Selbstmotivation im Beruf und beim Lernen. Ansatzpunkte, Chancen und Grenzen


Hausarbeit, 2020

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

2 Motivation
2.1 Definition
2.2 Intrinsische Motivation
2.3 Extrinsische Motivation

3 Selbstmotivation
3.1 Ansatzpunkte von Selbstmotivation
3.2 Selbstmotivation steigern und verbessern
3.3 Beispiele zur Steigerung der Selbstmotivation
3.4 Grenzen und Einschränkungen von Selbstmotivation

4 Selbstmotivation in Selbstreflexion
4.1 Selbstmotivation im Kontext der Selbstreflexion – Lernen
4.2 Selbstmotivation im Kontext der Selbstreflexion – Berufliches Umfeld

5 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation

In Zeiten von sich beschleunigender, anhaltender Globalisierung, intensiviertem internationalen Kampf um Ressourcen und fortschreitender Digitalisierung auf der einen Seite, gibt es auf der anderen Seite immer mehr Menschen, die mit diesem Tempo, oder der Art und Weise eingangs erwähntes von Statten geht, nicht einverstanden sind.

Das Leben in den modernen Gesellschaften ändert sich, beschleunigt sich. Menschen und Mitarbeiter werden besonders in großen Konzernen und Unternehmen nur noch als Kapital angesehen und entsprechend ihrer Leistung, Produktivität oder Output bewertet. Besonders auf den unteren Angestelltenebenen zählt so etwas wie Charakter, Aufrichtigkeit, oder Empathie kaum noch etwas, „wenn die Zahlen nicht stimmen.“

Aus diesem Grund gewinnen die Themen Motivation und Selbstmotivation heutzutage sowohl im persönlichen als auch im beruflichen Alltag zunehmend an Bedeutung.1 In Zeiten der Globalisierung und steigender Konkurrenz auf dem Weltmarkt wird es für Arbeitnehmer und Arbeitgeber immer wichtiger, die eigene Motivation und die Motivation Anderer zu steigern, um eigene Ziele zu erreichen und vorhandene Potenziale zu nutzen.

Eine dauerhaft hohe Motivation zu erlangen ist jedoch aufgrund der Verschiedenheit der Individuen und Unternehmen sehr schwierig beziehungsweise unmöglich umzusetzen. Auch in der Literatur gibt es hierzu keine allgemeingültige Formel oder einen allseits anerkannten Leitfaden zur Steigerung der Motivation. Auch in diesem Bezug ist es sehr diffizil die Eigenmotivation des Gegenübers, Mitarbeiters usw. zu erkennen, oder bestimmen zu können.

Ein Ansatz ist diesbezüglich, dass Motivation als solche eine aktivierende Zielrichtung darstelle, um einen positiv bewerteten Zielzustand zu erlangen.2 Die Beweggründe hinzu dieser Zielerreichung sind Motive, die durch verschiedene Anreize entstehen, oder individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sind.

1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

Ziel dieses Scientific Abstracts ist es dementsprechend Chancen, Ansatzpunkte und Grenzen von Selbstmotivation zu aufzudecken und zu diskutieren und anschließend in Bezug mit persönlichen Erfahrungen zu setzen. Dieses Ziel wird erfüllt, durch die schrittweise Hinführung zu der Thematik und anschließende Selbstreflexion in Bezug auf Lernen und berufliche Erfahrungen.

Im Rahmen der Arbeit gehe ich zunächst auf die grundlegenden Informationen zur Begrifflichkeit Motivation mit den Ausprägungsarten der intrinsischen und extrinsischen Motivation ein. Hierbei konzentriert sich die Arbeit jedoch darauf, aufgrund der Umfangseinschränkung, ein Basisverständnis zu vermitteln.

Darauf aufbauend setze ich diese grundlegenden Erkenntnisse in Bezug mit der spezifischeren Eigen- beziehungsweise Selbstmotivation. In diesem Abschnitt werden die Ansatzpunkte, Möglichkeiten und Grenzen dann näher erläutert.

Abschließend setze ich die gewonnen Einsichten in praktischen Bezug. Ich gehe hierbei auf meine persönlichen Erfahrungen mit Selbstmotivation und Antriebsgründe in meinem schulischen und beruflichen Leben ein. An geeigneter Stelle nehme ich Bezug auf die vorausgehenden gewonnenen theoretischen Grundlagen.

Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse und analysierten Unterschiede im Rahmen einer Gegenüberstellung in einem Fazit nochmals bündig vorgestellt.

Die Grundlage für Zitation und formalen Aufbau des Scientific Abstracts bildet im Gesamten der Leitfaden zur formalen Gestaltung von Seminar- und Abschlussarbeiten.

2 Motivation

Im folgenden Abschnitt werde ich zunächst die Begrifflichkeit der Motivation erläutern und definieren. Im Anschluss daran werde ich auf die motivationsspezifischen Ausprägungen und Quellen von intrinsischer und extrinsischer Motivation eingehen.

2.1 Definition

Der Begriff der Motivation in wissenschaftlichem Kontext bezieht sich auf Verhaltens- und Erlebensqualitäten. Diese gehen dabei auf die subjektive Zielausrichtung, die Energetisierung und die Ausdauer der menschlichen Aktivität zurück.3

Handlungsgrundlage bilden hierbei sogenannte Motive, die sich als subjektive Beweggründe darstellen. Diese führen zu einer Handlungsbereitschaft und dem, auf emotionaler und neuronaler Aktivität beruhenden Strebens des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten.4 Das Umsetzen der Motive in tatsächliche Handlungen wird in der Wissenschaft als Umsetzungskompetenz bezeichnet.5

Motivation bezeichnet somit ein abhängiges, aber zielgerichtetes Verhalten zur Befriedigung von motivischen Bedürfnissen.6

2.2 Intrinsische Motivation

Intrinsische Motivation beschreibt alle Prozesse des Handelns aus innerem Antrieb heraus. Hierzu zählen persönliche Interessen, Neigungen, oder Herausforderungen.7 Intrinsische Motivation für ein Verhalten stammt somit aus dem Erleben des Verhaltens selbst oder der Erwartung dieses Erlebens.

Der entscheidende Punkt hierfür, damit ein Verhalten bei einer Person intrinsisch motiviert ist, ist es also, dass es bei dieser Person aus sich selbst motivierend wirkt.8 Gleiches gilt in diesem Zuge für die Motivation aus der Bewältigung von Aufgaben.

Intrinsische Motivation dementsprechend ist vor allem wirksam bei komplexen Tätigkeiten. Insbesondere bei Aufgaben, die ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Kreativität und Autonomie verlangen. Bei diesen sorgt sie für die nötige innere Steuerung und Antriebskraft.9

2.3 Extrinsische Motivation

Die extrinsische Motivation für ein Verhalten stammt dagegen aus der Wirkung von Ergebnissen außerhalb des eigenen Verhaltens selbst oder der Erwartung dieser Wirkung. Diese Ergebnisse wirken dann als positive (Verstärkung) oder negative (Bestrafung) Anreize.10

Somit ergibt sich die extrinsische Motivation aus den Ergebnissen eines bestimmten Verhaltens und den zusätzlichen exogenen Konsequenzen, die dadurch erzeugt werden.

Aufgrund ihrer exogenen Struktur ist extrinsische Motivation besonders bei strukturierten Tätigkeiten, die wenig Eigeninitiative erfordern11, gut anzuwenden. Bei diesen lässt sich meist von außen die Leistung gut messen und incentivieren.

Diesbezüglich eignet sich die extrinsische Motivation sehr gut zur Ergänzung der intrinsischen Motivation, als zusätzlicher Motivationsschub.

3 Selbstmotivation

Nachdem in Punkt 2.1 nun grundlegend geklärt wurde was Motivation im Grundsatz ist, folgt im kommenden Abschnitt die Auseinandersetzung mit der Selbstmotivation.

Selbstmotivation, oder auch Selbstmotivierung genannt, ist die Fähigkeit eines Individuums aus eigener Kraft und Antrieb und ohne direkte exogene Ermutigung, oder Zwang einer anderen Person mit einer Bedürfnisbefriedigung zu beginnen und die notwendigen Schritte sorgfältig und konsequent durchzuführen bis das Bedürfnis (teil-)befriedigt ist.

3.1 Ansatzpunkte von Selbstmotivation

In diesem Falle kann (Selbst-)Motivation auch als Antriebsenergie gesehen werden, die das Individuum veranlasst etwas selbstständig zu tun, oder zu unterlassen.

Dabei hängt unser Motivationsgrad von intrinsischen, extrinsischen und erlebensbezogenen Faktoren ab. Neben den eingangs angesprochenen Umständen können dies auch ganz einfache tagtägliche Begebenheiten wie Hunger oder Durst sein, die die Motivation eines Individuums maßgeblich beeinflussen.12

Zwar verfügt jedes Individuum über eine gewisse Grundmotivation, diese ist jedoch von Person zu Person und den jeweiligen Individualitätsmerkmalen unterschiedlich und nicht beziehungsweise kaum messbar.

Diese Grundmotivationen können unterschiedliche Ausprägungen haben, oder sich auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche beziehen. Grundsätzlich kann man aufgrund der Erkenntnisse in 2.2 Intrinsische Motivation sagen, dass sollte die Motivation eines Individuums hoch sein, seine Anstrengungen dies ebenfalls sind. Gleiches gilt bei entgegengesetzten Vorzeichen, sollte die Selbstmotivation des Individuums gering sein, wird die Anstrengung dies ebenfalls sein.

Bezugnehmend auf die Ansatzpunkte von Selbstmotivation und der persönlichen Abhängigkeit von ausgebrachter Motivation, kann man interpretieren, dass Selbstmotivation heutzutage am ehesten der intrinsischen Motivation nahekommt. Damit kann man aussagen, dass das Individuum sich mit dieser Art der Motivation stark auf seine inneren eigenen Impulse konzentrieren muss, um die gewünschten bestmöglichen Resultate zu erzielen.13

Ziel der Selbstmotivation ist somit die Identifizierung von persönlichen Antriebsfaktoren, die eine maximale intrinsische Motivation zur Folge haben, um der Konsequenz folgend ein bestmögliches Ergebnis, d.h. eine bestmögliche Bedürfnisbefriedigung zur Folge haben. Überdies erzeugt diese Ansicht eine Konzentration auf den „Ich“-Faktor.

3.2 Selbstmotivation steigern und verbessern

Zur Steigerung dieser intrinsischen Motivation gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Die Problematik ist jedoch hierbei, die für das Individuum richtige Strategie und Möglichkeit zu identifizieren und schlussendlich umzusetzen.

Ein erster möglicher Punkt zur Erhöhung der Selbstmotivierung ist in diesem Zuge das eigenständige Erkennen und Identifizieren der eigenen Antriebsmotivatoren. Der Motivator ist in diesem Falle der Grund,14 der für den Spaß oder die Lust an bestimmen Arbeiten und Aufgaben zuständig ist. Dieser kann undefinierbar viele Ausprägungen aufweisen und ist für jedes Individuum unterschiedlich.15 Grundsätzlich können sie daher als Verhaltensauslöser interpretiert werden.16

Sobald man diesen Motivator gefunden beziehungsweise identifiziert hat, gilt es diesen zu festigen. Das bedeutet, dass man versucht seine Arbeitsschritte (Schritte zur Bedürfnisbefriedigung) soweit anzupassen, oder auszulegen, dass am Ende der Motivator vollends zu Tragen kommen kann. Das Ziel des Individuums muss dabei die vollständige Ausschöpfung des eigenen Motivationspotenzials sein.

Neben der Anpassung und Identifizierung seiner Motivatoren ist ein weiterer entscheidender Punkt zur Steigerung der eigenen Selbstmotivation der Abbau von sogenannten Demotivatoren und Störfaktoren. Dies ist mitunter der wichtigste Schritt einer erfolgreichen Erhöhung der eigenen Motivation.

[...]


1 Vgl.(Sprenger, 2014) S.23 ff.

2 Vgl.(Rheinberg & Vollmeyer, 2008) S.391

3 Vgl.(Rheinberg & Vollmeyer, 2008) S.391 f.

4 Vgl.(Ledoux & Trunk, 2006) S.338 f.

5 Vgl.(Grave, 2004) S.116

6 Vgl.(Meier, 2005) S.25 f.

7 Vgl.(Brockhaus, 2008) S.277 f.

8 https://wpgs.de/fachtexte/motivation/intrinsische-motivation-und-extrinsische-motivation/

9 http://www.lernpsychologie.net/motivation/intrinsische-motivation

10 Vgl.(Deci & Richard, 2008) S.182-185

11 https://wpgs.de/fachtexte/motivation/intrinsische-motivation-und-extrinsische-motivation/

12 Vgl.(Meier, 2005) S.15

13 https://www.karriereakademie.de/eigenmotivation

14 https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/motivatoren-37697

15 https://www.personalwirtschaft.de/fuehrung/mitarbeiterbindung/artikel/die-zehn-top-motivatoren-der-arbeitnehmer.html

16 http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/motivatoren/motivatoren.htm

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Selbstmotivation im Beruf und beim Lernen. Ansatzpunkte, Chancen und Grenzen
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V933667
ISBN (eBook)
9783346261656
ISBN (Buch)
9783346261663
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstmanagement, Selbstmotivation, Motivation, Soft Skills
Arbeit zitieren
Patrick Wolf (Autor:in), 2020, Selbstmotivation im Beruf und beim Lernen. Ansatzpunkte, Chancen und Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/933667

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