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Projektarbeit - Eine bewährte Methode zur Öffnung der Schule mit ungeahnten Möglichkeiten

Title: Projektarbeit - Eine bewährte Methode zur Öffnung der Schule mit ungeahnten Möglichkeiten

Seminar Paper , 2007 , 17 Pages

Autor:in: Dipl.Jurist Marco Sievers (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Die Forderung nach Öffnung der Schule, welche in den 1960ziger und 1970ziger Jahren im Rahmen der Diskussion um alternative Schul- und Unterrichtsformen entwickelte wurde, ist im Zuge neuester Schulreformbestrebungen zu einem zentralen Kernanliegen der nachhaltigen Schulentwicklung und zu einem wichtigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung in der Bildungs- und Erziehungsarbeit geworden. Der vorliegende Aufsatz will zeigen, dass Projektarbeit eine im Vergleich dazu ältere, aber dennoch ideale Methode ist, um den gegenwärtigen Ansprüchen an eine Öffnung von Schule gerecht zu werden. Dafür wird im Folgenden zunächst der Begriff der Öffnung der Schule erläutert, um im Anschluss aufzuzeigen, wie Projektarbeit diesem Ziel in vielfältiger Weise dienen kann
Aus Gründen der Vereinfachung und besseren Lesbarkeit wird im Text die Abkürzung „SuS“ für „Schülerinnen und Schüler“ verwendet. Wenn gemeinhin von Öffnung von Schule gesprochen wird, so meint der Begriff eigentlich eine doppelte Neuausrichtung von Bildungseinrichtungen. Eine Öffnung nach innen betrifft den schulischen Unterricht und fordert eine größere Ausrichtung an die Lebenswelt der SuS, während die Öffnung nach außen eine verstärkte Einbeziehung des schulischen Umfeldes und eine Hinwendung zur Gesellschaft schlechthin postuliert. Eine differenziertere Betrachtung erhält man, wenn man Öffnung von Schule nach D. Brenner in drei Dimensionen einteilt, in eine institutionelle, eine methodische und eine thematische.
In institutioneller Hinsicht soll Schule außerschulische Lernorte nutzen, die den SuS die Möglichkeit geben „vor Ort zu entdecken und zu erkennen“. Weiterhin sollen auch schulexterne Personen und Gruppen, wie Eltern, Experten oder Zeitzeugen, mit in den Unterricht einbezogen werden, um den SuS Wissen und Erfahrungen „aus erster Hand“ zu vermitteln. Als drittes Element der institutionellen Dimension sollen auch außerschulische Themen aufgegriffen und „ungeschminkt“ als Lehranlässe genutzt werden. Die methodische Dimension sieht vor, dass Schule den Unterricht verstärkt auf ein selbstbestimmtes Lernen der SuS ausrichtet, und sich bei Unterrichtsgestaltung und Schulleben intensiver mit den außerschulischen Bereichen jugendlicher Lebenswelten auseinandersetzt. In allen Lehr-Lern-Interaktionen soll die personale Ebene stärker gepflegt, Formen des offenen Unterrichtsgespräches stärker genutzt, und individuelle Lernwege gefördert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Öffnung von Schule

3. Projektarbeit

3.1. Historische Entwicklung des Projektmethode

3.2. Merkmale der Projektarbeit und ihre Möglichkeiten für Öffnung von Schule

3.2.1. Situations- und Gesellschaftsbezug durch Problemorientierung

3.2.2. Teilnehmerorientierung

3.2.3. Gemeinsame Organisation von Lernprozessen

3.2.4. Interdisziplinarität und Erfahrungsorientierung

3.2.5. Produkt- und Handlungsorientierung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Projektarbeit als pädagogische Methode zur systematischen Öffnung der Schule. Dabei wird analysiert, inwieweit die historische und methodische Konzeption der Projektarbeit dazu geeignet ist, institutionelle, methodische und thematische Öffnungsprozesse im schulischen Umfeld zu initiieren und nachhaltig zu unterstützen.

  • Dimensionen der Schulöffnung (institutionell, methodisch, thematisch)
  • Historische Herleitung und theoretische Fundierung der Projektmethode
  • Verknüpfung von Projektarbeit mit außerschulischer Lebenswirklichkeit
  • Demokratisierung von Lernprozessen durch Teilnehmerorientierung
  • Bedeutung von Produkt- und Handlungsorientierung für den Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Situations- und Gesellschaftsbezug durch Problemorientierung

Gegenstand von Projektarbeit sollen verbesserungsbedürftige Situationen sein, von denen die Projektgruppe oder andere soziale Gruppen betroffen sind, oder die die Teilnehmer allgemein ändern oder auf sie hinweisen wollen. Dies können schulische oder außerschulische Situationen, zwischenmenschliche oder gesellschaftliche Probleme, oder institutionelle Gegebenheiten sein. Dieser Situations- und Gesellschaftsbezug ermöglicht es den SuS, sich des Sinns und der Bedeutung ihres Lernens für die Lebensbewältigung bewusst zu werden. Widerstände, auf die die SuS bei den Veränderungsversuchen stoßen, verweisen dabei auf objektive Zusammenhänge und zeigen ihnen typische gesellschaftliche Barrieren auf. Außerdem bindet eine solche Ausrichtung von Projekten die SuS an die Bewältigung notwendiger, gesellschaftlich und kulturell bedeutsamer, und lebenspraktisch relevanter Aufgaben.

In Bezug auf Öffnung von Schule ist der Gesellschaftsbezug das Einfallstor für Aspekte des gesellschaftlichen und politischen Lebens, sowie für die Wirtschafts- und Arbeitswelt. Er stellt eine immense Chance für die eine institutionelle Öffnung nach außen dar, weil er Schule und SuS die Möglichkeit einräumt, lebensweltlich-stadtteilorientierte Aktivitäten zu initiieren, oder an diesen teilzuhaben. Entwürfe für politische Strategien vor Ort können entwickelt und eigene Interessen durchgesetzt werden. Projekte geben Gelegenheit, gesellschaftliche Kontakte zum lokalen Umfeld (Eltern, Parteien, Verbände, Behörden, Institutionen, Wirtschaft) zu knüpfen und kooperative Partnerschaften einzugehen. Gemeinsam mit diesen Partnern kann auch das Unterrichtsangebot erweitert, oder Alternativen zu vorhandenen Defiziten im lokalen Umfeld entwickelt und gegenüber den verantwortlichen politischen oder administrativen Stellen durchgesetzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Öffnung von Schule als zentrales Element der Schulentwicklung ein und positioniert die Projektarbeit als bewährte Methode zur Erreichung dieser Ziele.

2. Öffnung von Schule: Das Kapitel definiert den Begriff der Schulöffnung anhand institutioneller, methodischer und thematischer Dimensionen und erläutert deren Bedeutung für die Lebenswelt der Schüler.

3. Projektarbeit: Hier werden die historischen Wurzeln der Projektmethode und ihre zentralen Merkmale detailliert dargestellt, um deren Eignung für eine Öffnung der Schule aufzuzeigen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Projektarbeit eine hochaktuelle Unterrichtsform darstellt, die Schulen vielfältige Möglichkeiten zur Profilbildung und Einbindung in das soziale Umfeld bietet.

Schlüsselwörter

Projektarbeit, Öffnung von Schule, Schulentwicklung, Projektmethode, Handlungsorientierung, Produktorientierung, Teilnehmerorientierung, Interdisziplinarität, Sozialer Raum, Demokratisierung, Unterrichtsgestaltung, Lebensweltbezug, Schulpraxis, Kooperation, Wissensgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Projektarbeit als Unterrichtsmethode eingesetzt werden kann, um Schule nach innen und außen hin zu öffnen und stärker mit der gesellschaftlichen Realität zu verknüpfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Gestaltung von Projekten, der Einbindung außerschulischer Partner und der Förderung von Selbstständigkeit sowie gesellschaftlicher Partizipation der Schüler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass die Projektarbeit eine ideale Methode ist, um den gegenwärtigen Anforderungen an eine Öffnung von Schule gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung und Analyse pädagogischer Fachliteratur zur Projektmethode und deren Anwendbarkeit auf das Konzept der "Öffnung von Schule".

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Projektmethode sowie eine detaillierte Erörterung ihrer Merkmale, wie Situationsbezug, Teilnehmerorientierung und Produktorientierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Projektarbeit, Öffnung von Schule, Handlungsorientierung, Demokratisierung und Schulentwicklung.

Inwiefern trägt die Projektarbeit zur demokratischen Kontrolle schulischer Arbeit bei?

Durch die Herstellung von Öffentlichkeit und die Präsentation von Arbeitsergebnissen außerhalb der Schule wird schulische Arbeit transparenter und unterliegt einer stärkeren demokratischen Kontrolle.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Lehrers in der Projektarbeit?

Der Lehrende tritt aus der hierarchisch übergeordneten Position zurück und fungiert als unterstützender Lernbegleiter, Berater, Moderator oder Beobachter.

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Details

Title
Projektarbeit - Eine bewährte Methode zur Öffnung der Schule mit ungeahnten Möglichkeiten
College
University of Hannover  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Fachpraktikum an der IGS Roderbruch
Author
Dipl.Jurist Marco Sievers (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V92490
ISBN (eBook)
9783638063708
ISBN (Book)
9783638952330
Language
German
Tags
Projektarbeit Eine Methode Schule Möglichkeiten Fachpraktikum Roderbruch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.Jurist Marco Sievers (Author), 2007, Projektarbeit - Eine bewährte Methode zur Öffnung der Schule mit ungeahnten Möglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92490
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