Die Arbeit befasst sich mit der Thematik, welche Auswirkungen ein etabliertes Risikomanagement auf die Performance-Entwicklung von Unternehmenskennzahlen ausübt. Die Abhandlung basiert hierbei auf einer empirischen Untersuchung von mehr 6.500 deutschen KMUs, die dem Definitionskriterium der Europäischen Kommission entsprechen. Betroffenen Unternehmen sollen hierdurch die Vorzüge eines inkludierten Risikomanagements aufgezeigt und Hilfestellungen zur Etablierung eines Risikomanagementsystems geliefert werden.
Im Kontext der Ausgangsstellung dieser Arbeit schließen sich weiterführende Fragestellungen an, die einer zusätzlichen Thematisierung bedürfen. So wird mitunter aufgezeigt, ob hinsichtlich des Entscheidungsprozesses von zu bewertenden Chancen und Risiken das Risikomanagement eine besondere Relevanz mit sich bringt. Des Weiteren wird erörtert, ob in einem anstehenden Entscheidungsprozess, einzuschätzende Chancen und Risiken einen bedeutsamen Einfluss auf die operative, wie strategische Ausrichtung eines Unternehmens haben könnten. Ist diesem durch ein integriertes Risikomanagement leichter beizukommen als ohne ein solches Informationssystem?
Zur Abrundung der genannten Thematik, wird sich dem geschlechterspezifische Risikoverhalten gewidmet. Es wird inhaltlich aufgezeigt, ob die Risikoaversion, unter Beachtung eines aktiven bzw. nicht genutzten Risikomanagements, eher bei männlichen oder weiblichen Geschäftsführern ausgeprägt ist. Im Hinblick auf in der Vergangenheit durchgeführter Studien, ist diese erneute Betrachtung von besonderer Bedeutung, da männlichen Geschäftsführern mitunter eine höhere Risikoaffinität zugesprochen wird als weiblichen. Im Rahmen einer tiefergehenden Analyse wird dargelegt, ob diese Behauptung weiterhin aufrecht zu erhalten ist oder andere Faktoren hierbei eine tragende Rolle spielen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Ausgangssituation und Zielsetzung
- 1.2 Forschungsfragen und Hypothesen
- 1.3 Methodik
- 1.4 Aufbau der Arbeit
- 2 Theoretische Grundlagen
- 2.1 Risikomanagement im Allgemeinen
- 2.1.1 Definition von Risiko
- 2.1.2 Risikoanalyse
- 2.1.3 Risikosteuerung
- 2.1.4 Risikokommunikation
- 2.2 Risikomanagement in KMUs
- 2.2.1 Spezifische Herausforderungen von KMUs
- 2.2.2 Besondere Instrumente für KMUs
- 2.3 Einflussfaktoren auf die Ergebnisperformance
- 2.3.1 Interne Einflussfaktoren
- 2.3.2 Externe Einflussfaktoren
- 3 Empirische Untersuchung
- 3.1 Forschungsdesign und Datenerhebung
- 3.1.1 Auswahl der Stichprobe
- 3.1.2 Datenerhebungsinstrumente
- 3.1.3 Beschreibung der Stichprobe
- 3.2 Hypothesentests
- 3.3 Ergebnisse
- 4 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
- 4.1 Ergebnisse im Detail
- 4.2 Diskussion der Ergebnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Risikomanagements auf die Ergebnisperformance kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMUs) in Deutschland. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen den eingesetzten Risikomanagementinstrumenten und relevanten Erfolgsindikatoren zu analysieren. Dabei wird auch der Einfluss verschiedener Unternehmenscharakteristika berücksichtigt.
- Einfluss des Risikomanagements auf die Ergebnisperformance von KMUs
- Analyse der eingesetzten Risikomanagementinstrumente in KMUs
- Bedeutung von Unternehmensgröße und Branche für das Risikomanagement
- Zusammenhang zwischen Risikomanagement und verschiedenen Erfolgsfaktoren (z.B. Umsatz, Gewinn)
- Praktische Implikationen für KMUs
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beschreibt die Ausgangssituation und die Forschungsziele der Arbeit. Es werden die Forschungsfragen und Hypothesen formuliert sowie die gewählte Methodik erläutert. Der Aufbau der Arbeit wird skizziert.
Kapitel 2: Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die relevanten Theorien und Modelle zum Risikomanagement, insbesondere im Kontext von KMUs. Es werden die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Ergebnisperformance vorgestellt.
Kapitel 3: Empirische Untersuchung: Das Kapitel beschreibt das Forschungsdesign und die Datenerhebung. Die Stichprobe wird detailliert vorgestellt und die Hypothesen werden anhand der erhobenen Daten getestet. Die Ergebnisse der Analysen werden präsentiert.
Kapitel 4: Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst und im Kontext der bestehenden Literatur diskutiert. Es werden Schlussfolgerungen gezogen und mögliche zukünftige Forschungsfragen formuliert. (Diese Zusammenfassung des Kapitels 4 wird ausgelassen, um Spoiler zu vermeiden.)
Schlüsselwörter
Risikomanagement, KMU, Ergebnisperformance, Umsatz, Gewinn, Risikoanalyse, Risikosteuerung, Unternehmenscharakteristika, Branchenvergleich, empirische Studie, Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss hat Risikomanagement auf die Performance von KMUs?
Ein etabliertes Risikomanagement wirkt sich positiv auf Unternehmenskennzahlen wie Umsatz und Gewinn aus, da Chancen und Risiken systematischer bewertet werden.
Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede im Risikoverhalten von Geschäftsführern?
Die Studie untersucht, ob männliche Geschäftsführer tatsächlich eine höhere Risikoaffinität besitzen oder ob Faktoren wie die Nutzung von Risikomanagementsystemen dieses Bild verändern.
Was sind die spezifischen Herausforderungen für KMUs beim Risikomanagement?
KMUs fehlen oft die personellen und finanziellen Ressourcen für komplexe Systeme, weshalb sie auf spezifische, schlankere Instrumente angewiesen sind.
Wie viele Unternehmen wurden in der empirischen Untersuchung berücksichtigt?
Die Untersuchung basiert auf Daten von mehr als 6.500 deutschen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs).
Welche Phasen umfasst der Risikomanagementprozess?
Der Prozess umfasst im Allgemeinen die Risikoanalyse, die Risikosteuerung und die Risikokommunikation.
- Quote paper
- Axel Daniel Lantzsch (Author), 2020, Risikomanagement bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Auswirkungen auf die Ergebnis-Performance, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937174