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Divergierendes Weltkriegsgedenken. Die Ehrenmale der Gefallenen des Ersten Weltkriegs in Ulm und Neu-Ulm im Vergleich

Título: Divergierendes Weltkriegsgedenken. Die Ehrenmale der Gefallenen des Ersten Weltkriegs in Ulm und Neu-Ulm im Vergleich

Trabajo Escrito , 2020 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Ralph Manhalter (Autor)

Historia de Alemania - Primera Guerra Mundial, República de Weimar
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Die Weimarer Republik ließ eine Vielzahl von Motiven und Formen bei der Konzeption ihrer Gefallenendenkmäler zu. Die Auftraggeber entschieden in aller Regel über die plastische Gestaltung der Ehrenmale und somit ihrer intendierten Botschaft an den Betrachter. Oftmals war es jedoch ein langer Prozess, den ein projektiertes Denkmal bis zur Errichtung zu durchlaufen hatte. Viele verschiedene, auch mitunter stark divergierende Positionen galt es zu berücksichtigen um dann - im idealen Fall - zu einem gemeinsamen Kompromiss zu finden. Nicht immer verliefen die Diskussionen zwischen den beteiligten Parteien und Gremien erfolgreich, wie das in nachstehender Arbeit beschriebene Beispiel des Gefallenenehrenmals im Münster zu Ulm aufzeigen soll.

Dass es hier letztendlich überhaupt zur Errichtung kam, war nicht das Resultat einer konsensualen Einigung, als vielmehr die Folge, der ab dem Jahr 1933 geänderten politischen Situation. Im benachbarten Neu-Ulm hingegen existierten diese auseinanderdriftenden Kräfte nicht in dem Maße, dass dadurch das Projekt des dortigen Kriegerdenkmals eine wesentliche Verzögerung erfuhr. Zwar beanspruchte der Planungsprozess auch in der bayerischen Schwesterstadt mehrere Jahre, dies war jedoch in erster Linie der Motivsuche geschuldet. Dabei ist zu beobachten, dass – ganz anders als beim Ulmer Pendant – der allmähliche Weg von Wehr zur Trauer beschritten wurde. Ein knapper Überblick über die Verschiedenartigkeit einiger Gedenkstätten des Ersten Weltkriegs zur Zeit der Weimarer Republik soll die Betrachtung der beiden so verschiedenen Kriegerdenkmäler in Ulm und Neu-Ulm einleiten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Abstract

Spielarten der Erinnerung

Das Gefallenenehrenmal im Ulmer Münster

Das Ehrenmal in Neu-Ulm

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die unterschiedliche Entstehungshistorie und Sinnstiftung von zwei Gefallenenehrenmalen des Ersten Weltkriegs in Ulm und Neu-Ulm, wobei insbesondere die lokalen Entscheidungsprozesse und politischen Rahmenbedingungen der Weimarer Republik beleuchtet werden.

  • Kulturelle und politische Bedeutung des Weltkriegsgedenkens
  • Vergleich der Entstehungsprozesse und Akteurskonstellationen
  • Künstlerische Auseinandersetzung mit Heroisierung und Trauer
  • Einfluss gesellschaftspolitischer Spannungen auf die Denkmalgestaltung

Auszug aus dem Buch

Das Gefallenenehrenmal im Ulmer Münster

Von Anfang der 20er Jahre bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten erstreckte sich die Auseinandersetzung über die Gestaltung des Gefallenenehrenmals im Münster zu Ulm. Die Diskussionen über Art und Ort der Ausführung zog sich wie ein roter Faden durch die Ulmer Gesellschaft der Weimarer Republik. Im Fadenkreuz divergierender Ansichten und Interessen ermöglichte die junge Demokratie die Geltendmachung der einzelnen Positionen, wobei gerade durch das jahrelange Nicht-Zustandekommen des Mahnmals auch jene Seiten des politischen Systems aufgezeigt wurden, welche einer Ablehnung desselben Vorschub leisteten.

Im Dezember 1922 schreibt der zuvor gegründete ›Arbeitsausschuß für ein Münsterkriegsmal der Vorkriegsgarnison Ulm‹ unter seinem Vorsitzenden Generalmajor a.D. Eugen Glück einen öffentlichen überregionalen Wettbewerb zur Gestaltung des Ehrenmals aus. Als Teilnehmer waren alle Reichsangehörigen zugelassen, welche zum Zeitpunkt der Ausschreibung ihren Wohnsitz in Deutschland hatten. Neben der beabsichtigen Positionierung des Denkmals im Münster, hier besonders favorisiert die Mauern des Turmunterbaus, forderte der Ausschuss die Einarbeitung der folgenden beiden Inschriften:

Die Ulmer Tuppenteile [sic!] ihren im Weltkriege 1914 – 18 Gefallenen und Den toten Helden danken Worte nicht – einzig die Tat

Verwendetes Material sowie die Technik der Ausführung wurde dem jeweiligen Künstler freigestellt. Die Arbeiten sollten bis zum Stichtag 1. März 1923, 12 Uhr mit einem Kennwort versehen beim Verkehrsbüro Ulm eingegangen sein. Ein Preisgeld könne jedoch nicht gezahlt werden, da „Die Möglichkeit ein Werk zu schaffen das [sic!] in einem Rahmen von gewaltiger kunstgeschichtlicher wie geschichtlicher Bedeutung an der Seite größter Namen für alle Zeiten einen Platz finden wird, veranlassen den Ausschuß von einer Verteilung von Preisen abzusehen“.

Zusammenfassung der Kapitel

Abstract: Eine kurze Einführung in die Problematik des Gedenkens an die Gefallenen beider Weltkriege und die Vorstellung der beiden zu vergleichenden Denkmale in Ulm und Neu-Ulm.

Spielarten der Erinnerung: Beleuchtung der gesellschaftspolitischen Voraussetzungen des Gedenkens in der Weimarer Republik und die Gegenüberstellung von deutschen und französischen Erinnerungstraditionen.

Das Gefallenenehrenmal im Ulmer Münster: Detaillierte Darstellung der langjährigen und kontroversen Debatten um die künstlerische Gestaltung und den Standort der Michaelsfigur im Ulmer Münster.

Das Ehrenmal in Neu-Ulm: Analyse der Baugeschichte des Ehrenmals auf der Donauinsel „Schwal“ unter besonderer Berücksichtigung der künstlerischen Entwicklung der Entwürfe Edwin Scharffs.

Schlüsselwörter

Gefallenenehrenmal, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Ulm, Neu-Ulm, Erinnerungskultur, Michaelsfigur, Edwin Scharff, Heinz Wetzel, Kriegerdenkmal, Sinnstiftung, Gedenkstätte, Vorkriegsgarnison, Denkmalpolitik, Materialschlacht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das unterschiedliche Weltkriegsgedenken in Ulm und Neu-Ulm anhand der beiden dort errichteten Ehrenmale für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

Welche zentralen Themenfelder werden untersucht?

Im Fokus stehen die Entstehungsgeschichte der Mahnmale, die Rolle lokaler Gremien, der Einfluss politischer Ideologien der Weimarer Zeit sowie der Wandel künstlerischer Ausdrucksformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die divergierenden Gedenkformen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse in den beiden Städten vergleichend herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Primärquellen aus Archiven, zeitgenössischen Presseberichten und relevanter Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der langwierigen Planungsprozesse für das Ulmer Münsterdenkmal und die Entstehung des Neu-Ulmer Ehrenmals auf der Donauinsel.

Was zeichnet die Arbeit in Bezug auf ihre Schlüsselwörter aus?

Die Arbeit verknüpft kunsthistorische Aspekte wie die Ikonografie des Erzengels Michael mit historisch-politischen Begriffen wie Revanchismus, Heldenverehrung und demokratischer Diskurskultur.

Warum gab es im Ulmer Münster so heftige Widerstände gegen das Denkmal?

Die Widerstände resultierten vor allem aus der Debatte um den Standort und die als heroisch-kämpferisch empfundene Darstellung der Michaelsfigur, die mit der sakralen Umgebung kollidierte.

Wie unterscheidet sich die Neu-Ulmer Herangehensweise?

Im Vergleich zum Ulmer „Nazi-Engel“ wurde das Neu-Ulmer Denkmal von Scharff stärker als Ort der Trauer konzipiert und stieß daher kaum auf ästhetische oder inhaltliche Kritik.

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Detalles

Título
Divergierendes Weltkriegsgedenken. Die Ehrenmale der Gefallenen des Ersten Weltkriegs in Ulm und Neu-Ulm im Vergleich
Universidad
University of Hagen  (Historisches Institut)
Calificación
1,0
Autor
Ralph Manhalter (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
20
No. de catálogo
V945314
ISBN (Ebook)
9783346280671
ISBN (Libro)
9783346280688
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erinnerungskultur Weimarer Republik Ulm / Neu-Ulm Gefallenendenkmäler
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ralph Manhalter (Autor), 2020, Divergierendes Weltkriegsgedenken. Die Ehrenmale der Gefallenen des Ersten Weltkriegs in Ulm und Neu-Ulm im Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/945314
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