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Rechtsextremismus im ersten antifaschistischen Staat auf deutschem Boden

Titre: Rechtsextremismus im ersten antifaschistischen Staat auf deutschem Boden

Exposé (Elaboration) , 2008 , 13 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Arne Hellwig (Auteur)

Politique - Histoire des systèmes politiques
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Die Arbeit „Rechtsextremismus im ersten antifaschistischen Staat auf deutschem Boden“ entlarvt den Mytos vom Antifaschismus in der DDR als Propagandalüge und gibt einen ausführlichen Überblick über rechtsextreme Gewalt in der DDR vor der Wende. Zudem wird die DDR Skinhead Bewegung beschrieben und es werden Erklärungsmuster für Rechtsextremismus in der DDR vor der Wende diskutiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Situation der Ausländer in der DDR

3. Rechtsextremistische Tendenzen in der DDR vor der Wende

3.1 Definiton von Rechtsextremismus

3.2 Chronologie des Rechtsextremismus in der DDR

3.3 Die Skinhead Bewegung

3.4. Historisches Interesse und Einstellungen der Jugend zu Skinheads und Ausländern

4. Zwischenfazit

5. Erklärungen für Rechtsextremismus in der DDR vor der Wende

5.1 Autoritarismus in der DDR Gesellschaft

5.2 Die mangelnde Vergangenheitsbewältigung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem offiziellen antifaschistischen Selbstverständnis der DDR und der tatsächlichen Existenz rechtsextremistischer Tendenzen innerhalb der Gesellschaft. Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit die Lebensrealität von Ausländern sowie die Einstellungen der Jugend zum Nationalsozialismus und zu rechtsextremen Gruppen die staatliche Ideologie widersprechen und welche soziopolitischen Ursachen für diese Erscheinungen maßgeblich waren.

  • Die Lebens- und Arbeitsbedingungen ausländischer Vertragsarbeiter in der DDR.
  • Die Entwicklung rechtsextremer Tendenzen und die Entstehung der Skinhead-Szene.
  • Das historisch-politische Bewusstsein der Jugend in der DDR-Spätphase.
  • Strukturelle Erklärungsansätze: Autoritarismus und Konformitätsdruck.
  • Kritische Analyse der mangelnden Vergangenheitsbewältigung in der DDR.

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Skinhead Bewegung

Etwa ab 1980 kam mit der Skinhead Bewegung verstärkt Jugendrechtsextremismus auf. Skinheads sind überwiegend Jugendliche in marginalen Lebenssituationen, die sich in einer Szene bewegen, in der rechtsextreme Stimmungen herrschen. Diese Szene stellte die Verbindung zum organisierten Rechtsextremismus her. Mitglieder der Skinhead Bewegung konnten keiner bestimmten sozialen Schicht oder Gruppe der Gesellschaft zugeordnet werden. Die Skinheads kamen aus verschiedenen Zustrombereichen. Bei dem Großteil der Skinhead-Jugend handelte es sich um den frustrierten Teil der Normaljugendlichen. Die Jugendlichen hegten Aversionen gegen die staatsbürgerliche Erziehung und Bildung. Die ständigen Ideologiebelehrungen, die Arbeit im Jugendverband FDJ und die Schule trieben die Jugendlichen dazu sich abzusetzen. Andere Jugendliche die Skinheads wurden, waren vorher Fußballfans. Das Skinhead Grundmuster, die Aktion in der Gruppe, kam den Fußballfans entgegen. Einige Jugendliche, die sich den Skinheads anschlossen, waren vorher Punks gewesen, die genug vom asozial verkommenen Punk Image hatten. Wiederum andere Skinhead Mitglieder waren junge Männer, die ihren Wehrdienst abgeleistet hatten und die durch das militärische Element der Skinheads angezogen wurden. Auch vorbestrafte Jugendliche beziehungsweise Gewaltstraftäter wurden Mitglieder der Skinhead Bewegung und brachten Gewalt als probates Mittel der Konfliktlösung mit ein.

Am Anfang der Skinhead Bewegung standen noch Mode und Musik im Vordergrund. Die Skinheads zeigten sich kahlköpfig und mit Bomberjacke in der Öffentlichkeit und diskutierten Themen, die in der DDR Gesellschaft tabuisiert wurden. Wichtigste Themen der Skinheads waren Ausländer in der DDR, die Geschichte des Nationalsozialismus und des zweiten Weltkriegs, die Teilung Deutschlands, die Arbeitsdisziplin und Arbeitsorganisation im Alltag sowie die Vergeudung in der Planwirtschaft. Diese Themen, die weder in den Medien noch in der Schule oder der FDJ debattiert wurden, bestätigten die Jugendlichen in ihrer Andersartigkeit und Isolation. Mit der Isolierung von der Gesellschaft ging die Entwicklung eines klaren Feindbildes einher.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung kontrastiert den offiziellen Antifaschismus der DDR-Verfassung mit der realen Zunahme rassistischer Gewalt und skizziert den Untersuchungsrahmen der Arbeit.

2. Die Situation der Ausländer in der DDR: Das Kapitel beschreibt die Lebensumstände ausländischer Arbeitskräfte, die unter strenger staatlicher Isolation und Diskriminierung litten, was den Idealen der Völkerfreundschaft widersprach.

3. Rechtsextremistische Tendenzen in der DDR vor der Wende: Hier werden Definitionen sowie eine Chronologie rechtsextremer Vorfälle beleuchtet, ergänzt durch die Analyse der Skinhead-Bewegung und der Einstellungen der Jugend.

4. Zwischenfazit: Das Fazit stellt fest, dass das antifaschistische Selbstbild der DDR eine Worthülse war, da rechtsextreme Denk- und Handlungsmuster trotz staatlicher Tabuisierung existierten.

5. Erklärungen für Rechtsextremismus in der DDR vor der Wende: Das Kapitel analysiert autoritäre Strukturen in der Gesellschaft sowie die fehlende Aufarbeitung der NS-Vergangenheit als Ursachen für rechtsextremistische Entwicklungen.

Schlüsselwörter

DDR, Rechtsextremismus, Antifaschismus, Skinheads, Vertragsarbeiter, Ausländerfeindlichkeit, Nationalsozialismus, Autoritarismus, Vergangenheitsbewältigung, SED, Jugendforschung, Konformitätsdruck, Ideologie, DDR-Gesellschaft, Totalitarismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Auseinanderfallen des staatlich verordneten antifaschistischen Selbstverständnisses der DDR und der tatsächlichen rechtsextremen Tendenzen in der DDR-Gesellschaft vor der Wende.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Situation der ausländischen Vertragsarbeiter, die Entstehung der Skinhead-Szene und das Geschichtsbewusstsein der DDR-Jugend.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu belegen, dass Rechtsextremismus kein importiertes Phänomen war, sondern auf spezifische soziale und politische Bedingungen der DDR zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse soziologischer Studien, historischer Vorfälle und den Vergleich von offizieller Staatsdoktrin mit der Alltagspraxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Lebensbedingungen von Ausländern, die chronologische Entwicklung rechtsextremer Übergriffe sowie die soziopsychologischen Erklärungsmodelle wie Autoritarismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind DDR, Rechtsextremismus, Antifaschismus, Skinheads, Autoritarismus und Vergangenheitsbewältigung.

Wie reagierte die DDR-Führung auf das Aufkommen der Skinhead-Szene?

Die DDR-Führung interpretierte die Bewegung als schädlichen Einfluss des Westens und reagierte mit Überwachung, Repressionen und hohen gerichtlichen Strafen.

Welchen Einfluss hatte das staatliche Geschichtsbild auf die Jugendlichen?

Statt Identifikation erzeugte das offiziell vermittelte, dogmatische Geschichtsbild eine Distanz und Entfremdung bei den Jugendlichen, was ihr Interesse an verbotenen Themen wie dem Nationalsozialismus eher steigerte.

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Résumé des informations

Titre
Rechtsextremismus im ersten antifaschistischen Staat auf deutschem Boden
Université
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Politikwissenschaft)
Note
1,5
Auteur
Arne Hellwig (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
13
N° de catalogue
V93517
ISBN (ebook)
9783638067515
ISBN (Livre)
9783638954358
Langue
allemand
mots-clé
Rechtsextremismus Staat Boden DDR
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Arne Hellwig (Auteur), 2008, Rechtsextremismus im ersten antifaschistischen Staat auf deutschem Boden , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93517
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Extrait de  13  pages
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