onlineshop: Dieser Abschnitt behandelt die technischen Grundvoraussetzungen, Auswahlkriterien, verschiedene Shopsysteme sowie Herausforderungen beim Betrieb eines eigenen Onlineshops.
5 Online-Marktplatzanbieter: Hier werden verschiedene Marktplatzmodelle, speziell Amazon als Verkaufsplattform und Willhaben als Auktionsplattform, analysiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt eine Empfehlung zur Wahl des geeigneten E-Commerce-Vertriebskanals für KMU.
7 Ausblick: Der Ausblick thematisiert zukünftige Anforderungen an KMU im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und Wettbewerbsintensität.
Schlüsselwörter
KMU, E-Commerce, E-Business, Onlineshop, Online-Marktplatz, Vertriebskanäle, Geschäftsmodelle, Digitalisierung, Online-Marketing, Shopsysteme, B2B, B2C, Best-Practice, Amazon, Willhaben
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit behandelt die Entscheidung zwischen dem Betrieb eines eigenen Onlineshops und der Nutzung von Online-Marktplatzplattformen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Es werden Begriffsdefinitionen, E-Commerce-Geschäftsmodelle, die technischen Aspekte von Shopsystemen sowie die Vor- und Nachteile verschiedener Plattformmodelle analysiert.
Was ist das Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist die Bereitstellung einer Entscheidungshilfe für KMU, um zu bewerten, welcher Vertriebsweg – eigener Shop oder Marktplatz – für ihre spezifischen Anforderungen am sinnvollsten ist.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Als wissenschaftliche Methode wurde eine umfassende Literaturrecherche in relevanten Fachdatenbanken durchgeführt und durch Mindmaps strukturiert.
Was sind die Inhalte des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Akteure, die Kategorisierung von E-Commerce-Modellen und die detaillierte Vorstellung technischer Anforderungen sowie Fallbeispiele (Best-Practice).
Welche Keywords kennzeichnen die Publikation?
Die Arbeit fokussiert sich auf Begriffe wie KMU, E-Commerce-Modelle, Shopsysteme, Online-Marktplätze und deren strategische Erfolgsfaktoren.
Wie unterscheiden sich Mietshops und Kaufshops für KMU?
Mietshops sind kostengünstiger und technisch einfacher für den schnellen Einstieg, während Kaufshops eine höhere Anpassbarkeit bieten, aber mit einmaligen Investitionen und höherem Wartungsaufwand verbunden sind.
Welche Rolle spielt die Größe des Unternehmens bei der Wahl des Shopsystems?
Die Arbeit empfiehlt für kleinere Unternehmen das Mietsystem, wohingegen mittlere und große Firmen eher von maßgeschneiderten Kaufshops oder Open-Source-Lösungen profitieren.
Was ist ein wesentliches Risiko beim Verkauf über Amazon für Drittanbieter?
Ein Hauptrisiko besteht darin, dass Amazon als Plattformbetreiber gleichzeitig als direkter Konkurrent auftritt und detaillierte Einblicke in die Verkaufsdaten der Händler erhält.
- Citation du texte
- Nathalie Felder (Auteur), 2019, E-Commerce für kleine und mittelständige Unternehmen. Eigener Onlineshop VS Online-Marktplatzanbieter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/915938