Heutzutage finden sich in einer überwiegenden Zahl von Unternehmen und Betrieb eine unbestimmte Anzahl an Konzepten, Abteilungen werden mit der Erstellung betraut. Eine ganze Branche lebt von der Konzeptionsentwicklung, die Spitzenunternehmen fertigen mehrere und vielfältige Konzepte pro Jahr. Nicht selten finden sich inzwischen auch bei den Non-Profit-Organisationen Konzeptentwickler, diese sowohl im haupt- und ehrenamtlichen Bereich. Die Umstände, die zu einem Anstoß zu einer Konzeptentwicklung führen sind vielfältig.
Einzelne Themen und Sachverhalte, konkrete Sachverhalte und Projekte sind nur einige Beispiel dafür, dass die Idee der Konzeptentwicklung schon längst in unserem Arbeitsalltag integriert ist. Konzepte sollen beispielsweise neue Ideen und Innovationen entwickeln, Entscheidungen vorbereiten oder bereits getroffene Entscheidungen begründen, die Begründung für ein bestimmtes Projekt, einen Sachverhalt oder einer Problemlösung liefern. Auch veränderte Rahmenbedingungen und Arbeitsstrukturen innerhalb Behörden, Verbänden, Einrichtungen o.ä. sind Anlässe Konzepte zu entwickeln oder diese auf weitere Aktualität zu beleuchten. Erwünschte Wirkung aller Konzepte ist eine qualitative und/ oder quantitative Verbesserung der momentanen Leistungsstandards.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in die Konzeptentwicklung
1.1. Theoretischer Rahmen
1.2. Bezug zu den Gesundheitsfachberufen
1.3. Begriffsbestimmung
2. Entwicklung von Konzepten
2.1. Exemplarische Modelle zur Entwicklung von Konzepten
2.1.1. Der Regelkreis „Analyse – Strategie – Umsetzung“
2.1.2. Die Konzeptentwicklung als „systemischer Prozess“
2.2. Exkurs: Leitbildentwicklung
3. Praxistransfer
3.1. Problemfelder und deren Lösungsansätze
3.1.1. Der Zeitansatz
3.1.2. Die Stofffülle
3.1.3. Die Komplexität
3.1.4. Die Kreativität
3.1.5. Die Formulierung
3.1.6. Die Präsentation
3.2. Praxisphase – Bearbeitung der eigenen Konzepte
3.2.1. Transformation des Gelernten auf ein Beispielkonzept
3.2.2. Bewertung von Konzepten auf der Grundlage des Gelernten
7. Selbstkontrollaufgaben
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, Fachkräften in Gesundheitsberufen ein fundiertes Verständnis und methodische Werkzeuge für die systematische Konzeptentwicklung an die Hand zu geben, um komplexe Herausforderungen im Arbeitsalltag professionell zu bewältigen.
- Grundlagen der Konzeptentwicklung und theoretische Einordnung.
- Modellhafte Ansätze zur strukturierten Planung und Entscheidungsfindung.
- Methoden zur Identifikation und Lösung typischer Problemfelder in der Konzeptarbeit.
- Strategien zur erfolgreichen Präsentation und Umsetzung von Konzepten.
- Besonderheiten bei der Leitbildentwicklung als spezifische Form der Konzeption.
Auszug aus dem Buch
Der Regelkreis „Analyse – Strategie – Umsetzung“
Das Modell dieses Regelkreises kommt aus der Wirtschaft und ist somit als Steuerungs- und Kontrollinstrument zu sehen. Der Begriff Regelkreis sagt aus, dass jeder Erstellungsprozess die oben angeführten Arbeitsschritte immer wieder mental durchlaufen kann oder muss. Es ist daher einerseits eine Abfolge der Leistung des Konzeptionier zunächst eine analytische Ordnung zu schaffen, auf der dann die strategischen Entscheidungen getroffen werden, die in operative Handlungen umgesetzt werden, zum Anderen nutzt er dieses Modell auch als roten Faden mit dem Ziel ein systematische Konzeptentwicklung zu gewährleisten. Neue Fakten, Daten, Erkenntnisse im Allgemeinen sind derart zu berücksichtigen, dass der Regelkreis neuerlich durchlaufen werden muss. Der Regelkreis „Analyse – Strategie – Umsetzung“ besteht aus drei Denksystemen und den innerhalb Dieser befindlichen zehn Arbeitsschritten.
Wichtig ist, dass Sie sich an die Dreigliedrigkeit dieses Systems halten. Es ist ungünstig eine strategische Entscheidung zu treffen, ohne dass alle wichtigen Analysen vorliegen. Dies führt folglich zu einer vorschnellen Planung, deren Konsequenzen die Nichtumsetzung des Konzeptes zur Folge haben kann. Weiterhin kann trotz guter Analyse und der richtigen Entscheidung die Umsetzung nicht konsequent genug verfolgt werden. Welcher Schritt vernachlässigt oder übersprungen wurde ist, wie so oft, unerheblich, das Resultat jedoch ist immer das Gleiche: Das Konzept scheitert.
Im Folgenden sollen nun die Elemente dieses Modells bezeichnet und näher beleuchtet werden:
Analytische Ordnung
Die Achse dieses Regelkreises ist immer die Strategie des Auftragsgebers. Von hier ausgehend werden in dem analytischem Teil Daten und Fakten so geordnet, dass auf der Basis der Organisationsziele Handlungsoptionen identifiziert und evtl. Lösungsalternativen bedacht werden können. Folglich ist das Ziel dieser Analyse das Schaffen einer lösungsorientierten Ordnung. Klare Strukturen, die sich während des Durchlaufens des Denksystems ergeben, können nur durch eine Reduzierung der Komplexität erreicht werden. Dies schaffen Sie, in dem Sie aus einer Vielzahl von Informationen, die für Ihr Konzept relevanten heraus filtern und anschließend systematisieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in die Konzeptentwicklung: Legt den Grundstein für die Konzeptarbeit durch theoretische Einordnungen und die Abgrenzung zentraler Begriffe.
2. Entwicklung von Konzepten: Stellt zwei zentrale Modelle vor, den Regelkreis "Analyse – Strategie – Umsetzung" und die Konzeptentwicklung als "systemischen Prozess".
3. Praxistransfer: Analysiert typische Herausforderungen und Problemfelder in der Konzeptarbeit und liefert konkrete Lösungsansätze für die Anwendung.
7. Selbstkontrollaufgaben: Dient der Vertiefung des gelernten Stoffes durch gezielte Fragen zu den Inhalten des Buches.
Schlüsselwörter
Konzeptentwicklung, Regelkreis, Systemischer Prozess, Strategie, Analyse, Umsetzung, Problemlösung, Leitbildentwicklung, Wissensmanagement, Partizipation, Zielbestimmung, Zeitmanagement, Präsentation, Qualitätssicherung, Evaluation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch bietet einen strukturierten Leitfaden für die professionelle Entwicklung von Konzepten, speziell ausgerichtet auf die Bedürfnisse und Anforderungen von Fachkräften in Gesundheitsberufen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die methodische Vorgehensweise bei der Konzeptionserstellung, das persönliche Wissensmanagement, der Umgang mit Problemfeldern wie Zeitnot oder Informationsüberflutung sowie die erfolgreiche Umsetzung und Präsentation von Konzepten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Leser zu befähigen, komplexe Sachverhalte in ihrer Organisation zu analysieren und tragfähige, systematisierte Konzepte zu entwickeln, die tatsächlich zur Verbesserung von Leistungsstandards beitragen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden verschiedene managementbasierte Modelle wie der Regelkreis „Analyse – Strategie – Umsetzung“ sowie Techniken des Wissensmanagements, der SWOT-Analyse und Methoden der partizipativen Organisationsentwicklung angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Vorstellung von zwei unterschiedlichen Entwicklungsmodellen, die Auseinandersetzung mit typischen beruflichen Hürden in der Konzeptarbeit und die Anwendung auf eine praktische Beispielkonzeption.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Charakterisierende Schlüsselwörter sind unter anderem Konzeptentwicklung, Strategische Kommunikation, Systemischer Prozess, Problemlösungskompetenz und Partizipation.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Konzept und Konzeption wichtig?
Die Unterscheidung ist laut Text essentiell, da eine Konzeption im Vergleich zum Konzept einen höheren Grad an Klarheit, Vollständigkeit und Detailliertheit aufweist, was für die konsequente Umsetzung bedeutsam ist.
Welche Rolle spielt die Präsentation eines Konzeptes?
Die Präsentation wird als entscheidender Arbeitsschritt hervorgehoben, da sie über Erfüllung oder Scheitern des Auftrages entscheidet und die Aufgabe hat, die erarbeiteten Inhalte überzeugend und nachvollziehbar an die Entscheider zu vermitteln.
- Citar trabajo
- Jochen Hanisch (Autor), 2020, Systemische Konzeptentwicklung für Gesundheitsfachberufe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/918368