Dieses Werk beschäftigt sich mit der Verbindung von Naturrecht und Ökonomie bei John Locke. Insbesondere werden die Eigentumstheorie und damit wichtige ökonomische Überlegungen auf Grundlage des Naturrechts im Folgenden näher betrachtet.
Zu den bedeutenden Leistungen von Locke zählen seine modernen bürgerlichen Ideen, in welchen er freiheitliche Zustände in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft forderte. So basiert die klassische ökonomische Theorie wesentlich auf den Fundamenten eines Gesellschaftsverständnisses, das sich an Locke orientiert und sich zur Grundlage der politischen Ökonomie des Bürgertums schlechthin entwickelte.
In dieser Seminarbeit soll die Verbindung der Ökonomie mit dem Naturrecht bei Locke dargestellt werden. Zu einer solchen Verbindung kommt es in der „Zweiten Abhandlung über die Regierung“. In diesem Werk versucht Locke als Theoretiker der Emanzipation des Bürgertums, dessen Interessen gegen absolutistische Vorstellungen zu verteidigen. Zunächst werde ich auf den Naturzustand und auf die allgemeinen naturrechtlichen Überlegungen Lockes eingehen. Danach soll die Eigentumstheorie von Locke dargestellt werden, indem die naturrechtlichen Regelungen des Privateigentums, die Eigentumsschranken und die Wirtschaftsstruktur vor und nach der Einführung des Geldes betrachtet werden. Da das Eigentum das zentrale Motiv für die Gründung des Staates ist, sollen schließlich der Gesellschaftsvertrag, der Staatszweck und die Grenzen der staatlichen Macht aufgezeigt werden. Zum Schluss fasst der Autor kurz seine Eigentumstheorie zusammenfassen um in Verbindung damit Lockes Leistung darstellen.
Inhaltsverzeichnis
- A) Einleitung
- B) Die Verbindung von Naturrecht und Ökonomie
- I. Der Naturzustand
- II. Die Eigentumstheorie
- 1. Naturrechtlicher Ausgangspunkt des Eigentums und die Phase vor der Geldeinführung
- 2. Die Phase nach der Geldeinführung
- III. Die politische Gesellschaft
- 1. Gründe für die Staatsgründung
- 2. Aufgaben und Rechte des Staates
- C) Schlussbemerkung
- D) Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert Lockes Verbindung von Naturrecht und Ökonomie, wie sie in seiner „Zweiten Abhandlung über die Regierung“ dargestellt wird. Sie zielt darauf ab, die Grundlage seiner Eigentumstheorie und die damit verbundenen ökonomischen Überlegungen im Kontext des Naturrechts aufzuzeigen.
- Der Naturzustand als Ausgangspunkt von Lockes Theorie und seine Bedeutung für die spätere Entwicklung der Gesellschaft.
- Lockes Eigentumstheorie, insbesondere die Unterscheidung zwischen den Phasen vor und nach der Geldeinführung.
- Die Rolle des Privateigentums als Basis für die Gründung des Staates und die Grenzen staatlicher Macht.
- Der Zusammenhang zwischen Lockes Philosophie und der Entwicklung der klassischen ökonomischen Theorie.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und skizziert die Bedeutung von Lockes Ideen für die Entwicklung der politischen Ökonomie. Sie erläutert den Fokus der Arbeit auf die Verbindung von Naturrecht und Ökonomie im Werk „Zweite Abhandlung über die Regierung“.
Das Kapitel „Der Naturzustand“ beschreibt die Situation der Menschen vor der Bildung politischer Gemeinschaften. Es geht auf die grundlegenden naturrechtlichen Überlegungen Lockes ein, die von der Gleichheit und Freiheit aller Menschen ausgehen. In diesem Zustand herrscht Selbstjustiz und das Recht zur Selbsterhaltung steht im Mittelpunkt.
Das Kapitel „Die Eigentumstheorie“ widmet sich den ökonomischen Aspekten von Lockes Philosophie. Es analysiert den naturrechtlichen Ausgangspunkt des Eigentums und unterscheidet die Phasen vor und nach der Geldeinführung. Es werden die Prämissen des Privateigentums, die Eigentumsschranken und die damit verbundenen Wirtschaftsstrukturen untersucht.
Das Kapitel „Die politische Gesellschaft“ befasst sich mit den Gründen für die Staatsgründung und den Aufgaben und Rechten des Staates. Es zeigt auf, wie der Gesellschaftsvertrag und die Grenzen staatlicher Macht aus Lockes Eigentumstheorie abgeleitet werden können.
Schlüsselwörter
Naturrecht, Ökonomie, John Locke, Eigentumstheorie, Naturzustand, Selbsterhaltung, Gesellschaftsvertrag, Staatsgründung, staatliche Macht, Freiheit, Gleichheit, Bürgertum, klassische ökonomische Theorie.
Häufig gestellte Fragen
Was war John Lockes besondere Leistung laut dieser Arbeit?
Lockes besondere Leistung bestand in der Verbindung von Naturrecht und Ökonomie, was die Grundlage für das moderne bürgerliche Gesellschaftsverständnis und die klassische ökonomische Theorie bildete.
Was versteht Locke unter dem Naturzustand?
Der Naturzustand beschreibt die Situation der Menschen vor der Bildung politischer Gemeinschaften, geprägt von Freiheit und Gleichheit, aber auch von Selbstjustiz und dem Recht zur Selbsterhaltung.
Wie begründet Locke das Recht auf Privateigentum?
Locke leitet das Eigentum aus dem Naturrecht ab. Er unterscheidet dabei zwischen der Phase vor der Geldeinführung (begrenzt durch die Verderblichkeit von Gütern) und der Phase nach der Geldeinführung.
Welche Rolle spielt das Geld in Lockes Eigentumstheorie?
Die Einführung des Geldes ermöglichte es, Besitz über den unmittelbaren Bedarf hinaus anzuhäufen, da Geld nicht verdirbt. Dies veränderte die Wirtschaftsstruktur und die naturrechtlichen Eigentumsschranken.
Warum gründen Menschen laut Locke einen Staat?
Das zentrale Motiv für die Gründung eines Staates und den Abschluss eines Gesellschaftsvertrages ist der Schutz des Eigentums und die Sicherung der Freiheit.
- Citar trabajo
- Enis Cem Güzeller (Autor), 2014, Worin bestand John Lockes besondere Leistung? Die Verbindung von Naturrecht und Ökonomie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/920170