Selbstmanagement nimmt in der heutigen Gesellschaft immer mehr an Bedeutung zu und wird essentiell, um die anfallenden Tätigkeiten sowie die zur Verfügung stehende Zeit koordinieren zu können. Selbstmanagement ist sowohl für den Arbeitsplatz, als auch für die Freizeit oder für die Ausbildung äußerst wichtig. Das Ziel von Selbstmanagement ist das Arbeits- und Privatleben in Gleichgewicht zu bringen.
Berufsbegleitende Studierende stehen dabei vor der Herausforderung, neben dem Arbeits- und Privatleben auch das Studium erfolgreich managen zu müssen. Eine frühere Studie hat dabei gezeigt, dass 54% der Studierenden Schwierigkeiten haben, das Studium und die Erwerbstätigkeit zu vereinen. Um die vielen Teilbereiche des Lebens koordinieren und steuern zu können, sind die Zielsetzung, ein gutes Zeitmanagement, Selbstdisziplin und der optimale Umgang mit Stress entscheidende Aspekte.
Um die Anforderungen an die Selbstmanagementfähigkeit bei berufsbegleitenden Masterstudierenden der FH Wiener Neustadt zu erheben, wurden vier berufsbegleitende Masterstudentinnen zu diesem Thema befragt. Die Datenerhebung erfolgte qualitativ im Rahmen von vier halbstrukturierten, problemzentrierten Leitfaden-Interviews. Die Ergebnisauswertung fand nach Kuckartz statt. Die ausgewerteten Ergebnisse machen hohe Anforderungen an die berufsbegleitenden Masterstudierenden der FH Wiener Neustadt in sämtlichen Bereichen des Selbstmanagements ersichtlich.
Zu Beginn der Arbeit wird in Kapitel 3 erklärt, was Selbstmanagement ist, welche Elemente es umfasst und welche Techniken und Tools existieren, bevor auf die Aspekte des Selbstmanagements im Hochschulkontext eingegangen wird. Anschließend wird in Kapitel 4 das Methodendesign ausführlich erläutert. Dabei geht es vor allem darum, die verwendete Methode, die Methodenwahl und die Stichprobe näher zu beschreiben. Weiters werden die Interviewpartnerinnen, die Kontaktaufnahme und die Interviewsituation erörtert. Zudem erfolgt die Beschreibung der Kategoriensysteme sowie die Beschreibung des Auswertungszugangs. Im darauffolgenden Kapitel werden die Ergebnisse der Interviews aufgezeigt, bevor im Kapitel 6 eine Interpretation der in Kapitel 5 gewonnenen Erkenntnisse erfolgt. Die Arbeit wird mit einer Zusammenfassung in Kapitel 7 beendet, um die wichtigsten Informationen und Erkenntnisse nochmals anzuführen und die Beantwortung der gerade formulierten zentralen Fragestellung prägnant darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Forschungsfrage
3 Was ist Selbstmanagement?
3.1 Elemente des Selbstmanagements
3.2 Techniken und Tools
3.3 Selbstmanagement im Hochschulkontext
4 Methodendesign
4.1 Verwendete Methode
4.2 Methodenwahl
4.3 Stichprobe
4.4 Beschreibung der Interviewpartnerinnen
4.5 Beschreibung Kontaktaufnahme
4.6 Beschreibung Interviewsituation
4.7 Beschreibung Kategoriensystem
4.8 Beschreibung Auswertungszugang
5 Darstellung der Ergebnisse
5.1 Selbstmanagement
5.2 Selbstorganisation
5.3 Zeitmanagement
5.4 Herausforderungen und Balance
6 Interpretation der Ergebnisse
6.1 Selbstmanagement
6.2 Selbstorganisation
6.3 Zeitmanagement
6.4 Herausforderungen und Balance
7 Conclusio
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Empfinden von Studierenden an der FH Wiener Neustadt hinsichtlich der Umsetzung von Selbstmanagement im Rahmen eines berufsbegleitenden Masterstudiums, um die Herausforderungen bei der Koordination von Studium, Beruf und Privatleben zu verstehen.
- Anforderungen an die Selbstmanagementfähigkeit von Studierenden
- Methoden und Tools zur effektiven Zeitplanung und Organisation
- Vereinbarkeit von berufsbegleitendem Studium und Erwerbstätigkeit
- Umgang mit Zeitdruck, Stress und persönlichen Belastungsgrenzen
- Analyse der Dynamik in Gruppenarbeiten und individuellen Arbeitsweisen
Auszug aus dem Buch
3 Was ist Selbstmanagement?
In früheren Ansätzen wird Selbstmanagement als eine Arbeits- und Lerntechnik, bei der man sich so führt und organisiert, dass man Erfolg hat, beschrieben (Seiwert 1995, 9). Während diese Definition stark den Management-Teil betont, verdeutlicht eine andere mehr den Selbst-Teil: Unter Selbstmanagement wird hiernach die Chance zur persönlichen Selbstverwirklichung bzw. als Ausdruck der Selbstbehauptung und -verantwortung verstanden (Glatz und Graf-Götz 1998, 180). Eine aktuellere Bezeichnung baut auf diesem Ansatz auf und beschreibt als Selbstmanagement die optimale Integration des emotionalen, geistigen, intellektuellen und körperlichen Verhaltens in jeglicher Lebensphase. Effektives Selbstmanagement appelliert dabei an die Fähigkeit einer Person, ihre persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen, die eigenen Fähigkeiten zu entfalten und dabei den persönlichen Bedürfnissen gerecht zu werden (Wehmeier 2001, 13). Die Selbstregulierung wird dabei oftmals synonym verwendet: Selbstregulierung meint nämlich die Fähigkeit, die eigenen Kognitionen, Emotionen und Verhaltensweisen zu überwachen und anzupassen, sein Ziel zu erreichen und/oder sich an die kognitiven und sozialen Anforderungen bestimmter Situationen anzupassen (Berger et al. 2007, 257).
Drucker sieht den Weg zum erfolgreichen Selbstmanagement darin, dass man folgende fünf Fragen für sich selbst beantwortet: Was sind die wertvollsten Stärken und gefährlichsten Schwächen? Wie lernt und arbeitet man mit anderen? Was sind die tiefsten Werte? Welche Arbeitsumgebung passt zu einem? Und wie kann man den größten Beitrag leisten? (Drucker 2005)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Selbstmanagement für Studierende, die neben ihrem Berufs- und Privatleben ein Studium bewältigen müssen.
2 Forschungsfrage: Das Kapitel definiert das zentrale Untersuchungsinteresse: Wie berufsbegleitende Masterstudierende an der FH Wiener Neustadt ihr Selbstmanagement wahrnehmen.
3 Was ist Selbstmanagement?: Dieser Abschnitt liefert die theoretischen Grundlagen zum Begriff des Selbstmanagements, seiner Elemente sowie relevanter Techniken und Tools.
4 Methodendesign: Hier wird der qualitative Forschungsansatz, die Durchführung der problemzentrierten Leitfaden-Interviews und die angewendete Inhaltsanalyse nach Kuckartz erläutert.
5 Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel fasst die Aussagen der vier Interviewpartnerinnen zu den Themen Selbstmanagement, Organisation, Zeit und Herausforderungen zusammen.
6 Interpretation der Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse werden hier mit der Literatur verknüpft und kritisch reflektiert, um Muster im Selbstmanagement-Verhalten aufzuzeigen.
7 Conclusio: Die Arbeit schließt mit einer Antwort auf die Forschungsfrage sowie konkreten Empfehlungen für die FH Wiener Neustadt und zukünftige Studierende.
Schlüsselwörter
Selbstmanagement, Selbstorganisation, Zeitmanagement, Studium, Studierende, Fachhochschule, Berufsleben, Zeitdruck, Prioritätensetzung, Selbstdisziplin, Gruppendynamik, Belastung, Lernstrategien, Vereinbarkeit, Masterstudium
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie berufsbegleitende Masterstudierende an der Fachhochschule Wiener Neustadt ihr Selbstmanagement gestalten und welche persönlichen und strukturellen Herausforderungen damit verbunden sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören das persönliche Selbstmanagement, die Selbstorganisation, Techniken des Zeitmanagements sowie die Vereinbarkeit von Studium, Arbeit und Privatleben.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie empfinden Studierende an der FH Wiener Neustadt die Umsetzung des Selbstmanagements in einem berufsbegleitenden Masterstudium?
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine qualitative Forschungsmethode gewählt. Basis sind vier problemzentrierte, halbstrukturierte Leitfaden-Interviews mit Masterstudierenden, deren Daten mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturanalyse zum Thema Selbstmanagement sowie eine empirische Untersuchung, in der die Interviews dargestellt und interpretiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Selbstmanagement, Zeitmanagement, Selbstorganisation, Vereinbarkeit, Work-Life-Balance und berufsbegleitendes Studium.
Warum wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt?
Da es um subjektive Wahrnehmungen und Erfahrungen der Studierenden im spezifischen Umfeld der Fachhochschule geht, ermöglicht das Interview ein tieferes Verständnis als rein statistische Erhebungen.
Wie gehen die Studierenden konkret mit Zeitdruck um?
Die Studierenden nutzen unterschiedliche Strategien wie Vorausplanung, Zeitpuffer, Prioritätensetzung (z.B. Eisenhower-Prinzip) und To-Do-Listen, um ihre Aufgaben trotz der Belastung durch den Beruf fristgerecht zu erledigen.
Welche Rolle spielen Gruppenarbeiten?
Die befragten Studierenden nehmen Gruppenarbeiten an der FH tendenziell als belastend und zeitintensiv wahr, da sie einen hohen Koordinationsaufwand erfordern und Abhängigkeiten von Teammitgliedern schaffen.
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- BSc (WU) M.A. Katharina Feigl (Autor), Maria Pulay (Autor), Marlene Reumann (Autor), Julia Stumpf-Fekete (Autor), 2019, Selbstmanagement der Studierenden der FH Wiener Neustadt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925455