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Steuerökonomische Analyse der Übertragung von Betriebsvermögen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge

Title: Steuerökonomische Analyse der Übertragung von Betriebsvermögen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge

Diploma Thesis , 2005 , 58 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Remmer Sassen (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

In Deutschland kam es in den vergangenen Jahren zu Erbschaften und Schenkungen mit einem Volumen von ca. 50 Mrd. Euro pro Jahr. Schätzungen für die nächsten Jahre gehen von Vermögensübertragungen bis zu 130 Mrd. Euro pro Jahr aus. In allen Fällen versucht der Fiskus seine Hand offen zu halten und daran mitzuverdienen. Ziel der Erbfolgegestaltung sollte es also sein, die Steuerbelastung bei der Vermögensübertragung durch natürliche Personen zu minimieren. Dies kann sowohl für den Fall des Todes geplant werden als auch im Rahmen einer Vorwegnahme der Erbfolge geschehen. Darüber hinaus ist eine frühzeitige Planung ein probates Mittel Erbstreitigkeiten zu vermeiden.

Auch wenn das Thema dieser Arbeit auf das Sonderrechtsinstitut der vorweggenommenen Erbfolge gegen Versorgungsleistungen hindeutet, beschränkte es sich nicht auf dieses Spezialthema, zumal es nur ein Teilbereich der Möglichkeiten im Rahmen der Vorwegnahme der Erbfolge darstellt. Vielmehr wird ein Gesamtüberblick (mit zahlreichen Beispielen) über die Möglichkeiten der Unternehmens- bzw. Generationennachfolge vor dem Tod des Inhabers entworfen, um darin u.a das Sonderrechtsinstitut der vorweggenommenen Erbfolge gegen Versorgungsleistungen einzuordnen.

In einem Grundsatzurteil vom 22.06.1995 hat das Bundesverfassungsgericht dem Gesetzgeber nahe gelegt, mittelständische Unternehmen nicht übermäßig durch die Erbschaftsteuer zu belasten, um die Fortführung des Betriebes nicht zu gefährden. Dies ist im Jahressteuergesetz 1997 umgesetzt worden und spiegelt sich nach wie vor, wenn auch mit späteren Änderungen, in den maßgeblichen Gesetzen wider.

Obwohl das Thema der Arbeit die Übertragung von Betriebsvermögen als zentralen Aspekt herausstellt, kann die Betrachtung der Übertragung von Privatvermögen nicht außen vor bleiben, da es zum einen identische Regelungen gibt und zum anderen grundsätzlich immer die Gestaltungsmöglichkeit besteht, Betriebsvermögen in Privatvermögen umzuwandeln. Ob dies Sinn hat, ist zunächst eine andere Frage. Entscheidender ist jedoch die Tatsache, dass Anteile an mittelständischen Kapitalgesellschaften i.d.R. zum Privatvermögen gehören. Dennoch ist das Vermögen der Kapitalgesellschaft betrieblicher bzw. produktiver Natur und somit in der Unternehmensnachfolgeplanung zu berücksichtigen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchung

2. Grundfälle und Grundsätze der vorweggenommenen Erbfolge

2.1. Voll unentgeltliche Vermögensübertragungen

2.1.1. Sachliche und persönliche Steuerpflicht im ErbStG

2.1.2. Steuerpflichtiger Erwerb

2.1.3. Steuerklassen, Freibeträge und Steuertarife

2.1.4. Begünstigungen von Betriebsvermögen

2.1.5. Abgrenzung des begünstigten Betriebsvermögens

2.2.1. §§ 16, 34 EStG Veräußerung des Betriebes

2.2.2. §§ 17, 23 EStG Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften

2.3. Teilentgeltliche Vermögensübertragungen

3. Einkommenssteuerrechtliche Qualifizierung von „Rentenzahlungen“

3.1. Versorgungsleistungen

3.1.1. Voraussetzungen zur Anerkennung von Versorgungsleistungen

3.1.2. Nachträgliche Umschichtung des übernommenen Vermögens

3.2. Wiederkehrende Leistungen im Austausch mit einer Gegenleistung

3.2.1. Wiederkehrende Leistungen auf Lebenszeit

3.2.2. Wiederkehrende Leistungen auf bestimmte Zeit

4. Gestaltungsmöglichkeiten und- risiken

4.1. Ausnutzung der Bewertungsmaßstäbe des Betriebsvermögens

4.1.1. Grundbesitz

4.1.2. Wertpapiere und Anteile an Kapitalgesellschaften

4.1.3 Mitunternehmeranteile

4.2. Gestaltung im Rahmen des Schenkungsvorganges

4.2.1. Freibetragsausnutzung und Pflichtteilsrisiken

4.2.2. Zugewinnausgleich und Versorgungsfreibetrag

4.2.3. Rechtsformspezifische Chancen und Risiken

4.2.4. Verlustvorträge

4.2.5. Familienstiftung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten der vorweggenommenen Erbfolge, insbesondere bei der Übertragung von Betriebsvermögen gegen Rentenleistungen, mit dem Ziel, die Steuerbelastung für natürliche Personen bei der Vermögensübertragung zu minimieren.

  • Steuerrechtliche Behandlung unentgeltlicher und teilentgeltlicher Vermögensübertragungen
  • Einkommensteuerrechtliche Qualifizierung von Rentenzahlungen und Versorgungsleistungen
  • Gestaltungsmöglichkeiten zur Ausnutzung von Freibeträgen und Bewertungsmaßstäben
  • Analyse erbrechtlicher und unternehmensnachfolgespezifischer Risiken
  • Bewertung von Betriebsvermögen und Anteilen an Kapitalgesellschaften

Auszug aus dem Buch

1. Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchung

In Deutschland kam es in den vergangenen Jahren zu Erbschaften und Schenkungen mit einem Volumen von ca. 50 Mrd. Euro pro Jahr. Schätzungen für die nächsten Jahre gehen von Vermögensübertragungen bis zu 130 Mrd. Euro pro Jahr aus. In allen Fällen versucht der Fiskus seine Hand offen zu halten und daran mitzuverdienen. Ziel der Erbfolgegestaltung sollte es also sein, die Steuerbelastung bei der Vermögensübertragung durch natürliche Personen zu minimieren. Dies kann sowohl für den Fall des Todes geplant werden als auch im Rahmen einer Vorwegnahme der Erbfolge geschehen. Darüber hinaus ist eine frühzeitige Planung ein probates Mittel Erbstreitigkeiten zu vermeiden.

Auch wenn das Thema meiner Arbeit auf das Sonderrechtsinstitut der vorweggenommenen Erbfolge gegen Versorgungsleistungen hindeutet, werde ich mich nicht auf dieses Spezialthema beschränken, zumal es nur ein Teilbereich der Möglichkeiten im Rahmen der Vorwegnahme der Erbfolge darstellt. Vielmehr versuche ich einen Gesamtüberblick über die Möglichkeiten der Unternehmens- bzw. Generationennachfolge vor dem Tod des Inhabers zu entwerfen, um darin das Sonderrechtsinstitut der vorweggenommenen Erbfolge gegen Versorgungsleistungen einzuordnen.

Steuergesetze mit zentraler Bedeutung sind in diesem Zusammenhang das Einkommensteuergesetz (EStG), soweit Gegenleistungen (z. B. Gleichstellungsgelder an Geschwister oder Versorgungsleistungen an Eltern) bei der Vermögensübertragung vereinbart werden, sowie das Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG). In letzterem Gesetz sind sowohl die Besteuerung von Vermögensübertragungen im Erbwege als auch im Rahmen einer Schenkung nahezu einheitlich geregelt, um zu verhindern, dass eine lebzeitige Vermögensübertragung nicht unbesteuert bleibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchung: Einführung in die Thematik der steueroptimierten Vermögensnachfolge und Definition des Untersuchungsrahmens unter Berücksichtigung relevanter Steuergesetze.

2. Grundfälle und Grundsätze der vorweggenommenen Erbfolge: Darstellung der steuerrechtlichen Differenzierung zwischen unentgeltlichen, voll entgeltlichen und teilentgeltlichen Übertragungsvorgängen.

3. Einkommenssteuerrechtliche Qualifizierung von „Rentenzahlungen“: Analyse der einkommensteuerlichen Behandlung von Versorgungsleistungen und Renten im Austausch mit Gegenleistungen sowie deren steuerliche Anerkennungsvoraussetzungen.

4. Gestaltungsmöglichkeiten und- risiken: Erläuterung spezifischer Strategien zur Optimierung der Steuerlast durch Bewertungsspielräume, Freibetragsnutzung und gesellschaftsrechtliche Strukturen sowie deren Risiken.

5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur steuerlich effizienten Gestaltung der Unternehmens- und Generationennachfolge unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung und Gesetzeslage.

Schlüsselwörter

Vorweggenommene Erbfolge, Betriebsvermögen, Schenkungsteuer, Erbschaftsteuer, Versorgungsleistungen, Einkommensteuer, Unternehmensnachfolge, Freibeträge, Rentenzahlungen, Bewertungsmaßstäbe, Steueroptimierung, Betriebsaufspaltung, Nießbrauch, Familienstiftung, Steuerprogression

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der steueroptimierten Gestaltung der Vermögensnachfolge zu Lebzeiten, insbesondere unter dem Aspekt der vorweggenommenen Erbfolge bei Betriebsvermögen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den steuerrechtlichen Unterschieden zwischen unentgeltlichen und entgeltlichen Übertragungen, der einkommensteuerlichen Einordnung von Rentenzahlungen sowie Möglichkeiten zur Minderung der Schenkungs- und Erbschaftsteuer.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über Methoden zur Minimierung der steuerlichen Belastung bei der Unternehmens- und Generationennachfolge zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine steuerökonomische Analyse, die auf der Auswertung aktueller Gesetzgebung, Finanzverwaltungsschreiben und der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundfälle der vorweggenommenen Erbfolge, die steuerliche Qualifizierung von Rentenzahlungen sowie praktische Gestaltungsmöglichkeiten und Risiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind vorweggenommene Erbfolge, Betriebsvermögen, Versorgungsleistungen, Schenkungsteuer und Steueroptimierung.

Wie werden Versorgungsleistungen steuerlich anerkannt?

Versorgungsleistungen müssen auf Lebenszeit vereinbart werden und setzen eine existenzsichernde und ertragbringende Wirtschaftseinheit voraus, die in der Lage ist, die Zahlungen zu leisten.

Was bewirkt das Stuttgarter Verfahren bei der Bewertung von Unternehmen?

Das Stuttgarter Verfahren dient der Wertermittlung von Anteilen an Kapitalgesellschaften, wenn kein Börsenkurs vorliegt, wobei Ertragswert und Substanzwert des Unternehmens einbezogen werden.

Wann ist eine Kettenschenkung problematisch?

Kettenschenkungen können kritisch sein, wenn sie ausschließlich der Umgehung von Steuergesetzen dienen, ohne dass der Zwischenempfänger eine eigene wirtschaftliche Verfügungsmacht hat, was gegen § 42 AO verstoßen könnte.

Welche Bedeutung hat das BVerfG-Urteil von 1995 für die Arbeit?

Das Urteil legte den Grundstein für die steuerliche Begünstigung mittelständischer Unternehmen bei der Erbschaftsteuer, um die Fortführung der Betriebe sicherzustellen.

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Details

Title
Steuerökonomische Analyse der Übertragung von Betriebsvermögen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
2,0
Author
Remmer Sassen (Author)
Publication Year
2005
Pages
58
Catalog Number
V93101
ISBN (eBook)
9783638057691
ISBN (Book)
9783638948074
Language
German
Tags
Steuerökonomische Analyse Betriebsvermögen Rahmen Erbfolge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Remmer Sassen (Author), 2005, Steuerökonomische Analyse der Übertragung von Betriebsvermögen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93101
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