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Neuromarketing zur Beeinflussung emotionaler Kaufentscheidungsprozesse. Manipulationstaktik oder unbedenkliche Absatzwirtschaft?

Title: Neuromarketing zur Beeinflussung emotionaler Kaufentscheidungsprozesse. Manipulationstaktik oder unbedenkliche Absatzwirtschaft?

Scientific Study , 2020 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nora Hellmich (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist der Einsatz von neurowissenschaftlichen Werbestrategien zur Beeinflussung von emotionalen Kaufentscheidungsprozessen. Es wird zunächst auf die Grundlagen des Marketings eingegangen und anschließend die Relevanz von neuronalen Erkenntnissen in Verbindung mit dem Marketing erörtert. Darüber hinaus werden Methoden der Konsumentenverhaltensforschung analysiert und beschrieben, wie neuronale Erkenntnisse auf das Marketing übertragen werden können. Anschließend wird die praktische Umsetzung der neuronalen Erkenntnisse am Beispiel eines Supermarktes erläutert. Letztendlich werden die Chancen und die Grenzen des Neuromarketings aufgegriffen und unter moralischen Gesichtspunkten analysiert.

„Objekte (inklusive Produkte, Marken), die keine Emotion auslösen, sind für das Gehirn de facto wertlos.“ Hans-Georg Häusel

Dieses Statement des Dipl. Psychologen und Neuromarketingexperten Hans-Georg Häusel bietet den Anstoß zur Beschäftigung mit dem Thema der vorliegenden Arbeit. Täglich werden Konsumenten mit unzähligen Situationen konfrontiert, die eine Entscheidung verlangen. „Kaufen oder nicht kaufen?“ ist eine davon. Konsumenten sind davon überzeugt, rationale Entscheidungen zu treffen und diese unbeeinflusst steuern und kontrollieren zu können.
Doch die Wissenschaft lehrt etwas anders. Denn Erkenntnisse der Hirnforschung haben ergeben, dass Emotionen bei Kaufentscheidungsprozessen eine relevante Rolle spielen.2 Forschungsergebnisse zeigten, dass Entscheidungen zunehmend unbewusst und irrational getroffen werden. Nach Gehirnforscher Gerhard Roth, seien freie Entscheidungen lediglich eine „Benutzerillusion“. Auch das Zitat von Helmut Seßler „die wirkliche Macht im Kopf haben Emotionssysteme“ bestätigt diese Annahme. Grund hierfür ist, dass Konsumenten unterbewusst einen Sinn für den Kauf suchen und rationale Begründungen erfunden werden. Diese Denkweise lässt glauben, bewusst zu handeln. Doch der Schein trügt.

Seit einigen Jahren ist die Welt des Marketings im Umbruch – die interdisziplinäre Wissenschaft des Neuromarketings erobert den Bereich der Marktforschung und stellt die bisherigen Prinzipien des Marketings in Frage. Neuromarketing hat sich in kürzester Zeit zu einem aktuellen Trendthema etabliert. So wurde die Neuromarketingdisziplin von dem internationalem Wirtschaftsjournal Bloomberg BusinessWeek im Jahre 2008 zum Top Technologie-Trend gekürt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die Welt des Marketings

3. Neuromarketing

3.1 Bedeutung und Relevanz des Neuromarketings

3.2 Konsumentenverhaltensforschung

3.2.1 Beobachtungs-, Befragungs- und experimentelle Methoden

3.2.1 Apparative Methode: Das Limbische System - Relevanz von Emotionen

3.3 Beeinflussung von Kaufentscheidungen durch die Sinne des Menschen

3.3.1 Der Hörsinn

3.3.2 Der Sehsinn

3.3.3 Der Geruchssinn

3.4 Praxisbezug Supermarkt

4. Eine kritische Analyse

4.1 Chancen des Neuromarketings

4.2 Grenzen des Neuromarketings

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern neurowissenschaftliche Erkenntnisse im Marketing genutzt werden können, um emotionale Kaufentscheidungsprozesse zu beeinflussen, und ob dies als legitime Absatzförderung oder als Manipulation zu bewerten ist.

  • Grundlagen des Marketings und der Konsumentenverhaltensforschung
  • Die Rolle des limbischen Systems und der "Big 3" Emotionssysteme
  • Einfluss der menschlichen Sinne (Hören, Sehen, Riechen) auf das Kaufverhalten
  • Praxisnahe Anwendung von Marketingstrategien im Supermarkt-Umfeld
  • Kritische Analyse der Chancen, Grenzen und ethischen Aspekte des Neuromarketings

Auszug aus dem Buch

3.4 Praxisbezug Supermarkt

Sobald Konsumenten einen Supermarkt betreten, befinden sich diese schon nach wenigen Schritten in der Obst -und Gemüseabteilung. Grund hierfür ist, dass Obst - und Gemüse die einzigen Güter sind, bei denen alle Sinne gleichzeitig durch das limbische System aktiviert werden. Denn gleich zu Beginn haben Kunden die Möglichkeit, die attraktiv, drapierten, frischen Güter anzusehen, zu riechen oder sogar zu ertasten. Spätestens in dieser Abteilung hört der Kunde leise und angenehme Akkorde aus den Supermarkt-Lausprecherboxen, die den Wohlfühleffekt zusätzlich steigern und sein Tempo verringern sollen. Aus diesem Grund wird der Eingangsbereich „Bremszone“ genannt. Das optische Ambiente ist oftmals mit Laminat Böden und Holzkisten ausgestattet, um eine angenehme Marktathmosphäre zu schaffen. Auch die Backstube, die sich meist am Eingang befindet, signalisiert den Konsumenten durch seinen angenehmen Geruch das Gefühl nach Häuslichkeit und Gemütlichkeit. Dadurch wird die Kaufbereitschaft gesteigert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Emotionen in Kaufentscheidungsprozessen und führt in das interdisziplinäre Forschungsfeld des Neuromarketings ein.

2. Einführung in die Welt des Marketings: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung vom Verkäufermarkt zum modernen, kundenorientierten Käufermarkt nach.

3. Neuromarketing: Hier werden die Grundlagen der Neuroökonomie sowie die Methoden der Konsumentenverhaltensforschung und die multisensorische Beeinflussung von Kaufentscheidungen erläutert.

4. Eine kritische Analyse: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Chancen und Grenzen des Neuromarketings unter Einbeziehung ethischer Fragestellungen und Manipulationsvorwürfe.

5. Fazit und Ausblick: Die Arbeit resümiert die Bedeutung des Neuromarketings als unverzichtbares Instrument moderner Marktforschung und reflektiert die moralische Verantwortung der Anbieter.

Schlüsselwörter

Neuromarketing, Konsumentenverhalten, Limbisches System, Kaufentscheidung, Marketing-Mix, Emotionen, Multisensorik, Bremszone, Rennstrecke, Quengelzone, Hirnforschung, Neuroökonomie, Marketingstrategien, Markenführung, Ethik im Marketing.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen mithilfe neurowissenschaftlicher Erkenntnisse Kaufentscheidungen durch gezielte Reizsetzung beeinflussen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernbereichen zählen die Verhaltensforschung, die Funktionsweise des limbischen Systems, die multisensorische Beeinflussung durch Sinne sowie die kritische ethische Reflexion.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu klären, inwiefern Strategien zur emotionalen Beeinflussung eingesetzt werden und ob diese aus moralischer Sicht als harmlose Absatzwirtschaft oder als Manipulation gewertet werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien zur Hirnforschung und Marketingpsychologie sowie auf die Anwendung dieser Theorien in einem Praxisbeispiel (Supermarkt).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung des Neuromarketings, den Methoden der Konsumentenforschung und einer detaillierten Analyse der Sinneswahrnehmungen beim Einkauf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Neuromarketing, Emotionen, Konsumentenverhalten, Limbisches System und ethische Manipulation.

Welche Bedeutung hat das limbische System im Kontext des Kaufverhaltens?

Das limbische System ist für die Verarbeitung von Emotionen zuständig und bewertet Produkte nach positiven oder negativen Eigenschaften, was Kaufentscheidungen oft unbewusst steuert.

Was versteht man unter der "Bremszone" in einem Supermarkt?

Die Bremszone beschreibt den Eingangsbereich, in dem Kunden durch frische Produkte und angenehme Atmosphäre sensorisch stimuliert werden, um ihr Einkaufstempo zu drosseln.

Wie bewertet die Autorin den Vorwurf der Manipulation im Neuromarketing?

Sie kommt zu dem Schluss, dass Neuromarketing zwar als manipulativ wahrgenommen werden kann, aber primär einen Mehrwert bietet, indem Produkte den emotionalen Bedürfnissen der Konsumenten angepasst werden.

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Details

Title
Neuromarketing zur Beeinflussung emotionaler Kaufentscheidungsprozesse. Manipulationstaktik oder unbedenkliche Absatzwirtschaft?
College
Nürtingen University
Grade
1,0
Author
Nora Hellmich (Author)
Publication Year
2020
Pages
23
Catalog Number
V937941
ISBN (eBook)
9783346266958
ISBN (Book)
9783346266965
Language
German
Tags
neuromarketing beeinflussung kaufentscheidungsprozesse manipulationstaktik absatzwirtschaft Marketing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nora Hellmich (Author), 2020, Neuromarketing zur Beeinflussung emotionaler Kaufentscheidungsprozesse. Manipulationstaktik oder unbedenkliche Absatzwirtschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/937941
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