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Ein empirischer Befund wohltätiger Beiträge

Title: Ein empirischer Befund wohltätiger Beiträge

Seminar Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Susann Fink (Author)

Economics - Finance
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Spenden ist ein empirisch relevantes und kulturhistorisch gewachsenes Phänomen. In unserer heutigen Gesellschaft lassen sich wohltätige Beiträge durchaus als Alltagserscheinung charakterisieren. Wohltätigkeit begegnet uns im alltäglichen Kontext: Jeder tritt mit ihr bewusst oder unbewusst in Kontakt. Spendenaufrufe im Fernsehen oder in den Printmedien, klirrende Sammelbüchsen in Einkaufspassagen oder Fußgängerzonen als auch beim täglichen Öffnen des Briefkastens- dem Phänomen des Spendens und seinen differenzierten Erscheinungsformen kann sich niemand entziehen.
Wohltätige Beiträge sind ein Beispiel von privat zur Verfügung gestellten öffentlichen Gütern und auf Grund der hohen Verfügbarkeit von Daten ist es das am weitesten untersuchte Gebiet. Spenden scheinen dabei positiv mit dem Einkommen und negativ mit der Steuerbelastung zu korrelieren. Die Spendentätigkeit nimmt somit mit zunehmendem Alter, Höhe der Bildung und Familienstand zu. Im Folgenden werden die Zusammenhänge zwischen den Spenden und den beeinflussenden Variabeln, wie beispielsweise dem Einkommen, sowie die Einflüsse der Steuerpolitik auf das Spendenverhalten in einem dynamischen Kontext untersucht.
Zunächst erfolgt eine Betrachtung der bisherigen Entwicklung der Spenden und welche Quellen den verwendeten Daten zugrunde liegen. Anschließend werden ökonometrische Probleme, welche die empirischen Studien beeinflussen und wie diese gelöst werden können, vorgestellt. Der Schwerpunkt der Arbeit basiert auf einer Einführung der Modellierung eines dynamischen Modells nach den beiden Wissenschaftlern Raymond G. Batina und Toshihiro Ihori und der Auswertung ausgewählter empirischer Untersuchungen amerikanischer Forscher aus den 1980er Jahren. Dabei werden die Vorzüge und Nachteile statischer und dynamischer Modelle näher betrachtet. Eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion der Studien rundet die Arbeit ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Themengebiet

2. Die Empirie der Wohltätigkeit

2.1 Datenquellen

2.2 Ökonometrische Probleme

3. Modellierung wohltätiger Beiträge in einem dynamischen Modell

4. Empirische Ergebnisse

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Spendenverhalten, Einkommen und steuerlichen Rahmenbedingungen unter besonderer Berücksichtigung dynamischer ökonomischer Modelle. Ziel ist es, die empirische Evidenz für wohltätige Beiträge im amerikanischen Kontext kritisch zu bewerten und die Vorzüge dynamischer gegenüber statischen Modellen bei der Analyse von Steuerpolitikeffekten aufzuzeigen.

  • Analyse von Datenquellen für empirische Wohltätigkeitsstudien
  • Diskussion ökonometrischer Problemstellungen in Spendenmodellen
  • Einführung in die dynamische Modellierung von Spenden nach Batina und Ihori
  • Evaluation von Preiselastizitäten und Einkommenseffekten
  • Unterscheidung zwischen permanenten und vorübergehenden Änderungen im Spendenverhalten

Auszug aus dem Buch

3. Modellierung wohltätiger Beiträge in einem dynamischen Modell

Im folgenden Abschnitt werden die empirischen Ergebnisse der Bewertung von Wohltätigkeitsfunktionen näher erläutert. Die Steuerpolitik kann dabei einen starken Einfluss auf wohltätige Beiträge ausüben. In vielen Ländern ist es möglich, Beiträge zu dem steuerpflichtigen Einkommen abzuschreiben, welches einen Anreiz für Agenten bietet, zu spenden. Das Einkommen ist somit ebenfalls eine wichtige Determinante für die Wohltätigkeit. Beide Variabeln werden empirisch gestützt, da sie neben anderen Variabeln in empirischen Modellen die Spenden beeinflussen.

Der Nachteil statischer Modelle ist, dass sie signifikante Änderungen in der Steuerpolitik nicht berücksichtigen, da nur ein Zeitpunkt betrachtet wird. Die Autoren Auten, Cilke und Randolph untersuchten von 1979 bis 1990 Steuererklärungen aus dem IRS Statistics of Income und kamen zu dem Ergebnis, dass „[…] average contributions also increased in spite of tax law changes that made it generally less tax-favorable for taxpayers to give to charitiy.“ Ein Verhalten, dass mit Hilfe von statischen Spendenmodellen nicht erklärt werden konnte.

Mit dynamischen Modellen lässt sich die volkswirtschaftliche Realität genauer abbilden. Sie zeichnen sich dadurch aus, zeitliche Veränderungen der zugrunde liegenden Parameter zu berücksichtigen. Dabei sind Definitions- und Verhaltensgleichungen in Änderungsraten definiert oder auf zwei verschiedene Zeitpunkte bezogen. Ziel ist es durch dynamische Modellierung zukünftige Spendenaufkommen und zum Beispiel steuerrechtliche Auswirkungen abschätzen zu können. Um zuverlässige Voraussagen zu erhalten müssen zahlreiche Einflussfaktoren berücksichtigt werden, was zu einer entsprechenden Komplexität der angewandten Modelle führt. Im Folgenden soll eine Einführung in das von Raymond G. Batina und Toshihiro Ihori beschriebene Modell gegeben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Themengebiet: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Wohltätigkeit als empirisches Phänomen ein und skizziert die wissenschaftliche Zielsetzung der Arbeit unter Einbeziehung steuerpolitischer Einflüsse.

2. Die Empirie der Wohltätigkeit: Es werden die für Studien relevanten Datenquellen wie Steuerangaben und Umfragedaten analysiert sowie grundlegende ökonometrische Herausforderungen wie Multikollinearität und fehlende Variablen erörtert.

3. Modellierung wohltätiger Beiträge in einem dynamischen Modell: Dieses Kapitel stellt die methodische Einführung in dynamische Spendenmodelle dar, welche zeitliche Änderungen der Steuerpolitik besser abbilden können als statische Ansätze.

4. Empirische Ergebnisse: Hier werden ausgewählte wissenschaftliche Studien, insbesondere zum amerikanischen Markt in den 1980er Jahren, hinsichtlich ihrer Preiselastizitäten und Einkommenseffekte ausgewertet.

5. Ausblick: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Praxistauglichkeit der untersuchten dynamischen Modelle trotz bestehender Herausforderungen bei der Variablenschätzung.

Schlüsselwörter

Wohltätigkeit, Spendenverhalten, Finanzwissenschaft, Steuerpolitik, Preiselastizität, Einkommenselastizität, Dynamische Modelle, Statische Modelle, IRS, Warm-Glow, Paneldaten, Steuerbelastung, Öffentliche Güter, Empirische Forschung, Konsumtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die empirischen Aspekte von Spenden und untersucht, wie verschiedene wirtschaftliche Modelle, insbesondere dynamische Ansätze, das Spendenverhalten in Abhängigkeit von der Steuerpolitik erklären können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die ökonometrische Analyse von Spenden, die Bedeutung der Steuergesetzgebung sowie die Unterscheidung zwischen permanenten und vorübergehenden ökonomischen Effekten auf das Spenderverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Evaluation der Praxistauglichkeit dynamischer Modelle zur Vorhersage von Spendenaufkommen unter Berücksichtigung steuerlicher Veränderungen im amerikanischen Kontext.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und die Auswertung von bestehenden empirischen Studien sowie die formale Darstellung von ökonomischen Nutzenfunktionen und Differentialgleichungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Gegenüberstellung von statischen und dynamischen Modellen, der Problematik bei der Datenquellenwahl und der Auswertung spezifischer empirischer Ergebnisse von Forschern wie Randolph oder Tiehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wohltätigkeit, Preiselastizität, dynamische Spendenmodelle und Steuerpolitik charakterisiert.

Warum sind statische Modelle laut der Autorin oft unzureichend?

Statische Modelle vernachlässigen zeitliche Veränderungen in der Steuerpolitik und berücksichtigen nur einen einzigen Zeitpunkt, wodurch sie signifikante Entwicklungen im Spendenverhalten nicht adäquat erklären können.

Was versteht man in der Arbeit unter dem "Warm-Glow"-Ansatz?

Das "Warm-Glow"-Modell beschreibt den direkten Nutzen, den ein Spender aus seinem eigenen wohltätigen Beitrag zieht, ähnlich einem persönlichen "Glücksgefühl", unabhängig von der Gesamtsumme der öffentlichen Güter.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen permanentem und transitorischem Einkommen?

Diese Unterscheidung ist essenziell, da Spender auf dauerhafte Einkommensänderungen anders reagieren als auf temporäre Schwankungen; eine Missachtung dieser Differenz führt zu ökonometrischen Fehlinterpretationen.

Wie beeinflussen Steuersenkungen das Spendenverhalten gemäß der Analyse?

Steuersenkungen erhöhen tendenziell die Belastung für Spenden, da diese zu einem geringeren Teil steuerlich abgeschrieben werden können, was nach der Theorie zu einem Rückgang der Spendenbereitschaft führt.

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Details

Title
Ein empirischer Befund wohltätiger Beiträge
College
Technical University of Chemnitz  (Universität)
Course
Seminar der Finanzwissenschaft
Grade
1,7
Author
Susann Fink (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V92101
ISBN (eBook)
9783638057578
ISBN (Book)
9783640863914
Language
German
Tags
Wohltätigkeit VWL wohltätige Beiträge Empirie Spenden Toshihiro Ihori Einkommen Öffentliches Gut Spendenaufkommen dynamisches Modelle Spendenverhalten Raymond G. Batina
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susann Fink (Author), 2007, Ein empirischer Befund wohltätiger Beiträge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92101
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