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Körperbilder und Körperwelten

Title: Körperbilder und Körperwelten

Seminar Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit möchte ich zunächst klären, was man unter Körperbildern versteht. In der Psychologie wird häufig der Begriff „Körperschema“ gebraucht. So ist weiter der Unterschied zwischen Körperbild und Körperschema zu klären.

Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat es verschiedene Körperbilder, unterschiedliche Auffassungen von Körper und Körperlichkeit gegeben. Diese unterschiedlichen Umgänge mit dem Körper möchte ich beschreiben um anschließend die unserer heutigen Gesellschaft zu nennen.

Des Weiteren werde ich mich mit dem kindlichen Körperbild beschäftigen. Es ist zu fragen, wie sich ein solches Bild entwickelt, und wie es erkranken kann. Gerade in den letzten zehn Jahren haben die Zahlen der gestörten Körperbilder zugenommen. Besonders bemerkbar macht sich diese Tatsache durch die Zahl der Essgestörten. Nun sind nicht nur viele Jugendliche essgestört, sondern, mittlerweile auch Kinder. Ich werde ergründen, warum Menschen bereits in so jungen Jahren erkranken und in diesem Zusammenhang eine dieser, unter dem Begriff „Essstörung“ gefassten Krankheiten genauer untersuchen. Das Körperschema eines jeden ähnelt den anderen seines Alters auf dem gleichen Teil der Welt in hohem Maße. So spezifiziert das Körperschema eine Person als Vertreter seiner Gattung. Das Körperbild hingegen ist bei jedem Menschen individuell. Das Körperbild ist völlig unbewusst, wohingegen das Körperschema durchaus teils bewusst sein kann. Das Körperbild ist durch die Geschichte des einzelnen geprägt. Erlebte Empfindungen, Eindrücke und Gefühle schreiben sich in den Körper ein und prägen das Körperbild, werden vom Körperbild getragen. Kleine Kinder entwickeln ihr Körperbild, noch bevor sie ihren Narzissmus entwickelt haben, noch bevor sie „ich“ sagen können. Auch gelähmte Kinder, also physisch eingeschränkte Kinder, entwickeln ein eigenes Körperbild, nehmen sich in ihrem Körper durch Bewegung war, obwohl ihr Körperschema stark beschädigt ist. So wird die Unabhängigkeit zwischen beiden deutlich. Ein Mensch mit einem verletzten Körperschema muss nicht ein beschädigtes Körperbild haben. Umgekehrt hat ein verletztes Körperbild nicht zwangsläufig die Schädigung des Körperschemas zur Folge.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Definitionen Körperbild und Körperschema

2. Geschichte und Entwicklung des Körperbildes

2.1 Das Körperbild der Antike

2.2 Körperbilder im Mittelalter

2.3 Die Körperbilder der Neuzeit

2.4 Körperbilder in der heutigen Gesellschaft

3. Das kindliche Körperbild

3.1 Die Phasen der Kastration

3.2 Essstörung bei Kindern und Jugendlichen

3.3 Fettsucht bei Kindern

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologische und gesellschaftliche Entwicklung von Körperbildern sowie deren Störungen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Entstehung von Essstörungen bei Kindern und der Frage, wie psychosoziale Faktoren und gesellschaftliche Ideale die Selbstwahrnehmung beeinflussen.

  • Unterscheidung zwischen Körperbild und Körperschema
  • Historischer Wandel der Körperauffassungen von der Antike bis heute
  • Entwicklung des kindlichen Körperbildes durch symbolische Kastrationsphasen
  • Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Schönheitsidealen und Essstörungen
  • Psychologische Ursachen und soziale Hintergründe von Fettleibigkeit bei Kindern

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Phasen der Kastration

In dem Sinne der Forscher der Psychologie meint man mit der Kastration eines Menschen gewissermaßen die „symbolische Kastration“ eines Menschen. Also nicht die Beschneidung seiner Geschlechtsteile, sondern der Entzug einer umgebenden Sache, Handlung, Nähe oder Ähnlichem. Im Zuge einer symbolischen Kastration muss ein Mensch etwas entbehren, um seine Selbständigkeit zu erweitern, wobei dieses Entbehren zunächst einmal in seiner natürlichen Entwicklung liegt.

Die Geburt eines Menschen ist im eigentlichen Sinne die erste Kastration, welche ein Mensch erlebt. Mit dem Durchtrennen der Nabelschnur, also dem eigentlichen Abnabeln von der Mutter, beginnt für den Säugling ganz plötzlich eine Zeit, in der er seine völlig neue Umgebung unzensiert, nicht wie bisher durch Umwege über den Körper der Mutter, mit eigenen Sinnen wahrnimmt.

Der nächste große und typische Verzicht in der Entwicklung eines Kindes, ist die orale Kastration. Hiermit ist die Entwöhnung von der mütterlichen Brust gemeint. Das Kind wird davon abgehalten, sich Nahrung zu nehmen (zu saugen), welche nun nicht mehr tauglich für es ist. So beginnt das Kind vermehrt mit der Mutter zu kommunizieren, um sein Unbehagen darüber auszudrücken. Diese neue Entwicklung, die der Kommunikation, wird durch diese Entwöhnung somit angetrieben. Nun wird das Kind zum Teil mit Nahrung gestillt, zum Teil aber auch durch Kommunikation. Diese muss einem Kind in dem Stadium aber dringend ausreichend geboten werden, um den Verslust der Mutterbrust auszugleichen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung definiert die zentralen Begriffe Körperbild und Körperschema und führt in die Problematik gestörter Körperbilder bei Kindern ein.

II. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, einen historischen Abriss des Körperverständnisses und eine Analyse des kindlichen Körperbildes unter Berücksichtigung von Essstörungen und Fettsucht.

1. Definitionen Körperbild und Körperschema: In diesem Kapitel wird die theoretische Abgrenzung zwischen dem individuell geprägten Körperbild und dem allgemeineren Körperschema vorgenommen.

2. Geschichte und Entwicklung des Körperbildes: Dieses Kapitel zeichnet den Umgang mit dem Körper und den jeweiligen Idealen von der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit nach.

2.1 Das Körperbild der Antike: Der Abschnitt beleuchtet die römischen Vorstellungen von Körperpflege und die damalige Geringschätzung von Neugeborenen sowie die Machtverhältnisse innerhalb der Familie.

2.2 Körperbilder im Mittelalter: Hier wird der Einfluss des christlichen Mönchtums auf die Körperauffassung und die unterschiedliche Wahrnehmung bei Klerikern und Rittern beschrieben.

2.3 Die Körperbilder der Neuzeit: Das Kapitel analysiert regionale Unterschiede in der Sterblichkeit und die durch Not und Krieg geprägte Gleichgültigkeit gegenüber dem menschlichen Leben.

2.4 Körperbilder in der heutigen Gesellschaft: Dieser Teil setzt sich mit modernen Schönheitsidealen, Schlankheitswahn und der Zunahme von Essstörungen bei Kindern und Männern auseinander.

3. Das kindliche Körperbild: Dieses Kapitel erläutert, wie sich das Körperbild von Kindern entwickelt und durch welche Faktoren es bereits in jungen Jahren gestört werden kann.

3.1 Die Phasen der Kastration: Der Abschnitt beschreibt die psychologische Entwicklung des Kindes anhand der Phasen der symbolischen Kastration, wie Geburt, Entwöhnung und genitale Identitätsfindung.

3.2 Essstörung bei Kindern und Jugendlichen: Hier werden die Ursachen von Essstörungen, wie etwa die Wechselwirkung von genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen, näher beleuchtet.

3.3 Fettsucht bei Kindern: Das Kapitel behandelt Fettsucht als verbreitete Essstörung und diskutiert die Schwierigkeiten der Heilung sowie den Zusammenhang mit emotionalen Fehlentwicklungen.

Schlüsselwörter

Körperbild, Körperschema, symbolische Kastration, Essstörung, Fettsucht, Schönheitsideal, Psychologie, Kindheitsentwicklung, Magersucht, Adoniskomplex, Nahrungsaufnahme, Identitätsbildung, Soziologie, Körperverständnis, Ernährung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziologische und psychologische Bedeutung von Körperbildern sowie deren historische Entwicklung und die spezifische Problematik ihrer Störung im Kindesalter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit umfasst theoretische Definitionen, eine historische Perspektive, die psychoanalytische Entwicklung des Kindes (Kastrationsphasen) sowie die aktuelle Zunahme von Essstörungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Unterschied zwischen Körperbild und Körperschema zu klären und zu verdeutlichen, wie gesellschaftliche Ideale die Entstehung von Essstörungen bei Kindern begünstigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine theoretische Literaturanalyse, die soziologische und psychologische Erkenntnisse zur Körperwahrnehmung miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition der Begriffe, dem historischen Wandel, der symbolischen Kastration als Entwicklungsprozess des Kindes sowie den Ursachen und Folgen von Fettsucht und Essstörungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Körperbild, Körperschema, symbolische Kastration, Essstörung und Fettsucht.

Was versteht man in der Arbeit unter einer „symbolischen Kastration“?

Es handelt sich dabei nicht um einen physischen Eingriff, sondern um notwendige Entwicklungsschritte des Kindes, bei denen es auf bestimmte Dinge oder Nähe verzichten muss, um Selbstständigkeit zu erlangen.

Welche Rolle spielt das Schönheitsideal für die Zunahme von Essstörungen?

Die Autorin stellt fest, dass durch den medialen Druck und die gesellschaftliche Überbewertung von Schlankheit bereits Kinder und Jugendliche unrealistischen Idealen nacheifern, was die psychische Belastung und Krankheitsraten erhöht.

Warum ist die Heilung von Fettsucht bei Kindern so schwierig?

Die Fettsucht ist oft in emotionalen Fehlentwicklungen oder erzieherischen Mustern begründet; bloßes Fasten löst die Ursache nicht, weshalb nur Kinder mit eigener Abnehm-Initiative nachhaltige Erfolge erzielen.

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Details

Title
Körperbilder und Körperwelten
College
University of Duisburg-Essen
Course
Soziologie des Körpers
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V93626
ISBN (eBook)
9783640099849
Language
German
Tags
Körperbilder Körperwelten Soziologie Körpers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2005, Körperbilder und Körperwelten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93626
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