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Fördert oder behindert Schulinspektion die eigenverantwortliche Schule?

Título: Fördert oder behindert Schulinspektion die eigenverantwortliche Schule?

Tesis de Máster , 2008 , 45 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: André Brüggemann (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Als Reaktion auf das schlechte Abschneiden bei internationalen Vergleichsstudien und die hohe Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss, wird die Schulinspektion in Deutschland eingeführt. Schulinspektion wird als neues Instrument der schulischen Qualitätsentwicklung und -sicherung eingesetzt. Die Inspektion soll Einsicht gewinnen über die Qualität der Schule und die Bereiche, die den Erfolg einer Schule bestimmen und beeinflussen. Um sich den neuen Herausforderungen zu stellen, entsteht die Organisationsform "Eigenverantwortliche Schule." Ziel ist es, Verantwortung abzugeben an diejenigen, die dem Problem und seiner Lösung am nächsten sind, damit diese die Schule konkret gestalten können. Was kann die Schulinspektion der Schule auf diesem Weg bieten?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „gute“ Schule

2.1 Internationale Vergleichsstudien

2.2 Schule als lernende Organisation

2.3 Kriterien für die Qualität von Schule und Unterricht

3. Die eigenverantwortliche Schule

3.1 Schule auf dem Weg zur Eigenverantwortung

3.2 Selbständigkeit und Qualitätsverantwortung verändern die Schule

4. Normung und Qualitätsbewertung im Bildungswesen

4.1 Der Ursprung des Qualitätsbegriffes

4.2 Der Einzug des Qualitätsbegriffes im Bildungswesen

4.3 Evaluation, der Wunsch nach Rückmeldung

5. Evaluationsverfahren

5.1 Interne und externe Evaluationsverfahren

5.2 Schulqualität im Spannungsfeld von Selbst- und Fremdevaluation

5.3 Zeitlicher Mehraufwand und die Neudefinition von Lehrerarbeit

6. Schulintern evaluieren, Qualität entwickeln

6.1 Rahmenbedingungen beachten, Regeln klären

6.2 Die Vorbereitung der Evaluation

6.3 Der Projektplan und der Evaluationsbericht

6.4 Der Evaluationsgegenstand

6.5 Wer sollte evaluieren?

6.6 Aufwand – Nutzen; relevante Fragestellungen finden

6.7 Evaluationsinstrumente und –methoden

6.8 Ergebnisse auswerten und präsentiere

7. Die externe Evaluation als Spiegel des Geleisteten

7.1 Die Schulinspektion

7.2 Qualifikation und Funktion der Inspektoren

7.3 Die Vorphase

7.4 Die Durchführungsphase

7.5 Rückmeldung und Berichte zur Inspektion

7.6 Die Phase danach

8. Evaluationsverfahren in den einzelnen Bundesländern

9. Wirkungen der Schulinspektion

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Einführung der Schulinspektion als externes Instrument der Qualitätssicherung und dem Konzept der eigenverantwortlichen Schule. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Schulinspektion diese Eigenverantwortung eher fördert oder behindert und wie eine konstruktive Zusammenarbeit gestaltet werden kann.

  • Qualitätsentwicklung im deutschen Bildungssystem
  • Methoden der internen und externen Evaluation
  • Rolle der Schulleitung und des Lehrpersonals
  • Spannungsfeld zwischen Autonomie und staatlicher Kontrolle
  • Prozesse und Auswirkungen der Schulinspektion

Auszug aus dem Buch

3.2 Selbständigkeit und Qualitätsverantwortung verändern die Schule

Schule und deren Leitung stehen im Spannungsfeld zwischen Bewahren und Verändern und sind somit ein Ort von Reproduktion und Transformation. Bisher galt eine Schule als gut funktionierend, wenn sie als bürokratische Organisationseinheit nach den Vorgaben übergeordneter Kern- und Grenzwerten arbeitete. Das Ziel war eine reibungslose Verwaltung und eine Schulleitung, die vorwiegend als „Befehlsempfänger“ und „-weitergeber“ arbeitete. Die Schule war klar hierarchisch strukturiert und auf dem Verordnungsweg „von oben nach unten“ reguliert. Die Steuerung von Schule lag vor allem bei den übergeordneten Behörden.

Der Nachteil bestand darin, dass sich Schulleitung oft um eine effiziente Schuladministration kümmerte, aber damit die pädagogischen Führungsaufgaben vernachlässigte (Vgl. Schratz 2003, S.1ff.).

Welche Nachteile entstanden der Einzelschule aus diesem defizitären Schulleiterhandeln:

1. Ziele der Schule werden nicht klar formuliert.

2. Eine Schulkultur und Schulphilosophie sind nicht vorhanden.

3. Das Profil der Schule weist keine Stabilität und Kontinuität aus. Der Schulleiter kümmert sich nicht ausreichend um sein Kollegium.

4. Es gibt kaum eine gemeinsame Unterrichtsplanung und –abstimmung, da die kollegiale Zusammenarbeit von der Schulleitung zu wenig gefördert wird.

5. Konferenzen konzentrieren sich hauptsächlich auf organisatorische und administrative Inhalte und geben Lehrern kaum Impulse für die Unterrichtsarbeit.

6. Der administrativen Verwaltungsarbeit kommt eine besondere Bedeutung zu, Anregungen für eine konkrete Unterrichtsverbesserung erfolgen kaum.

7. Es fehlt eine genaue Problemanalyse, Missstände werden verdrängt oder als nicht veränderbar akzeptiert.

8. Das Kollegium wird an schulinternen Entscheidungen und anstehenden Veränderungen nur unzureichend beteiligt bzw. informiert.

9. Schulleitung fehlt der Überblick über Stärken und Schwächen der Lehrerleistung. Schülern und Lehrern fehlt es an positiver Motivation wie Lob, Anerkennung, Auszeichnung und konstruktive Kritik durch den Schulleiter.

10. Fort- und Weiterbildung im Rahmen der fachlichen und schulpädagogischer Qualifikation von Lehrern werden von der Schulleitung zu wenig unterstützt.

11. Der Schulleiter beteiligt Schüler und deren Eltern nicht ausreichend oder nur entsprechend den schulrechtlichen Vorgaben am Schulleben. Die Identifikation mit der Schule wird somit nicht gefördert und eine Einbindung in das schulische Umfeld fast unterbunden.

12. Schüler werden zu wenig zur Verantwortungsübernahme angeleitet. Es entstehen immer neue Disziplinprobleme, auf die dirigistisch vom Schulleiter reagiert wird (Vgl. ebenda).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen des deutschen Bildungssystems und die Einführung der Schulinspektion als neues Instrument der Qualitätsentwicklung.

2. Die „gute“ Schule: Dieses Kapitel diskutiert Anforderungen an moderne Schulen, insbesondere im Hinblick auf internationale Vergleichsstudien und die Schule als lernende Organisation.

3. Die eigenverantwortliche Schule: Es wird die Transformation von einer regulierten Behörde hin zum eigenverantwortlich agierenden „Unternehmen“ sowie die veränderte Rolle der Schulleitung analysiert.

4. Normung und Qualitätsbewertung im Bildungswesen: Das Kapitel zeichnet den Ursprung von Qualitätsmanagementkonzepten nach und deren Übertragung auf den Bildungssektor.

5. Evaluationsverfahren: Hier werden die Unterschiede und die notwendige Ergänzung von internen und externen Evaluationsmethoden dargelegt.

6. Schulintern evaluieren, Qualität entwickeln: Das Kapitel bietet eine praktische Anleitung zur Durchführung interner Evaluation, vom Projektplan bis zur Ergebnispräsentation.

7. Die externe Evaluation als Spiegel des Geleisteten: Es beschreibt detailliert den Ablauf der Schulinspektion, von der Vorphase bis zur Nachbereitung.

8. Evaluationsverfahren in den einzelnen Bundesländern: Hier erfolgt eine Übersicht der verschiedenen Ansätze und Strategien zur Qualitätsentwicklung in Deutschland.

9. Wirkungen der Schulinspektion: Das Kapitel reflektiert die Effekte der Inspektion und identifiziert den Bedarf an einer konstruktiven Feedbackkultur.

10. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer für einen regelmäßigen Dialog zwischen Schulaufsicht und Schule, um einen glaubwürdigen Qualitätsentwicklungszyklus zu erhalten.

Schlüsselwörter

Schulinspektion, eigenverantwortliche Schule, Schulentwicklung, Interne Evaluation, Externe Evaluation, Qualitätsmanagement, Schulqualität, Schulleitung, Bildungsreform, Qualitätsentwicklung, Unterrichtsentwicklung, Lehrerarbeit, Feedbackkultur, Schulkultur, Systemmonitoring

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Einführung der Schulinspektion in Deutschland und deren Auswirkungen auf den Prozess der Schulentwicklung sowie die Eigenverantwortung der Einzelschulen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind Qualitätsmanagement an Schulen, die methodische Durchführung von internen und externen Evaluationen, die Rolle des pädagogischen Leaderships und der Reformdruck auf das deutsche Bildungssystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob Schulinspektion die eigenverantwortliche Schule eher fördert oder durch bürokratische Vorgaben behindert, und diskutiert Bedingungen für eine gelingende Zusammenarbeit.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung von Konzepten und Studien zu Qualitätsentwicklung und Inspektion in verschiedenen Bundesländern basiert.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Qualitätskonzepten, die detaillierte Darstellung von internen und externen Evaluationsverfahren sowie eine Analyse der praktischen Umsetzung und der damit verbundenen Herausforderungen für Schulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Schulinspektion, eigenverantwortliche Schule, Schulentwicklung, Interne und Externe Evaluation sowie Qualitätsmanagement gekennzeichnet.

Wie unterscheidet sich die Schulinspektion von der schulinternen Evaluation?

Während die schulinternen Evaluationen von der Schule selbst gesteuert werden, um eigene Prozesse zu reflektieren, stellt die Schulinspektion eine systematische Fremdevaluation durch externe Inspektoren zur Qualitätssicherung dar.

Welche Bedeutung hat das Feedback für den Erfolg der Schulinspektion?

Das Feedback durch Inspektoren ist entscheidend; es muss differenziert und dialogorientiert erfolgen, damit Schulen den Handlungsbedarf erkennen und als Impuls für die eigene Weiterentwicklung nutzen können.

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Detalles

Título
Fördert oder behindert Schulinspektion die eigenverantwortliche Schule?
Universidad
University of Kaiserslautern  (Fernstudiengang)
Calificación
2,7
Autor
André Brüggemann (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
45
No. de catálogo
V94614
ISBN (Ebook)
9783640101382
ISBN (Libro)
9783640117321
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fördert Schulinspektion Schule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
André Brüggemann (Autor), 2008, Fördert oder behindert Schulinspektion die eigenverantwortliche Schule?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94614
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