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Was leisten Pflegediagnosen einer praktischen Wissenschaft?

Schaffung einer einheitlichen Pflegefachsprache

Titre: Was leisten Pflegediagnosen einer praktischen Wissenschaft?

Dossier / Travail , 2019 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Robbin Hansen (Auteur)

Sciences infirmières - Divers
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Was leisten Pflegediagnosen einer praktischen Wissenschaft? Die Einführung der Pflegediagnosen soll sehr viel leisten können und soll die Pflege auf ihren Weg zur Professionalisierung vorantreiben. Zum einen in der direkten Pflege, indem eine strukturierte Kommunikation im Team und zwischen Organisationen die Evaluation, die Leistungsbegründung und Transparenz der Pflegeleistung darlegen und erhöhen soll. Zum anderen dient die Standardisierung von Pflegeinformation dem Management und der Wissenschaft zum Zweck der Leistungsdarstellung, Abrechnung, Bedarfsplanung und der Bearbeitung von pflegerelevanten Forschungsfragen. Zusammengefasst soll die Pflege mit Hilfe der Pflegediagnosen organisierbarer, kommunizierbarer, vergleichbarer und beforschbarer werden.

Alle diese Ziele unabhängig davon, wie weit sie schon verwirklicht worden sind oder nicht, fußen nach Auffassung des Verfassers in einem Ursprung. Der Ursprung ist das Ziel, die Pflegefachsprache vereinheitlichen zu wollen und sie von anderen Disziplinen abgrenzen zu können.

Als Begriff sind Pflegediagnosen historisch gesehen noch recht jung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die bekannte Krankenschwester Florence Nightingale in ihrem Wirken besonders bei der Behandlung der Opfer im Krimkrieg als Diagnostikerin zu betrachten. Sie diagnostizierte Ernährungsmängel und andere Gesundheitsprobleme. Ihr Handeln wurde aber nicht als Diagnostizieren benannt. Der Beginn der Diskussion, dass die Pflege ähnlich der Medizin auch Diagnosen im Rahmen ihres Tätigkeitsfeldes stellen könnte, blieb lange aus. Erst 1950 wurde in der Veröffentlichung „Assumptions of the Functions of Nursing“ von R. Louise McManus festgestellt, dass Pflege das Erkennen und Diagnostizieren von Pflegeproblemen ist, um daraus sich für notwendige pflegerische Maßnahmen entscheiden zu können. Es vergingen viele Jahre bis 1974 die Pflegediagnose als fester Standard im Pflegeprozess von der American Nurses Association etabliert worden ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ziel der Arbeit

3 Methodik

4 These: Pflegediagnosen schaffen eine einheitliche Pflegefachsprache

4.1 Argument: Die Geschichte der Pflegediagnosen selbst zeigt, dass sich die Pflegefachsprache vereinheitlicht

4.2 Argument: Pflegdiagnosen helfen die Fachsprache zu vereinheitlichen, weil sie es ermöglichen den Pflegeprozess an viele Pflegetheorien anzupassen

4.3 Interpretation

5 Antithese: Pflegediagnosen schaffen keine einheitliche Pflegefachsprache

5.1 Argument: Die Vielfalt an Klassifikationssystemen hemmt die Entwicklung einer einheitlichen Fachsprache

5.1.1 Vergleich der Definitionen NANDA und POP

5.1.2 Abgleich von NANDA und POP in ihrer Klassifikationsstruktur

5.2 Argument: Pflegediagnosen Klassifikationen können Pflegephänomene nicht eindeutig benennen

5.3 Interpretation der Antithese

6 Conclusion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit erörtert, inwieweit die Einführung von Pflegediagnosen dazu beiträgt, eine einheitliche Pflegefachsprache zu etablieren, um die Professionalisierung der Pflege zu unterstützen.

  • Historische Entwicklung und Verbreitung von Pflegediagnosen
  • Vergleich von Klassifikationssystemen (NANDA vs. POP)
  • Herausforderungen durch theoretischen Pluralismus und kulturelle Unterschiede
  • Eindeutigkeit bei der Benennung von Pflegephänomenen
  • Bedeutung einer einheitlichen Fachsprache für die pflegerische Praxis

Auszug aus dem Buch

4.2 Argument: Pflegediagnosen helfen die Fachsprache zu vereinheitlichen, weil sie es ermöglichen den Pflegeprozess an viele Pflegetheorien anzupassen

Als Beispiel soll aufgeführt werden, dass sich die NANDA Pflegediagnosen neben ihrer selbst entwickelten Struktur/ Taxonomie, auch in die Struktur anderer Pflegetheorien einordnen lässt. So kann man die NANDA Pflegediagnosen nach Gordons funktionellen Gesundheitsverhaltensmustern, Roper- Logan- Tierneys Lebensaktivitäten, Hendersons 14 Grundbedürfnisse, Juchlis Aktivitäten des täglichen Lebens und andere Pflegetheorien ordnen. In der NANDA Taxonomie-II werden die Pflegediagnosen in 13 Domänen wie zum Beispiel Gesundheitsförderung und Ernährung eingeordnet. In der Domäne Gesundheitsförderung findet sich die Pflegediagnose Selbstvernachlässigung und in Ernährung die Pflegediagnose Flüssigkeitsdefizit. Die Pflegediagnosen lassen sich aber auch zum Beispiel in Juchlis Aktivitäten des täglichen Lebens einordnen. Dann findet man die Pflegediagnose Selbstvernachlässigung in der täglichen Aktivität „Sich sicher fühlen und verhalten“ eingeordnet und die Pflegediagnose Flüssigkeitsdefizit ist in der täglichen Aktivität „Essen und Trinken“ eingeordnet. (vgl.Doenges et al., 2014, S. 949- 989) Mit der Eingliederung von Pflegediagnosen in die Systeme vieler Pflegetheorien ist gewährleistet, dass Pflegende, die nach den unterschiedlichsten Pflegetheorien arbeiten, auf eine gemeinsame Wissensbasis im Pflegeprozess zurückgreifen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die historische Entwicklung der Pflegediagnosen wird skizziert, wobei deren Bedeutung für die Professionalisierung der Pflege und die Standardisierung der Kommunikation hervorgehoben wird.

2. Ziel der Arbeit: Das Ziel ist die Erörterung, inwieweit die Einführung von Pflegediagnosen tatsächlich zur Etablierung einer einheitlichen Pflegefachsprache beiträgt.

3. Methodik: Es wurde eine Literaturrecherche und eine Handsuche in der Bibliothek durchgeführt, ergänzt durch einen strukturellen und inhaltlichen Vergleich der NANDA- und POP-Klassifikationen.

4. These: Pflegediagnosen schaffen eine einheitliche Pflegefachsprache: Die These wird durch die internationale Verbreitung und die Flexibilität der Pflegediagnosen zur Integration in verschiedene Pflegetheorien gestützt.

5. Antithese: Pflegediagnosen schaffen keine einheitliche Pflegefachsprache: Es wird kritisch hinterfragt, ob die Vielfalt der Systeme und die teilweise ungenaue Benennung von Pflegephänomenen eine einheitliche Sprache verhindern.

6. Conclusion: Es wird gefolgert, dass Pflegediagnosen einen Ausgangspunkt für die Vereinheitlichung bilden, die Forschungslage jedoch unzureichend ist und praktische Hemmnisse bestehen.

Schlüsselwörter

Pflegediagnosen, Pflegefachsprache, NANDA, POP, Pflegeprozess, Pflegeklassifikation, Pflegetheorien, Standardisierung, Professionalisierung, Pflegephänomene, Gesundheitsförderung, Ressourcenorientierung, Kommunikation, Taxonomie, Pflegedokumentation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Beitrag von Pflegediagnosen zur Bildung und Etablierung einer einheitlichen Pflegefachsprache im Rahmen der Professionalisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung von Pflegediagnosesystemen, der Vergleich internationaler und nationaler Klassifikationen (NANDA vs. POP) sowie deren Anwendbarkeit in unterschiedlichen Pflegetheorien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu erörtern, ob und wie Pflegediagnosen dabei helfen, eine einheitliche, fachübergreifende Sprache in der Pflege zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt Literaturanalysen, eine Handsuche in Fachbibliotheken sowie einen beispielhaften, strukturellen und inhaltlichen Vergleich zweier Klassifikationssysteme (NANDA und POP).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Argumente für die These (Einheitlichkeit) und die Antithese (Vielfalt und Hemmnisse) mittels Definitionen, Domänenvergleichen und einer Untersuchung der Typen von Pflegediagnosen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pflegediagnosen, Pflegefachsprache, Professionalisierung, Pflegeklassifikation, NANDA, POP, Pflegeprozess und Standardisierung.

Wie unterscheiden sich die Klassifikationsstrukturen von NANDA und POP laut Autor?

NANDA ist historisch älter und detaillierter aufgebaut, während POP einen stärkeren Fokus auf Ressourcenorientierung und Gesundheitsförderung innerhalb der einzelnen Diagnosetypen legt.

Welches Fazit zieht der Verfasser zur Eindeutigkeit der Pflegediagnosen?

Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass einige Pflegediagnosen, wie etwa die "chronische Verwirrtheit", noch zu unpräzise formuliert sind und klare, reproduzierbare Symptome zur eindeutigen Identifikation fehlen.

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Résumé des informations

Titre
Was leisten Pflegediagnosen einer praktischen Wissenschaft?
Sous-titre
Schaffung einer einheitlichen Pflegefachsprache
Université
University of Applied Sciences Neubrandenburg
Note
1,0
Auteur
Robbin Hansen (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
14
N° de catalogue
V946900
ISBN (ebook)
9783346281494
ISBN (Livre)
9783346281500
Langue
allemand
mots-clé
Pflegediagnosen Pflegefachsprache
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Robbin Hansen (Auteur), 2019, Was leisten Pflegediagnosen einer praktischen Wissenschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/946900
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