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Rechtsschutz gegen die Standortsteuerung von Biogas- und Windenergieanlagen

Title: Rechtsschutz gegen die Standortsteuerung von Biogas- und Windenergieanlagen

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Miriam Heilig (Author)

Law - Public Law / Administrative Law
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Obwohl die Förderung der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien in vielen Teilen der Bevölkerung positiven Anklang findet, werden auch negative Stimmen laut.
Vor allem die umfassenden rechtlichen Vorschriften und Anforderungen, die steigende Anzahl von Anlagen sowie die zunehmende Anlagengröße lassen immer wieder Konflikte zwischen den verschiedenen Parteien entstehen: (potentielle) Anlagenbetreiber, Anwohner, Nachbarn oder Nachbargemeinden, Umweltschutzorganisationen. Die Ausarbeitung beschäftigt sich mit den Rechtsschutzmöglichkeiten der verschiedenen Parteien gegen raumordnungs- und bauleitplanungsrechtliche Steuerungsmöglichkeiten.
Das Augenmerk liegt dabei auf den Möglichkeiten für Privatpersonen, für kommunale Planungsträger und letztlich für anerkannte Naturschutzvereinigungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bauleitplanungs- und raumordnungsrechtliche Steuerungsmöglichkeiten

3 Rechtsschutz gegen bauleitplanungs- und raumordnungsrechtliche Steuerungsmöglichkeiten

3.1 Gründe der Rechtsschutzsuchenden

3.2 Rechtsschutzmöglichkeiten Privater und kommunaler Planungsträger (Nachbargemeinden)

3.2.1 Rechtsschutz gegen Flächennutzungspläne

3.2.1.1 Rechtsschutz gegen Flächennutzungspläne ohne Rechtsnormcharakter

3.2.1.1.1 Unzulässigkeit der Normenkontrolle gemäß § 47 VwGO

3.2.1.1.2 Allgemeine Leistungs-Unterlassungs-Klage gegen einen den § 1 VII BauGB verletzenden, drohenden Flächennutzungsplan

3.2.1.1.3 Allgemeine Leistungsklage auf Beseitigung von Darstellungen eines Flächennutzungsplans

3.2.1.1.4 Feststellungsklage als weitere Rechtsschutzmöglichkeit

3.2.1.1.5 Zusätzliche für die Nachbargemeinde in Frage kommende Rechtsschutzmöglichkeiten

3.2.1.2 Rechtsschutz gegen Darstellungen eines Flächennutzungsplans mit Rechtsnormcharakter

3.2.1.2.1 Analoge Anwendung des § 47 I Nr. 1 VwGO

3.2.1.2.2 Andere Rechtsschutzmöglichkeiten

3.2.2 Rechtsschutz gegen Raumordnungspläne

3.2.2.1 Prinzipale Normenkontrolle gemäß § 47 I VwGO

3.2.2.2 Drittschützender Charakter der §§ 7 VII und 9 II 2 ROG

3.2.2.3 Zusätzliche Rechtsschutzmöglichkeit der Gemeinden

3.3 Rechtsschutzmöglichkeiten für anerkannte Naturschutzvereinigungen

3.3.1 Rechtsschutzmöglichkeiten nach dem Bundesnaturschutzgesetz

3.3.2 Rechtsschutzmöglichkeiten nach dem Umweltrechtsbehelfsgesetz

4 Schlussbemerkung/Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die verschiedenen Rechtsschutzmöglichkeiten für Privatpersonen, kommunale Planungsträger und anerkannte Naturschutzvereinigungen gegen raumordnungs- und bauleitplanungsrechtliche Standortsteuerungen für Biogas- und Windenergieanlagen, um Konflikte zwischen Klimaschutz und lokalen Interessen aufzuzeigen.

  • Rechtsschutz gegen Flächennutzungspläne
  • Rechtsschutz gegen Raumordnungspläne
  • Stellung und Klagemöglichkeiten anerkannter Naturschutzvereinigungen
  • Unterscheidung zwischen verschiedenen Klagearten (Normenkontrolle, Leistungsklage, Feststellungsklage)
  • Rolle des Abstimmungsgebots zwischen Nachbargemeinden

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1.3 Allgemeine Leistungsklage auf Beseitigung von Darstellungen eines Flächennutzungsplans

Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Beseitigung von Darstellungen eines Flächennutzungsplans, die unter Missachtung des in den §§ 1 VII und 2 II BauGB geregelten Abwägungs- und Abstimmungsgebotes zu Stande gekommen sind.

Der gegenüber einem drohenden Flächennutzungsplan bestehende Unterlassungsanspruch der Nachbargemeinde wandelt sich nach dem gegen § 2 II BauGB verstoßenden Erlass des Flächennutzungsplans in einen Beseitigungsanspruch.

Während sich Private bezüglich ihres Beseitigungsanspruches auf Art. 2 I GG berufen können, kommt für die Nachbargemeinde lediglich das durch Art. 28 II 1 GG geschützte subjektive Selbstverwaltungsrecht in Betracht. Würde die Rechtsverletzung durch einen Verwaltungsakt eintreten, würde der Beseitigungsanspruch mittels einer Anfechtungsklage durchgesetzt werden. Da es sich bei den Darstellungen eines Flächennutzungsplans jedoch nicht um einen Verwaltungsakt, sondern um einen Realakt handelt, ist die allgemeine Leistungs-Unterlassungs-Klage die statthafte Klageart.

Es ist zu beachten, dass sich der Anspruch Privater sowie der Nachbargemeinde auf Beseitigung nicht auf die Beseitigung des gesamten Flächennutzungsplans erstreckt, sondern nur auf die Beseitigung der jeweiligen Darstellungen gerichtet ist, die aus einem Verstoß gegen die §§ 1 VII und 2 II BauGB hervorgehen und gemäß §§ 214 und 215 BauGB beachtlich sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Ausbau erneuerbarer Energien im Rahmen der Klimaschutzpolitik und skizziert die daraus resultierenden Nutzungskonflikte.

2 Bauleitplanungs- und raumordnungsrechtliche Steuerungsmöglichkeiten: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Gebietskategorien wie Vorrang-, Vorbehalts- und Eignungsgebiete zur Standortsteuerung von Energieanlagen.

3 Rechtsschutz gegen bauleitplanungs- und raumordnungsrechtliche Steuerungsmöglichkeiten: Hier werden detailliert die rechtlichen Möglichkeiten für Private, Gemeinden und Naturschutzvereinigungen zur Anfechtung von Plänen analysiert.

4 Schlussbemerkung/Zusammenfassung: Das Fazit fasst die rechtlichen Klagebefugnisse und den Stand der Rechtsschutzmöglichkeiten für die verschiedenen Akteure zusammen.

Schlüsselwörter

Rechtsschutz, Biogasanlagen, Windenergieanlagen, Bauleitplanung, Raumordnungsplan, Flächennutzungsplan, Normenkontrolle, Standortsteuerung, Naturschutzvereinigung, Umweltrechtsbehelfsgesetz, Abwägungsgebot, Abstimmungsanspruch, Beseitigungsklage, Verwaltungsakt, Realakt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten des Rechtsschutzes gegen die standortsteuernde Planung von Biogas- und Windenergieanlagen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen das Bauleitplanungsrecht, das Raumordnungsrecht sowie der spezifische Rechtsschutz für betroffene Bürger, Gemeinden und anerkannte Naturschutzverbände.

Welches primäre Ziel verfolgt die Ausarbeitung?

Ziel ist die Darstellung der juristischen Werkzeuge und Klagearten, mit denen sich Betroffene gegen raumordnungsrechtliche Vorgaben zur Standortwahl von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wehr setzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse, basierend auf aktuellen Gesetzeslagen, der einschlägigen Fachliteratur und der Rechtsprechung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Rechtsschutzmöglichkeiten gegen Flächennutzungs- und Raumordnungspläne sowie die besonderen Klagebefugnisse für anerkannte Naturschutzvereinigungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Rechtsschutz, Standortsteuerung, Normenkontrolle, Bauleitplanung sowie die Beteiligungs- und Klagerechte für Private und Gemeinden.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Flächennutzungsplan und Bebauungsplan so wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend für die Wahl der Klageart, da Flächennutzungspläne grundsätzlich keinen Rechtsnormcharakter besitzen und daher andere Rechtsschutzwege erfordern als verbindliche Satzungen.

Welche Rolle spielt das Krabbenkamp-Urteil in der Argumentation?

Das Urteil wird angeführt, um die Grenzen des vorbeugenden Rechtsschutzes aufzuzeigen und spezifisch die Unterlassungsansprüche für Nachbargemeinden gegen nicht ordnungsgemäß abgestimmte Darstellungen zu begründen.

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Details

Title
Rechtsschutz gegen die Standortsteuerung von Biogas- und Windenergieanlagen
College
University of Applied Sciences Trier
Course
Zulassung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien
Grade
2,0
Author
Miriam Heilig (Author)
Publication Year
2007
Pages
32
Catalog Number
V93564
ISBN (eBook)
9783638067584
Language
German
Tags
Rechtsschutz Standortsteuerung Biogas- Windenergieanlagen Zulassung Anlagen Nutzung Energien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Heilig (Author), 2007, Rechtsschutz gegen die Standortsteuerung von Biogas- und Windenergieanlagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93564
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