Es ist eine Tatsache, dass deutsche Schüler im internationalen Vergleich im Bereich der mathematisch-naturwissenschaftlichen Leistungen nur im Mittelfeld liegen.
Ausgehend von dieser Tatsache, werden in der vorliegenden Arbeit zunächst die theoretischen Grundlagen der PISA-Studie vorgestellt, aus denen sich Hypothesen ableiten lassen. Anschließend wird die Auswertung mit SPSS vorgestellt. Im Ergebnisteil wird genauer darauf eingegangen, wie sich die mathematische Kompetenz sowohl auf Individualebene als auch auf Unterrichtsebene entwickelt. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung und Diskussion.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theorieteil
2.1 Theoretische Orientierung, dargestellt am Beispiel von PISA 2000
2.2 Theoretische Orientierung
3. Fragestellungen zur mathematische Kompetenz
4. Ergebnisse
4.1 Die Motivationen korrelieren mit der mathematischen Kompetenz
4.2 Lesekompetenz korreliert positiv mit mathematischer Kompetenz.
4.3 Je höher der Schulabschluss, desto ausgeprägter ist die mathematische Kompetenz.
4.4 Ein hoher IQ gilt als ausgezeichnete Voraussetzung für die Entwicklung der mathematischen Kompetenz.
4.5 Die Teilzeitunterrichtsorganisation wirkt sich positiv auf die mathematische Kompetenz der Schülerinnen und Schüler aus.
4.6 Die Unterrichtsform ist neben unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen für die Mathematikkompetenzentwicklung verantwortlich.
4.7 Die mathematische Kompetenz verbessert sich nicht im Verlauf des ersten Ausbildungsjahres.
5. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen verschiedenen motivationalen und kognitiven Einflussfaktoren sowie schulischen Rahmenbedingungen und der mathematischen Kompetenz in der beruflichen Grundausbildung. Ziel ist es, auf Basis empirischer Daten aus der PISA-Studie und einem eigenen Projekt, Faktoren zu identifizieren, die zur Verbesserung der mathematischen Leistungsfähigkeit beitragen.
- Einfluss von Motivationsformen auf den mathematischen Lernerfolg
- Bedeutung der Lesekompetenz als Basisqualifikation
- Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status, IQ und Schulabschluss
- Effekte verschiedener Unterrichtsorganisationsformen
- Rolle der Unterrichtsmethodik im mathematischen Fachunterricht
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Das „Programme for International Student Assessment“, kurz PISA genannt, das von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt wird, ist das bekannteste Programm, das zur Erfassung der Basiskompetenzen der heranwachsenden Generation durchgeführt wird. Ohne jeden Zweifel hat es eine vorher unvorstellbare Bewegung in die deutsche Bildungsdebatte gebracht.
Die PISA-Studie umfasst drei Bereiche: die Lesekompetenz (Reading Literacy), die mathematische Grundbildung (Mathematical Literacy) und die naturwissenschaftliche Grundbildung (Scientific Literacy). Diese Kompetenzen decken nicht nur das Programm des Curriculums ab; sie definieren auch die Kenntnisse und Fähigkeiten, die für das Erwachsenenleben vorausgesetzt werden.
Es ist eine Tatsache, dass deutsche Schüler im internationalen Vergleich im Bereich der mathematisch-naturwissenschaftlichen Leistungen nur im Mittelfeld liegen. Sie können verhältnismäßig leicht Aufgaben lösen, die mithilfe von Alltagswissen erfolgreich bearbeitet werden können. Sie sind außerdem stark in der Durchführung von Routineverfahren sowie in der Reproduktion von gelerntem Faktenwissen. Dagegen scheitern deutsche Schüler im Bereich Mathematik häufig in offenen, problemhaltigen und ungewohnten Kontexten. Das heißt ihre Schwächen kommen gerade dann zum Vorschein, wenn Kenntnisse aus mehreren Sachgebieten miteinander vernetzt werden müssen (Transferdenken) und/oder mehrschrittige Lösungen erforderlich sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die PISA-Studie ein und verdeutlicht die Problematik der mathematischen Leistungen deutscher Schüler im internationalen Vergleich.
2. Theorieteil: Hier werden grundlegende Konzepte wie mathematische Kompetenz, Modellierungsaufgaben und der Einfluss von Motivation auf den Lernerfolg wissenschaftlich fundiert dargelegt.
3. Fragestellungen zur mathematische Kompetenz: Es werden die zentralen Hypothesen der Arbeit formuliert, die den Einfluss von Motivation, Lesekompetenz, IQ, Schulabschluss und Unterrichtsgestaltung untersuchen.
4. Ergebnisse: In diesem Hauptteil erfolgt die statistische Auswertung der erhobenen Daten mittels SPSS zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5. Diskussion: Das Fazit fasst die empirischen Befunde zusammen und leitet daraus konkrete Ansätze zur Verbesserung der Unterrichtspraxis ab.
Schlüsselwörter
Mathematische Kompetenz, PISA-Studie, Lernmotivation, Lesekompetenz, Intelligenzquotient, Schulabschluss, Unterrichtsorganisation, SPSS, Bildungsforschung, Mathematische Grundbildung, Leistungsentwicklung, Berufliche Grundausbildung, Transferdenken, Unterrichtsmethoden, Selbstwirksamkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die die mathematische Kompetenz von Auszubildenden beeinflussen, unter Rückgriff auf PISA-Methodiken und eine eigene Datenerhebung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen der Zusammenhang zwischen Motivation, kognitiven Voraussetzungen (wie IQ und Lesekompetenz) und die Auswirkung von Schul- und Unterrichtsformen auf die mathematische Leistung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, evidenzbasierte Erkenntnisse zur mathematischen Leistungsentwicklung in der beruflichen Grundausbildung zu gewinnen, um die Unterrichtspraxis nachhaltig zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Analyse mittels der Software SPSS, wobei verschiedene Korrelationsberechnungen und Varianzanalysen angewendet wurden.
Was wird im Hauptteil detailliert dargelegt?
Der Hauptteil präsentiert die statistischen Ergebnisse zu den sieben aufgestellten Hypothesen, belegt durch zahlreiche Grafiken und Tabellen zur Korrelation zwischen Variablen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Studie?
Kernelemente sind die mathematische Kompetenz, Motivation in ihren verschiedenen Ausprägungen (intrinsisch/extrinsisch) sowie die institutionellen Rahmenbedingungen der Ausbildung.
Welchen Einfluss hat die Lesekompetenz auf die Ergebnisse?
Die Arbeit zeigt, dass Lesekompetenz eine signifikante Voraussetzung für mathematische Leistungen ist, da sie den Wissenserwerb und die Textverarbeitung massiv beeinflusst.
Wie bewerten die Autoren die Rolle der Unterrichtsorganisation?
Die Ergebnisse legen nahe, dass teilzeitlich organisierter Unterricht tendenziell zu besseren Lernergebnissen führt als Vollzeitunterricht, was als wesentlicher Einflussfaktor gewertet wird.
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- Ping Liu (Autor), 2007, Untersuchungen zur mathematischen Kompetenz in der Berufsbildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91812