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Korpuslinguistik. Data-Driven Learning in der Fremdsprachendidaktik

Title: Korpuslinguistik. Data-Driven Learning in der Fremdsprachendidaktik

Academic Paper , 2009 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Yevgeniya Marmer (Author)

Speech Science / Linguistics
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Die Arbeit befasst sich mit dem Thema der Korpora im Sprachunterricht. Zu Anfang wird eine kurze Einführung in die Wissenschaft der Korpuslinguistik gegeben und die Aufgaben der Korpora im Unterricht präsentiert. Danach werden die neuen Lehrmethoden, die mit Hilfe der Korpuslinguistik entstanden sind, vorgestellt. Des Weiteren wird ein Schwerpunkt auf das Data-Driven Learning gesetzt und abschließend über die erwähnten Innovationen für den Sprachunterricht berichtet.

Da die Korpuslinguistik ihren Einfluss bislang nur auf das Englische hatte, bezieht sich die folgende Abhandlung ausschließlich auf Theorien, Methoden, Probleme, der englischen Sprache.

In letzter Zeit werden die Methoden der Korpuslinguistik immer häufiger im Unterricht eingesetzt, sowohl im Muttersprach- als auch im Fremdsprachenunterricht. Vor der Entstehung der Korpora beriefen sich linguistische Analysen in sehr großem Ausmaß auf das Sprachgefühl der Muttersprachler, doch seit den 80er Jahren beeinflussen die korpusgestützten Beobachtungen der Sprache die Lehrvorgehensweise, was dazu verhilft die Unterschiede zwischen dem, was in Schulbüchern steht und dem, was wirklich benutzt wird zu erkennen. Dank dem schnellen und leichten Zugriff auf Korpora durch den Computer ist es möglich geworden neue Einsichten in die Sprachstruktur und den Sprachgebrauch zu gewinnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Abstract

2 Einführung

3 Korpuslinguistik

4 Neue Methoden

5 Konkordanzen

6 Data-Driven Learning

7 DDL Studien mit Studenten

8 Resümee

9 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einsatz korpuslinguistischer Methoden im Fremdsprachenunterricht, insbesondere durch den Ansatz des Data-Driven Learning (DDL), um Schülern einen forschenden und selbstständigen Zugang zur Sprachstruktur zu ermöglichen.

  • Grundlagen der Korpuslinguistik und ihre Bedeutung für den Sprachunterricht
  • Methodische Konzepte wie Discovery Learning und Schema Theory
  • Praktischer Einsatz von Konkordanzprogrammen zur Analyse von Sprachgebrauchsmustern
  • Empirische Fallstudien zur Akzeptanz und Effektivität von DDL bei Studierenden

Auszug aus dem Buch

4 Neue Methoden

Vor der Entstehung korpuslinguistischer Ansätze wurde der Sprachunterricht deduktiv gestaltet und basierte überwiegend auf Lehrerinitiative und seiner Themen- und Aufgabenauswahl. Bei dieser klassischen Lehrmethode entstehen einige Probleme, unter anderem, dass Lehrer oft versuchen Verallgemeinerungen für Grammatikregeln zu finden, welche aber oft unverständlich formuliert werden, oder der Gebrauch von Redewendungen, der manchmal nicht rational erklärt werden kann, etc. Die Korpuslinguistik legt einen Schwerpunkt auf induktive Methoden, d.h. es wird angestrebt, dass Lerner die Fremdsprache eigenständig entdecken, indem sie durch Korpora die vorgeschriebenen Regeln mit Hilfe des linguistischen Materials testen und die Ergebnisse selbst interpretieren, feststehende Hypothesen prüfen und neue Einsichten in die Sprachstruktur und den Sprachgebrauch gewinnen und so ein Sprachbewusstsein entwickeln.

Außerdem gibt es bei korpusgestützten Methoden keine einschränkenden Regeln und so werden Schüler dazu angespornt alles auszuprobieren was sie möchten, demnach kann man nichts falsch machen und das kann dazu führen das Lernen für die Schüler in einem interessanterem Licht darzustellen (vgl. Sinclair:1991, 493).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Abstract: Bietet einen Überblick über die zunehmende Bedeutung der Korpuslinguistik im Unterricht und führt in das Thema des Data-Driven Learning ein.

2 Einführung: Erläutert die historische Entwicklung und das Potenzial von Korpora für die Arbeit von Sprachlehrern und die moderne Sprachbeschreibung.

3 Korpuslinguistik: Definiert die Korpuslinguistik als Methode zur Untersuchung authentischer Sprachdaten und beleuchtet Korpustypen sowie deren Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht.

4 Neue Methoden: Stellt den Übergang von deduktiven zu induktiven Lernmethoden dar und führt Konzepte wie Discovery Learning und Schema Theory ein.

5 Konkordanzen: Erklärt die Funktion von Konkordanzprogrammen als Werkzeuge zur Analyse von Wortkontexten und Sprachgebrauchsmustern.

6 Data-Driven Learning: Beschreibt das DDL-Modell als schülerzentrierten Forschungsansatz und veranschaulicht dessen praktische Anwendung anhand von konkreten Beispielen.

7 DDL Studien mit Studenten: Analysiert zwei Fallstudien an Universitäten in Japan und Deutschland zur Wirksamkeit und Akzeptanz des Data-Driven Learnings.

8 Resümee: Fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet den Nutzen von Korpora und DDL für den zukünftigen Fremdsprachenunterricht.

9 Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Fachquellen und Referenzen auf.

Schlüsselwörter

Korpuslinguistik, Data-Driven Learning, DDL, Fremdsprachenunterricht, Konkordanzen, Discovery Learning, Sprachgebrauch, Linguistische Daten, Empirische Studien, Sprachlehrforschung, Korpora, Grammatiklernen, Induktive Methode, Sprachbewusstsein, Fremdsprachenerwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie korpuslinguistische Hilfsmittel wie Korpora und Konkordanzen den Fremdsprachenunterricht verändern können, indem sie Lernenden ermöglichen, Sprache durch echte Daten aktiv zu erforschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Definition der Korpuslinguistik, die methodische Umsetzung des Data-Driven Learning (DDL) und die Analyse von Sprachstrukturen durch authentische Textbeispiele.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass DDL den Sprachlernprozess durch induktive Entdeckung motivierender und praxisnäher gestalten kann, anstatt nur auf starren Lehrbuchregeln zu basieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur sowie auf die Auswertung von zwei empirischen Fallstudien an japanischen und deutschen Universitäten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Korpuslinguistik, den Vorteilen von DDL-Methoden, der Funktionsweise von Konkordanzsoftware und der Darstellung der Ergebnisse aus den durchgeführten Studien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Korpuslinguistik, Data-Driven Learning, Sprachgebrauch, Konkordanzen, Induktion und Lernerautonomie.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Grammatik im DDL?

Im DDL wird Grammatik nicht als starre Regelvorgabe betrachtet, sondern als flexibles System, das der Lernende durch die Untersuchung echter Sprachkontexte selbst entdecken und „fühlen“ kann.

Warum sind Konkordanzen für Studenten nützlich?

Sie ermöglichen den direkten Zugriff auf "Keyword-in-context" (KWIC) Daten, wodurch Lernende selbstständig erarbeiten können, wie Wörter in unterschiedlichen Zusammenhängen typischerweise verwendet werden.

Wie nahmen Studenten an japanischen Universitäten das DDL auf?

Die Anfängergruppe empfand die Arbeit mit DDL als ansprechend und motivierend, da sie die "echte" Sprache abseits von Standardlehrbüchern erforschen konnten.

Welche Kritik äußerten fortgeschrittene Studenten?

Studierende mit fortgeschrittenen Englischkenntnissen an deutschen Universitäten hielten die Methode teilweise für zu zeitaufwendig oder im Vergleich zu ihrem Lernstand für weniger hilfreich als erwartet.

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Details

Title
Korpuslinguistik. Data-Driven Learning in der Fremdsprachendidaktik
College
University of Hildesheim
Grade
1,7
Author
Yevgeniya Marmer (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V925150
ISBN (eBook)
9783346246578
ISBN (Book)
9783346246585
Language
German
Tags
korpuslinguistik data-driven learning fremdsprachendidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yevgeniya Marmer (Author), 2009, Korpuslinguistik. Data-Driven Learning in der Fremdsprachendidaktik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925150
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