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Drogenarbeit mit Jugendlichen. Beratung statt Stigmatisierung

Titel: Drogenarbeit mit Jugendlichen. Beratung statt Stigmatisierung

Akademische Arbeit , 2018 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Markus Mehlig (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit neuen Wegen in der Drogenarbeit mit Jugendlichen. Dabei wird insbesondere auf Ruth Dreifuss‘ akzeptanzorientierten Ansatz eingegangen. Hierfür werden dessen Selbstverständnis sowie dessen Chance und Grenzen untersucht. Auch werden mögliche Rückschlüsse für die pädagogische Arbeit von Fachkräften gezogen.

Speziell werden die aktuellen Standpunkte der Sächsischen Landesregierung mit den bereits im Feld operierenden, akzeptanzorientierten Präventions- und Aufklärungsprojekte verglichen. Im Rahmen der aktuell politisch angeordneten Leitlinien wird nach neuen Wegen in der pädagogischen Arbeit mit konsumierenden Jugendlichen gesucht.

Vom Drogenkonsum von Jugendlichen in Deutschland wird gerne mit „alarmierenden Zahlen“ und „bedrohlichen Tendenzen“ berichtet. Der Untergang einer gesamten Generation wird befürchtet. Doch ist der Konsum psycho-aktiver Substanzen wirklich ein so neues bzw. stark anwachsendes Problem?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Akzeptanzorientierte Drogenarbeit

2.1 Definition

2.2 Bedeutung des Konsums psycho-aktiver Substanzen für Jugendliche

2.3 Chancen und Grenzen akzeptanzorientierter Drogenarbeit

3 Position der Sächsischen Landesregierung zu akzeptanzorientierter Drogenarbeit

4 Umsetzung akzeptanzorientierter Ansätze in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen

4.1 Der alternative Drogen- und Suchtbericht des akzept e.V. Bundesverbandes

4.2 Betrachtung im Feld aktiver Projekte am Beispiel „Drug Scouts“ (Leipzig)

4.3 Entwicklung eigener akzeptanzorientierter Handlungsansätze für die pädagogische Praxis von ErzieherInnen (in Anlehnung an Schneider, 2006)

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht das Potenzial akzeptanzorientierter Ansätze in der pädagogischen Arbeit mit drogenkonsumierenden Jugendlichen als Alternative zu rein repressiven oder abstinenzorientierten Strategien. Dabei wird insbesondere der Gegensatz zwischen den Leitlinien der Sächsischen Landesregierung und der praktischen Umsetzung in Projekten wie den „Drug Scouts“ analysiert, um pädagogische Handlungsoptionen aufzuzeigen.

  • Akzeptanzorientierte Drogenarbeit als pädagogisches Konzept
  • Entwicklung und Bedeutung von Drogenkonsum im Jugendalter
  • Kritische Analyse staatlicher Drogenpolitik in Sachsen
  • Praktische Implementierung von Prävention und Harm Reduction
  • Leitlinien für pädagogisches Handeln und Beziehungsgestaltung

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition

Um sich dem Thema der akzeptanzorientierten Drogenarbeit – hier vor allem im Kontext der Arbeit mit konsumierenden Jugendlichen – überhaupt nähern zu können, bedarf es einer grundlegenden Definition. Bereits die Verbindung der Begriffe „Drogen“ und „Akzeptanz“ erscheint vielen im Feld agierenden Fachkräften wahrscheinlich fremd, wenn nicht gar – auf Grund ihrer abstinenzorientierten Sozialisation und Berufsausbildung – inakzeptabel. Gundula Barsch bringt die landläufigen Bedenken hinsichtlich des Themas sehr gut auf den Punkt:

„Was bitte soll akzeptiert werden? Soll akzeptiert werden, dass Menschen Drogen nehmen? [...] Und wo soll das hinführen? Legalisierung? Vielleicht noch die Drogen im Supermarkt verkaufen?“

Um akzeptanzorientierte Drogenarbeit durchführen zu können, gilt es daher vor allem, die gesellschaftlichen Fragen hinsichtlich des Themas ausreichend zu beantworten. Daher soll zunächst auf die in obigem Zitat gestellte Frage eingegangen werden: „Was soll akzeptiert werden?“ Die Antwort erscheint simpel, ist es – dem aktuellen Entwicklungsstand unserer Gesellschaft entsprechend – bezüglich ihres Umgangs mit KonsumentInnen von psycho-aktiven Substanzen jedoch leider nicht: Die KonsumentInnen selbst sollen so akzeptiert werden wie sie sind. Ihnen soll die selbe Wertschätzung entgegengebracht werden wie jedem abstinenten Menschen auch, denn „[...] ein Leben, in das auch der Umgang mit psycho-aktiven Substanzen integriert ist, [kann] durchaus mit gesellschaftlich wünschenswerten Werten und Lebensmustern vereinbar sein.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Anstieg des Drogenkonsums an Schulen und hinterfragt kritisch die Effektivität rein abstinenzorientierter Präventionsprogramme.

2 Akzeptanzorientierte Drogenarbeit: Dieses Kapitel definiert den akzeptanzorientierten Ansatz, betont die Bedeutung des Drogenkonsums im Jugendalter und diskutiert die Chancen sowie Grenzen pädagogischer Arbeit in diesem Spannungsfeld.

3 Position der Sächsischen Landesregierung zu akzeptanzorientierter Drogenarbeit: Hier wird die offizielle Drogenpolitik Sachsens kritisch beleuchtet, insbesondere hinsichtlich ihrer oft unzureichenden Passung zu akzeptanzorientierten Prinzipien.

4 Umsetzung akzeptanzorientierter Ansätze in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen: Dieses Kapitel stellt mit dem „Alternativen Drogen- und Suchtbericht“ und dem Leipziger Projekt „Drug Scouts“ konkrete Ansätze vor und leitet daraus Handlungsempfehlungen für die pädagogische Praxis ab.

5 Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit, trotz politischer Hindernisse auf lokaler Ebene akzeptanzorientierte Wege zu gehen und Fachkräfte durch fundiertes Wissen zu qualifizieren.

Schlüsselwörter

Akzeptanzorientierte Drogenarbeit, Jugendhilfe, Suchtprävention, Harm Reduction, Drogenkonsum, Pädagogik, Adoleszenz, Drogenpolitik, Drug Scouts, Sucht, Lebenswelt, Beratung, Stigmatisierung, Prävention, Handlungsansätze

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit neuen pädagogischen Wegen in der Drogenarbeit mit Jugendlichen, wobei der Fokus auf dem akzeptanzorientierten Ansatz im Gegensatz zu repressiven Methoden liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der jugendliche Drogenkonsum als Teil von Entwicklungsprozessen, die kritische Analyse staatlicher Drogenpolitik und die Etablierung von Beratungsangeboten, die auf Akzeptanz statt Stigmatisierung setzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Strategien aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte im Alltag einen akzeptanzorientierten Umgang mit konsumierenden Jugendlichen pflegen können, um diese zu unterstützen, statt sie auszugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse sowie dem Vergleich offizieller staatlicher Leitlinien mit der praktischen Umsetzung in Projekten wie „Drug Scouts“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen des akzeptanzorientierten Ansatzes erläutert, die politische Haltung der Sächsischen Landesregierung analysiert und konkrete Handlungsstandards für die pädagogische Praxis abgeleitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Akzeptanzorientierte Drogenarbeit, Harm Reduction, Suchtprävention, pädagogische Praxis, Stigmatisierung und jugendlicher Konsum.

Wie unterscheidet sich der Ansatz der „Drug Scouts“ von der offiziellen Politik?

Während die Sächsische Landesregierung stark auf das Ziel der Drogenfreiheit und Repression setzt, verfolgt das Projekt „Drug Scouts“ Ansätze der Schadensminimierung (Harm Reduction) und setzt auf Aufklärung sowie einen verantwortungsbewussten Umgang.

Warum ist eine „Einstellung zum Konsum“ für pädagogische Fachkräfte so schwierig?

Da viele Fachkräfte selbst in einem abstinenzorientierten System ausgebildet wurden, stellt die wertschätzende Haltung gegenüber Konsumenten ohne sofortige Abstinenzforderung eine hohe professionelle Herausforderung dar.

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Details

Titel
Drogenarbeit mit Jugendlichen. Beratung statt Stigmatisierung
Note
2,0
Autor
Markus Mehlig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V920393
ISBN (eBook)
9783346243713
ISBN (Buch)
9783346243720
Sprache
Deutsch
Schlagworte
drogenarbeit jugendlichen beratung stigmatisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Mehlig (Autor:in), 2018, Drogenarbeit mit Jugendlichen. Beratung statt Stigmatisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/920393
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Leseprobe aus  21  Seiten
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