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Digitale Veränderungen in sozialen Organisationen. Herausforderungen für Führungskräfte und aktuelle Entwicklungen

Título: Digitale Veränderungen in sozialen Organisationen. Herausforderungen für Führungskräfte und aktuelle Entwicklungen

Tesis de Máster , 2020 , 94 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sascha Eckerle (Autor)

Gestión de recursos humanos - Otros
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Die zentrale Fragestellung der Masterarbeit lautet: inwiefern betrifft der digitale Wandel soziale Organisationen? Wie müssen sich zukunftsfähige Führungskräfte in der Sozialwirtschaft im Prozess der digitalen Transformation aufstellen und gegenüber den Mitarbeitenden verhalten, um Chancen gewinnbringend für die Organisation zu nutzen ohne dabei Risiken außer Acht zu lassen?

Die Gesellschaft in der globalisierten Welt sieht sich umfassenden Veränderungen ausgesetzt. Auch soziale Organisationen sehen sich als moderne Dienstleister den großen Herausforderungen der Zukunft gegenüber. Dies nicht zuletzt vor aktuellem Hintergrund in der COVID19-Pandemie (Corona).

Die digitale Transformation fordert von sozialen Organisationen Komplexitätsbewältigung, die Rückbesinnung auf den spezifischen Sinn sowie eine ganzheitliche Orientierung am Menschen. In diesem Prozess sind in erster Linie die Führungskräfte in den Organisationen gefordert. Diese müssen den Wandel anerkennen, neue Kompetenzen erwerben, eine innovative Kultur vorleben und neue Strategien umsetzen. Dabei sind organisationale Wandelbarrieren und die Kultur der eigenen Organisation zu ergründen, anzuerkennen und zu bearbeiten. Mitarbeitende müssen dabei wahr- und ernst genommen werden. Sie im Prozess der Transformation durch bewegliche, wertschätzende, partizipative, selbstermächtigende und gesundheitsfördernde Führung mitzunehmen ist für das Gelingen der Transformation von großer Bedeutung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 // EINLEITUNG

1.1 Zum Hintergrund

1.2 Fragestellung und Ziele

1.3 Zum Aufbau

1.4 Vorgehen und Methode

2 // DER DIGITALE WANDEL

2.1 Begriffsklärung

2.2 Megatrend Digitalisierung

2.2.1 Entwicklung der Digitalisierung

2.2.2 Mediatisierung

2.2.3 Verbreitung der Digitalisierung

2.2.4 Digitale Anwendungen

2.3 Digitalisierung als Transformationsprozess

2.3.1 Tiefgreifende Veränderungen

2.3.2 Arbeit in der digitalisierten Welt

2.3.3 Digitalisierung und Wertschöpfung

2.4 Risiken der Digitalisierung

2.4.1 Digitale Ethik

2.4.2 Digitale Teilhabe

2.5 Zusammenfassung

3 // DIE DIGITALE VERÄNDERUNG SOZIALER ORGANISATIONEN

3.1 Begriffsklärung

3.2 Zielführende Änderungsprozesse

3.2.1 Zur Komplexität des Wandels

3.2.2 Veränderungsprozesse im Wandel

3.3 Digitalisierung in sozialen Organisationen

3.3.1 Digitalisierung als soziale Innovation

3.3.2 Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für soziale Organisationen

3.3.3 Überblick zum Stand der Verbreitung in sozialen Organisationen

3.4 Digitale Transformation in sozialen Organisationen

3.4.1 Herausforderungen und Handlungsfelder mit digitalem Bezug

3.4.2 Digitaler Reifegrad und strategische Umsetzung

3.5 Zusammenfassung

4 // FÜHRUNG IN DER DIGITALEN TRANSFORMATION SOZIALER ORGANISATIONEN

4.1 Begriffsklärung

4.2 Systemisches Management

4.3 Flexible Führung im digitalen Wandel

4.3.1 Lean-Management und Agilität

4.3.2 Organisationsentwicklung und neue Führung

4.3.3 Führung im digitalen Wandel

4.4 Perspektiven und Barrieren menschlicher Führung in der digitalen Transformation sozialer Organisationen

4.4.1 Agile Führung in sozialen Organisationen

4.4.2 Humanpotential statt Humanressource

4.4.3 Diversität und Dissens

4.4.4 Führen mit Sinn und Vertrauen

4.4.5 Netzwerk und Hierarchie

4.4.6 Begegnung von Erwachsenen auf Augenhöhe

4.4.7 Die Kunst der Beidhändigkeit

4.5 Zusammenfassung

5 // ERFOLGSFAKTOREN UND EMPFEHLUNGEN

5.1 Zukunftsfähige soziale Organisationen im digitalen Wandel

5.2 Zukunftsgewandte soziale Führungskräfte im digitalen Wandel

5.3 Ausblick und Aspekte der Selbstkritik

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht, wie der digitale Wandel soziale Organisationen betrifft und welche Anforderungen sich daraus für Führungskräfte in der Sozialwirtschaft ergeben, um Transformationen erfolgreich und ethisch vertretbar zu gestalten.

  • Digitale Transformation in sozialen Organisationen
  • Anforderungen an zukunftsgewandte Führungskräfte
  • Kulturwandel und Organisationsentwicklung
  • Strategien zur Bewältigung von Wandelbarrieren
  • Integration agiler Management-Ansätze in sozialen Kontexten

Auszug aus dem Buch

4.4.6 Begegnung von Erwachsenen auf Augenhöhe

„[…] Anführer[*innen] hervorbringen mehr als Anhänger[*innen] anführen“ fasst die fünfte These des Manifests zusammen (Raitner 2019, S. 32). Das grundsätzlich partizipative Verhältnis zwischen Führungs- und Fachkräften wurde thematisiert. So ähnelt „[…] [d]as Verhältnis von Führungskraft und Wissensarbeiter[*in] […]“ im agilen Kontext der Zusammenarbeit „[…] eher dem, zwischen Dirigent und Musiker[*in] in einem Orchester“ (a. a. O.; S. 33) Sich den Gedanken in 4.4.1 anschließend, sollte dieses Verhältnis insbesondere auf selbstbestimmte, kritisch- reflektierte Wissenarbeiter*innen in der sozialen Organisationen anwendbar sein. Das soziale Fachkräfte ihren jeweiligen Führungskräften (oder umgekehrt), gegenüber offen sprechen respektive Kritik äußern, gehört zum gewollten Tagesgeschäft.

Selten kann es andererseits auch Ausdruck eines gestörten Rollenverständnisses sein, welches sich z. B. aus der Tatsache ergibt, dass es zu wenig speziell im Sozialmanagement ausgebildete pädagogische Fachkräfte gibt, die sich auftuende Führungspositionen besetzen. Da aufgrund Fachkräftemangels extern kein weiteres spezielles Führungspersonal seitens des Personalmanagements beschafft werden kann, finden sich demnach immer noch sehr viele vormalige Fachkräfte durch interne Stellenbesetzung auf Führungsstellen wieder. Die bringt sie nicht nur aufgrund Kompetenzmangels in Rollenkonflikte gegenüber ihren ehemaligen Kolleg*innen.

Die auch in agilen Ansätzen – und in der Sozialen Arbeit sowieso – wichtige Nähe und Distanz sowie Rollenklärung, erhält hier erneut eine wichtige Funktion. (vgl. Zierer 2017) Offene und wertschätzende Kommunikation zwischen Führung und Fachkräften sollte grundsätzlich konstruktiv sowie in den entsprechenden Formaten wie Teamsitzungen, Supervisionen oder Mitarbeitergesprächen stattfinden. Der sog. “Flurfunk“ ist nicht immer zu unterbinden und kann manchmal auch klärend sein, führt aber organisational in der Regel zu ungewollten Nebeneffekten, Missverständnissen, Ausgrenzung, Konflikten oder gar Animositäten. In negativer Perspektive kann „[…] ein[e] Wissensarbeiter[*in] seine[n] [ihre] Vorgesetzte[n] ebenso leicht und effektiv sabotieren wie ein[e] Musiker[*in] eine[n] autokratische[n] Dirigenten[/Dirigentin]“ (Raitner 2019, S. 33)

Zusammenfassung der Kapitel

1 // EINLEITUNG: Definiert den Hintergrund der Digitalisierung in sozialen Organisationen sowie die Forschungsziele und methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2 // DER DIGITALE WANDEL: Bietet einen gesellschaftlichen Überblick über Megatrends, Disruption und die Herausforderungen durch VUCA sowie Chancen und Risiken digitaler Anwendungen.

3 // DIE DIGITALE VERÄNDERUNG SOZIALER ORGANISATIONEN: Beleuchtet die spezifischen Auswirkungen und Transformationsnotwendigkeiten in sozialen Unternehmen sowie Ansätze zur Bewältigung organisationaler Barrieren.

4 // FÜHRUNG IN DER DIGITALEN TRANSFORMATION SOZIALER ORGANISATIONEN: Analysiert die Rolle der Führungskräfte, stellt agile Führungskonzepte vor und untersucht Haltungsfragen sowie Barrieren menschlicher Führung.

5 // ERFOLGSFAKTOREN UND EMPFEHLUNGEN: Leitet aus den Erkenntnissen zukunftsfähige Strategien ab und formuliert Empfehlungen für Führungskräfte sowie einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Digitale Transformation, Sozialwirtschaft, Führung, Agilität, Organisationsentwicklung, Humanpotential, Sozialmanagement, Digitalisierung, Veränderungsmanagement, Unternehmenskultur, Wissensarbeit, Soziale Innovation, VUCA-Welt, Partizipation, Strategische Umsetzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des digitalen Wandels auf soziale Organisationen und wie Führungskräfte in der Sozialwirtschaft diesen Transformationsprozess aktiv gestalten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die digitale Transformation, die Rolle menschlicher Führung, agile Management-Ansätze, Organisationskultur und der Umgang mit technologischen sowie sozialen Herausforderungen in der Sozialwirtschaft.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich soziale Führungskräfte im digitalen Wandel aufstellen müssen, um die Chancen der Digitalisierung für die Organisation und die Klientel zu nutzen, ohne dabei Risiken und ethische Aspekte zu vernachlässigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Theorie- und Literaturarbeit, die auf einer umfassenden Analyse von Sekundärliteratur, Fachzeitschriften, Studien und aktuellen Diskursen aus dem Bereich Sozialmanagement und Digitalisierung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den digitalen Wandel auf gesellschaftlicher Ebene, die spezifische Situation in sozialen Organisationen sowie die Anforderungen an modernes Führungspersonal und agile Methoden zur Kulturtransformation.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie "Digitale Transformation", "Sozialwirtschaft", "Agilität", "Führung", "Organisationsentwicklung" und "Humanpotential" sind prägend für die Arbeit.

Wie unterscheidet sich die Digitalisierung in der Sozialwirtschaft von erwerbswirtschaftlichen Sektoren?

Die Sozialwirtschaft muss bei der Digitalisierung stärker den spezifischen Auftrag der Hilfegewährung und das Menschenbild berücksichtigen, statt nur auf Effizienz und Gewinnmaximierung zu schauen.

Was bedeutet "Kunst der Beidhändigkeit" im Kontext dieser Arbeit?

Es bezeichnet die Fähigkeit von Führungskräften, das operative Tagesgeschäft stabil zu halten und gleichzeitig Raum für Innovationen und notwendige digitale Veränderungsprozesse zu schaffen.

Warum spielt das "Manifest für menschliche Führung" von Marcus Raitner eine wichtige Rolle?

Es dient als praxisorientiertes Modell für agile Führung, welches Werte wie Vertrauen und Sinn in den Mittelpunkt stellt, anstatt rein auf klassische Befehl-Kontrolle-Strukturen zu setzen.

Was ist das zentrale Fazit zur Rolle von Führungskräften im digitalen Wandel?

Führungskräfte müssen sich von rein hierarchischen Modellen lösen, eine Haltung der Partizipation und Offenheit einnehmen und als „Ermöglicher“ agieren, um eine Kultur zu schaffen, in der digitale Transformation erfolgreich gelingen kann.

Final del extracto de 94 páginas  - subir

Detalles

Título
Digitale Veränderungen in sozialen Organisationen. Herausforderungen für Führungskräfte und aktuelle Entwicklungen
Universidad
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Calificación
1,3
Autor
Sascha Eckerle (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
94
No. de catálogo
V934516
ISBN (Ebook)
9783346308238
Idioma
Alemán
Etiqueta
soziale Organisationen Sozialwirtschaft Digitalisierung digitale Strategie VUCA Organisationsentwicklung digitaler Wandel Kulturwandel Change Management Agil Agilität Führung Führungskraft New Work neue Führung dritter Sektor digitale Transformation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sascha Eckerle (Autor), 2020, Digitale Veränderungen in sozialen Organisationen. Herausforderungen für Führungskräfte und aktuelle Entwicklungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/934516
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