Die Demokratie Athens gilt als eine der ersten und ältesten Demokratien weltweit. Ebendiese Zeit, ca. 5. Jahrhundert v. Chr., ist auch eine Phase der großen Philosophen des antiken Griechenlands. Zu nennen sind hier unter anderem die bekannten Denker Sokrates, Platon und Aristoteles. Auch diese Philosophen hatten einen Einfluss oder zumindest eine bestimmte Einstellung gegenüber der Demokratie. Ich werde mich in der folgenden Arbeit mit der Einstellung Platons zum demokratischen System des antiken Griechenlands beschäftigen.
Dabei werde ich zunächst in kurzer Form die athenische Demokratie in ihrer politischen Gliederung, der Stellung der Metöken, Sklaven und Frauen sowie der Institutionen der Volksversammlung und des Rates erörtern. Anschließend werde ich nach der Darstellung von Platons Ideenlehre sein Hauptwerk, die Politeia, betrachten. Dabei werde ich das Problem anhand des Höhlengleichnis’ aufreißen und durch die von Platon gegründete Stadt vertiefen. Fortgehend werde ich dann auf Platons Tugenden und die Erziehung eingehen. Abschließend werde ich Platons Überlegungen kritisch und auf das – auch moderne – Demokratieverständnis hin untersuchen.
Inhaltsverzeichnis
- Exposition und Fragestellung
- Die athenische Demokratie
- Die politische Gliederung
- Metöken, Sklaven und Frauen
- Die Volksversammlung (ekklêsía)
- Der Rat (boulê')
- Platons Erkenntnistheorie und Ideenlehre
- Platons Politeia
- Vorwort
- Das Höhlengleichnis
- Auf der Suche nach Gerechtigkeit – Die Stadt
- Die Tugenden
- Die Erziehung
- Schlussbemerkungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Einstellung des griechischen Philosophen Platon zur athenischen Demokratie. Die Analyse betrachtet die politische Struktur Athens, die Stellung von Metöken, Sklaven und Frauen, sowie die Institutionen der Volksversammlung und des Rates. Anschließend wird Platons Ideenlehre und sein Hauptwerk, die Politeia, analysiert, wobei das Höhlengleichnis und die von Platon gegründete Stadt im Vordergrund stehen. Platons Tugenden und die Erziehung werden ebenfalls untersucht.
- Die politische Struktur der athenischen Demokratie
- Die Rolle von Metöken, Sklaven und Frauen in Athen
- Platons Kritik an der athenischen Demokratie
- Platons philosophische Grundannahmen und die Ideenlehre
- Platons Entwurf einer idealen Gesellschaft in der Politeia
Zusammenfassung der Kapitel
Exposition und Fragestellung
Die Arbeit untersucht Platons Kritik an der athenischen Demokratie und stellt diese im Kontext der politischen Struktur Athens dar.
Die athenische Demokratie
Dieses Kapitel beschreibt die politische Organisation Athens, einschließlich der Einteilung in Trittyen, Demen und Phylen. Es beleuchtet auch die rechtliche Stellung von Metöken, Sklaven und Frauen sowie die Institutionen der Volksversammlung und des Rates.
Platons Erkenntnistheorie und Ideenlehre
Dieser Abschnitt behandelt Platons philosophische Grundannahmen und die Ideenlehre, die Grundlage seiner Kritik an der athenischen Demokratie bilden.
Platons Politeia
In diesem Kapitel werden die zentralen Elemente von Platons politischer Philosophie im Rahmen seiner idealen Stadt, der Politeia, dargestellt. Es beleuchtet das Höhlengleichnis als Metapher für die menschliche Erkenntnis und die von Platon gegründete Stadt als Modell für eine gerechte Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Athenische Demokratie, Platon, Politeia, Höhlengleichnis, Ideenlehre, Gerechtigkeit, Tugenden, Erziehung, Metöken, Sklaven, Frauen, Volksversammlung, Rat, Philosophie, Politik.
Häufig gestellte Fragen
Warum kritisierte Platon die athenische Demokratie?
Platon sah in der Demokratie eine Herrschaft der Unwissenden und Instabilen. Er bevorzugte ein System, in dem Philosophen aufgrund ihrer Erkenntnis der Wahrheit regieren.
Was ist das Höhlengleichnis?
Es ist eine Metapher für den Weg des Menschen von der Unwissenheit (Schatten an der Wand) zur wahren Erkenntnis der Ideen (Sonne außerhalb der Höhle).
Wie sieht Platons idealer Staat (Politeia) aus?
Sein Entwurf sieht eine Gliederung der Gesellschaft in Stände vor, die den Seelenteilen entsprechen, wobei Gerechtigkeit durch die richtige Aufgabenverteilung entsteht.
Welche Rolle spielten Frauen und Sklaven im antiken Athen?
Trotz der „Demokratie“ waren Frauen, Sklaven und Metöken (Fremde) von der politischen Teilhabe und den Volksversammlungen ausgeschlossen.
Was verstand Platon unter Tugend und Erziehung?
Erziehung diente dazu, die individuellen Fähigkeiten zu erkennen und die Bürger zu Tugenden wie Weisheit, Tapferkeit und Besonnenheit zu führen.
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- Christian Spernbauer (Autor), 2005, Zeitgenössische Stimmen zur Demokratie II – Zum Philosophen Platon, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92351