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Intertextuelle Bezüge zu E. T. A. Hoffmanns Werk in Andrej Tarkowskijs Filmszenario "Hoffmanniana"

Título: Intertextuelle Bezüge zu E. T. A. Hoffmanns Werk in Andrej Tarkowskijs Filmszenario "Hoffmanniana"

Tesis de Maestría , 2008 , 107 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: M. A. Sara Ehsan (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Alemán como idioma extranjero
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Die vorliegende Magisterarbeit des Instituts für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg befasst sich mit den intertextuellen Bezügen in Andrej Tarkowskijs Filmszenario Hoffmanniana zu E.T.A. Hoffmanns Werk und Leben.
Die Arbeit untersucht anhand von Grundsatzfragen der intertextuellen Methodik das Filmszenario. Die Ergebnisse belegen die unvollständigen Quellenangaben der Tarkowskij-Edition BD. II und vervollständigen anhand von weiteren Prätexten E.T.A. Hoffmanns die Quellenlage. So fällt es dem Leser leichter, die Textbezüge zu finden und einzuordnen, sowie Zusammenhänge herzustellen, die ein ganzheitliches Bild von E.T.A. Hoffmanns Leben, Werk und Figuren ergeben, um schließlich eine Verbindung zu Tarkowskijs künstlerisch-ästhetischer Bildwelt zu erschließen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

1. THEORIE, METHODIK

II. HOFFMANNS TAGEBÜCHER UND BRIEFE – PRÄTEXTUELLER UND KONTEXTUELLER RAHMEN FÜR DIE MOTIVWAHL IN HOFFMANNIANA

1. KURZBIOGRAFIE HOFFMANNS

2. KRANKHEIT UND SCHMERZ – GEMEINSAME ERFAHRUNG BEIDER KÜNSTLER

3. KRIEG UND KRIEGSSCHAUPLÄTZE – HOFFMANNS BEGEGNUNG MIT NAPOLEON BONAPARTE

4. „ONKEL OTTO“ UND DER GROßONKEL HOFFMANNS CHRISTOPH E. VOETEREI

5. SELBSTBILDNIS HOFFMANNS: „ICH BIN KEIN BEAMTER!“

6. HOFFMANNS FREUNDE - IHRE RELEVANZ UND ABWESENHEIT

7. MISCHA UND JULIA – DER GEISTIGE EHEBRUCH UND SEINE FOLGEN

7.1 Fixe Idee

7.2 Verjüngungsszene

7.3 Julias Ehebund mit dem Kaufmann Johann G. Graepel

7.4 Der gemeinsame Liebestod – Kleists Freitod und seine Rezeption

7.5 Julia als Maske – das Hauptmotiv in Hoffmanniana

III. TARKOWSKIJS TAGEBÜCHER

1. KURZBIOGRAFIE TARKOWSKIJS

2. 1975 - DAS ENTSTEHUNGSJAHR VON HOFFMANNIANA

3. LEBENSAUFFASSUNGEN ZWEIER KÜNSTLER

4. ZUR ROLLE DER RELIGION

5. TARKOWSKIJS POETIK DES FILMS

5.1 Polyphonie

5.2 Symbolik

5.3 Wirkungsabsicht

5.4 Das Konzept der dynamischen Dramaturgie

6. DIE REZEPTION VON E.T.A. HOFFMANN IN RUSSLAND UND IHR EINFLUSS AUF TARKOWSKIJ

6.1 Hoffmann und Bulgakow - mögliche Parallelen

7. DIE REZEPTION VON SCHELLINGS NATURPHILOSOPHIE IN RUSSLAND

IV. HOFFMANNIANA UND DER INTERTEXT

1. EINFÜHRUNG

2. ANALYSE UND INTERPRETATION DES SZENARIOS IN DER REIHENFOLGE DER EINZELNEN KAPITEL

2.1 Hoffmann

2.2 Mozart

2.3 Donna Anna

2.4 Julia Mark

2.5 Doktor Speyer

2.6 Frau Hoffmann (Mischa)

2.7 Graepel

2.8 Christopher Voeterei

2.9 Daniel

2.10 Gluck

2.11 Hoffmann Zwei

2.12 Hippel

2.13 Julia Mark

2.14 Die Kinder von Marienbürger

3. AUSBLICK: DAS HÖRSPIEL VON KAI GREHN

3.1 Tarkowskij als Prätext für Grehn

V. SCHLUSSFOLGERUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die intertextuellen Bezüge in Andrej Tarkowskijs Filmszenario Hoffmanniana zu E.T.A. Hoffmanns Werk und Leben, um aufzuzeigen, wie Tarkowskij biografische und literarische Elemente in seine eigene künstlerisch-ästhetische Bildwelt integriert.

  • Analyse des intertextuellen Rahmens durch Tagebücher und Briefe Hoffmanns.
  • Untersuchung der filmästhetischen Ansätze Tarkowskijs und seiner Poetik des Films.
  • Interpretation der zentralen Motive (Spiegel, Doppelgänger, Krankheit) in Hoffmanniana.
  • Vergleich der Lebenswelten und Ästhetikverständnisse beider Künstler.
  • Dekonstruktion des „hoffmannesken“ im Kontext russischer und deutscher Literaturrezeption.

Auszug aus dem Buch

2.4 Julia Mark

Die vierte Szene (vgl. H: 14-16) ist mit einem weiteren Frauennamen betitelt Julia Mark. Diese hörte mit ihrer Schwester Minna soeben dieser schaurigen Geschichte zu. Frau Hoffmann betritt zum ersten Mal den Raum und tadelt ihren Mann die Kinder so erschrocken zu haben. Hoffmann beteuert Minna, dass er es nur soeben erfunden habe. Zur Änderung der Stimmung will er ihnen etwas vorspielen, doch Julia hindert ihn daran, um seiner Gesundheit willen. Doch Hoffmann erwidert, dass er nie wieder gesund sein werde. Daraufhin bringt Minna einen Spiegel, um den endgültigen Beweis zu haben, ob Hoffmann nun nur Geschichten erfinde, oder ob etwas Wahres daran sei. Julia ist entsetzt, springt auf sie zu und reißt ihr den Spiegel aus der Hand. Hier zeigt sich, dass das phantastische Element des spiegelbildlosen Hoffmanns von Julia als gegeben angenommen wird. Sie ist die Eingeweihte und wohl auch die Ursache oder eine der Ursachen der fantastischen Welt Hoffmanns, wie sich im Laufe der Geschichte zeigen wird. Wer ist der Klassifikator der Realitätskompatibilität und der Zeuge des Fantastischen? Tarkowskij hat hier wohl den Zuschauer in unserem Fall den Leser dafür vorgesehen. Es gibt nämlich genügend andere Stellen, wo eben die fantastische Welt Hoffmanns nur von ihm wahrgenommen wird und nicht, wie bei Chamissos Schlehmihl, der auch von seiner Umgebung als schattenlos wahrgenommen wird, was natürlich einen Effekt der Realitätsumkehrung und Intensivierung der Wirkung verursacht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einführung in die intertextuelle Verflechtung von E.T.A. Hoffmanns Werk und Tarkowskijs Filmszenario.

1. THEORIE, METHODIK: Erörterung der theoretischen Grundlagen und methodischen Herangehensweise an die Intertextualitätsforschung.

II. HOFFMANNS TAGEBÜCHER UND BRIEFE – PRÄTEXTUELLER UND KONTEXTUELLER RAHMEN FÜR DIE MOTIVWAHL IN HOFFMANNIANA: Analyse der biografischen und inhaltlichen Prätexte, die Hoffmanns Leben und Schaffen prägten.

III. TARKOWSKIJS TAGEBÜCHER: Beleuchtung der Entstehungsumstände von Hoffmanniana und Tarkowskijs Poetik im Kontext seiner Lebenswelt.

IV. HOFFMANNIANA UND DER INTERTEXT: Detaillierte Analyse des Szenarios und der einzelnen Kapitel sowie deren intertextuelle Bezüge.

V. SCHLUSSFOLGERUNG: Zusammenfassende Bewertung der intertextuellen Arbeitsweise Tarkowskijs und der Bedeutung des Filmszenarios.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Andrej Tarkowskij, Hoffmanniana, Intertextualität, Filmszenario, Doppelgänger, Spiegelmotiv, Romantik, Literaturverfilmung, Bildsprache, Poetik des Films, biographische Bezüge, Zeitgenossenschaft, Wahnsinn, Künstlerbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht die komplexen intertextuellen Bezüge in Andrej Tarkowskijs nicht realisiertem Filmszenario Hoffmanniana in Bezug auf Leben und Werk von E.T.A. Hoffmann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Verflechtung von Realität und Fantasie, die Rolle des Spiegels als Identitätsmedium, die künstlerische Zerrissenheit und die Rezeption der Romantik in Russland.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die intertextuelle Methodik zu nutzen, um die Bedeutung und die Quellenlage von Tarkowskijs Filmszenario zu entschlüsseln und dessen künstlerischen Wert einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die neuere literaturwissenschaftliche Intertextualitätsforschung und analysiert werknahe Bezüge sowie kontextuelle Einbettungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch das Szenario, die zugrundeliegenden Tagebücher von Hoffmann und Tarkowskij sowie die relevanten Prätexte anderer Autoren wie Kleist und Chamisso.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den Hauptakteuren Hoffmann und Tarkowskij sind Begriffe wie Intertextualität, Spiegelmotiv, Doppelgänger und künstlerische Zerrissenheit maßgeblich.

Wie spielt das Spiegelmotiv im Szenario eine Rolle?

Der Spiegel fungiert als zentrales Symbol für Identitätsverlust, prophetische Visionen und die bedrohliche Spaltung des Ichs innerhalb der Erzählung.

Warum wird Hoffmann als "Antiheld" in Tarkowskijs Szenario bezeichnet?

Er wird als zerbrechlicher, idealistischer Charakter dargestellt, der an den gesellschaftlichen Zwängen seiner Zeit und seinem eigenen inneren Konflikt scheitert, was Tarkowskijs Vorliebe für Antihelden entspricht.

Final del extracto de 107 páginas  - subir

Detalles

Título
Intertextuelle Bezüge zu E. T. A. Hoffmanns Werk in Andrej Tarkowskijs Filmszenario "Hoffmanniana"
Universidad
University of Heidelberg  (Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie)
Calificación
1,7
Autor
M. A. Sara Ehsan (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
107
No. de catálogo
V93821
ISBN (Ebook)
9783638064491
ISBN (Libro)
9783640858712
Idioma
Alemán
Etiqueta
Intertextuelle Bezüge Hoffmanns Werk Andrej Tarkowskijs Filmszenario Hoffmanniana
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M. A. Sara Ehsan (Autor), 2008, Intertextuelle Bezüge zu E. T. A. Hoffmanns Werk in Andrej Tarkowskijs Filmszenario "Hoffmanniana", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93821
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