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Der Zusammenhang zwischen Alexithymie und Herzschlagwahrnehmung. Eine systematische Literaturrecherche

Título: Der Zusammenhang zwischen Alexithymie und Herzschlagwahrnehmung. Eine systematische Literaturrecherche

Tesis (Bachelor) , 2017 , 44 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Mirja Harlos (Autor)

Pedagogía - Psicología de la personalidad
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In der vorliegenden Arbeit sollen die Forschungserkenntnisse zur beschriebenen Thematik zusammengetragen werden, um einen Einblick in den derzeitigen Forschungsstand zu gewähren. Mit einer strategischen Literaturrecherche wurden die Studienergebnisse von Originalarbeiten gesammelt und ausgewertet. Der Schwerpunkt liegt auf der Erfassung des Zusammenhangs zwischen Alexithymie und Herzschlagwahrnehmung. Mit dieser Arbeit soll Alexithymie als besonderer Bestandteil von psychischen Störungen hervorgehoben werden. Durch das Verständnis der Symptome und Ursachen könnte ein wichtiger Beitrag zur Behandlung psychischer Störungen geleistet werden. Alexithymie ist nicht nur häufig ein Bestandteil psychischer Störungen, sondern findet sich auch in der Allgemeinbevölkerung wieder. Die Behandlung könnte somit eine präventive Grundlage für die Vermeidung psychischer Störungen darstellen.
Starke Emotionen gehen mit körperlichen Veränderungen einher. Die James-Lange-Theorie (1884) besagt, dass die Wahrnehmung dieser körperlichen Veränderungen ausschlaggebend für das Entstehen der Emotion ist. Diese Theorie wurde 1994 von Damasio weiterentwickelt zu seiner Theorie der somatischen Marker, welche im Gehirn abgespeichert werden. Körperliche Reaktionen auf einen Reiz stellen einen somatischen Marker dar, welcher darüber entscheidet, ob wir in einer zukünftigen ähnlichen Situation noch einmal gleich reagieren, oder ob die abgespeicherte Emotion negativ ist und wir uns für ein anderes Verhalten entscheiden. Ist eine Person nicht fähig, die eigenen Emotionen wahrzunehmen oder zu beschreiben, so spricht man von Alexithymie. Die Fähigkeit körperliche Veränderungen wahrzunehmen nennt man Interozeption. Teil dieser ist die Herzschlagwahrnehmung. Ein Zusammenhang dieser beiden Faktoren wurde mittels einer systematischen Literaturrecherche überprüft. Durch diese wurde ein Überblick über den derzeitigen Forschungsstand gewonnen. Insgesamt wurden acht Studien ausgewertet. Die zwei Studien mit gesunden Probanden ließen Schlüsse auf einen Zusammenhang der beiden Faktoren zu. Die sechs anderen Studien untersuchten Probanden mit unterschiedlichen Störungsbildern. Es ließ sich feststellen, dass Personen mit einer geringeren Herzschlagwahrnehmung auch höhere Alexithymie Werte aufweisen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1. Emotionen

2.1.1 Emotionstheorie nach James-Lange

2.1.2 Theorie der somatischen Marker

2.2 Alexithymie

2.3 Herzschlagwahrnehmung

3. Fragestellung

4. Methoden

5. Ergebnisse

6. Diskussion

6.1 Diskussion der Literaturrecherche

6.2 Diskussion der Ergebnisse

6.2.2 Betrachtung der Studien mit gesunden Probanden

6.2.3 Betrachtung der Studien mit verschiedenen Störungsbildern

6.2.4 Vergleichbarkeit der Studien

6.2.5 Betrachtung der Stichprobengrößen

6.2.6 Betrachtung der Störungsbilder

7. Fazit

8. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Fähigkeit zur Herzschlagwahrnehmung als Komponente der Interozeption und dem Phänomen der Alexithymie. Ziel ist es, durch eine systematische Literaturrecherche zu klären, ob ein Defizit in der Wahrnehmung körperlicher Signale mit einer höheren Ausprägung von Alexithymie einhergeht.

  • Grundlagen von Emotionen und physiologische Emotionstheorien (James-Lange, somatische Marker).
  • Definition und Messung von Alexithymie mittels der Toronto Alexithymie Skala (TAS).
  • Mechanismen der Interozeption und Herzschlagwahrnehmung.
  • Analyse des Forschungsstandes bei gesunden Probanden und bei klinischen Störungsbildern.
  • Diskussion neuronaler Korrelate der Emotionsregulation.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Emotionstheorie nach James-Lange

Bis zum 19. Jahrhundert wurde angenommen, dass Emotionen rein mentale Prozesse seien und körperliche Erscheinungen in dieser Verbindung von keinem besonderen Wert seien (Schandry, 2011). Die ersten Begründer physiologischer Emotionstheorien waren William James (1842-1910) und Carl Lange (1834-1900). James veröffentlichte 1884 seinen bekannten Artikel „What is an emotion?“. Fast zeitgleich dazu veröffentlichte der Physiologe Carl Lange 1885 ein Buch, dass mit der Theorie von James übereinstimmte, was dazu führte, dass diese Theorie beide Namen trägt. James (1882) Überlegungen beruhen auf allen Emotionen, welche sich deutlich über körperliche Erscheinungen wiederspiegeln. Diese Emotionen sind körperlich spürbar, wenn sie auftreten. Würde man sich eine Emotion ohne all ihre körperlichen Veränderungen vorstellen, so würde nichts mehr übrig bleiben (James, 1882). Er führt an, dass die eigentliche Emotion nicht mehr als die Wahrnehmung der eigenen Körperprozesse sei.

Diese Prozesse sind die Folge eines auslösenden Reizes. So zeigt sich bei Personen, die bei Dunkelheit durch einen Wald laufen und plötzlich ein Geräusch hören, eine veränderte Atemfrequenz – der Körper begibt sich in eine Art Alarmstellung. Diese bewusst wahrgenommene Veränderung des Körpers auf den Reiz betitelt James demnach als die eigentliche Emotion. Auf diesen Artikeln folgte zahlreiche Kritik, der sich James stellen musste. Auf die Kritik an seiner Theorie stellte James noch einmal heraus, dass nicht nur der auslösende Reiz (z. B. ein Geräusch), sondern auch die Gesamtsituation (z. B. ein dunkler Wald), maßgeblicher Grund für die Körperreaktion und somit auch die Emotionsentstehung sind (Horstmann & Dreisbach, 2012). Weiterhin gab er an, dass es nicht nur die motorischen Aktivitäten seien, welche die Emotionsentstehung aktivieren, sondern erstrangig die viszeralen Veränderungen, sprich: die Reizreaktionen der inneren Organe wie Magen, Darm, Lunge oder Herz (Horstmann & Dreisbach, 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Emotionen und deren Bedeutung für den Alltag sowie Hinführung zum Phänomen der Alexithymie.

2. Theoretischer Hintergrund: Darlegung der physiologischen Emotionstheorien, des Konzepts der Alexithymie sowie der Grundlagen der Herzschlagwahrnehmung.

3. Fragestellung: Formulierung der Hypothese, dass ein Zusammenhang zwischen Alexithymie und einer verminderten Herzschlagwahrnehmung besteht.

4. Methoden: Erläuterung des systematischen Literaturrecherche-Prozesses in der Datenbank PubMed unter Anwendung spezifischer Ein- und Ausschlusskriterien.

5. Ergebnisse: Darstellung und tabellarische Zusammenfassung der ausgewerteten acht Originalstudien zu gesunden Probanden und verschiedenen Patientengruppen.

6. Diskussion: Kritische Reflexion der Methodik, der Studienergebnisse und Einordnung in den theoretischen Rahmen sowie Betrachtung der Stichprobengrößen und Störungsbilder.

7. Fazit: Bestätigung der Forschungshypothese, dass höhere Alexithymie-Werte mit einer niedrigeren Herzschlagwahrnehmung korrelieren.

8. Ausblick: Diskussion der sozialen Relevanz der Emotionswahrnehmung und Anregung zu weiterer Forschung zur Prävention psychischer Störungen.

Schlüsselwörter

Alexithymie, Herzschlagwahrnehmung, Emotionen, Interozeption, James-Lange-Theorie, somatische Marker, Toronto Alexithymie Skala, Herzschlagwahrnehmungsaufgabe, Psychosomatik, Affektregulation, psychische Störungen, Literaturrecherche, neuronale Korrelate, Bewusstsein, physiologische Erregung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen der emotionalen Unfähigkeit, Gefühle zu identifizieren oder zu beschreiben (Alexithymie), und der Fähigkeit zur bewussten Wahrnehmung des eigenen Herzschlags (Interozeption).

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind physiologische Emotionstheorien, das Störungsbild der Alexithymie, die neurobiologischen Grundlagen der Emotionswahrnehmung sowie die systematische Auswertung psychologischer Studien dazu.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu prüfen, ob alexithyme Merkmale mit einer niedrigeren Herzschlagwahrnehmung korrelieren, basierend auf der Annahme, dass die Wahrnehmung körperlicher Zustände essenziell für das Emotionserleben ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche in der Datenbank PubMed, bei der acht relevante Originalstudien nach spezifischen Kriterien ausgewählt und detailliert analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Emotionstheorien (z.B. James-Lange, somatische Marker), eine Erläuterung der Alexithymie-Messung mittels der Toronto Alexithymie Skala und eine kritische Ergebnisdiskussion der recherchierten Studien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Alexithymie, Herzschlagwahrnehmung, Interozeption, Affektregulation sowie die Toronto Alexithymie Skala (TAS).

Warum wird die James-Lange-Theorie in dieser Bachelorarbeit besonders hervorgehoben?

Die James-Lange-Theorie ist grundlegend für die Arbeit, da sie postuliert, dass Emotionen erst durch die bewusste Wahrnehmung der körperlichen Reaktion auf einen Reiz entstehen, was den Fokus auf die Interozeptionsfähigkeit rechtfertigt.

Welche Rolle spielt die Toronto Alexithymie Skala (TAS) bei der Analyse?

Die TAS dient als standardisiertes Instrument zur Erfassung des Alexithymie-Grades, wobei die Autorin insbesondere die drei Subskalen (Identifikation, Beschreibung, externer Denkstil) zur Interpretation der Studien heranzieht.

Beeinflussen Medikamente die Ergebnisse der untersuchten Studien?

Ja, die Autorin weist kritisch darauf hin, dass bei klinischen Patientengruppen Komorbiditäten und insbesondere die Einnahme von Medikamenten wie Benzodiazepinen die Ergebnisse der Emotionswahrnehmung und Affektregulation verzerren können.

Final del extracto de 44 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Zusammenhang zwischen Alexithymie und Herzschlagwahrnehmung. Eine systematische Literaturrecherche
Universidad
Private professional school Doepfer
Calificación
1,7
Autor
Mirja Harlos (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
44
No. de catálogo
V945059
ISBN (Ebook)
9783346279910
ISBN (Libro)
9783346279927
Idioma
Alemán
Etiqueta
zusammenhang alexithymie herzschlagwahrnehmung eine literaturrecherche
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mirja Harlos (Autor), 2017, Der Zusammenhang zwischen Alexithymie und Herzschlagwahrnehmung. Eine systematische Literaturrecherche, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945059
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