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Bildungserfolg und Bildungshabitus von Lehrern. Inwiefern erschwert die vorherrschende Didaktik Kindern aus bildungsfernen Milieus den Bildungserfolg?

Titre: Bildungserfolg und Bildungshabitus von Lehrern. Inwiefern erschwert die vorherrschende Didaktik Kindern aus bildungsfernen Milieus den Bildungserfolg?

Dossier / Travail , 2020 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Heiko Hemjeoltmanns (Auteur)

Pédagogie - Système scolaire, Politique d'enseignement et de l'école
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Diese Arbeit behandelt den Bildungserfolg und Bildungshabitus von Lehrenden. Konkret soll analysiert werden, inwieweit Schülern aus anderen Schichten der Bildungserfolg aufgrund der vorherrschenden Didaktik erschwert wird. Inwieweit dieser Lehrerhabitus für Benachteiligungen für Angehörige anderer Bildungsmilieus, insbesondere bildungsferner Milieus, verantwortlich sein kann, wird in der Arbeit untersucht.

Folgende Fragestellung sollen beantwortet werden: Welche Elemente einer (zum Beispiel konstruktivistisch orientierten) Unterrichtsgestaltung erschweren Schülern aus bildungsferneren Milieus die erfolgreiche Teilnahme am Schulunterricht? Sind diese Elemente schlüssiger aus einer, z. B. gemäßigt konstruktivistischen, Sichtweise oder als Ausdruck eines Lehrerhabitus zu erklären?

Zur Beantwortung der ersten Frage soll eine strukturierte Literaturanalyse in der Datenbank pedocs.de durchgeführt werden. Die zweite Frage soll mit Hilfe der Theorie Bourdieus beziehungsweise deren Anwendungen bei Bremer, Helsper und anderen sowie einer Diskussion des Verhältnisses von unterrichtlichen Merkmalen und (konstruktivistisch-orientierter) Didaktik untersucht werden. Abschließend sollen Möglichkeiten abgeleitet werden, mit denen eine Benachteiligung nicht akademischer Bildungsmilieus vermieden werden kann.

Dass der Bildungserfolg von Schülern und Schülerinnen in Deutschland immer noch von der Herkunft abhängt wird schon lange kritisiert. Seit den ersten Pisa‐Studien ist diese Kritik wieder aktueller geworden, jedoch ohne dass sich bisher eine Wende abzeichnen würde. Dabei ist mit Bildungserfolg nicht gemeint, dass alle Schülerinnen und Schüler eine allgemeine Hochschulreife erlangen sollten.

Aber auch wenn man in Betracht zieht, dass es Unterschiede in der Fähigkeit gibt, die schulischen Leistungsanforderungen zu erfüllen: Kinder aus Akademikerhaushalten haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, das Gymnasium zu absolvieren. Die Ursachen für diese hartnäckige Bildungsbarriere müssen auch in der Schule gesucht werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ergebnisse zum Einfluss unterrichtlicher Merkmale auf den Bildungserfolg von Schülern aus bildungsfernen Familien

3. Gründe für Benachteiligungen durch unterrichtliche Merkmale

3.1 Didaktische Gründe, am Beispiel konstruktivistisch orientierter Unterrichtsgestaltung

3.2 Bildungsmilieus und Lehrerinnenhabitus

4. Diskussion von Lösungsansätzen

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit spezifische Merkmale der Unterrichtsgestaltung zur Benachteiligung von Schülern aus bildungsfernen Milieus beitragen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob diese Benachteiligungen zwingend aus konstruktivistischen Lerntheorien resultieren oder eher als Ausdruck eines milieuspezifischen Lehrerhabitus zu interpretieren sind.

  • Analyse der Wirkung von Unterrichtsstrukturen auf den Bildungserfolg
  • Kritische Auseinandersetzung mit konstruktivistischen didaktischen Konzepten
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Lehrerhabitus und Bildungsungleichheit
  • Diskussion von Ansätzen zur habitussensiblen Professionalisierung von Lehrkräften

Auszug aus dem Buch

3.1 Didaktische Gründe, am Beispiel konstruktivistisch orientierter Unterrichtsgestaltung

Konstruktivismus ist zunächst eine Erkenntnistheorie. Ausgehend von Strömungen in der Neurobiologie, der Psychologie, Kybernetik und der Systemtheorie wurde die These entwickelt, dass jede Erkenntnis immer eine Konstruktion des Subjekts auf Basis seiner Erfahrungen sei, also keine Erkenntnis einer Welt außerhalb des Subjektes möglich ist (Zu den Grundlagen des Konstruktivismus vgl. die Darstellungen von Rustemeyer 1999; Terhart 1999).

Dieser Gedanke wurde in der pädagogischen Diskussion der neunziger Jahre intensiv rezipiert und kritisch diskutiert. Auf der einen Seite ergab sich hier die Gelegenheit, eine Abkehr von einer lehrerzentrierten Unterrichtskultur mit vorgegebenem einheitlichem Lernweg grundsätzlich einzuleiten. Auf der anderen Seite entstand der Wiederspruch, dass ein schulisches Lernen, also von außen angeregt, einem so verstandenen radikalen Konstruktivismus wiedersprach (Terhart 1999; Rustemeyer 1999).

In der Folge entwickelten sich gemäßigte Formen der Rezeption, die Lernen zumindest als von außen initiierbar ansahen (Terhart 1999, S. 644–646).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Hartnäckigkeit der Bildungsbenachteiligung in Deutschland und stellt die Unterrichtsgestaltung als potenziellen Ursachenbereich sowie die Forschungsfragen der Arbeit vor.

2. Ergebnisse zum Einfluss unterrichtlicher Merkmale auf den Bildungserfolg von Schülern aus bildungsfernen Familien: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer strukturierten Literatursuche, die aufzeigt, dass Schüler aus bildungsfernen Milieus besonders von stärkerer Strukturierung und klarer Unterstützung profitieren.

3. Gründe für Benachteiligungen durch unterrichtliche Merkmale: Hier wird analysiert, inwieweit konstruktivistische Didaktik und der milieuspezifische Lehrerhabitus die beobachteten Benachteiligungen erklären können.

4. Diskussion von Lösungsansätzen: Das Kapitel diskutiert Strategien zur Vermeidung von Benachteiligungen, unter anderem durch habitussensible Lehrerausbildung und didaktische Vielfalt.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass benachteiligende Unterrichtsmerkmale eher auf einen reformpädagogischen Lehrerhabitus als auf die Theorie des Konstruktivismus zurückzuführen sind und betont die Notwendigkeit professioneller Reflexivität.

Schlüsselwörter

Bildungserfolg, Bildungshabitus, bildungsferne Milieus, Konstruktivismus, Didaktik, Unterrichtsgestaltung, Lehrerhabitus, soziale Selektivität, Tiefenstruktur, Sichtstruktur, Chancengleichheit, Reformpädagogik, Habitussensibilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, warum Schüler aus bildungsfernen Milieus trotz reformpädagogischer Ansätze in der Schule häufig benachteiligt werden und welche Rolle dabei die Unterrichtsgestaltung spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Auswirkungen von Unterrichtsmerkmalen auf den Lernerfolg, die konstruktivistische Didaktik sowie die soziologische Theorie des Lehrerhabitus nach Pierre Bourdieu.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, ob benachteiligende Unterrichtselemente lernpsychologisch notwendig sind oder ob sie als Ausdruck eines akademisch geprägten Lehrerhabitus verstanden werden müssen, um daraus Handlungsempfehlungen für die Lehrerausbildung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine strukturierte Literaturanalyse in der Datenbank pedocs.de sowie eine bildungssoziologische Diskussion basierend auf den Theorien Bourdieus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst empirische Erkenntnisse zu benachteiligenden Unterrichtsmerkmalen gesammelt und anschließend theoretisch durch die Analyse der konstruktivistischen Didaktik sowie des Lehrerhabitus eingeordnet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Bildungshabitus, soziale Selektivität, konstruktivistische Didaktik und habitussensible Professionalisierung geprägt.

Warum profitieren bildungsferne Schüler von "starker Strukturierung"?

Studien zeigen, dass für diese Schülergruppe explizite Zielvorgaben und eine deutliche Lehrersteuerung entscheidend sind, da ihnen die impliziten Anforderungen offener Lernformen oft fremd sind.

Was versteht die Arbeit unter dem "Lehrerhabitus"?

Der Lehrerhabitus umfasst die durch Herkunftsmilieu, eigene Schulzeit und Ausbildung geprägten pädagogischen Vorstellungen, Werte und Verhaltensdispositionen, die unbewusst die Unterrichtsgestaltung beeinflussen.

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Résumé des informations

Titre
Bildungserfolg und Bildungshabitus von Lehrern. Inwiefern erschwert die vorherrschende Didaktik Kindern aus bildungsfernen Milieus den Bildungserfolg?
Université
University of Hagen  (Bildungssoziologie)
Cours
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen von Bildung
Note
1,0
Auteur
Heiko Hemjeoltmanns (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
27
N° de catalogue
V923391
ISBN (ebook)
9783346249005
ISBN (Livre)
9783346249012
Langue
allemand
mots-clé
Lehrerhabitus Benachteiligung konstruktivismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Heiko Hemjeoltmanns (Auteur), 2020, Bildungserfolg und Bildungshabitus von Lehrern. Inwiefern erschwert die vorherrschende Didaktik Kindern aus bildungsfernen Milieus den Bildungserfolg?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/923391
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Extrait de  27  pages
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