Die Intention dieser Arbeit ist es, Lösungen für die Herausforderungen, mit welchen Unternehmen hinsichtlich Mitarbeiterfindung, Verhaltenssteuerung und Mitarbeiterbindung konfrontiert sind, anzubieten. Die Arbeit untersucht dahingehend die Auswirkungen aktienbasierter Vergütungselemente auf mögliche Lösungspotenziale.
Im Folgenden werden zunächst die aktienbasierten Vergütungsformen als Teil der wertorientierten Vergütung klassifiziert und die verschiedenen Ausprägungsformen dargestellt. Daraufhin wird im Detail auf die Gestaltung von Aktienoptionen als eine der wichtigsten Formen der Vergütung auf Aktienbasis eingegangen. In Kapitel drei und vier behandelt die vorliegende Arbeit die verschiedenen Auswirkungen dieser Vergütungsform. Dabei werden zunächst die indirekten Auswirkungen in Form von Selektionseffekten und anschließend die direkten Auswirkungen in Form der Vergütungseffekte behandelt. Abschließend möchte diese Arbeit in einem Fazit eine Bewertung der untersuchten Auswirkungen vollziehen, deren Grenzen aufzeigen und einen Ausblick und Anstoß für weiterführende Forschungsarbeiten liefern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Wertorientierte Vergütung
2.1 Aktienbasierte Vergütungsformen
2.2 Gestaltungsmerkmale von Aktienoptionen
3 Selektionseffekte (Selection Effects)
3.1 Selbstselektionseffekte (Self-Selection Effects)
3.2 Risikoeffekte (Risk Effects)
3.3 Optimismuseffekte (Optimism Effects)
4 Vergütungseffekte (Payment Effects)
4.1 Belohnungseffekte (Incentive Effects)
4.2 Eigentumseffekte (Ownership Effects)
4.3 Bindungseffekte (Retention Effects)
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen aktienbasierter Vergütungselemente auf die Mitarbeitergewinnung, Verhaltenssteuerung und Mitarbeiterbindung, um Unternehmen Lösungspotenziale für diese Herausforderungen aufzuzeigen und die Steigerung der Unternehmensperformance zu analysieren.
- Klassifizierung wertorientierter Vergütungssysteme
- Gestaltung und Wirkung von Aktienoptionen
- Analyse indirekter Auswirkungen (Selektionseffekte)
- Analyse direkter Auswirkungen (Vergütungseffekte)
- Bedeutung der Interessenangleichung zwischen Management und Shareholdern
Auszug aus dem Buch
3.1 Selbstselektionseffekte (Self-Selection Effects)
Kompetenzen, Wissen und Fähigkeiten machen Arbeitnehmer zu einer wertvollen Ressource eines Unternehmens, dem Human Capital. Zur Aufrechterhaltung und Steigerung dessen sollen Arbeitnehmer mit hoher Kompetenz eingestellt werden. Auswahlverfahren kosten dem Recruiting einen hohen Personal- und Zeitaufwand. Vereinfacht werden kann dies mit Hilfe einer Selbstselektion der Bewerber. Veranlasst werden kann diese durch die Art der Vergütung. Bewerber haben eine eigene Wahrnehmung ihrer Kompetenzen, welche realitätsnah oder realitätsfremd sein können. Sie treffen ebenso eine Einschätzung über die Stellenanforderungen und ob sie diese erfüllen oder nicht. Bei der Auswahl einer Stelle trifft der Arbeitnehmer subjektive Einschätzungen über sein individuelles Kompetenzlevel und das stellenspezifische Anforderungslevel. Zu bemerken ist, dass bei gegebenem Kompetenzlevel die Performance einer Aufgabe durch den Arbeitseinsatz des Arbeitnehmers gesteigert werden kann. Das impliziert, dass neben den eigenen Kompetenzen auch das individuelle Anstrengungslevel, welches der Arbeitnehmer anschlägt, auf die Erfüllung der Arbeitsanforderungen einzahlt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung variabler Vergütungssysteme zur Gewinnung und Steuerung von Personal im kompetitiven Marktumfeld dar und definiert das Ziel der Arbeit.
2 Wertorientierte Vergütung: Dieses Kapitel klassifiziert aktienbasierte Vergütungsformen, beschreibt deren theoretische Einordnung und erläutert die Gestaltungsmerkmale von Aktienoptionen.
3 Selektionseffekte (Selection Effects): Hier werden die indirekten Auswirkungen ex ante analysiert, insbesondere wie Vergütungsformen zur Selbstselektion geeigneter Bewerber beitragen.
4 Vergütungseffekte (Payment Effects): Das Kapitel behandelt die direkten Auswirkungen ex post, bei denen durch die Vergütungsstruktur das Verhalten der Mitarbeiter unmittelbar beeinflusst werden soll.
5 Fazit: Das Fazit bewertet die Untersuchungsergebnisse, zeigt Grenzen der Steuerungsinstrumente auf und gibt Anstöße für zukünftige Forschung.
Schlüsselwörter
Aktienbasierte Vergütung, Aktienoptionen, Wertorientierte Vergütung, Shareholder Value, Selektionseffekte, Vergütungseffekte, Mitarbeiterbindung, Anreizsysteme, Prinzipal-Agenten-Problem, Anstrengungslevel, Kompetenzlevel, Optimismuseffekte, Risikoaversion, Unternehmensperformance, Performance-Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wirkung von aktienbasierten Vergütungselementen auf die Steuerung und Motivation von Mitarbeitern sowie deren Beitrag zur erfolgreichen Unternehmensführung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die Selektionseffekte (ex ante) sowie die direkten Vergütungseffekte (ex post) von aktienbasierten Anreizsystemen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, Lösungsansätze für Herausforderungen in der Mitarbeiterfindung, der Verhaltenssteuerung und der langfristigen Bindung von Fachkräften durch aktienbasierte Vergütung zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer betriebswirtschaftlichen Klassifizierung sowie Darstellung verschiedener Vergütungsformen und deren Wirkungsmechanismen.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Selektionseffekten (Selbstselektion, Risiko- und Optimismuseffekte) und Vergütungseffekten (Belohnungs-, Eigentums- und Bindungseffekte).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Aktienoptionen, Shareholder Value, Prinzipal-Agenten-Problem, Anreizsysteme, Selektionseffekte und Mitarbeiterbindung.
Was unterscheidet reale Aktienoptionen von virtuellen Optionen?
Bei realen Optionen besteht das Recht, Aktien zu kaufen, während bei virtuellen Optionen (Stock Appreciation Rights) lediglich eine Auszahlung der Differenz zum Basispreis simuliert wird.
Welche Rolle spielt der Deutscher Corporate Governance Kodex in dieser Arbeit?
Der Kodex dient als Referenz für die Empfehlung, variable Vergütungsbeträge mit Sperrfristen zu kombinieren, um langfristiges und nachhaltiges Managementhandeln zu fördern.
- Citar trabajo
- Lukas Bauer (Autor), 2020, Auswirkungen aktienbasierter Vergütungselemente, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/941306