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Der autobiographische Diskurs in Jorge Luis Borges’ "Autobiographical Essay"

Titre: Der autobiographische Diskurs in Jorge Luis Borges’ "Autobiographical Essay"

Dossier / Travail , 2007 , 20 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Christina Halasz (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist der autobiographische Diskurs in Jorge Luis Borges „Autobiographical Essay“. Es soll versucht werden, den Text anhand eines normativen traditionellen Autobiographieverständnisses einzuordnen. Dabei soll die Gattungsproblematik des traditionellen Modells aufgezeigt werden. Damit soll der nicht normative Ansatz des neuen Autobiographieverständnisses des postmodernen Diskurses in den Vordergrund gestellt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Traditionelles Autobiographieverständnis

2. 1. Die traditionelle Autobiographie

2.2. Probleme der traditionellen Gattungsbestimmung nach Lejeune

4. Das postmoderne Literaturkonzept Jorge Luis Borges`

5. Jorge Luis Borges und die Gattung Autobiographie

6. Autobiographical Essay

6.1. Entstehung

6.2. Aufbau und Sprache des Textes

7. Versuch einer Gattungsanalyse

7.1. Autobiographie?

7.2. Automythographie?

7.3. Autobiophonie?

7.4. Kollaborative Autobiographie?

8. Übersetzung ins Spanische

9. Fazit

10. Quellenverzeichnis

10.1. Literatur

10.2. Internet

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern Jorge Luis Borges’ „Autobiographical Essay“ den normativen Anforderungen der traditionellen Autobiographie-Gattung entspricht. Ziel ist es, die Gattungsproblematik des Textes aufzuzeigen und zu analysieren, ob er stattdessen als postmoderner, hybrider Text innerhalb des neuen autobiographischen Schreibens zu verorten ist.

  • Traditionelles Autobiographieverständnis nach Philippe Lejeune
  • Das postmoderne Literaturkonzept von Jorge Luis Borges
  • Analyse von Borges’ Einstellung zur Gattung Autobiographie
  • Gattungstypologische Einordnung (Automythographie, Autobiophonie, kollaborative Autobiographie)
  • Der Einfluss der Entstehungsgeschichte auf die Textstruktur

Auszug aus dem Buch

7.2. Automythographie?

Die Art des Textes, das Fehlen von Introspektion und das Herausstellen von „Highlights“, die sich nur auf Literatur beziehen, kann als Ausdruck für die Tatsache gesehen werden, dass Borges seine Existenz hinter die Literatur zurückstellt. Auf diese Weise macht sich Borges zu einem Mythos; zu einem Mythos von einem bescheidenen Menschen, dessen Existenz im Vergleich zur Ewigkeit unbedeutend ist. Um diesen Mythos nicht zu zerstören, ist es auch einleuchtend, dass auf wirkliche Introspektion und kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Dasein verzichtet wird. Borges merkt zwar an, dass ihm Selbstkritik nicht fremd ist, was das Bild des bescheidenen und toleranten Menschen jedoch wiederum perfektioniert:

Wann immer ich etwas gegen mich gerichtetes lese, teile ich nicht mir die Auffassung, sondern fühle, dass ich diese Aufgabe selbst viel besser ausführen könnte […] Ich habe mich schon heimlich danach gesehnt, unter einem Pseudonym eine gnadenlose Tirade gegen mich selbst zu verfassen. Oh, diese ungeschminkten Wahrheiten, die ich hege! (72-73)

Diese „ungeschminkten Wahrheiten“ kommen im „Autobiographical Essay“ jedoch nicht zur Sprache, genau in der Art von Gattung, die eigentlich solche Wahrheiten aufnimmt. Indem Borges sich selbst zu seinem besten Kritiker emporhebt, versucht er seine Rezensenten überflüssig und mundtot zu machen. Nur noch den Leser soll es neben ihm geben. Heinz Schlaffer meint, dass Borges, in der Überzeugung, dass alle Literatur Wiederholung sei, den Wunsch gehegt habe, durch Wiederholung alle Vorgänger in sich versammelt und schließlich ausgelöscht zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird der Untersuchungsgegenstand definiert und die Zielsetzung dargelegt, den Text unter dem Aspekt der Gattungsproblematik zu hinterfragen.

2. Traditionelles Autobiographieverständnis: Dieses Kapitel erörtert die normativen Grundlagen des Autobiographiebegriffs, insbesondere das Modell von Philippe Lejeune.

4. Das postmoderne Literaturkonzept Jorge Luis Borges`: Es wird analysiert, wie Borges klassische Dichotomien aufhebt und die Grenzen zwischen Autor, Leser und Fiktion verwischt.

5. Jorge Luis Borges und die Gattung Autobiographie: Dieses Kapitel beleuchtet Borges’ kritische Distanz zur Gattung und den Widerspruch zwischen seiner Forderung nach Anonymität und seiner Selbstdarstellung.

6. Autobiographical Essay: Hier werden Entstehungsgeschichte, Aufbau und die sprachliche Gestaltung des Werkes im Kontext seiner Entstehung durch Diktat untersucht.

7. Versuch einer Gattungsanalyse: Dieses Kapitel prüft verschiedene alternative Gattungsbezeichnungen wie Automythographie, Autobiophonie und kollaborative Autobiographie.

8. Übersetzung ins Spanische: Hier wird die Problematik der Titeländerung und die damit verbundenen Erwartungshaltungen thematisiert.

9. Fazit: Das Fazit resümiert, dass der Text den normativen Anforderungen der traditionellen Autobiographie nicht gerecht wird und sich stattdessen als postmoderner Diskurs erweist.

10. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Jorge Luis Borges, Autobiographical Essay, Autobiographie, Postmoderne, Gattungsanalyse, Automythographie, Autobiophonie, Kollaborative Autobiographie, Philippe Lejeune, Literaturtheorie, Fiktion, Identität, Intertextualität, Selbstmythifizierung, Nouvelle Autobiographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den „Autobiographical Essay“ von Jorge Luis Borges und hinterfragt, ob dieser Text als klassische Autobiographie eingeordnet werden kann oder ob er aufgrund seiner postmodernen Ausrichtung einer neuen Gattungsdefinition bedarf.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das traditionelle Autobiographieverständnis, das postmoderne Literaturkonzept von Borges, die Abgrenzung von Fiktion und Wirklichkeit sowie die spezifischen Bedingungen der Entstehung des Essays.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Gattungsproblematik des traditionellen Modells aufzuzeigen und den „Autobiographical Essay“ als einen Text zu charakterisieren, der eben jenes normative Konzept verweigert und durchbricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Gattungsanalyse, indem sie den Text an normativen Gattungskriterien (insbesondere nach Philippe Lejeune) misst und alternative, passendere Gattungsbegriffe diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Autobiographiebegriffs und der Postmoderne erörtert, gefolgt von einer detaillierten Analyse des „Autobiographical Essay“ hinsichtlich seiner Struktur, Sprache und der Rolle des Co-Autors Norman Thomas di Giovanni.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Autobiographie, Postmoderne, Automythographie, Fiktionalität, Identität und Literaturtheorie.

Warum kann der Text nicht einfach als Autobiographie betrachtet werden?

Der Text konzentriert sich fast ausschließlich auf das literarische Schaffen des Autors und blendet wichtige Teile seines Privatlebens aus, was der Definition einer Autobiographie als umfassende Lebensgeschichte widerspricht.

Welche Rolle spielt Norman Thomas di Giovanni bei der Entstehung?

Da der Text von Borges diktiert und von di Giovanni redaktionell bearbeitet wurde, verliert der Text seinen individuellen Schreibstil, was den Einsatz des Begriffs „kollaborative Autobiographie“ oder „Autobiophonie“ rechtfertigt.

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Résumé des informations

Titre
Der autobiographische Diskurs in Jorge Luis Borges’ "Autobiographical Essay"
Université
University of Leipzig
Note
2,0
Auteur
Christina Halasz (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
20
N° de catalogue
V93925
ISBN (ebook)
9783638070805
ISBN (Livre)
9783638955904
Langue
allemand
mots-clé
Diskurs Jorge Luis Borges’ Autobiographical Essay
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christina Halasz (Auteur), 2007, Der autobiographische Diskurs in Jorge Luis Borges’ "Autobiographical Essay", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/93925
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Extrait de  20  pages
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