Im Rahmen der vorliegenden Masterthesis wird ein Überblick über das Thema Coaching im Allgemeinen und über die Persönlichkeitstheorie der Big Five gegeben. Es wird darauf eingegangen, was Coaching bedeutet und welche Coachingformen und Hauptanlässe von Coaching existieren.
Die Theorie der Big Five wird mit seinen einzelnen Verhaltensweisen erläutert und die Stärken und Schwächen werden aufgezeigt. Darüber hinaus werden im Rahmen der quantitativen Datenanalyse einer Umfrage die Wechselwirkungen zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen von Coach und Coachee und deren Zusammenhänge mit dem subjektiven Coachingerfolg herausgearbeitet. Betrachtet werden sollen hierbei auch die Einflüsse der Coachingform und des Coachinganlasses. Abschließend sollen Handlungsempfehlungen gegeben werden, die die Wahrscheinlichkeit auf den erfolgreichen Ausgang einer Coachingmaßnahme erhöhen. Darüber hinaus soll ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Coaching
2.1.1. Herkunft und Definition
2.1.2. Formen von Coaching
2.1.2.1. Unterscheidung zwischen organisationsinternem und organisationsexternem Coaching
2.1.2.2. Vorgesetztencoaching
2.1.2.3. Unterscheidung zwischen Einzel- und Gruppencoaching
2.1.2.4. Teamcoaching
2.1.2.5. Projektcoaching
2.1.2.6. Online-Coaching
2.1.3. Anlässe fürs Coaching
2.1.4. Ziele von Coaching
2.2. Erfolg
2.2.1. Definition
2.2.2. Wann ist ein Coaching erfolgreich?
2.3. Big Five – die fünf grundsätzlichen Dimensionen der Persönlichkeits-merkmale
2.3.1. Einführung
2.3.2. Neurotizismus vs. Emotionale Stabilität
2.3.3. Extraversion vs. Introversion
2.3.4. Offenheit für neue Erfahrungen vs. Konservativ
2.3.5. Verträglichkeit vs. Im Wettstreit mit anderen
2.3.6. Gewissenhaftigkeit vs. Mangelnde Zielvorstellung
2.3.7. Stärken und Schwächen des Modells
2.4. Einführung in die Fragestellung
3. Methodenteil
3.1. Rahmenbedingungen
3.2. Vorgehen / Plan
3.3. Präzisierung der Konstrukte
3.3.1. Einführung
3.3.2. Persönlichkeitsmerkmal Coachee
3.3.3. Subjektiver Coachingerfolg
3.3.4. Coachingformen
3.3.5. Coachinganlässe
3.3.6. Demografische Angaben
3.4. Statistische Analysemethoden
4. Gütekriterien quantitativer Forschung
5. Ergebnisse
5.1. Demografische Angaben
5.2. Der subjektive Coachingerfolg
5.3. Einflüsse der Persönlichkeitsmerkmale des Coaches auf den Erfolg
5.4. Einflüsse der Persönlichkeitsmerkmale des Coachees auf das präferierte Persönlichkeitsmerkmal des Coaches
5.5. Wechselwirkung zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen und dem Coachinganlass
5.6. Einfluss der Coachingform auf den Coachingerfolg
6. Diskussion
6.1. Interpretation der Ergebnisse
6.2. Bewertung der Vorgehensweise
6.3. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht mittels einer quantitativen Datenanalyse den Zusammenhang zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen von Coach und Coachee, der gewählten Coachingform und dem Anlass des Coachings sowie deren Einfluss auf den subjektiven Coachingerfolg. Ziel ist die Ableitung von Handlungsempfehlungen, um Coachingmaßnahmen künftig effektiver zu planen und die Erfolgswahrscheinlichkeit zu steigern.
- Analyse von Persönlichkeitstheorien (Big Five) in Bezug auf Coaching.
- Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen von Coach und Coachee.
- Evaluation von Einflüssen der Coachingform (z.B. Einzel-, Gruppen-, Online-Coaching) auf den Erfolg.
- Analyse der Bedeutung von Coachinganlässen für die Präferenz bestimmter Coach-Persönlichkeiten.
- Ableitung von Empfehlungen zur Optimierung von Coachingmaßnahmen in Unternehmen.
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Herkunft und Definition
Der Begriff Coaching begann seine ursprüngliche Relevanz um 1885 im sportlichen Bereich hauptsächlich in England und in den USA und galt zu dieser Zeit als eine Hilfestellung bei Trainings- und Wettkampfbelastungen. Fast 100 Jahre später begann man in den 1970er Jahren in den USA das Coaching in die Organisationen zu projizieren. Man fing zu dieser Zeit an, dass Coaching als Erweiterung der Führungsrolle zu nutzen, weil es im Sport sichtbare Erfolge erzielte und eine hohe Aufmerksamkeit bekam. Ungefähr seit 1985 wird Coaching in Deutschland als Personalentwicklungsinstrument für die Betreuung von Top-Managern durch externe Berater eingesetzt. Anfang der 1990er Jahre begannen Personalentwickler, sich intensiver mit Coaching auseinander zu setzen und starteten damit, Maßnahmen auch in den unteren und mittleren Führungsebenen als Förderung einzusetzen. So entstanden neue Coachingformen, wie beispielsweise das Team- oder Gruppencoaching und in der Fachliteratur erschienen stetig weitere Coachingkonzepte, die nicht immer einheitlich verwendet wurden. Coaching wurde im Laufe der Jahre zu einem Begriff, den die Berater inflationär nutzten. In der Literatur lassen sich etliche Definitionen zum Coaching finden. Alle Definitionen haben allerdings die Gemeinsamkeit, dass die zwischenmenschliche Kommunikation im Mittelpunkt steht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Führungskräfte oder Angestellte handelt oder um den Prozess an sich. Im nachfolgenden Absatz werden einige Erklärungen und Definitionen von Coaching betrachtet.
Coaching wird als eine absichtlich herbeigeführte Arbeitsbeziehung definiert, die durch Freiwilligkeit, gegenseitige Akzeptanz, Vertrauen und Verschwiegenheit bestimmt wird. So können bei einem Coaching Themen bearbeitet werden, die sonst vernachlässigt oder verdrängt wurden, ohne dass beteiligte Personen eine Bloßstellung befürchten müssen. Darüber hinaus kann Coaching inhaltlich auch als eine Verbindung aus personenbezogenen Hilfestellungen zur Bewältigung unterschiedlicher Anliegen und die persönliche Begleitung hierbei auf Prozessebene betrachtet werden. Der Coach fungiert als Berater, macht keine konkreten Lösungsvorschläge, sondern unterstützt den Coachee dabei, eigene Lösungen zu entwickeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz von Coaching als Instrument zur Personalentwicklung in einer sich wandelnden Arbeitswelt und führt in die Zielsetzung und die Leitfragen der Masterthesis ein.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden Grundlagen zu Coaching, Erfolgsdefinitionen und dem Big-Five-Persönlichkeitsmodell dargelegt, welche die Basis für die weitere empirische Untersuchung bilden.
3. Methodenteil: Dieses Kapitel beschreibt das Vorgehen der quantitativen Datenerhebung, die Operationalisierung der Konstrukte und die Auswahl der statistischen Analysemethoden.
4. Gütekriterien quantitativer Forschung: Hier erfolgt die wissenschaftliche Prüfung der erhobenen Daten hinsichtlich ihrer Objektivität, Reliabilität und Validität.
5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der Umfragedaten, beantwortet die aufgestellten Hypothesen und analysiert die Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen, Coachingformen und Coachingerfolg.
6. Diskussion: Das abschließende Kapitel interpretiert die Ergebnisse, reflektiert die Vorgehensweise, gibt Handlungsempfehlungen für die Unternehmenspraxis und wagt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Coaching, Coach, Coachee, Persönlichkeitstheorie, Persönlichkeitsmerkmale, Big Five, Wechselwirkungen, Coachingerfolg, Coachingform, Coachinganlass, Personalentwicklung, quantitative Datenanalyse, Führungskompetenz, Selbstwirksamkeit, Arbeitsbeziehung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie die Persönlichkeit von Coach und Coachee zusammenwirken und welchen Einfluss diese auf den subjektiven Coachingerfolg unter Berücksichtigung von Coachinganlass und -form haben.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Felder sind die psychologischen Grundlagen des Coachings, das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit (Big Five) sowie die statistische Analyse von Erfolgsfaktoren in Coachingprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das primäre Ziel ist es, durch eine quantitative Befragung herauszufinden, welche Persönlichkeitsmerkmale bei bestimmten Coachinganlässen besonders erfolgsversprechend sind, um künftige Coachingmaßnahmen besser zu planen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine quantitative Datenanalyse durchgeführt, wobei der Fragebogen auf dem NEO-PI-R Modell basiert und die Auswertung der Korrelationen sowie statistische Tests (wie der Kruskal-Wallis-Test) mittels SPSS erfolgen.
Was beinhaltet der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Methodik und die detaillierte Auswertung der Ergebnisse, in denen die Einflüsse von Persönlichkeitsdimensionen auf den Coachingerfolg statistisch untersucht werden.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?
Wichtige Begriffe sind Coaching, Big Five, Persönlichkeitsmerkmale, Coachingerfolg, Coachingform und Personalentwicklung.
Welche Rolle spielen die "Big Five" in der Untersuchung?
Die Big Five bilden das theoretische Gerüst, um die Persönlichkeit von Coach und Coachee in messbare Dimensionen (wie Extraversion oder Verträglichkeit) zu unterteilen und deren Passung zueinander zu analysieren.
Warum ist die Unterscheidung zwischen internen und externen Coaches wichtig?
Die Studie zeigt auf, dass je nach Unternehmenskultur und Hierarchieebene unterschiedliche Coachingformen bevorzugt werden, wobei externe Berater oft bei Führungskräften aufgrund ihrer Neutralität geschätzt werden, während interne Coaches bei spezifischen operativen Anliegen sinnvoll sein können.
- Citar trabajo
- Katharina Maletzki (Autor), 2020, Was macht erfolgreiches Coaching aus? Analyse der Wechselwirkungen der Persönlichkeitsmerkmale von Coach und Coachee, Form und Anlass, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/924717