Diese Arbeit geht auf die verschiedenen aktuellen Trends im Recruiting-Bereich ein. Ziel ist es, mithilfe eines Praxisbeispiels eine Personalmarketing-Strategie zur Stellenbesetzung zu entwickeln. Im zweiten Kapitel wird zunächst auf die theoretischen Ansätze eingegangen. Dazu wird das Konstrukt des Employer-Brandings erläutert. Im Anschluss werden Grundlagen des Personalmarketings und des Social-Media-Managements behandelt. Zudem geht die Autorin auf die Thematik Social-Recruiting ein, da gerade bei der Rekrutierung der Generation Y und Z Social-Media-Kanäle wie z.B. Xing, LinkedIn, Instagram oder Twitter eine immer größere Rolle spielen und im Alltag integriert sind. Auch Themen wie Active Sourcing und Chatbots werden angesprochen.
Seit vielen Jahren hören wir von einigen Vertretern aus Wirtschaft und Politik, dass uns künftig ein Fachkräftemangel drohen wird. Der demografische Wandel unterstützt diese Prognose, da in den Industriestaaten die Geburtenrate stetig sinkt und zwangsläufig zu einem Engpass an Nachwuchskräften führen wird. Die Folge daraus ist ein Kampf um die High-Potentials und eine Verschiebung des Machtgefüges von Unternehmen und Bewerbern. Doch dieses Zukunftsszenario ist schon heute Realität.
Das Ziel eines jeden Unternehmens besteht darin, langfristig erfolgreich zu sein. Dabei sind die Mitarbeiter eines Unternehmens ein wesentlicher Erfolgsfaktor, da sie als eine einmalige, wert-schaffende, nicht substituierbare und eingeschränkte Ressource einen erheblichen Wettbewerbsvorteil schaffen können. Der demografische Wandel schreitet weiter voran. Von 2012 bis 2030 wird die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland um 0,7 Prozent schrumpfen, dabei nimmt gleichzeitig die Anzahl der Einwohner über 65 Jahre um 25 Prozent zu. Es stehen also de facto weniger junge Menschen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und das Angebot qualifizierter Nachwuchskräfte am Arbeitsmarkt sinkt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Employer Branding
2.2 Personalmarketing
2.3 Bedeutung und Ziele des Personalmarketing
2.4 Social Media Management
2.4.1 Social Media Recruiting
2.4.2 Active Sourcing
2.4.3 Chat Bots
3. Aktuelle Studien zur Social Media Nutzung im Personalmarketing
4. Personalmarketingstrategie an einem Praxisbeispiel
4.1 Ausgangsanalyse, Zieldefinition und Festlegung der Zielgruppe
4.2 Auswahl geeigneter Social Media Plattformen und Festlegung der Strategie
4.3 Vorstellung Personalmarketingstrategie
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Studienarbeit zielt darauf ab, auf Basis aktueller Recruiting-Trends eine praxisnahe Personalmarketing-Strategie für die Besetzung einer spezifischen Projektleitungs-Stelle zu entwickeln und dabei die Wirksamkeit digitaler Kommunikationswege zu evaluieren.
- Grundlagen des Employer Brandings und Personalmarketings.
- Einsatzmöglichkeiten von Social Media Management im Recruiting.
- Analyse aktueller Trends und Studien zur digitalen Personalbeschaffung.
- Entwicklung eines Anforderungsprofils und einer Persona für die Zielgruppe.
- Praktische Strategieentwicklung zur Auswahl und Nutzung von Social-Media-Kanälen.
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Social Media Recruiting
Social Media hat heutzutage eine hohe Bedeutung für die Personalwirtschaft beziehungsweise für das Personal Recruiting. Hintergrund dafür ist, dass die aktuelle Generation auf dem Arbeitsmarkt als Digitale Natives bezeichnet werden, welche mit dem Social Media aufgewachsen sind und sich ebenso damit identifizieren. Diese Generation sieht das Internet als sozialen Kulturraum an, sie lieben die sozialen Medien und das Internet (Bärmann, 2012) Dabei werden soziale Medien werden längst nicht mehr nur als private Kommunikationskanäle genutzt, sondern sind auch beliebte Recruiting Plattformen für Unternehmen. Allgemein bedeutet Social Media im Recruiting die Personalgewinnung in sozialen Netzwerken. Dabei kann jegliches soziales Netzwerk genutzt werden: Business Netzwerke (Xing und LinkedIn), aber auch Kanäle wie Facebook, Youtube oder teilweise auch Twitter.
Das Social Media Recruiting wird von immer zentralerer Bedeutung, denn es beinhaltet nicht nur die aktive Suche nach geeigneten Kandidaten für zu besetzende Stellen im Internet, sondern kann gleichzeitig als Marketingmaßnahme zur Stärkung der Arbeitgebermarke mit Hilfe der sozialen Netzwerke genutzt werden. (Dannhäuser, 2015)
Social Media kann entweder das komplette Unternehmen präsentieren oder einzelne Abteilungen. Häufiger wird jedoch erster Fall angewandt. In vielen Unternehmen gewinnt der Einsatz von Social Media zu Recruiting-Zwecken zunehmend an Bedeutung. Ein Best-Practice-Beispiel dazu ist die Facebook-Fanpage der Bayer AG (https://www.facebook.com/BayerKarriere). Auf ihr werden gezielt Berufserfahrene und Berufseinsteiger, aber auch Schüler und Studenten angesprochen, die über klassische Medien kaum zu erreichen sind. (Schöllhammer & Nägler, 2020)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den wachsenden Fachkräftemangel und die steigende Bedeutung moderner Personalmarketing-Strategien sowie des War for Talents.
2. Theoretische Grundlagen: Erläutert die Begrifflichkeiten von Employer Branding und Personalmarketing sowie die Rolle von Social Media, Active Sourcing und Chatbots im Recruiting.
3. Aktuelle Studien zur Social Media Nutzung im Personalmarketing: Betrachtet empirische Untersuchungen, insbesondere die Recruiting Trends Studien, zur Nutzung digitaler Kanäle in deutschen Unternehmen.
4. Personalmarketingstrategie an einem Praxisbeispiel: Konkretisiert die theoretischen Ansätze anhand einer Stellenbesetzung für eine Projektleitung, inklusive Zielgruppenanalyse und Strategiewahl.
5. Fazit: Reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit einer zielgruppengenauen, authentischen Strategie im stetig wandelnden digitalen Umfeld.
Schlüsselwörter
Personalmarketing, Employer Branding, Social Media Recruiting, Active Sourcing, Fachkräftemangel, Generation Y, Recruiting Trends, Personalauswahl, Arbeitgebermarke, Digital Natives, Zielgruppenanalyse, Personalbeschaffung, Chatbots, Personalmanagement, Stellenbesetzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer konkreten Personalmarketing-Strategie zur Gewinnung von qualifiziertem Personal in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind Employer Branding, modernes Social Media Management, die Analyse von Bewerber-Zielgruppen sowie der gezielte Einsatz von Recruiting-Kanälen wie XING und Facebook.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Fundierung und aktueller Studien eine anwendbare Personalmarketing-Strategie für ein Praxisunternehmen zur Besetzung einer Projektleiter-Stelle zu entwerfen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Anwendung theoretischer Modelle (z.B. Persona-Erstellung) auf ein spezifisches Fallbeispiel eines Unternehmens aus der Bildungsbranche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse aktueller Recruiting-Studien und die praktische Konzeption der Marketing-Strategie inklusive Anforderungsprofil und Kanal-Auswahl.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Social Media Recruiting, Personalmarketing, Employer Branding und Generation Y charakterisiert.
Warum fokussiert sich die Strategie auf "Wiedereinsteiger nach der Elternzeit"?
Aufgrund der hohen Fluktuation in der Vergangenheit wird ein dauerhafter Stelleninhaber gesucht, für den diese Zielgruppe eine stabile und loyale Besetzungsoption darstellt.
Warum wird im Praxisbeispiel kein Active Sourcing betrieben?
Die Autorin begründet den Verzicht auf Active Sourcing mit aktuell fehlenden Personal- und Zeitkapazitäten innerhalb des untersuchten Unternehmens.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2020, Soziale Medien und Employer-Branding. Eine Personalmarketing-Strategie zur Besetzung der Position 'Projektleitung', Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/936491