Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Frage, ob wir in Deutschland ein gesetzliches Recht auf Heimarbeit brauchen. Das Ziel ist es, die Veränderungen aufzuzeigen, welche die Megatrends in Bezug auf die Arbeitswelt nach sich ziehen, die aktuelle Bedarfssituation der Beschäftigten durch eine gezielte Umfrage festzustellen und zu analysieren und letztlich die Frage dieser Arbeit zu beantworten. Dazu findet zunächst eine Einordnung der aktuellen gesellschaftlichen, digitalen, politischen und rechtlichen Entwicklungen zum Thema Heimarbeit statt. Es folgt eine Klärung der aktuellen Bedarfssituation bei Beschäftigten und eine Gesamtinterpretation der Ergebnisse.
Im ersten Teil wird die Problemstellung geschildert sowie die Fragestellung er-läutert. Der zweite Teil widmet sich der theoretischen Klärung der verwendeten Fachbegriffe. Zudem werden die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland zu diesem Thema erläutert. Auch die Begrifflichkeiten der Megatrends werden genauer definiert und abschließend werden Thesen entworfen, die in dieser Arbeit überprüft werden sollen. Darauf aufbauend wird im dritten Teil eine Umfrage entworfen und deren Design sowie die Methode zur Datenauswertung dargestellt. Der vierte Teil fokussiert sich auf die Ergebnisse dieser Umfrage. Diese werden in Bezug auf die Fragestellung und in Bezug auf weitere Interpretationen untersucht. Im fünften und letzten Teil dieser Arbeit werden die Ergebnisse in einer Gesamtinterpretation betrachtet und kritische Punkte werden diskutiert. Abschließend gibt die Arbeit einen kurzen Ausblick auf mögliche Handlungsbedarfe in Deutschland.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.1 Fragestellung
1.2 Herleiten der Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Herleitung und Anwendung der Methode Umfrage
2 Theoretische Fundierung zum Begriff „Heimarbeit“
2.1 Definitionen und Begriffsunterscheidungen Heimarbeit und mobiles Arbeiten
2.2 Definition und Erläuterung der Megatrends und die aktuelle Situation in Deutschland
2.3 Thesen
2.4 Begründung der Methode
3 Methode: Umfrage
3.1 Design der Studie
3.2 Durchführung und Datenauswertung
4 Ergebnisse der Umfrage
4.1 Ergebnisse in Bezug auf die Fragestellung
4.2 Weitere Befunde oder Interpretationen
5 Diskussion
5.1 Gesamtinterpretation der Ergebnisse
5.2 Bezug auf die in dieser Arbeit aufgestellten Thesen
5.3 Kritische Auseinandersetzung
5.4 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den aktuellen Bedarf für ein gesetzliches Recht auf Heimarbeit (Homeoffice) in Deutschland vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Megatrends, der Digitalisierung und veränderter Arbeitsweisen. Ziel ist es, die aktuelle Bedarfslage bei Arbeitnehmern durch eine empirische Umfrage zu erfassen und zu analysieren, ob die bestehenden Regelungen ausreichen oder ein gesetzlicher Anspruch erforderlich ist.
- Analyse der Auswirkungen von Megatrends wie Digitalisierung und Flexibilisierung auf die Arbeitswelt.
- Gegenüberstellung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht hinsichtlich mobiler Arbeit.
- Empirische Untersuchung des Bedarfs an Heimarbeit bei Beschäftigten unterschiedlicher Generationen.
- Diskussion rechtlicher Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung aktueller Urteile zur Arbeitszeiterfassung.
- Bewertung der Notwendigkeit und Umsetzbarkeit eines gesetzlichen Anspruchs auf Homeoffice.
Auszug aus dem Buch
1 Einführung in die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
Bislang wurde Arbeiten in den eigenen vier Wänden des Arbeitnehmers von den Vorgesetzten meist eher widerwillig oder als gelegentliche Bevorzugung und Belohnung geduldet, da ein Kontrollverlust über den Arbeitnehmer befürchtet wird. Das Coronavirus zwang zuletzt nun eine Vielzahl von Arbeitnehmern zur Heimarbeit. Und dies scheint in den Unternehmen zu funktionieren, sodass es jetzt per Gesetz ein Recht darauf geben soll.
Das Arbeiten zu Hause wird von Arbeitgeberseite bisher eher ablehnend betrachtet. Homeoffice würde dem Wachstum und der Flexibilität des Unternehmens entgegenstehen. Während der Corona-Krise hat sich Schätzungen zufolge die Homeoffice-Quote in Deutschland von 12% auf 25% verdoppelt.
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, der ein Recht auf Homeoffice schon länger für notwendig hält, nimmt nun den von Arbeitnehmerseite in der Corona-Krise geleisteten Einsatz zum Anlass, diese Notwendigkeit weiter zu betonen. Er möchte ein Recht auf Heimarbeit für Beschäftigte per Gesetz verankern. "Wir lernen in der Pandemie gerade, wie viele Arbeiten heutzutage von zu Hause erledigt werden können", sagte Heil. Wo es betrieblich möglich sei, solle jeder Arbeitnehmer das Arbeiten von zu Hause einfordern können. Und nicht nur Corona bietet genug gute Gründe, ein Recht auf Heimarbeit dort zu diskutieren, wo es nötig ist. Gegenstand dieser Bachelorarbeit ist es, die aktuelle Situation in Deutschland und den Bedarf eines Rechts auf Heimarbeit in Deutschland festzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit: Das Kapitel führt in das Thema Heimarbeit ein, beschreibt den Wandel durch die Corona-Pandemie und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2 Theoretische Fundierung zum Begriff „Heimarbeit“: Hier werden zentrale Fachbegriffe definiert, Megatrends wie Digitalisierung erläutert und Thesen für die weitere Untersuchung aufgestellt.
3 Methode: Umfrage: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Altersgruppen der Befragten und die angewandte deduktive Vorgehensweise zur Datenerhebung.
4 Ergebnisse der Umfrage: Die erhobenen Daten werden grafisch und inhaltlich dargestellt, wobei der Fokus auf dem Bedarf an Homeoffice und der Beeinflussung durch Megatrends liegt.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, in den Kontext aktueller politischer und rechtlicher Debatten (inkl. EuGH-Urteile) gestellt und kritisch reflektiert.
Schlüsselwörter
Heimarbeit, Homeoffice, Mobiles Arbeiten, Megatrends, Digitalisierung, Arbeitszeiterfassung, Rechtsanspruch, Arbeitnehmerbedürfnisse, Generationen, Flexibilisierung, Work-Life-Balance, Arbeit 4.0, Empirische Untersuchung, Arbeitswelt, Gesetzliche Regelung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob in Deutschland ein gesetzlicher Anspruch auf Heimarbeit (Homeoffice) erforderlich ist, basierend auf der aktuellen Bedarfslage bei Arbeitnehmern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Auswirkungen von Megatrends auf die Arbeitswelt, die rechtliche Situation von Heimarbeit sowie die Anforderungen an modernes, flexibles Arbeiten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel besteht darin, den Bedarf an einem gesetzlichen Recht auf Heimarbeit in Deutschland festzustellen, indem die aktuelle Situation und die Meinung der Beschäftigten analysiert werden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin verwendet eine quantitative, deduktive Umfrage unter 82 berufstätigen Arbeitnehmern, um Informationen aus erster Hand zu generieren und Thesen zu überprüfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil erfolgen die theoretische Einordnung der Begriffe, die Definition von Megatrends, die Durchführung der Umfrage sowie die Diskussion der Ergebnisse im Kontext aktueller Gesetzesentwürfe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind Heimarbeit, Homeoffice, Digitalisierung, Megatrends, Arbeitszeiterfassung und die Work-Life-Balance.
Welche Rolle spielt die Corona-Pandemie in der Arbeit?
Sie fungierte als Beschleuniger für Homeoffice-Anwendungen und diente als Auslöser für die aktuelle politische Diskussion um einen gesetzlichen Rechtsanspruch.
Welche Erkenntnis lässt sich zur Unternehmensgröße ableiten?
Die Umfrage zeigt, dass in Unternehmen ab 50 Mitarbeitern die Möglichkeit zur Heimarbeit häufiger besteht als in Kleinst- und Kleinbetrieben.
- Citation du texte
- Laura Rosenberger (Auteur), 2020, Das Recht auf Heimarbeit. Die aktuelle Situation in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/920492