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Runengymnastik. Religion, Sport oder Kommerz?

Título: Runengymnastik. Religion, Sport oder Kommerz?

Trabajo Escrito , 2018 , 15 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Nina Schulz (Autor)

Teología - Religión comparativa
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Seit Mitte der 20er Jahre gibt es die Runengymnastik, die unter anderem von Friedrich Bernhard Marby und Siegfried Adolf Kummer entwickelt wurde. Bei der Runengymnastik, die auch als Runenturnen, Runenstellen oder Runen-Yoga bezeichnet wird, werden mit dem Köper verschiedene altnordische Runen-Zeichen nachgebildet, wodurch Praktizierende zu einem gesünderen Geist und Körper gelangen sollen. In dieser Arbeit soll die Frage untersucht werden, ob die Übungen wirklich religiöse und sportliche Elemente aufweisen, oder ob nicht doch andere Einflüsse die Entwicklung der Runengymnastik geprägt haben, wie beispielsweise kommerzielle Elemente.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Runengymnastik

2.1. Runendeutung nach Guido von List

2.2. Entstehung und Verlauf der Runengymnastik

2.3. Ziele und Praxis der Runengymnastik

3. Religiöse, sportliche und kommerzielle Elemente

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Runengymnastik, eine in den 1920er Jahren entwickelte esoterische Praxis, mit dem Ziel zu klären, inwieweit diese tatsächlich religiöse, sportliche oder primär kommerzielle Hintergründe aufweist.

  • Historische Entwicklung der Runengymnastik durch Friedrich Bernhard Marby und Siegfried Adolf Kummer.
  • Theoretische Grundlagen und Runeninterpretation nach Guido von List.
  • Analyse der religiösen Aspekte anhand funktionalistischer und substanzialistischer Definitionen.
  • Untersuchung sportlicher Komponenten und deren Ähnlichkeit zu anderen Körperkulten wie Yoga.
  • Kritische Reflexion der kommerziellen Vermarktungsstrategien der Begründer.

Auszug aus dem Buch

2. Entstehung und Verlauf der Runengymnastik

Auch wenn Guido von List als „Wegbegleiter der esoterischen Runologie des deutschen Raumes“ galt und auch, wie Jörg Lanz-Liebenfels und Rudolf von Sebottendorf, andeutete, dass Runenzeichen als Körperübungen interpretiert werden konnten, war es Friedrich Bernhard Marby, der Anfang der 20er Jahre die Runengymnastik „entdeckte“. Marby selber war dabei der Ansicht, die Runengymnastik nicht erfunden, sondern erkannt zu haben, dass in den Runen Übungen abgebildet sind.

Friedrich Bernhard Marby wurde 1882 in Aurich geboren, wo er bis 1915 als Drucker tätig war. Bis zu seinem Aufenthalt in Schweden zwischen 1928 und 1930, wo er Ahnenforschung betrieb und seine Runengymnastik weiterentwickelte, lebte er in Stuttgart und arbeitete auch dort als Drucker. 1931 Gründete Marby den „Bund der Runenforscher“ und veröffentlichte zwischen 1932 und 1935 seine „Marby-Runen-Bücherei“, eine vier Doppelbänder lange Reihe zur Runengymnastik, und weiter Broschüren zu dem Thema. Im Jahr darauf wurde Marby jedoch, vermutlich im Rahmen einer antiokkultistischen Verbotswelle, für mehr als 8 Jahre inhaftiert und in ein Konzentrationslager gebracht. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde dieser jedoch befreit und arbeitete weiter an der Runenkunde, Heilkunde und Astrologie bis er letztendlich 1966 in Stuttgart verstarb.

Neben Marby zählt auch der Runenmagier Siegfried Adolf Kummer zu den ersten, die in den Runen Übungen erkannt haben sollen. Siegfried Adolf Max Karl Kummer wurde 1899 geboren und machte eine Ausbildung zum Kunstmaler. Neben seiner Arbeit beschäftigte er sich auch früh schon mit den Runen. 1927 gründete er schließlich eine Runenschule und veröffentlichte, ähnlich wie Marby, zwischen 1932 und 1938 mehrere Bücher über Runengymnastik. Ebenso wie Marby hatte auch Kummer einen Bund gegründet, den sogenannten „Bund Runa für germanischen Urglauben, Runenkunde und arisches Weistum“, welcher jedoch 1934, ebenfalls vermutlich im Rahmen der antiokkultistischen Verbotswelle des Regimes, verboten wurde. Durch finanzielle Probleme schliefen Kummers Projekte jedoch nach und nach ein, bis dieser nach Ende des Zweiten Weltkrieges die runischen, völkischen und antisemitischen Projekte endgültig beendete.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Runengymnastik ein, benennt die Begründer Marby und Kummer und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der religiösen, sportlichen und kommerziellen Einflüsse.

2. Runengymnastik: Dieses Kapitel erläutert die ideologischen Wurzeln bei Guido von List sowie die Entstehung und den persönlichen Werdegang der Hauptprotagonisten Marby und Kummer.

2.1. Runendeutung nach Guido von List: Hier werden die Ursprünge der Runendeutung und der Einfluss von List auf die spätere ariosophische Runenesoterik dargestellt.

2.2. Entstehung und Verlauf der Runengymnastik: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung der Praxis durch Marby und Kummer und deren biografischen Hintergrund sowie das Scheitern ihrer Organisationen.

2.3. Ziele und Praxis der Runengymnastik: Der Inhalt fokussiert sich auf die Anwendung, die Übungsbedingungen und die angeblichen gesundheitlichen sowie ideologischen Ziele der Runengymnastik.

3. Religiöse, sportliche und kommerzielle Elemente: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Religion, Sport und Kommerz und untersucht deren jeweilige Präsenz in der Praxis der Runengymnastik.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und relativiert die anfängliche Vermutung einer starken kommerziellen Ausprägung zugunsten völkisch-ideologischer Motive.

Schlüsselwörter

Runengymnastik, Friedrich Bernhard Marby, Siegfried Adolf Kummer, Guido von List, Völkische Ideologie, Runenmagie, Esoterik, Körperkultur, Ariosophie, Religionswissenschaft, Sport, Kommerz, Aufnordung, Runenübungen, Körperreligion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Erscheinung der „Runengymnastik“ und untersucht, welche religiösen, sportlichen und kommerziellen Faktoren diese Bewegung geprägt haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die völkische Esoterik, die körperkulturellen Aspekte des frühen 20. Jahrhunderts sowie die Definition von religiösen und sportlichen Praktiken im Kontext der Runengymnastik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob die Runengymnastik primär als religiöse Bewegung, Sportart oder kommerzielles Produkt der damaligen Zeit einzuordnen ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich mit religionswissenschaftlichen Definitionen (funktionalistisch und substanzialistisch), um die Praxis einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Biografien der Begründer, die ideologischen Grundlagen bei Guido von List sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der religiösen, sportlichen und kommerziellen Elemente vorgenommen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Runengymnastik, Völkische Körperkultur, Ariosophie und die Namen Marby und Kummer charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Marby und Kummer?

Während Marby die Übungen stark in ein geschlossenes ariosophisches Weltbild einbettete, legte Kummer nach Ansicht des Autors einen stärkeren Schwerpunkt auf die Vermittlung der praktischen Übungsanleitungen.

Welche Rolle spielten kommerzielle Aspekte laut dem Fazit?

Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass kommerzielle Motive zwar vorhanden waren, beispielsweise durch den Verkauf von Büchern, diese jedoch nicht im Vordergrund standen und die ideologische Prägung dominierte.

Was ist mit dem Begriff „Aufnordung“ gemeint?

Der Begriff beschreibt eine von Marby propagierte Methode, bei der durch gezielte Runenübungen eine angebliche „nordische Rassigkeit“ und physische Verbesserung der Praktizierenden erreicht werden sollte.

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Detalles

Título
Runengymnastik. Religion, Sport oder Kommerz?
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Calificación
2,3
Autor
Nina Schulz (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
15
No. de catálogo
V935818
ISBN (Ebook)
9783346263995
ISBN (Libro)
9783346264008
Idioma
Alemán
Etiqueta
Runengymnastik Runen Yoga religiöser Sport
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nina Schulz (Autor), 2018, Runengymnastik. Religion, Sport oder Kommerz?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/935818
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