Nach meiner Einschätzung haben viele Menschen verlernt, sich mit anderen Menschen auseinander zu setzen, kritische Frage und Überlegungen anzustellen; dabei will dieses Büchlein ein kleine Hilfe sein, sich über sich selbst, den eigenen Standpunkt in der Gesellschaft klar zu werden und sich auch in Glaubensfragen selbst zu hinterfragen und in Frage zu stellen.
Aus der persönlichen Situation,der Erfahrung im Umgang mit Schülern, Jugendlichen, Kranken, Alten und Hilfesuchenden aller Altersgruppen und Schichten heraus ist dieses Buch entstanden.
Es beschreibt in sehr unterschiedlichen Texten sowohl in der Länge und in der Thematik unterschidliche Probleme und Lebenssituationen und vermittelt gleichzeitig Informationen über das Geschehen in diesen Problemkreisen. Es ist dabei völlig unwichtig, ob die/r Leser/in die Meinung des Autors teilt oder nicht, denn Ziel des Autors ist es, dass sie/er sich in die Gedankenwelt mit hinein nehmen lässt, die persönliche Situation für neu reflektiert und daraus sein ganz persönliches Fazit zieht, ziehen kann.
Alle acht Texte, die von der Problematik des behindert seins, über die unterschiedlichen Formen und Erfahrungen im Bereich Liebe (Partnerschaft, kindliche Liebe und auch biblische Aussagen zur Liebe) reichen, bis hin zur Frage des Religionsunterricht und seiner Berechtigung und zum christlichen Weihnachtsfest, beziehen die Religion in ihrer Gesamtheit, religiöses Wissen und religiöse Aspekte in die Überlegungen und Informationen ein.
Das vorliegende Büchlein will gerne eine Gesprächanregung sein. Es ist nicht als Kritik an die/n Leser/in gerichtet, sondern versucht, in einer fragenden und doch so stillen Welt für einige Minuten oder auch Stunden auszusteigen, den Stress des Alltags beiseite zu schieben und neue Wege zu finden, um das Leben lebenswerter, interessanter und schlicht schöner zu gestalten.
Wer nach Rezepten sucht, wird das Büchlein enttäuscht zur Seite legen; Menschen, die die sachliche Auseinandersetzung und Gedankenanstöße suchen, werden hier fündig werden.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
01. Der Wunsch des behinderten Menschen nach einem normalen Leben; Einfach nur leben - das Schicksal krank und dadurch behindert zu sein
02. Gibt es einen Weg aus der Schuld? In Schuld gefangen
03. Die Bibel sagt: Das Größte aber ist die Liebe
04. Die Bedeutung des Religionsunterrichtes in unserer Zeit; Ist Religionsunterricht – noch ein zeitgemäßes Fach in unseren Schulen?
05. Liebe hat etwas mit Wahrhaftigkeit zu tun, in der Beziehung zu Gott, aber auch zu unseren Mitmenschen: Eine große Liebe und ihr jähes Ende
06. Liebe ist erfahrbar, auch in unserer Zeit, in unserem Leben Kleine – Sarah – große Taten
07. Weihnachten kritisch hinterfragen: Weihnachten, ein Fest des Kommerz, der Geschenke und des Übermutes?
08. Weihnachten hat sich verändert - Weihnachten, ein besonderes Fest im Wandel der Zeit
Zusammenfassung
Biografie
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, persönliche Erfahrungen und religiöse Reflexionen des Autors als praktizierender Christ zu verknüpfen, um dem Leser Gedankenanstöße für die alltägliche Lebensführung, die Bewältigung von Krisen und die Vertiefung des persönlichen Glaubens zu geben.
- Die Herausforderungen und die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung.
- Die Bedeutung von Schuld, Vergebung und dem christlichen Liebesgebot.
- Die Rolle und Relevanz des Religionsunterrichts als Form der Lebenshilfe an Schulen.
- Kritische Auseinandersetzung mit der Kommerzialisierung von Traditionen wie Weihnachten.
- Beispiele für gelebte Nächstenliebe und zwischenmenschliche Versöhnung.
Auszug aus dem Buch
Die Bedeutung des Religionsunterrichtes in unserer Zeit; Ist Religionsunterricht – noch ein zeitgemäßes Fach in unseren Schulen?
Lehrer zu sein, so sagt man heute, ist kein leichter Job, macht eigentlich keinen Spaß. Früher, ja da hatten sie Schüler noch Respekt und Achtung vor den Lehrern; es geht dabei nicht um die möglichen Sanktionsmöglichkeiten, die damals bestanden, sondern um das miteinander von Kirche, Eltern und Schule. Alle zogen an einem Strang. Was ist heute daraus geworden? Ich weiß noch gut, dass mich alle bedauerten und mir davon abrieten, einen Wechsel aus der Gemeindearbeit (badische Landeskirche) in den Schuldienst (Landeskirche Kurhessen – Waldeck) umzusetzen. Mir wurden die schlimmsten Horrorbilder vor Augen gemalt, Hanau als das schwierigste „Pflaster“ beschrieben und immer und immer wieder abgeraten. Ich fuhr dennoch nach Hanau, sprach mit dem Dekan, besuchte eine mögliche Schule und fasste den Entschluss, dass ich es mir und den anderen beweisen wollte, dass auch unter „so schwierigen Umständen“ Religionsunterricht möglich war. Ich wechselte 1976 nach Hanau an eine Berufs – und Berufsfachschule und habe das keine Sekunde bereut.
Eigentlich heißt es immer: „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“! Ein schönes Sprichwort, aber es trifft nicht nur für Reisen zu, denn der Schuldienst, im Besonderen der Religionsunterricht hat auch so seine Besonderheiten, die es wert sind, erzählt zu werden. Natürlich kann das nur ein kleiner Ausschnitt sein, denn 13 Jahre lassen sich nicht so kurz fassen.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Der Autor reflektiert seinen eigenen Lebensweg vom Berufsleben in den krankheitsbedingten Ruhestand und erläutert seine Motivation, persönliche Gedanken zum Glauben als Lebenshilfe niederzuschreiben.
01. Der Wunsch des behinderten Menschen nach einem normalen Leben; Einfach nur leben - das Schicksal krank und dadurch behindert zu sein: Ein autobiografischer Bericht über den Umgang mit chronischer Krankheit und Behinderung sowie die Bedeutung von göttlichem Beistand und sozialer Unterstützung.
02. Gibt es einen Weg aus der Schuld? In Schuld gefangen: Analyse des Schuld-Begriffs in rechtlicher, psychologischer und theologischer Hinsicht, mit dem Fokus auf die befreiende Wirkung der Vergebung.
03. Die Bibel sagt: Das Größte aber ist die Liebe: Reflexion über die Vielschichtigkeit der Liebe als göttliches Geschenk und ihre zentrale Rolle im menschlichen Miteinander.
04. Die Bedeutung des Religionsunterrichtes in unserer Zeit; Ist Religionsunterricht – noch ein zeitgemäßes Fach in unseren Schulen?: Der Autor schildert seine Erfahrungen als Religionslehrer und plädiert für den Stellenwert des Fachs als lebendige Lebenshilfe und Diskussionsraum.
05. Liebe hat etwas mit Wahrhaftigkeit zu tun, in der Beziehung zu Gott, aber auch zu unseren Mitmenschen: Eine große Liebe und ihr jähes Ende: Eine Erzählung über eine gescheiterte Beziehung und den daraus resultierenden Lernprozess hinsichtlich Wahrhaftigkeit und Versöhnung.
06. Liebe ist erfahrbar, auch in unserer Zeit, in unserem Leben Kleine – Sarah – große Taten: Ein persönliches Zeugnis über die reine und vertrauensvolle Liebe eines Kindes und ihre heilende Kraft im Alltag.
07. Weihnachten kritisch hinterfragen: Weihnachten, ein Fest des Kommerz, der Geschenke und des Übermutes?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der heutigen Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes und ein Aufruf zur Besinnung auf den religiösen Kern.
08. Weihnachten hat sich verändert - Weihnachten, ein besonderes Fest im Wandel der Zeit: Der Autor vergleicht frühere Weihnachtstraditionen mit der heutigen Zeit und mahnt zur Wiederentdeckung der spirituellen Bedeutung.
Schlüsselwörter
Christentum, Glaube, Behinderung, Liebe, Vergebung, Religionsunterricht, Lebenshilfe, Weihnachten, Versöhnung, Schicksal, Gott, Zwischenmenschlichkeit, Ethik, Alltag, Hoffnung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch versammelt persönliche Gedanken und Reflexionen eines praktizierenden Christen, der den Herausforderungen von Krankheit, Behinderung und dem Alltag durch die Kraft des Glaubens begegnet.
Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?
Die Themen umfassen den Umgang mit körperlicher Behinderung, die Bedeutung von christlicher Nächstenliebe und Vergebung sowie die Rolle der Religion im Schulalltag und in modernen gesellschaftlichen Kontexten.
Was ist das primäre Ziel des Werkes?
Ziel ist es, dem Leser Anregungen zu geben, das eigene Leben bewusster zu gestalten, Krisen zu überwinden und den lebendigen Glauben als stützende Kraft im Alltag zu integrieren.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Es handelt sich primär um eine autobiografische und reflektierende Arbeit. Der Autor stützt seine Thesen auf persönliche Erfahrungen sowie auf biblische Texte und theologische Zusammenhänge.
Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in konkrete Berichte über den behinderten Alltag, Erfahrungen im Schuldienst, die Reflexion von Schuld und Vergebung sowie eine kritische Betrachtung des Weihnachtsfestes im Wandel der Zeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Buch?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Christentum, Vergebung, Lebenshilfe, Nächstenliebe und den reflektierten Umgang mit dem Glauben charakterisieren.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Religionsunterrichts?
Er sieht den Religionsunterricht als zwingend notwendiges Fach an, da es dort möglich ist, Schüler individuell in ihrer Entwicklung abzuholen und ihnen Lebenshilfe sowie ethische Orientierung zu bieten.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf das Weihnachtsfest?
Er warnt vor einer zunehmenden Entchristlichung und Kommerzialisierung des Festes und plädiert dafür, den Fokus wieder auf das spirituelle Wunder der Menschwerdung Gottes und die damit verbundene Botschaft der Liebe zu legen.
- Citar trabajo
- Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Autor), 2008, Als Christ muss ich mein Leben täglich neu überdenken, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93675