Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschlechterstudien / Gender Studies

Klassische Geschlechterrollen in der Science-Fiction-Serie "Doctor Who"

Titel: Klassische Geschlechterrollen in der Science-Fiction-Serie "Doctor Who"

Hausarbeit , 2019 , 35 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Areti-Kristin Bouras (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die Serie "Doctor Who" heute noch klassische Geschlechterrollen reproduziert.

Mit mittlerweile über 50 Jahren Geschichte, auf die zurückgeblickt werden kann, ist die britische Serie "Doctor Who" eine der am längsten laufenden Science-Fiction-Serien überhaupt. Für die elfte Staffel kündigten die Macher der Serie wieder eine Neubesetzung an. Dieses Mal fiel ihre Wahl auf Jodie Whittaker. Nach über 50 Jahren sollte nun also zum ersten Mal eine Frau die Rolle des zeitreisenden Aliens übernehmen.

Die Reaktion der Fans der Serie auf die Neuigkeiten waren gemischt. Es stellt sich unweigerlich die Frage, warum es eine dermaßen starke Fixierung auf das Geschlecht einer Figur gibt, die nicht menschlich, sondern außerirdisch ist und deren Geschlecht in der Serie nie wirklich bestätigt wird. Eine mögliche Erklärung wäre, dass, auch wenn dem Doktor nie offiziell ein Geschlecht zugewiesen wurde, seine Handlungen und Beziehungen in der Vergangenheit trotzdem als männlich interpretiert und so Geschlechterrollen und die Vorstellung von Männlichkeit reproduziert wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gender Media Studies und Medientheorie

3 Entstehung von Geschlechterrollen

4 Episodenanalyse

4.1 Entwicklung eines allgemeinen Erkenntnisinteresses

4.2 Theoretische und historische Reflexion

4.3 Entwicklung der Fragestellung(en)

4.4 Bildung des Analysekorpus

4.5 Datensammlung und Analyse der Daten

4.6 Auswertung und Kontextualisierung

4.7 Bewertung der analysierten und interpretierten Daten

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwieweit die britische Science-Fiction-Serie Doctor Who klassische Geschlechterrollen reproduziert. Ziel ist es, durch die Analyse der Episodenstruktur und der Interaktionen zwischen dem Protagonisten und seiner TARDIS-Begleiterin aufzuzeigen, wie mediale Narrative traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit festigen und durch eine heteronormative Perspektive prägen.

  • Analyse von Gender-Repräsentationen in Science-Fiction-Formaten
  • Theoretische Fundierung durch Gender Media Studies und Doing-Gender-Ansätze
  • Untersuchung der Interaktionsmuster zwischen männlichen und weiblichen Charakteren
  • Reflexion der Rolle der BBC als öffentlich-rechtlicher Sender
  • Dekonstruktion der Vergeschlechtlichung von Maschinen in medialen Texten

Auszug aus dem Buch

4.5 Datensammlung und Analyse der Daten

Die erste Begegnung zwischen dem Doktor und Idris ist geprägt von heterosexueller Romantik. Zur Begrüßung küsst Idris den Doktor unerwartet auf den Mund (9), anschließend beißt sie ihm ins Ohr (18) und vergleicht dieses ebenfalls mit Küssen (20). Bevor sie am Ende der ersten Szene zusammenbricht, merkt sie an, dass sie erneut eine Idee zum Thema Küssen hätte (22/23). Der Fokus liegt also ganz deutlich auf der Beziehung zwischen den beiden, die durch die erste Szene als eine romantische oder erotische dargestellt wird. Gleichzeitig verweisen alle Beteiligten von Anfang an auf Idris als weiblich (6, 10, 15), auch wenn den Charakteren in diesem Moment noch nicht klar ist, dass es sich bei ihr um die Seele der TARDIS in einem menschlichen Körper handelt, wird für die Zuschauer*innen doch direkt ein Geschlecht zugewiesen.

Einige Zeit später findet das nächste Gespräch zwischen Idris und dem Doktor statt. Hier versucht sie ihm zu erklären, wer sie ist, er ordnet sie jedoch als „bitey, mad lady“ (49) ein. Er verweist hier erneut auf ihr Geschlecht und deklariert es als weiblich. Außerdem verwendet er den Begriff lady, anstatt woman. Laut Cambridge Dictionary ist lady eher ein höflicher oder altmodischer Begriff für eine Frau, gleichzeitig kann er aber auch als unhöfliche Ansprache für eine Frau verwendet werden, deren Namen man nicht kennt (vgl. Cambridge University Press 2014b). Somit wird hier kein neutraler Begriff verwendet, sondern einer, der eine tiefere Bedeutung hat. Die Bezeichnung woman hingegen wäre etwas gewesen, was auf Frauen generell beziehungsweise weibliche Erwachsene hingewiesen hätte (vgl. Cambridge University Press 2014c).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema der Geschlechterrollen in Doctor Who und Formulierung der leitenden Forschungsfrage angesichts der Neubesetzung des Hauptcharakters.

2 Gender Media Studies und Medientheorie: Theoretische Rahmung durch Ansätze der Gender Media Studies, Doing Gender und Stuart Halls Encoding/Decoding-Modell zur Analyse medialer Texte.

3 Entstehung von Geschlechterrollen: Untersuchung gesellschaftlicher Grundannahmen über Geschlecht und dessen soziale Konstruktion als Basis für die Analyse der Serieninhalte.

4 Episodenanalyse: Detaillierte Durchführung der Analyse anhand der Episode "Die Frau des Doktors" mit Fokus auf Interaktion und Geschlechtszuschreibung.

5 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die eine anhaltende Reproduktion traditioneller Rollenbilder und heteronormativer Strukturen in der Serie bestätigt.

Schlüsselwörter

Doctor Who, Gender Media Studies, Geschlechterrollen, Doing Gender, Science-Fiction, Heteronormativität, TARDIS, Medientheorie, Repräsentation, Konstruktivismus, Fernsehanalyse, Geschlechtszuschreibung, BBC, Medienproduktion, Rollenbilder

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Science-Fiction-Serie Doctor Who auch heute noch traditionelle Geschlechterrollen und Zweigeschlechtlichkeit in ihren Inhalten reproduziert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Gender Media Studies, das "Doing Gender" nach West/Zimmerman sowie die Analyse der narrativen Darstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit in Doctor Who.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzudecken, ob die Serie durch die Interaktion zwischen Charakteren, insbesondere zwischen dem Doktor und der TARDIS, heteronormative Normen verfestigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine Episodenanalyse durchgeführt, die auf der Systematik von Lothar Mikos basiert und durch eine diskurstheoretische Perspektive ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung, die Analyse einer spezifischen Episode ("Die Frau des Doktors") und die Untersuchung der dort dargestellten sozialen Interaktionsmuster.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Geschlechterrollen, Heteronormativität, Doing Gender, Medientheorie und Repräsentation.

Warum wird speziell die Episode "Die Frau des Doktors" analysiert?

Diese Episode eignet sich besonders gut, da die Seele der TARDIS hier in einen menschlichen Körper transferiert wird, was eine direkte Untersuchung der Vergeschlechtlichung von Maschinen ermöglicht.

Welche Rolle spielt die BBC in der Untersuchung?

Die Arbeit beleuchtet die Rolle der BBC als öffentlich-rechtlicher Sender, der durch seine Programmaufträge verpflichtet ist, die Gesellschaft authentisch zu repräsentieren.

Was ist das Fazit bezüglich der Geschlechterrollen in der Serie?

Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass die Serie trotz der fantastischen Prämisse an traditionellen, heteronormativen Geschlechterrollen festhält.

Welche Bedeutung hat die Neubesetzung des Doktors als Frau für die Autorin?

Die Autorin sieht in der Neubesetzung durch Jodie Whittaker ein Potenzial, zukünftig Rollenbilder aufzubrechen und Beziehungen außerhalb des heterosexuellen Spektrums darzustellen.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Klassische Geschlechterrollen in der Science-Fiction-Serie "Doctor Who"
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,3
Autor
Areti-Kristin Bouras (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
35
Katalognummer
V925711
ISBN (eBook)
9783346252777
ISBN (Buch)
9783346252784
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hausarbeit Doctor Who Geschlecht Geschlechterrollen Gender Studies Heteronormativität Gender Media Studies Medienwissenschaften Geschlechterforschung Science Fiction
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Areti-Kristin Bouras (Autor:in), 2019, Klassische Geschlechterrollen in der Science-Fiction-Serie "Doctor Who", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925711
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  35  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum