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Steven Soderbergh - Postmodern Art Cinema

Title: Steven Soderbergh - Postmodern Art Cinema

Swiss Diploma Thesis , 2007 , 171 Pages , Grade: gut

Autor:in: lic. phil. Simon Albert Keller (Author)

Film Science
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Lizentiatsarbeit befasst sich nun mit den Spielfilmen von Steven Soderbergh in Hinblick auf diese Mischformen, die sich aus Merkmalen der Moderne bzw. der Art-Cinema-Narration und der Postmoderne zusammensetzten. Um diese Mischformen zusammenzufassen, wird nach der Gegenüberstellung der verschiedenen filmhistorischen ’Tendenzen’ der Begriff des Postmodern Art Cinema geschaffen, um die verschiedenen Aspekte der Moderne bzw. der Art-Cinema-Narration und der Postmoderne unter einen Nenner zu bringen. Das wichtigste Merkmal der Moderne ist dabei die filmische Selbstreflexion und bei der Postmoderne ist es die Selbstreferenzialität. Der erstere Begriff sieht den Film als geschaffene Fiktion an, der sich auf die Alltagsrealität des Autors bezieht, und der zweite Begriff definiert den Film als konstruierte Fiktion, die den Film im Kontext anderer filmischer Werke interpretiert. Das Untersuchungsinteresse der Lizentiatsarbeit ist somit die Analyse des filmischen Gesamtwerks von Steven Soderbergh mit der These, dass die Filme eine Mischform von modernistischer Selbstreflexivität und postmoderner Selbstreferenzialität darstellen. Diese Mischformen werden zusätzlich im Kontext des gesamten Merkmalkomplexes der Moderne bzw. der Postmoderne interpretiert, um eine Aussage darüber zu machen, ob sie dem Postmodern Art Cinema zugeordnet werden können oder nicht. Wichtig ist es auch festzuhalten, dass diese Untersuchung sich einer neoformalistischen Filmanalyse bedient, da der Film als Kunst aufgefasst wird, die er durch seine filmischen Mittel produzieren kann. Die Gewichtung der formalen Mittel und deren Analyse im filmischen Werk ist deshalb wichtig, da nur sie eine Aussage über das wesentliche Konstruktionsprinzip einer Geschichte machen kann.4 Die Fragen, die in dieser Lizentiatsarbeit somit beantwortet werden, sind im Theorieteil unter den Fragestellungen: Was ist die Moderne bzw. die Art Narration und was die Postmoderne? Was ist unter dem Begriff der Selbstreflexivität und dem Begriff der Selbstreferenzialität zu begreifen? Was ist Postmodern Art Cinema? Im Analyseteil gefragt: Welche Filme sind der Moderne zuzuschreiben und welche der Postmoderne? Welche Filme enthalten selbstreflexive, welche selbstreferenzielle Elemente? Wie sind die Filme von Soderbergh aufgebaut? Gibt es eine werkübergreifende, dominante, formale Struktur und welches sind weitere Themen? Ist das Werk von Soderbergh Postmodern Art Cinema?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

2.1 Film als Kunst oder der Kunstfilm

2.1.1 Die europäische Avantgarde

2.1.2 Neorealismus

2.1.3 Autorenkino

2.2 Art Cinema

2.2.1 Filmgeschichtliche Kontextualisierung

2.2.2 Formation

2.2.2.1 Art Cinema und seine Struktur

2.2.2.2 Art-Cinema-Narration nach David Bordwell

2.2.2.3 Filme und Regisseure

2.3 Aspekte der Selbstreflexivität in der Art-Cinema-Narration

2.3.1 Modernistische Auffassungen von Selbstreflexivität

2.3.2 Reflexivity nach Robert Stam

2.3.2.1 Historische Herleitung und dominante Konzepte

2.3.2.2 Kategorien nach Robert Stam

2.4 Die Postmoderne

2.4.1 Filmgeschichtliche Kontextualisierung

2.4.2 Merkmale und Filme

2.4.2.1 Definitionspluralität

2.4.2.2 Kritik

2.4.2.3 Kategorien nach Jens Eder

2.5 Aspekte der Selbstreferenzialität im postmodernen Film

2.5.1 Definition

2.5.2 Kategorien nach Bleicher

2.6 Postmodern Art Cinema: Gegenüberstellung der Selbstreflexivität im Art Cinema und der Selbstreferenzialität im postmodernen Film

3. Steven Soderbergh – Leben und Werk

4. Analyse

4.1 SEX, LIES AND VIDEOTAPE

4.1.1 Selbstreflexivität

4.1.1.1 Filmproduktion

4.1.1.2 Filmrezeption

4.1.1.3 Selbstbewusster Film

4.1.2 Art-Cinema-Narration / Moderne

4.1.3 Selbstreferenzialität und Postmoderne

4.1.4 SEX, LIES AND VIDEOTAPE: Modernismus mit postmodernem Inventar

4.2 SCHIZOPOLIS

4.2.1 Selbstreflexivität

4.2.1.1 Filmproduktion

4.2.1.2 Filmrezeption

4.2.1.3 Selbstbewusster Film

4.2.2 Art-Cinema-Narration / Moderne

4.2.3 Selbstreferenzialität und Postmoderne

4.2.4 SCHIZOPOLIS: Exempel von Postmodern Art Cinema

4.3 FULL FRONTAL

4.3.1 Selbstreflexivität

4.3.1.1 Filmproduktion

4.3.1.2 Filmrezeption

4.3.1.2 Selbstbewusster Film

4.3.2 Art Cinema / Moderne

4.3.3 Selbstreferenzialität und Postmoderne

4.3.4 FULL FRONTAL: Verfremdung durch postmoderne Einschübe

4.4 OCEAN’S TWELVE

4.4.1 Selbstreflexivität

4.4.1.1 Filmproduktion

4.4.1.2 Filmrezeption

4.4.1.2 Selbstbewusster Film

4.4.2 Art Cinema / Moderne

4.4.3 Selbstreferenzialität und Postmoderne

4.4.4 OCEAN’S TWELVE: Postmoderne und modernistische Tangenten

4.5 Weitere Beispiele

4.5.1 KAFKA

4.5.2 THE UNDERNEATH

4.5.3 OUT OF SIGHT

4.5.4 THE LIMEY

4.5.5 TRAFFIC

4.5.6 OCEAN’S ELEVEN

4.5.7 SOLARIS

4.5.8 BUBBLE

4.5.9 THE GOOD GERMAN

5. Synthese

6. Schlusswort und Ausblick

7. Filmographie

7.1 Filme von Steven Soderbergh

7.2 Weitere Filme

8. Bibliographie

8.1 Steven Soderbergh

8.2 Kunstfilm, Art-Cinema-Narration, Moderne und Postmoderne

8.4 Selbstreflexivität und Selbstreferenzialität

8.4 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das filmische Gesamtwerk von Steven Soderbergh, um zu prüfen, ob es unter den Begriff des "Postmodern Art Cinema" eingeordnet werden kann. Dabei wird analysiert, inwieweit Soderbergh modernistische Elemente der Selbstreflexivität mit postmodernen Techniken der Selbstreferenzialität kombiniert und welche Konstruktionsprinzipien sein Werk dominieren.

  • Analyse der wechselseitigen Beziehung zwischen modernistischer Selbstreflexivität und postmoderner Selbstreferenzialität.
  • Untersuchung der filmischen Entwicklung Soderberghs von frühen Werken wie "SEX, LIES AND VIDEOTAPE" bis zu "OCEAN’S TWELVE".
  • Konzeptualisierung des "Postmodern Art Cinema" als Synthese aus Art-Cinema-Narration und postmodernen Narrationsweisen.
  • Kritische Würdigung der Bedeutung filmischer Parameter wie Kameraführung, Videomaterial und Montage für die Konstruiertheit von Filmen.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Selbstreflexivität

Wenn SEX, LIES AND VIDEOTAPE als eine moderate Version von Selbstreflexivität bezeichnet werden kann, so ist SCHIZOPOLIS sein radikaler Gegenspieler271, da Soderbergh weg vom latent selbstreflexiven Hauptdarsteller der Videokamera zur Achterbahn der Narration gewechselt hat. Wo für den Zuschauer SEX, LIES AND VIDEOTAPE noch äussert zugänglich dargestellt wurde, gibt es bei SCHIZOPOLIS zwar auch eine erkennbare Handlung, diese ist aber so zersplittert, zerhackt und zusammengewürfelt, dass es sehr schwierig ist, ihr zu folgen. Wo es Soderbergh bei SEX, LIES AND VIDEOTAPE ein Anliegen war, sich mit den Charakteren zu identifizieren, sich einzulassen auf eine Partizipation mit den Figuren und ihren Problemen, schreit SCHIZOPOLIS bzw. Soderbergh in seiner Doppelrolle den Zuschauer förmlich an und will ihn möglichst weit weg bringen von einer passiven Involviertheit zu einer distanzierten, aktiven Reflektion über die Filmform, über die Narration und über das Konstrukt Film.

Die Analyse muss sich auf bestimmte selbstreflexive Themen bzw. auf bestimmte zusammenhangslose Einstellungen beschränken, da man für die vollständige Analyse der Selbstreflexion eine weitere Lizentiatsarbeit beilegen könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die These, dass Soderberghs Werk als "Postmodern Art Cinema" verstanden werden kann, und führt in die methodische Herangehensweise der filmischen Analyse ein.

2. Theorie: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament durch die Definition von Art-Cinema-Narration, Moderne und Postmoderne sowie der Abgrenzung von Selbstreflexivität und Selbstreferenzialität.

3. Steven Soderbergh – Leben und Werk: Eine biographische Skizze des Regisseurs, die den Bezug zwischen seinem Werdegang und seiner experimentellen filmischen Handschrift beleuchtet.

4. Analyse: Der Hauptteil untersucht vier spezifische Soderbergh-Filme detailliert hinsichtlich ihrer selbstreflexiven und selbstreferenziellen Konstruktionsprinzipien.

5. Synthese: Die Ergebnisse der Analyse werden diskutiert und in Bezug zur Ausgangsthese gesetzt, um das Werk abschließend einzuordnen.

6. Schlusswort und Ausblick: Eine abschließende Reflektion über die Einordnung des Regisseurs im Kontext des postmodernen Kinos.

7. Filmographie: Eine chronologische Liste der analysierten Filme sowie der Referenzfilme aus der Filmgeschichte.

8. Bibliographie: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Steven Soderbergh, Postmodern Art Cinema, Selbstreflexivität, Selbstreferenzialität, Moderne, Postmoderne, Art-Cinema-Narration, Filmproduktion, Filmrezeption, Intertextualität, Dekonstruktion, Medienkompetenz, Filmtheorie, Konstruktivismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Lizentiatsarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das filmische Gesamtwerk von Steven Soderbergh, um zu untersuchen, wie er moderne und postmoderne Erzählkonzepte in seinen Filmen miteinander verknüpft.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Begriffe Selbstreflexivität (Moderne) und Selbstreferenzialität (Postmoderne) und wie diese genutzt werden, um den Film als Konstrukt offenzulegen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, ob Soderberghs Gesamtwerk als "Postmodern Art Cinema" klassifiziert werden kann und welche formalen Prinzipien dabei die dominierende Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine neoformalistische Filmanalyse, welche die formalen filmischen Mittel (Kamera, Montage, Licht) untersucht, um die Konstruktionsprinzipien hinter der Erzählung freizulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Analyseteil werden vier Hauptfilme (SEX, LIES AND VIDEOTAPE, SCHIZOPOLIS, FULL FRONTAL, OCEAN’S TWELVE) und weitere ausgewählte Werke Soderberghs detailliert auf ihre selbstreflexiven und selbstreferenziellen Momente hin untersucht.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Selbstreflexivität, Selbstreferenzialität, Postmodern Art Cinema, Konstruktivismus und Intertextualität.

Warum ist "SCHIZOPOLIS" für die These der Arbeit so wichtig?

SCHIZOPOLIS wird als die "exemplarische Manifestation" von Soderberghs filmischem Experimentieren betrachtet, da es radikal mit konventionellen Erzählmustern bricht und die Künstlichkeit der Filmform in den Vordergrund rückt.

Wie geht die Arbeit mit dem Begriff des "Remakes" um?

Remakes wie "THE UNDERNEATH" oder "OCEAN’S ELEVEN" werden nicht nur als Neuverfilmungen betrachtet, sondern als Mittel der Selbstreferenzialität, durch die Soderbergh seine eigene filmische Handschrift und den Bezug zur Filmgeschichte thematisiert.

Excerpt out of 171 pages  - scroll top

Details

Title
Steven Soderbergh - Postmodern Art Cinema
College
University of Zurich  (Filmseminar)
Grade
gut
Author
lic. phil. Simon Albert Keller (Author)
Publication Year
2007
Pages
171
Catalog Number
V93189
ISBN (eBook)
9783638056502
ISBN (Book)
9783640857173
Language
German
Tags
Steven Soderbergh Postmodern Cinema
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
lic. phil. Simon Albert Keller (Author), 2007, Steven Soderbergh - Postmodern Art Cinema, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93189
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